In der ana­lo­gen Bera­tung gehört die Ana­ly­se von Unter­neh­mens­aus­wir­kun­gen im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit zu unse­ren wesent­li­chen Tätig­kei­ten. Mit dem Relaunch unse­res Online-Tools CSR Check kön­nen wir nun auch end­lich unse­ren digi­ta­len Kund*innen eine Mög­lich­keit bie­ten, die bedeu­ten­den Hebel ihrer Unter­neh­mun­gen ken­nen­zu­ler­nen und Wesent­lich­keits- und SDG-Ana­ly­sen durchzuführen.

Die SDGs als Rah­men­werk unter­neh­me­ri­scher Entwicklung

Im Sep­tem­ber 2015 ver­ab­schie­de­ten die Ver­ein­ten Natio­nen die Agen­da 2030. Es wur­den 17 Zie­le — Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals (SDG) — für die nach­hal­ti­ge Entwick­lung der Welt for­mu­liert, bei denen die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung unter Berück­sich­ti­gung sozia­ler Gerech­tig­keit und der öko­lo­gi­schen Gren­zen der Erde gestal­tet wird. Unter­neh­men nut­zen die SDGs als Rah­men­werk, um zu ermit­teln, wel­che Wir­kung sie mit ihrer Geschäfts­tä­tig­keit im Sin­ne einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung erzielen.

Ergeb­nis die­ser Ana­ly­se ist ein SDG-Radar, wel­ches dar­stellt, wie stark ein Unter­neh­men durch sein Geschäfts­mo­dell, aber auch durch die Gestal­tung von Pro­zes­sen und sei­nem gesell­schaft­li­chen Enga­ge­ment auf das jewei­li­ge der 17 Zie­le ein­wirkt, unab­hän­gig davon, ob die­se Wir­kung posi­tiv oder nega­tiv ist.Die­se Per­spek­ti­ve wird mit dem Relaunch des Tools in einem Modul „Wesent­lich­keits­ana­ly­se“ abge­bil­det. Unter­neh­men wer­den sys­te­ma­tisch durch die Bewer­tung der 17 Nach­hal­tig­keits­zie­le geführt und beur­tei­len die Wir­kung ihres Geschäfts­mo­dells, der Unter­neh­mens­pro­zes­se und des gesell­schaft­li­chen Enga­ge­ments auf das jewei­li­ge Ziel. Eine Anlei­tung mit kon­kre­ten Hin­wei­sen gibt den Nutzer*innen eine gute Hil­fe­stel­lung, um eine fun­dier­te Bewer­tung der Unter­neh­mens­aus­wir­kun­gen vorzunehmen.

Iden­ti­fi­ka­ti­on der wesent­li­chen Nachhaltigkeitsthemen

Außer­dem beinhal­tet das neue Modul eine Ana­ly­se der für das Unter­neh­men wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men. Hier­bei wer­den die Nutzer*innen durch die Metho­dik der Wesent­lich­keits­be­wer­tung geführt und ermit­teln die sozia­len und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen ihrer Unter­neh­mens­tä­tig­keit auf ver­schie­de­ne Nach­hal­tig­keits­the­men. Unter­neh­men kön­nen hier ent­we­der ein vor­ge­ge­be­nes The­men­set anwen­den, oder eige­ne Hand­lungs­fel­der und The­men erstel­len. Im Rah­men einer Umfra­ge, wel­che das Tool für die Unter­neh­men gene­riert, wer­den Sta­ke­hol­der zur Bewer­tung die­ser The­men ein­ge­la­den und kön­nen zudem kon­kre­te Erwar­tun­gen hin­sicht­lich der Nach­hal­tig­keits­ent­wick­lung des Unter­neh­mens äußern.

Wesent­lich­keits­ma­trix und SDG-Radar als Basis der Strategie

Die Ergeb­nis­se der online gestütz­ten Ana­ly­se sind eine Wesent­lich­keits­ma­trix, die dar­stellt, wel­che Nach­hal­tig­keits­the­men für das Unter­neh­men beson­ders bedeut­sam sind, sowie ein SDG-Radar, wel­ches dem Unter­neh­men zeigt, zu wel­chen der 17 Zie­le es einen rele­van­ten Bei­trag leis­ten kann. Damit bil­den die­se Ana­ly­sen die Grund­la­ge zur Ablei­tung einer Nachhaltigkeitsstrategie.

Check und Bench­mark kom­plet­tie­ren die Bestandsaufnahme

Mit dem bereits bestehen­den Basis­mo­dul „Check“ kön­nen Nutzer*innen durch ein Self-Assess­ment ihren betrieb­li­chen Sta­tus Quo zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung erfas­sen und die­sen im Rah­men einer Bench­mark mit Unter­neh­men ihrer Bran­che, Grö­ße und Regi­on vergleichen.

Durch Inte­gra­ti­on der Wesent­lich­keits- und SDG-Ana­ly­se in unser bestehen­des Online-Tool, erhal­ten Unter­neh­men nun eine voll­stän­di­ge Bestands­auf­nah­me zur Nach­hal­tig­keit und schaf­fen damit ein idea­les Fun­da­ment zur Ent­wick­lung einer Nachhaltigkeitsstrategie.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Online-Tool sowie die Mög­lich­keit zur Regis­trie­rung für eine kos­ten­lo­se Demo­ver­si­on gibt es unter https://csr-check.com/.

Ein­mal jähr­lich ver­an­stal­ten wir mit wei­te­ren Unter­neh­men aus der deutsch-däni­schen Grenz­re­gi­on den soge­nann­ten gren­zen­løs Daag. Ein Akti­ons­tag an dem sich Unter­neh­men und ihre Mitarbeiter*innen für gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen in der Regi­on stark machen. Als Mit-Initia­to­ren die­ser Cor­po­ra­te Vol­un­tee­ring-Initia­ti­ve packen wir selbst natür­lich auch mit an. In die­sem Jahr, auf dem Kin­der­frei­zeit­hof in Joldelund.

Mit vol­lem Taten­drang nach Joldelund

Als wir am Frei­tag, gegen 9:20 Uhr auf dem ehe­ma­li­gen Bau­ern­hof von Chris­ti­an Chris­ti­an­sen ange­kom­men sind, saß er bereits im alten Stall, mit weit geöff­ne­tem Scheu­nen­tor und war­te­te freu­dig auf sei­ne Helfer*innen. Seit 40 Jah­ren betreibt er auf sei­nem Land­gut einen Frei­zeit­hof für Kin­der, wel­cher mit viel Lie­be zum Detail gestal­tet wur­de. Davon durf­ten wir uns direkt bei einer klei­nen Füh­rung über die Anla­ge überzeugen.

grenzenlosDaag Kinderfreizeithof JoldelundgrenzenlosDaag sustaineration KinderfreizeithofAls wir mit Herrn Chris­ti­an­sen und den ande­ren Helfer*innen des Tages durch das Foy­er des Frei­zeit­ho­fes geführt wur­den, haben uns etwa 4.000 Ted­dy­bär-Augen beob­ach­tet. Wer Angst vor Clowns hat, soll­te hier defi­ni­tiv nicht sein Nach­la­ger auf­schla­gen. Hier gab es enorm viel zu entdecken.

