Samanta unter­stützt uns fest als Mar­ke­ting und Con­tent Mana­ge­rin und nimmt die stra­te­gi­sche Ent­wick­lung unse­rer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ar­beit in die Hand.

Liebe Samanta, wir freuen uns rie­sig, dass du da bist und uns bei der Ent­wick­lung von sus­tai­ne­ra­tion mit Rat und Tat zur Seite ste­hen wirst. Bitte stell dich unse­ren Leser*innen kurz vor.

Lie­ben Dank, ich freue mich auch sehr, nun fest an Bord zu sein. Bei sus­tai­ne­ra­tion bin ich seit Mai ver­ant­wort­lich für das Mar­ke­ting und Con­tent Manage­ment. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren war ich im Ver­brau­cher­schutz und als Redak­teu­rin in Ver­lags­häu­sern tätig. Mei­nen redak­tio­nel­len Schwer­punkt habe ich früh­zei­tig auf das große Thema Nach­hal­tig­keit gelegt.

Neben mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit liegt mir vor allem der Ein­satz für den Natur– und Umwelt­schutz sehr am Her­zen. Daher unter­stütze ich seit län­ge­rem aktiv die Orga­ni­sa­tion Nature Con­ser­vancy of Canada sowie den nord­deut­schen Ver­ein Küste gegen Plas­tik.

Die Nähe zur Natur genieße ich am liebs­ten am und auf dem Was­ser. Immer dabei — ob im Büro oder in der Natur: Meine Foto­ka­mera und die Begeis­te­rung dafür, neue Wege zu gehen, um Neues zu entdecken!

Du unter­stützt uns bereits seit vie­len Jah­ren als Frei­be­ruf­le­rin in unter­schied­lichs­ten Berei­chen. Welches Pro­jekt ist dir dabei beson­ders in Erin­ne­rung geblieben?

Ein beson­de­res High­light war für mich die Ent­wick­lung und Umset­zung des neuen Nach­hal­tig­keits­be­rich­tes — gerade weil er auf Inter­dis­zi­pli­na­ri­tät und Nach­voll­zieh­bar­keit setzt. Unter­neh­men haben in die­ser Form die Mög­lich­keit, sich bei der Berichter­stel­lung ganz struk­tu­riert an den Sus­tainable Deve­lop­ment Goals und dem Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex zu ori­en­tie­ren, ohne dabei den Über­blick zu ver­lie­ren. Die Sinn­haf­tig­keit die­ses inno­va­ti­ven Ver­fah­rens macht das Pro­jekt zu einem ganz beson­de­ren für mich.

Was reizt dich daran, den Mar­ken­auf­tritt einer Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung zu gestalten?

Es ist viel mehr ein Bewusst­sein als ein Reiz. The­ma­tisch liegt mir die För­de­rung von wirt­schaft­li­cher Nach­hal­tig­keit und das Thema Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity schon lange am Her­zen. Gezielt meine Kennt­nisse und mein Enga­ge­ment bei einer Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung ein­zu­brin­gen ergibt sich vor allem aus der bis­he­ri­gen freien Zusam­men­ar­beit mit sus­tai­ne­ra­tion. Nach meh­re­ren Jah­ren im gemein­sa­men Work­flow weiß man, dass sowohl der ethi­sche Kom­pass als auch die beruf­li­chen Erwar­tun­gen und Ziele für sus­tai­ne­ra­tion in die glei­che Rich­tung zei­gen. Da lag der Schritt des “vol­len Ein­sat­zes” nahe.

Gibt es etwas, wor­auf du dich beson­ders freust?

Ins­ge­samt freue ich mich dar­auf, sus­tai­ne­ra­tion dabei zu unter­stüt­zen, die Wirt­schaft in Koope­ra­tion mit den Unter­neh­men nach­hal­ti­ger zu gestal­ten. Es ist also nicht nur die Arbeit selbst, son­dern auch die posi­ti­ven und spür­ba­ren Ergeb­nisse für Unter­neh­men, Mitarbeiter*Innen und Kund*Innen.

Was wünscht du dir für die Zukunft bei und mit sus­tai­ne­ra­tion?

Nach­hal­tig­keit und die Unter­stüt­zung von inno­va­ti­ven Geschäfts­mo­del­len sind für mich eine erstre­bens­werte Kon­stante der Zukunft. Zusam­men bei und mit sus­tai­ne­ra­tion die Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung von zukunfts­ori­en­tier­ten Unter­neh­men anhal­tend posi­tiv und nach­hal­tig zu prä­gen und somit einen Bei­trag in Rich­tung einer grü­ne­ren Zukunft zu leis­ten, sind nicht nur meine Wün­sche son­dern auch mein Antrieb.

Vie­len Dank für den Einblick!