Da der Hof seit der Pan­de­mie geschlos­sen ist, wur­den die alten Rasen­mä­her-Trak­to­ren, die ansons­ten, mit einer mit Flam­men bemal­ten Milch­kan­ne auf Rädern, über eine Renn­bahn düsen, nicht mehr viel bewegt. Daher konn­te Saman­ta den Rent­ner sofort davon über­zeu­gen, einen der Trak­to­ren aus sei­nem Coro­na-Schlaf zu wecken und gönn­te sich eine exklu­si­ve Pro­be­fahrt über den Kin­der­frei­zeit­hof, womit er ihr eine gro­ße Freu­de gemacht hat.

Nach dem Ver­gnü­gen kommt die Arbeit

Doch wir waren ja nicht nur zum Spaß hier. Also mach­ten wir uns an die Arbeit, um dem 84-Jäh­ri­gen bei den ange­fal­le­nen Auf­ga­ben unter die Arme zu grei­fen. Mit Heck­sche­ren aus­ge­rüs­tet erklär­ten wir dem Efeu den grenzenlosDaag_sustaineration_Niels ChristiansenKampf. Das gesam­te Gebäu­de, ein­schließ­lich Fens­ter war von dem Grün­zeug umhüllt.  Auf einem alten David Brown mit selbst gebau­ter Hebe­büh­ne, ging es für Niels hoch hin­aus. Wäh­rend Niels etwa drei­ein­halb Stun­den in der wacke­li­gen Box mit sei­ner Höhen­angst und dem Efeu kämpf­te, rief Herr Chris­ti­an­sen bei jedem Mal, wo er um die Ecke kam „HÖHER, HÖHER!“ … Niels war es bereits hoch genug.

Wäh­rend­des­sen über­nah­men Anje und Saman­ta die Boden­ar­beit und sind dem Efeu, mit bei­den Bei­nen auf der Erde, zu Lei­be gerückt. Es wur­de geschnit­ten, gekehrt und geschuf­tet. Als Herr Chris­ti­an­sen erfuhr, dass Saman­ta irgend­was im Büro macht, frag­te er ob sie „com­pu­tern“ kön­ne und nut­ze die Gele­gen­heit sei­ne Haus-IT auf Vor­der­mann zu bringen.

grenzenlosDaag 2021 Kinderfreizeithof JoldelundNach geta­ner Arbeit sollst du ruhen

Nach­dem das Efeu gebän­digt wur­de, haben wir im alten Kuh­stall als Dan­ke­schön eine klei­ne Stär­kung bekom­men. Bei Kaf­fee, beleg­ten Bröt­chen und Eis erzähl­te uns der Hof­be­sit­zer Chris­ti­an Geschich­ten und Mythen zu sei­nem Hof und dem Dorf Jol­de­lund, natür­lich auf platt. Einer der Momen­te unse­res gren­zen­lø­sen Ein­sat­zes, der den Tag zu etwas Beson­de­rem gemacht hat. Eine will­kom­me­ne Abwechs­lung zu unse­rem sonst so digi­tal gepräg­ten Arbeitsalltag.

Im Übri­gen ist Chris­ti­an Chris­ti­an­sen nicht ver­wandt mit unse­rem Geschäfts­füh­rer Niels Chris­ti­an­sen … Chris­ti­an­sens fin­de man in Nord­fries­land, wie Scha­fe am Deich.

Saman­ta unter­stützt uns fest als Mar­ke­ting und Con­tent Mana­ge­rin und nimmt die stra­te­gi­sche Ent­wick­lung unse­rer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ar­beit in die Hand.

Lie­be Saman­ta, wir freu­en uns rie­sig, dass du da bist und uns bei der Ent­wick­lung von sus­tai­nera­ti­on mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen wirst. Bit­te stell dich unse­ren Leser*innen kurz vor.

Lie­ben Dank, ich freue mich auch sehr, nun fest an Bord zu sein. Bei sus­tai­nera­ti­on bin ich seit Mai ver­ant­wort­lich für das Mar­ke­ting und Con­tent Manage­ment. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren war ich im Ver­brau­cher­schutz und als Redak­teu­rin in Ver­lags­häu­sern tätig. Mei­nen redak­tio­nel­len Schwer­punkt habe ich früh­zei­tig auf das gro­ße The­ma Nach­hal­tig­keit gelegt.

Neben mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit liegt mir vor allem der Ein­satz für den Natur- und Umwelt­schutz sehr am Her­zen. Daher unter­stüt­ze ich seit län­ge­rem aktiv die Orga­ni­sa­ti­on Natu­re Con­ser­van­cy of Cana­da sowie den nord­deut­schen Ver­ein Küs­te gegen Plas­tik.

Die Nähe zur Natur genie­ße ich am liebs­ten am und auf dem Was­ser. Immer dabei — ob im Büro oder in der Natur: Mei­ne Foto­ka­me­ra und die Begeis­te­rung dafür, neue Wege zu gehen, um Neu­es zu entdecken!

Du unter­stützt uns bereits seit vie­len Jah­ren als Frei­be­ruf­le­rin in unter­schied­lichs­ten Berei­chen. Welches Pro­jekt ist dir dabei beson­ders in Erin­ne­rung geblieben?

Ein beson­de­res High­light war für mich die Ent­wick­lung und Umset­zung des neu­en Nach­hal­tig­keits­be­rich­tes — gera­de weil er auf Inter­dis­zi­pli­na­ri­tät und Nach­voll­zieh­bar­keit setzt. Unter­neh­men haben in die­ser Form die Mög­lich­keit, sich bei der Berich­t­er­stel­lung ganz struk­tu­riert an den Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals und dem Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex zu ori­en­tie­ren, ohne dabei den Über­blick zu ver­lie­ren. Die Sinn­haf­tig­keit die­ses inno­va­ti­ven Ver­fah­rens macht das Pro­jekt zu einem ganz beson­de­ren für mich.

Was reizt dich dar­an, den Mar­ken­auf­tritt einer Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung zu gestalten?

Es ist viel mehr ein Bewusst­sein als ein Reiz. The­ma­tisch liegt mir die För­de­rung von wirt­schaft­li­cher Nach­hal­tig­keit und das The­ma Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty schon lan­ge am Her­zen. Gezielt mei­ne Kennt­nis­se und mein Enga­ge­ment bei einer Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung ein­zu­brin­gen ergibt sich vor allem aus der bis­he­ri­gen frei­en Zusam­men­ar­beit mit sus­tai­nera­ti­on. Nach meh­re­ren Jah­ren im gemein­sa­men Work­flow weiß man, dass sowohl der ethi­sche Kom­pass als auch die beruf­li­chen Erwar­tun­gen und Zie­le für sus­tai­nera­ti­on in die glei­che Rich­tung zei­gen. Da lag der Schritt des “vol­len Ein­sat­zes” nahe.

Gibt es etwas, wor­auf du dich beson­ders freust?

Ins­ge­samt freue ich mich dar­auf, sus­tai­nera­ti­on dabei zu unter­stüt­zen, die Wirt­schaft in Koope­ra­ti­on mit den Unter­neh­men nach­hal­ti­ger zu gestal­ten. Es ist also nicht nur die Arbeit selbst, son­dern auch die posi­ti­ven und spür­ba­ren Ergeb­nis­se für Unter­neh­men, Mitarbeiter*Innen und Kund*Innen.

Was wünscht du dir für die Zukunft bei und mit sus­tai­nera­ti­on?

Nach­hal­tig­keit und die Unter­stüt­zung von inno­va­ti­ven Geschäfts­mo­del­len sind für mich eine erstre­bens­wer­te Kon­stan­te der Zukunft. Zusam­men bei und mit sus­tai­nera­ti­on die Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung von zukunfts­ori­en­tier­ten Unter­neh­men anhal­tend posi­tiv und nach­hal­tig zu prä­gen und somit einen Bei­trag in Rich­tung einer grü­ne­ren Zukunft zu leis­ten, sind nicht nur mei­ne Wün­sche son­dern auch mein Antrieb.

Vie­len Dank für den Einblick!

 

Bei­trags­bild: Ralph Ker­pa

Als ers­tes Bera­tungs­un­ter­neh­men der schles­wig-hol­stei­ni­schen Westküste, sind wir offi­zi­el­ler Schu­lungs­part­ner für den Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex (DNK). In die­sem Zusam­men­hang veröffentlichen auch wir unse­ren ers­ten Nach­hal­tig­keits­be­richt. Mit unse­rem Nach­hal­tig­keits­be­richt 2019/2020 ver­deut­li­chen wir unse­re Hebel im Sin­ne der Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals (SDGs) und zei­gen wie wir zum Errei­chen der 17 Zie­le beitragen.

Nachhaltigkeitsbericht_sustaineration

Unser ers­ter Bericht zeigt unter ande­rem, dass wir unse­re CO2-Emis­sio­nen im Jahr 2020 im Ver­gleich zum Vor­jahr um 35 Pro­zent sen­ken konn­ten. Die Coro­na-Pan­de­mie hat da sicher ihren Bei­trag geleis­tet, da Geschäfts­rei­sen deut­lich redu­ziert wur­den. Gleich­zei­tig ergab das Jahr 2020 aber auch ein Umsatz­wachs­tum von 59 Pro­zent. Die CO2-Reduk­ti­on bei gleich­zei­ti­ger Umsatz­stei­ge­rung zeigt, dass wirt­schaft­li­ches Wachs­tum kli­ma­freund­lich erreicht wer­den kann. Eine Wirt­schaft, wel­che die Lebens­grund­la­ge zukünftiger Genera­tio­nen auf­recht erhält, dazu wol­len wir mit unse­rer Arbeit einen Bei­trag leisten.

Hier geht es zu unse­rem Nachhaltigkeitsbericht.

sus­tai­nera­ti­on ist Schu­lungs­part­ner des Deut­schen Nachhatltigkeitskodex

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Seit März 2021 sind wir nun offi­zi­el­ler Schu­lungs­part­ner für den Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex und bie­ten für Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen zum einen Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und Schu­lun­gen zu dem DNK, der Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung oder auch der EU-Berichts­pflicht an. Außer­dem beglei­ten wir Unter­neh­men bei der Bericht­erstat­tung nach dem DNK. Wir freu­en uns sehr, dass wir als Schu­lungs­part­ner des Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex Unter­neh­men bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten nun noch bes­ser unterstützen können.

Hier gelan­gen Sie zu unse­rer Erklä­rung zum Deut­schen Nachhaltigkeitskodex.

Wir freu­en uns sehr, unser neu­es Online-Tool zum Ver­glei­chen unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Bench­mark kön­nen Unter­neh­men Ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung mit der ande­rer Unter­neh­men gegenüberstellen.

Bench­marks haben sich in der Unter­neh­mens­welt fest etabliert

Pro­duk­te, Pro­zes­se, Dienst­leis­tun­gen oder auch Struk­tu­ren wer­den ver­gli­chen, um „Best-Prac­ti­ces“ zu iden­ti­fi­zie­ren und von ihnen zu ler­nen. Auch im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment von Unter­neh­men spielt das Bench­mar­king eine bedeu­ten­de Rol­le, um zu erfah­ren wel­che Nach­hal­tig­keits­stan­dards in der Bran­che eta­bliert sind und auch vom eige­nen Unter­neh­men erfüllt wer­den sollten.

Doch die Daten­be­schaf­fung ist gar nicht so ein­fach und stellt Unter­neh­men oft­mals vor eine gro­ße Auf­ga­be, ins­be­son­de­re wenn die zu ver­glei­chen­den Unter­neh­men weni­ge Infor­ma­tio­nen zu ihrem Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment kommunizieren.

Mit dem Bench­mark-Tool die unter­neh­me­ri­sche Nach­hal­tig­keit vergleichen

Unser neu­es Online-Tool ermög­licht es Unter­neh­men einen Bench­mark zu erstel­len und die Nach­hal­tig­keits­leis­tung des eige­nen Unter­neh­mens mit der von ande­ren Unter­neh­men zu ver­glei­chen. Das CSR-Bench­mark zeigt anhand von 15 kon­kre­ten Kri­te­ri­en auf, wie­viel Pro­zent der Unter­neh­men der­sel­be Bran­che, Grö­ße und auch Regi­on die­se Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en erfül­len. Des Wei­te­ren wer­den ins­ge­samt 23 Nach­hal­tig­keits­aspek­te in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt mit­ein­an­der ver­gli­chen und dar­ge­stellt wie das eige­ne sowie die zu ver­glei­chen­den Unter­neh­men zu den jewei­li­gen Aspek­ten performen.