Als ers­tes Bera­tungs­un­ter­neh­men der schleswig-holsteinischen Westküste, sind wir offi­zi­el­ler Schu­lungs­part­ner für den Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex (DNK). In die­sem Zusam­men­hang veröffentlichen auch wir unse­ren ers­ten Nach­hal­tig­keits­be­richt. Mit unse­rem Nach­hal­tig­keits­be­richt 2019/2020 ver­deut­li­chen wir unsere Hebel im Sinne der Sus­tainable Deve­lop­ment Goals (SDGs) und zei­gen wie wir zum Errei­chen der 17 Ziele beitragen.

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Unser ers­ter Bericht zeigt unter ande­rem, dass wir unsere CO2-Emissionen im Jahr 2020 im Ver­gleich zum Vor­jahr um 35 Pro­zent sen­ken konn­ten. Die Corona-Pandemie hat da sicher ihren Bei­trag geleis­tet, da Geschäfts­rei­sen deut­lich redu­ziert wur­den. Gleich­zei­tig ergab das Jahr 2020 aber auch ein Umsatz­wachs­tum von 59 Pro­zent. Die CO2-Reduktion bei gleich­zei­ti­ger Umsatz­stei­ge­rung zeigt, dass wirt­schaft­li­ches Wachs­tum kli­ma­freund­lich erreicht wer­den kann. Eine Wirt­schaft, wel­che die Lebens­grund­lage zukünftiger Gene­ra­tio­nen auf­recht erhält, dazu wol­len wir mit unse­rer Arbeit einen Bei­trag leisten.

Hier geht es zu unse­rem Nachhaltigkeitsbericht.

sus­tai­ne­ra­tion ist Schu­lungs­part­ner des Deut­schen Nachhatltigkeitskodex

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Seit März 2021 sind wir nun offi­zi­el­ler Schu­lungs­part­ner für den Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex und bie­ten für Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen zum einen Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und Schu­lun­gen zu dem DNK, der Nach­hal­tig­keits­be­richt­er­stat­tung oder auch der EU-Berichtspflicht an. Außer­dem beglei­ten wir Unter­neh­men bei der Bericht­er­stat­tung nach dem DNK. Wir freuen uns sehr, dass wir als Schu­lungs­part­ner des Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex Unter­neh­men bei der Kom­mu­ni­ka­tion ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten nun noch bes­ser unterstützen können.

Hier gelan­gen Sie zu unse­rer Erklä­rung zum Deut­schen Nachhaltigkeitskodex.

Wir freuen uns sehr, unser neues Online-Tool zum Ver­glei­chen unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Benchmark kön­nen Unter­neh­men Ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung mit der ande­rer Unter­neh­men gegenüberstellen.

Bench­marks haben sich in der Unter­neh­mens­welt fest etabliert

Pro­dukte, Pro­zesse, Dienst­leis­tun­gen oder auch Struk­tu­ren wer­den ver­gli­chen, um „Best-Practices“ zu iden­ti­fi­zie­ren und von ihnen zu ler­nen. Auch im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment von Unter­neh­men spielt das Bench­mar­king eine bedeu­tende Rolle, um zu erfah­ren wel­che Nach­hal­tig­keits­stan­dards in der Bran­che eta­bliert sind und auch vom eige­nen Unter­neh­men erfüllt wer­den sollten.

Doch die Daten­be­schaf­fung ist gar nicht so ein­fach und stellt Unter­neh­men oft­mals vor eine große Auf­gabe, ins­be­son­dere wenn die zu ver­glei­chen­den Unter­neh­men wenige Infor­ma­tio­nen zu ihrem Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment kommunizieren.

Mit dem Benchmark-Tool die unter­neh­me­ri­sche Nach­hal­tig­keit vergleichen

Unser neues Online-Tool ermög­licht es Unter­neh­men einen Bench­mark zu erstel­len und die Nach­hal­tig­keits­leis­tung des eige­nen Unter­neh­mens mit der von ande­ren Unter­neh­men zu ver­glei­chen. Das CSR-Benchmark zeigt anhand von 15 kon­kre­ten Kri­te­rien auf, wie­viel Pro­zent der Unter­neh­men der­selbe Bran­che, Größe und auch Region diese Nach­hal­tig­keits­kri­te­rien erfül­len. Des Wei­te­ren wer­den ins­ge­samt 23 Nach­hal­tig­keits­as­pekte in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt mit­ein­an­der ver­gli­chen und dar­ge­stellt wie das eigene sowie die zu ver­glei­chen­den Unter­neh­men zu den jewei­li­gen Aspek­ten performen.

Das Ergeb­nis des Bench­marks wird Nutzer*innen direkt online ange­zeigt. Zudem steht ein aus­führ­li­cher Benchmark-Bericht zum Down­load zur Verfügung.