Das Ergeb­nis des Bench­marks wird Nutzer*innen direkt online ange­zeigt. Zudem steht ein aus­führ­li­cher Bench­mark-Bericht zum Down­load zur Verfügung.

Der eige­ne Sta­tus-Quo als Grund­la­ge für das Benchmark

Daten­grund­la­ge des Bench­mark-Tools bil­det unser bereits bestehen­der CSR-Check, wel­cher zur sys­te­ma­ti­schen Erfas­sung der Nach­hal­tig­keits­leis­tung von Unter­neh­men ein­ge­setzt wird. Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens bear­bei­tet und der betrieb­li­che Sta­tus-Quo direkt ermittelt.

Durch Inte­gra­ti­on des neu­en Bench­mark-Tools mit unse­rem Online-Check, kön­nen Unter­neh­men ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung nicht mehr nur erfas­sen, son­dern auch ein­fach mit der von ande­ren Unter­neh­men ver­glei­chen. Über die­se Wei­ter­ent­wick­lung freu­en wir uns sehr und hof­fen, dass vie­le Unter­neh­men die dar­aus her­vor­ge­hen­den Impul­se nut­zen, um ihr Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment auf das nächs­te Level zu heben.

In dem fol­gen­den Video geben wir Ihnen einen klei­nen Ein­blick in das Tool. Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen geht es hier zum CSR Bench­mark.

Ganz neu war die Idee nicht. Bis 2017 haben wir jedes Jahr den soge­nann­ten Nord­fries­land Daag orga­ni­siert. Ein Akti­ons­tag, an dem sich die nord­frie­si­sche Wirt­schaft für gemein­nüt­zi­ge Pro­jek­te in der Regi­on enga­giert hat. Da der Vor­be­rei­tungs­auf­wand mit den Jah­ren stark zunahm und die Kapa­zi­tä­ten bei uns hin­ge­gen san­ken, ist das Pro­jekt lei­der ein­ge­schla­fen. 2020 woll­ten wir es wie­der bele­ben und den Wir­kungs­be­reich erweitern.

Aus Nord­fries­land Daag wird gren­zen­løs Daag

In die­sem Jahr konn­ten wir der Initia­ti­ve wie­der Leben ein­hau­chen. Als gren­zen­løs Daag rich­ten wir uns mit dem Pro­jekt nun an Unter­neh­men und gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen der deutsch-däni­schen Grenz­re­gi­on und was uns beson­ders freut: Die Initia­ti­ve wird nun von einer Trä­ger­schaft ver­schie­de­ner Unter­neh­men aus der Regi­on gestemmt.

Ers­ter gren­zen­løs Daag am 18. September

Ver­gan­ge­nen Frei­tag war es dann soweit, 18 Unter­neh­men aus dem Grenz­land ver­lie­ßen mit ihren Mitarbeiter*innen ihren Arbeits­platz und enga­gier­ten sich in unter­schied­li­chen Umwelt- und Sozi­al­pro­jek­ten an Nord- und Ost­see, von Kap­peln über Flens­burg und Nord­strand bis nach Høy­er. Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie wur­den aus­schließ­lich Out­door-Pro­jek­te rea­li­siert. Bei herr­li­chem Spät­som­mer-Wet­ter war dies jedoch eher ein Bonus und hat für eine gute Stim­mung gesorgt.

Wir sind zum Hol­mer Siel, auf Nord­strand gezo­gen, um den Deich von Plas­tik und ande­ren Unlieb­sam­kei­ten zu befreien.

grenzenloes Daag

Deich-CleanUp auf Nordstrand 

Es ist immer wie­der erstaun­lich, was sich in dem Spül­saum am Deich so ver­steckt. Neben Unter­wä­sche, Hun­de­kot-Beu­tel, Ein­weg­ge­schirr, Netz­tei­len aus der Fische­rei, Plas­tik­fla­schen und ande­ren Ver­pa­ckun­gen, hat uns der Kranz einer See­be­stat­tung nicht zur Ruhe kom­men las­sen. Im Gespräch mit den ande­ren Helfer*innen, die auf Nord­strand mit uns sam­mel­ten, hat sich schnell gezeigt, dass es ein heik­les The­ma ist und bestimmt nicht leicht, Ange­hö­ri­ge und Hin­ter­blie­be­ne dahin­ge­hend zu sen­si­bi­li­sie­ren. Den­noch den­ken wir, dass Bestat­tungs­un­ter­neh­men bei der Vor­be­rei­tung einer See­be­stat­tung, Ange­hö­ri­ge dar­auf hin­wie­sen soll­ten, dass Krän­ze nicht aus Sty­ro­por, Dräh­ten und Plas­tik­rin­gen son­dern aus abbau­ba­ren Mate­ria­li­en bestehen sollten.

IMG_20200918_111253Sam­meln was das Meer auskotzt

Im Ver­gleich zu dem was man sonst manch­mal an der Küs­te fin­det, war die gesam­mel­te Men­ge zwar über­schau­bar, aber den­noch statt­lich. Jen­ni­fer Tim­rott, vom Küs­te gegen Plas­tik e.V. erklär­te uns, dass die Men­ge stark von den Strö­mun­gen abhängt und man nicht den­ken dür­fe, dass nur weil weni­ger Müll als erwar­tet da liegt, das Pro­blem nicht mehr vor­han­den sei. Das ist ein Trug­schluss! Denn die Mas­se an Plas­tik­müll liegt dann ein­fach woan­ders. Dabei zeig­te sie uns auf einem Bild, wie der Deich am Hol­mer Siel, an dem wir sam­mel­ten, nach einem Win­ter­sturm aussah.

Das Bild zeigt dabei sogar die Land­sei­te des Dei­ches. Sowie­so liegt in den Win­ter­mo­na­ten mehr Müll an den Dei­chen und Strän­den, da die Sturm­flu­ten dann beson­ders viel Müll an unse­ren Küs­ten hinterlassen.

 

Klein­vieh macht auch Mist! In die­sem Sin­ne haben wir uns als Klein­un­ter­neh­men im letz­ten Jahr vor­ge­nom­men, dass wir künf­tig kli­ma­neu­tral wirt­schaf­ten wol­len. Nach­dem wir im ver­gan­ge­nen Jahr die Stel­lung­nah­me von Entrepreneurs4Future unter­zeich­net und uns der Bewe­gung von Fridays4Future ange­schlos­sen haben, sind wir am 20. Sep­tem­ber, am Tag des glo­ba­len Klim­streiks, mit über 2.500 Men­schen durch Husum gezogen.

Unse­re CO2-Bilanz

 CO2-Bilnaz_lFür 2019 konn­ten wir nun erst­mals unse­re CO2-Bilanz auf­stel­len und haben einen Foot­print von 2,918 t ermit­telt. Die Gra­fik macht deut­lich, dass der Groß­teil der Emis­sio­nen im Bereich Geschäfts­rei­sen und Wär­me anfällt. Wobei wir den exak­ten Wär­me­be­darf nicht ermit­teln konn­ten, da sich unser Büro in den Räum­lich­kei­ten des Inha­bers befin­den und von pri­va­ten Ver­bräu­chen nicht zu tren­nen sind. Hier haben wir eine groß­zü­gi­ge Schät­zung vor­ge­nom­men. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die tat­säch­li­chen wär­me­be­ding­ten Emis­sio­nen gerin­ger sind, da wir den Gas­ver­brauch antei­lig auf die Qua­drat­me­ter ein­be­zo­gen haben, der pri­va­te Wär­me­be­darf aller­dings deut­lich höher ist.

Unse­re Learnings

Dass die Mobi­li­tät den Löwen­an­teil unse­rer Emis­sio­nen aus­macht, über­rascht uns weni­ger. Wir arbei­ten im gesam­ten Bun­des­ge­biet, fah­ren zwar größ­ten­teils mit der Bahn. Aber im länd­lich gepräg­ten Schles­wig-Hol­stein grei­fen wir auch regel­mä­ßig auf das Auto zurück. Hier wol­len wir nun noch­mal unser Rei­se­ver­hal­ten genau­er begut­ach­ten und über­prü­fen, wie wir PKW-Rei­sen ver­rin­gern und trotz­dem Mate­ria­li­en und Hund trans­por­tie­ren kön­nen. Die Coro­na-Pan­de­mie hat uns auf jeden Fall gelehrt, dass vie­le Ter­mi­ne auch vir­tu­ell rea­li­sier­bar sind. Für 2020 wer­den wir sicher einen Knick bei den rei­se­be­ding­ten Emis­sio­nen wahr­neh­men. Das vir­tu­el­le Zusam­men­ar­bei­ten wol­len wir uns in jedem Fall erhal­ten, damit der Effekt dau­er­haft zumin­dest in Tei­len spür­bar bleibt und Emis­sio­nen dadurch ver­mie­den wer­den. Des Wei­te­ren wol­len wir in der Zukunft Solar­ener­gie direkt an unse­rem Stand­ort gene­rie­ren und prü­fen da nun die Möglichkeiten.

Uns ist es wich­tig, dass wir nicht ein­fach nur unse­ren Foot­print ermit­teln, um die­sen aus­zu­glei­chen und uns kli­ma­neu­tral schimp­fen zu dür­fen. Wir wol­len die Erfas­sung nut­zen, um die Kli­ma­wir­kung unse­rer Pro­zes­se bes­ser zu ver­ste­hen und ent­spre­chend in Ent­schei­dun­gen berück­sich­ti­gen zu kön­nen, damit wir unse­ren Foot­print so weit es geht verringern.

Ab jetzt klimaneutral

atmosfair_2019In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben wir bereits unse­re Geschäfts­rei­sen kom­pen­siert und damit den Bau von Was­ser­kraft­wer­ken in Indo­ne­si­en unter­stützt. Im Rah­men des glo­ba­len Kli­ma­st­reiks am 20. Sep­tem­ber 2019 haben wir das Ver­spre­chen abge­ge­ben, dass wir bis 2020 kli­ma­neu­tral wirt­schaf­ten wer­den. Die­ses Ver­spre­chen wol­len wir natür­lich auch einlösen.

Zum Errei­chen der Kli­ma­neu­tra­li­tät haben wir unse­ren gesam­ten CO2-Foot­print ermit­telt und via atmos­fair kom­pen­siert. Die Men­ge CO2 wur­de dabei etwas auf­ge­run­det und ins­ge­samt 3 Ton­nen ausgeglichen.

Mit der Kom­pen­sa­ti­on unter­stüt­zen wir Bau­ern­fa­mi­li­en im länd­li­chen Nepal, wo Holz der wich­tigs­te Ener­gie­trä­ger ist. Das stei­gen­de Wachs­tum der Bevöl­ke­rung sorgt dafür, dass Holz immer knap­per wird. Das Pro­jekt hilft Bau­ern beim Bau von klei­nen Bio­gas­anala­gen, in denen der Dung ihrer Tie­re zu Gas umge­wan­delt wird. Das Gas kann dann bei­spiels­wei­se zum kochen auf einem Gas­herd genutzt wer­den. Dadurch wird weni­ger Holz ver­brannt und ins­ge­samt so viel Emis­sio­nen ein­ge­spart wie wir im Jahr 2019 durch unse­re Arbeit aus­ge­sto­ßen haben.

Unse­ren CO2-Foot­print haben wir übri­gens mit unse­rem eige­nen Tool zur Kli­ma­bi­lan­zie­rung ermit­telt, wel­ches wir gemein­sam mit der Gesell­schaft für ange­wand­te Wirt­schafts­ethik ent­wi­ckelt haben und für 400 EUR / net­to anbieten.

Hier gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu dem Tool.

 

Spä­tes­tens seit Fridays4Future ist der Kli­ma­wan­del auf der Agen­da vie­ler Unter­neh­men. Ein wich­ti­ger Bau­stein zur Sen­kung unter­neh­me­ri­scher CO2-Emis­sio­nen ist dabei die voll­stän­di­ge Erfas­sung einer betrieb­li­chen CO2-Bilanz.

Mit dem Excel-basier­ten Tool selbst­stän­dig zur CO2-Bilanz

Bei der Ent­wick­lung eines Ange­bo­tes zur CO2-Bilan­zie­rung war es uns beson­ders wich­tig, dass Unter­neh­men die mit unse­rem ToolCO2e-Info arbei­ten, Kom­pe­ten­zen zur CO2-Bewer­tung ihrer Tätig­kei­ten erlan­gen. Wir wol­len Unter­neh­men befä­hi­gen, unab­hän­gig und sou­ve­rän den CO2-Fuß­ab­druck ihres Unter­neh­mens zu erfas­sen. Aus die­sem Grund, und um eine mög­lichst kos­ten­güns­ti­ge Bilan­zie­rung sicher­zu­stel­len, haben wir uns für ein Excel-basier­tes Bilan­zie­rungs-Tool ent­schie­den. Mit dem Excel-Tool kön­nen Unter­neh­men zum einen selbst­stän­dig ihre CO2-Bilanz erstel­len, ler­nen aber auch, wel­che Stell­schrau­ben für ihren CO2-Fuß­ab­druck beson­ders rele­vant sind. Sämt­li­che Bewer­tungs­grund­la­gen (Emis­si­ons­fak­to­ren) wer­den trans­pa­rent dar­ge­stellt. Nutzer*innen sol­len nicht “nur” ihre Daten ein­tra­gen, son­dern ler­nen, wie reich­hal­tig ein­zel­ne Unter­neh­mens­pro­zes­se im Sin­ne der CO2-Bewer­tung sind.