Der eigene Status-Quo als Grund­lage für das Benchmark

Daten­grund­lage des Benchmark-Tools bil­det unser bereits beste­hen­der CSR-Check, wel­cher zur sys­te­ma­ti­schen Erfas­sung der Nach­hal­tig­keits­leis­tung von Unter­neh­men ein­ge­setzt wird. Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens bear­bei­tet und der betrieb­li­che Status-Quo direkt ermittelt.

Durch Inte­gra­tion des neuen Benchmark-Tools mit unse­rem Online-Check, kön­nen Unter­neh­men ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung nicht mehr nur erfas­sen, son­dern auch ein­fach mit der von ande­ren Unter­neh­men ver­glei­chen. Über diese Wei­ter­ent­wick­lung freuen wir uns sehr und hof­fen, dass viele Unter­neh­men die dar­aus her­vor­ge­hen­den Impulse nut­zen, um ihr Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment auf das nächste Level zu heben.

In dem fol­gen­den Video geben wir Ihnen einen klei­nen Ein­blick in das Tool. Für wei­tere Infor­ma­tio­nen geht es hier zum CSR Bench­mark.

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 7: Das Kenn­zah­len­sys­tem als Epizentrum

Da durch Umset­zung der vor­he­ri­gen Etap­pen nun ein Akti­ons­plan vor­liegt, mit dem die gesteck­ten Ziele erreicht wer­den sol­len, geht es an die Umset­zung. Doch das alleine reicht noch nicht aus. Es sollte zudem eine Art von Con­trol­ling bzw. Kenn­zah­len­sys­tem geschaf­fen wer­den, mit dem die Maß­nah­men­um­set­zung und Zie­ler­fül­lung bewer­tet wird.

Das Con­trol­ling der Nach­hal­tig­keits­ar­beit kann dabei in unter­schied­li­cher Weise und in unter­schied­li­chem Auf­wand erfol­gen. Die im Fol­gen­den vor­ge­stellte Vor­ge­hens­weise und die Metho­den sol­len dabei einige Anre­gun­gen geben, wie der Erfolg der Nach­hal­tig­keits­ar­beit über­prüft wer­den kann. Wie Sie Ihr Con­trol­ling auf­bauen, obliegt Ihnen. Haupt­sa­che, es passt zu Ihrem Unter­neh­men und spie­gelt die Nach­hal­tig­keits­as­pekte Ihrer Unter­neh­mens­tä­tig­keit wider.

Wich­tig ist, dass ein Kenn­zah­len­sys­tem vor­liegt, in dem die Kenn­zah­len sowohl in abso­lu­ten als auch in rela­ti­ven Wer­ten aus­ge­drückt sind, damit eine Schluss­fol­ge­rung auf rela­tive Ent­wick­lun­gen mög­lich wird. Basis für das Kenn­zah­len­sys­tem sind die iden­ti­fi­zier­ten Nach­hal­tig­keits­as­pekte, die in der ers­ten Etappe erfasst wurden.

Da es für ein­zelne Hand­lungs­fel­der häu­fig sinn­voll ist, sepa­rate Ana­ly­sen durch­zu­füh­ren, kön­nen diese oft­mals auch schon einen detail­lier­te­ren Input geben, für ein ganz­heit­li­ches Kenn­zah­len­sys­tem. Im Umwelt­ma­nage­ment wird in die­sem Zusam­men­hang nicht sel­ten eine Stoff– und Ener­gie­bi­lanz erstellt, die auf Grund­lage der ein– und aus­ge­hen­den Res­sour­cen und Abfälle bzw. Emis­sio­nen eine Ent­wick­lung der Ener­gie– und Stoff­ströme dar­stellt. Dies ist ins­be­son­dere für pro­du­zie­ren­des Gewerbe sinnvoll.

Mit einer Stoff– und Ener­gie­bi­lanz die betrieb­li­chen Umwelt­as­pekte beurteilen

An die­ser Stelle, soll die Stoff– und Ener­gie­bi­lanz oder auch umgangs­sprach­lich Öko­bi­lanz genannt und die Erstel­lung einer Öko­bi­lanz ein­mal genauer vor­ge­stellt wer­den. In ihrer ein­fachs­ten Form, ist die Öko­bi­lanz nichts ande­res als eine Auf­stel­lung sämt­li­cher Stoffe und Ener­gien und kann sowohl für ein Pro­dukt als auch für ein gesam­tes Unter­neh­men erstellt wer­den. Dabei wer­den alle ein­ge­hen­den Stoffe und Ener­gien, den aus­ge­hen­den gegen­über­ge­stellt. Wich­tig ist, dass die Gren­zen des Sys­tems, für das eine Öko­bi­lanz erstellt wer­den soll, genau defi­niert sind. Nur dann sind die Öko­bi­lan­zen über den Zeit­ver­lauf vergleichbar.