Das Excel-Tool basiert auf dem Green­house Gas Pro­to­col und Unter­neh­men kön­nen Kli­ma­bi­lan­zen nach den Scopes 1, 2 und 3 erstel­len. Dabei defi­nie­ren Unter­neh­men den Anwen­dungs­be­reich ihrer Bilanz selbst­stän­dig und erken­nen wel­che Daten erho­ben und ein­ge­tra­gen wer­den müs­sen. Sind alle Daten voll­stän­dig erfasst, wird der CO2-Fuß­ab­druck ange­zeigt, sowie in ver­schie­de­nen Abbil­dun­gen visua­li­siert, die sich sowohl zur inter­nen wie auch exter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on eignen.

Mit dem Excel-Tool zur effek­ti­ven Klimastrategie

Das Tool zur Kli­ma­bi­lan­zie­rung unter­stützt Unter­neh­men bei der Ent­wick­lung effek­ti­ver Kli­ma­stra­te­gien. Neben der Daten­mas­ke zum Erfas­sen der rele­van­ten Kli­ma­da­ten, erhal­ten Nutzer*innen gra­fi­sche Aus­wer­tun­gen und Vor­la­gen zur Ablei­tung geziel­ter Kli­ma­schutz­maß­nah­men. Durch die trans­pa­ren­te Berech­nungs­me­tho­de kön­nen Unter­neh­men zudem fun­diert bewer­ten, wie sie ihre Kli­ma­wir­kung ver­bes­sern wol­len, denn sämt­li­che Emis­si­ons­fak­to­ren sind ersicht­lich. Die Emis­si­ons­fak­to­ren sind die Koef­fi­zi­en­ten mit denen die Kli­ma­wir­kung der Unter­neh­mens­pro­zes­se bewer­tet wird, wie z.B. 1 kWh Strom ent­spricht x kg CO2. Das hilft Unter­neh­men, sich im bes­ten Fall für die kli­ma­schon­ends­ten Alter­na­ti­ven zu ent­schei­den, nicht nur beim Strom.

Neben dem Erfas­sen des CO2-Fuß­ab­drucks und der Ablei­tung einer Kli­ma­stra­te­gie zur Ver­bes­se­rung der Kli­ma­wir­kung des Unter­neh­men, dient das Tool auch als Grund­la­ge zur Kom­pen­sa­ti­on der unter­neh­me­ri­schen CO2-Emis­sio­nen. Über ver­schie­de­ne Kom­pen­sa­ti­ons­pro­jek­te, wie der Auf­fors­tung oder dem Aus­bau Erneu­er­ba­rer Ener­gien, kann der CO2-Fuß­ab­druck aus­ge­gli­chen wer­den und das Unter­neh­men somit Kli­ma­neu­tra­li­tät errei­chen. Mit dem Tool erhal­ten Unter­neh­men eine soli­de Basis um sich ihre Kli­ma­neu­tra­li­tät zer­ti­fi­zie­ren zu las­sen. Ver­schie­de­ne Zer­ti­fi­zie­run­gen bestä­ti­gen, dass es sich um ein kli­ma­neu­tra­les Unter­neh­men han­delt, wie z.B. das Label Cer­ti­fied Sus­tainab­le Eco­no­mics, wel­ches zudem zeigt, dass es sich dabei um ein nach­hal­tig wirt­schaf­ten­des Unter­neh­men han­delt. Bei der CSE-Zer­ti­fi­zie­rung ist die Kli­ma­neu­tra­li­tät aller­dings nur eine von vie­len Anforderungen.

Bei Inter­es­se an dem Tool zur Kli­ma­bi­lan­zie­rung, mel­den Sie sich ger­ne über unser Kon­takt­for­mu­lar.

Grafik l_SupportYourLocalDie Kri­se durch das Coro­na­vi­rus ist in nahe­zu allen Bran­chen ange­kom­men und sorgt für hef­ti­ge Span­nun­gen. Ins­be­son­de­re glo­bal agie­ren­de Unter­neh­men kämp­fen mit Pro­ble­men in den Lie­fer­ket­ten und im inter­na­tio­na­len Ver­trieb. Auch regio­na­le Betrie­be trifft die Kri­se hart, doch im Gegen­satz zu den Glo­bal Play­ern erle­ben sie eine unge­ahn­te Wel­le der Unterstützung.

Unter dem Hash­tag Sup­por­tY­our­Lo­cal zeigt sich die regio­na­le Bevöl­ke­rung soli­da­risch mit der loka­len Wirt­schaft und teilt in den sozia­len Medi­en, wie sie ihre Lieb­lings­lä­den, ‑Restau­rants und ‑Cafés in der Kri­se den Rücken stär­ken. Durch die Coro­na­kri­se erle­ben wir der­zeit ein stei­gen­des Bewusst­sein für Regionalität.

Bes­te Vor­aus­set­zun­gen, um die Kri­se als Chan­ce zu begreifen

Als Chan­ce zur Re-Regio­na­li­sie­rung! Welt­markt­füh­rer­schaft mag zwar reiz­voll klin­gen, ist aber auch mit beson­de­ren Risi­ken ver­bun­den. Die aktu­el­le Situa­ti­on zeigt deut­lich, wie fra­gil glo­ba­li­sier­te Lie­fer­ket­ten sind. Hin­zu kom­men immense Umwelt­kos­ten und sozia­le Fol­gen in Zulie­fer­erlän­dern, die wir oft­mals gar nicht über­bli­cken können.

Unter­neh­men ste­hen vor der ein­ma­li­gen Chan­ce, Struk­tu­ren zu trans­for­mie­ren und damit Geschäfts­mo­del­le zu ent­wi­ckeln, die für die Regi­on und für die Umwelt wert­voll sind. Die Regio­na­li­sie­rung des eige­nen Unter­neh­mens bie­tet mehr Sta­bi­li­tät sowie die Mög­lich­keit, öko­lo­gi­sche und sozia­le Aspek­te bes­ser in Pro­duk­ti­ons- und Ver­triebs­struk­tu­ren zu inte­grie­ren. Wer­den die Pro­duk­tio­nen nach regio­na­len Gege­ben­hei­ten gestal­tet, und nicht danach, wo die bil­ligs­ten Pro­duk­ti­ons­struk­tu­ren vor­herr­schen, dann erhal­ten wir auch rea­lis­ti­sche­re Prei­se. Prei­se, in denen kei­ne ver­steck­ten Kos­ten, wie z.B. durch Dum­ping­löh­ne oder man­gel­haf­ten Umwelt­stan­dards, exter­na­li­siert werden.

Beson­de­rer Mehr­wert loka­ler Unternehmen 

Ver­schie­de­ne Aspek­te einer wach­sen­den Regio­na­li­sie­rung über­zeu­gen. Bei­spiels­wei­se wird das loka­le Koope­ra­ti­ons­ver­hal­ten ange­regt. Denn wenn Roh­stoff­an­bau in die Regi­on zurück­kehrt oder erst­mals her­ge­holt wird, dann wer­den auch unter­schied­lichs­te Fähig­kei­ten aus Wirt­schaft und Land­wirt­schaft benö­tigt. Unter­neh­men kre­ieren viel­sei­ti­ge­re Geschäfts­mo­del­le, erwei­tern dabei ihre Kom­pe­ten­zen, wer­den ins­ge­samt sta­bi­ler und set­zen auf Klas­se statt auf Masse.

Außer­dem bedeu­tet eine zuneh­men­de Regio­na­li­sie­rung auch eine diver­se­re Wirt­schaft, die einen viel­sei­ti­ge­ren Arbeits­markt zur Fol­ge hat und ins­ge­samt kri­sen­fes­ter ist. Wir soll­ten nicht mehr das Wachs­tum unse­rer Unter­neh­men im Blick haben, son­dern die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät sowie den öko­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Mehr­wert für die Region.

Coro­na hat uns gelehrt, dass wir es können!

Bereits jetzt haben sich aus der Kri­se her­aus vie­le Kom­pe­ten­zen ent­wi­ckelt. Regio­na­le Betrie­be neh­men ihre Ver­ant­wor­tung ernst und fin­den Wege, einen posi­ti­ven Bei­trag zur aktu­el­len Situa­ti­on zu leis­ten. Zahl­rei­che Unter­neh­men pro­du­zie­ren Mund­schut­ze und kon­zen­trie­ren sich auf Pro­duk­te, die sonst aus dem fer­nen Aus­land impor­tiert wer­den. Die Kri­se lehrt uns, dass wir vie­les selbst können.

Wir soll­ten die­se Erfah­rung nut­zen, um wie­der viel­fäl­ti­ger und wider­stands­fä­hi­ger zu wer­den, als Wirt­schaft und als Region. 

 

Vie­le Unter­neh­men neh­men jah­re­lan­ge und kos­ten­in­ten­si­ve Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se auf sich, um ihr Geschäfts­mo­dell aus Nach­hal­tig­keits­ge­sichts­punk­ten zu bewer­ten und umzu­stel­len. Nicht sel­ten ste­hen sie vor der Her­ku­les­auf­ga­be, dass die ver­än­der­te Hal­tung des Unter­neh­mens nicht von der Beleg­schaft getra­gen bzw. gelebt wird.

Eine nach­hal­ti­ge Unter­neh­mens­kul­tur erfor­dert nach­hal­ti­ges Han­deln und Den­ken der Mitarbeitenden

Grund­sätz­lich braucht es zwei Din­ge: Kon­se­quen­tes von Nach­hal­tig­keit gepräg­tes unter­neh­me­ri­sches Han­deln und Zeit. Abhän­gig davon, wo ein Unter­neh­men her­kommt und wel­che Rol­le nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten in der Ver­gan­gen­heit gespielt hat, braucht es ent­spre­chend viel oder weni­ger Zeit zum Eta­blie­ren einer ech­ten Nachhaltigkeitskultur.

Ein Patent­re­zept, wie nach­hal­ti­ge Wer­te fes­ter Bestand­teil der Unter­neh­mens­kul­tur wer­den, gibt es nicht. Jedes Unter­neh­men muss einen indi­vi­du­el­len Fahr­plan, der zur vor­herr­schen­den Unter­neh­mens­kul­tur und Geschich­te des Unter­neh­mens passt, ent­wi­ckeln. Die fol­gen­den Bau­stei­ne kön­nen in die­sem Sin­ne dazu bei­tra­gen, dass nach­hal­ti­ges Han­deln und Den­ken von Mit­ar­bei­ten­den geför­dert und eine nach­hal­tig­keits­ori­en­tier­te Unter­neh­mens­kul­tur ver­wirk­licht wird.

# Nach­hal­tig­keit als fes­ter Bestand­teil der Unternehmensstrategie
Die durch Nach­hal­tig­keit gepräg­te Hal­tung eines Unter­neh­mens soll­te sich unbe­dingt in der Unter­neh­mens­stra­te­gie wie­der­fin­den und sich durch ein­deu­ti­ge Zie­le, kon­kre­te Maß­nah­men und kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten bemerk­bar machen.

# Das rich­ti­ge Mindset
Wel­che Visi­on ein Unter­neh­men ver­folgt und wel­che Wer­te den Unter­neh­mens­all­tag prä­gen ist essen­ti­ell für die geleb­te Kul­tur in einer Orga­ni­sa­ti­on. Nach­hal­tig­keit gehört ins Leit­bild eines Unter­neh­mens, wel­ches gemein­sam mit den Mit­ar­bei­ten­den ent­wi­ckelt wer­den soll­te, damit es auch von allen getra­gen wird.

# Ideen zulassen
Der offe­ne Umgang mit Ideen för­dert und for­dert Mit­ar­bei­ten­de, sich im Unter­neh­men zu betei­li­gen. Dies gilt natür­lich auch für Impul­se zur Wei­ter­ent­wick­lung der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keits­leis­tung. Wer Ideen ein­bringt, trägt sie auch wenn sie umge­setzt wer­den. Ideen­ge­ber wer­den somit zu inter­nen Mul­ti­pli­ka­to­ren für nach­hal­ti­ges Handeln.

# Gestal­tung der Büros und Aufenthaltsräumen
Hier muss man sich wohl­füh­len. Arbeits­plät­ze soll­ten zum einen unter gesund­heit­li­chen Gesichts­punk­ten gestal­tet wer­den. Des Wei­te­ren gilt: Je natür­li­cher des­to bes­ser! Wer auf Natur­ma­te­ria­li­en bei Möbel und Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de setzt und hier noch auf eine nach­hal­ti­ge Beschaf­fung (Label) ach­tet, kann das The­ma Nach­hal­tig­keit beson­ders gut trans­por­tie­ren. Pflan­zen sor­gen außer­dem, neben einem grü­nen Bild auch für ein bes­se­res Raumklima.

In Pau­sen­räu­me ist Müll­tren­nung ein Muss! Sofern Ruhe­räu­me im Unter­neh­men vor­han­den sind oder geschaf­fen wer­den, soll­te auch hier auf eine öko­lo­gi­sche Gestal­tung und ent­spre­chen­de Möblie­rung geach­tet werden.

# Green IT
Auch die tech­ni­sche Aus­stat­tung im Büro hat Strahl­kraft, wie etwa durch refur­bis­hed Hard­ware oder einer bedarfs­ge­rech­ten Dimen­sio­nie­rung der gesam­ten IT-Infra­struk­tur. Unter­neh­men, die beson­ders ger­ne digi­tal unter­wegs sind, kön­nen zudem ein papier­lo­ses Büro einführen.

# Gesund am Arbeitsplatz
Damit sich Mit­ar­bei­ten­de auf einen Kul­tur­wan­del ein­las­sen, soll­te die Gesund­erhal­tung auf einem Fun­da­ment wert­schät­zen­der Füh­rung auf­ge­baut wer­den. Es gibt viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, um geziel­te Ange­bo­te zur För­de­rung der Gesund­heit zu schaf­fen: Obst­tel­ler, kos­ten­lo­se Geträn­ke, betrieb­li­che Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen, ergo­no­mi­sche Arbeits­platz- und Belas­tungs­ana­ly­sen, akti­ve Pau­sen (wie Rücken­schu­le, Yoga und Ent­span­nungs- oder Wal­king­grup­pen) oder Schu­lun­gen zu Resi­li­enz oder Stress­ma­nage­ment und noch vie­le mehr.

# Bewuss­te Wahl der Arbeits- und Werbemittel
Auch Arbeits- und Wer­be­mit­tel kön­nen das Mind­set eines Unter­neh­mens trans­por­tie­ren, ob Holz-Kugel­schrei­ber, Recy­cling­pa­pier, Brief­um­schlä­ge oder ähn­li­ches. Mit­ar­bei­ten­de wer­den über nach­hal­ti­ge Arbeits­mit­tel kon­ti­nu­ier­lich mit der Hal­tung des Unter­neh­mens kon­fron­tiert. Auch bei Wer­be­mit­teln und Give-Aways soll­te ent­spre­chend auf nach­hal­ti­ge Mate­ria­li­en und sinn­vol­le Pro­duk­te geach­tet wer­den. Eine Ein­kaufs­richt­li­nie könn­te den Mit­ar­bei­ten­den dabei eine gute Richt­schnur lie­fern, um Nach­hal­tig­keit in Ein­kaufs­pro­zes­se zu verankern.

# Lie­be … äähh Nach­hal­tig­keit geht durch den Magen
Essen ist Kul­tur! Mit Obst, Kaf­fee und Tee aus fai­rer und bio­lo­gi­scher Land­wirt­schaft wird ein deut­li­ches Zei­chen gesetzt. Ist eine Kan­ti­ne vor­han­den, soll­te Nach­hal­tig­keit auch auf dem Spei­se­plan und bei den ver­wen­de­ten Lebens­mit­teln erkenn­bar sein. Eben­so das Cate­ring bei Events ist ein Aus­hän­ge­schild für die Nach­hal­tig­keits­be­mü­hun­gen, por­tio­nier­te Kaf­fee­sah­ne in klei­nen Plas­tik­be­häl­tern lässt das übri­ge Enga­ge­ment schnell unglaub­wür­dig erscheinen.

# Die Wir­kung des stil­len Örtchens
Auch der Gang zur Toi­let­te kann deut­lich machen, wel­che Wer­te den Unter­neh­mens­all­tag prä­gen. Öko­lo­gi­sche Putz­mit­tel, Natur­kos­me­tik-Sei­fe, Vor­rich­tun­gen zum Was­ser­spa­ren, Recy­cling­pa­pier­tü­cher zum Hän­de trock­nen und recy­cel­tes nicht gebleich­tes Toi­let­ten­pa­pier ver­mit­teln auch auf dem stil­len Ört­chen wel­chen Stel­len­wert Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men hat.

# Mit­ar­bei­ter­mo­bi­li­tät
Wie kom­men Mit­ar­bei­ten­de an ihren Arbeits­platz und was tut ein Unter­neh­men dafür, dass die Arbeits­we­ge mög­lichst kli­ma­freund­lich gestal­tet wer­den? Kon­kre­te Ange­bo­te unter­stüt­zen die Hal­tung des Unter­neh­mens und för­dern das Umwelt­be­wusst­sein der Beleg­schaft, wie etwa Zuschüs­se zur Nut­zung des ÖPNV, E‑Ladesäulen oder Fahr­rad­lea­sing. Auch die Opti­on des Home-Office ist vor die­sem Hin­ter­grund ein sinn­vol­les Angebot.

# Nicht jede Per­son passt zum Unternehmen
Aus wel­cher Rich­tung fri­scher Wind weht, kann eine gro­ße Rol­le spie­len. Sind nach­hal­tig­keits­ori­en­tier­te Wer­te for­mu­liert, die den Unter­neh­mens­all­tag prä­gen oder prä­gen soll­ten, ist auch bei Neu­an­stel­lun­gen dar­auf zu ach­ten, ob poten­ti­el­le Mit­ar­bei­ten­de zur Hal­tung des Unter­neh­mens pas­sen. Hier­zu exis­tie­ren sogar Matching-Tools, mit denen man fra­gen­ba­siert bewer­ten kann, wie stark eine Kan­di­da­tin oder ein Kan­di­dat zur Hal­tung des Unter­neh­mens passt.

# Team­buil­ding und Volunteering
Das gesell­schaft­li­che Enga­ge­ment von Unter­neh­men birgt ein enor­mes Poten­ti­al für einen Kul­tur­wan­del. Mit­ar­bei­ten­de soll­ten mit­be­stim­men wo sich enga­giert wird und sich über ihren Arbeit­ge­ber am bes­ten direkt bei gemein­nüt­zi­gen Pro­jek­ten ein­set­zen kön­nen. Cor­po­ra­te Vol­un­tee­ring-Events för­dern sowohl die Team­fä­hig­keit und Tea­ment­wick­lung und kön­nen auch eine stär­ke­re Iden­ti­fi­ka­ti­on mit einem Unter­neh­men bewir­ken. Für klei­ne­re Unter­neh­men bie­tet es sich auch an Tea­me­vents einen gemein­nüt­zi­gen Cha­rak­ter zu verleihen.

Kei­ner die­ser Ansät­ze garan­tiert, dass eine nach­hal­ti­ge Unter­neh­mens­kul­tur gelebt wird, kön­nen aber bedeu­tend dazu bei­tra­gen, dass nach­hal­ti­ges Han­deln und Den­ken bei Mit­ar­bei­ten­den geför­dert und somit in der Kul­tur eines Unter­neh­mens eta­bliert werden.