Zur Erstel­lung der Öko­bi­lanz müs­sen alle Stoffe und Ener­gien in einer mess­ba­ren Ein­heit als Input in die Bilanz ein­ge­hen. Alle Stoffe und Ener­gien, die den Betrieb ver­las­sen, wer­den ent­spre­chend auf der Out­put­seite der Öko­bi­lanz dargestellt.

Nun folgt die eigent­li­che Arbeit: Die Daten­samm­lung, eine Sisyphusarbeit.

Um die Daten zu erhe­ben muss das Waren­wirt­schafts­sys­tem gesich­tet wer­den, damit alle ein­ge­gan­ge­nen Stoffe bzw. (Vor-) Pro­dukte erfasst wer­den. Abrech­nun­gen der Ener­gie– und Was­ser­an­bie­ter geben Auf­schluss dar­über, wel­che Men­gen als Input in den Betrieb geflos­sen sind. Auch kann die Boden­flä­che, die der Betrieb nutzt als Input auf­ge­führt werden.

Zur Erfas­sung der Out­put­seite gibt es häu­fig Abwas­ser– oder auch Abfall­be­richte, ins­be­son­dere in pro­du­zie­ren­den Unter­neh­men. Bei der Flä­che des genutz­ten Bodens, kann erfasst wer­den, wie groß die Flä­che ist, die zur För­de­rung der bio­lo­gi­schen Viel­falt aus­ge­rich­tet ist. Die Mate­ri­al­ab­gänge kön­nen als fer­tige und unfer­tige Erzeug­nisse erfasst werden.

Wich­tig ist, dass zu allen Inputs ent­spre­chende Out­puts vor­lie­gen und für Sie nach­voll­zieh­bar ist, was mit den Inputs inner­halb Ihres Betrie­bes pas­siert und ob sich dadurch Out­puts erge­ben die, mit Blick auf die Input­seite, nicht direkt erkenn­bar sind. Hierzu zählt z.B. der Lärm, aber auch Abwärme und Luft-Emissionen müs­sen berück­sich­tigt wer­den. Lär­mer­mitt­lun­gen kön­nen bei­spiels­weise über Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten erfol­gen. Zur Ermitt­lung der soge­nann­ten CO2-Äquivalente benö­ti­gen Sie die ein­ge­setz­ten Men­gen der jewei­li­gen Ener­gie­trä­ger, wie Öl, Erd­gas und Strom, aber auch Emis­sio­nen die durch Trans­porte und Geschäfts­rei­sen ent­ste­hen, soll­ten hier­bei ein­be­zo­gen werden.

Die Erfas­sung der ein– und aus­ge­hen­den Stoffe und Ener­gien sollte jähr­lich durch­ge­führt wer­den, damit eine Ent­wick­lung der umwelt­re­le­van­ten Kenn­zah­len deut­lich wird.

Um die gesamte CSR-Entwicklungen Ihres Unter­neh­mens auf einem Blick zu haben, sollte die Öko­bi­lanz als ganz­heit­li­ches Con­trol­ling auf­ge­baut wer­den, in dem Kenn­zah­len zu sämtlichen Hand­lungs­fel­dern ent­hal­ten sind.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen und bei­spiel­hafte Metho­den zum Auf­bau des Con­trol­lings sowie der ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

Ganz neu war die Idee nicht. Bis 2017 haben wir jedes Jahr den soge­nann­ten Nord­fries­land Daag orga­ni­siert. Ein Akti­ons­tag, an dem sich die nord­frie­si­sche Wirt­schaft für gemein­nüt­zige Pro­jekte in der Region enga­giert hat. Da der Vor­be­rei­tungs­auf­wand mit den Jah­ren stark zunahm und die Kapa­zi­tä­ten bei uns hin­ge­gen san­ken, ist das Pro­jekt lei­der ein­ge­schla­fen. 2020 woll­ten wir es wie­der bele­ben und den Wir­kungs­be­reich erweitern.

Aus Nord­fries­land Daag wird gren­zen­løs Daag

In die­sem Jahr konn­ten wir der Initia­tive wie­der Leben ein­hau­chen. Als gren­zen­løs Daag rich­ten wir uns mit dem Pro­jekt nun an Unter­neh­men und gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen der deutsch-dänischen Grenz­re­gion und was uns beson­ders freut: Die Initia­tive wird nun von einer Trä­ger­schaft ver­schie­de­ner Unter­neh­men aus der Region gestemmt.

Ers­ter gren­zen­løs Daag am 18. September

Ver­gan­ge­nen Frei­tag war es dann soweit, 18 Unter­neh­men aus dem Grenz­land ver­lie­ßen mit ihren Mitarbeiter*innen ihren Arbeits­platz und enga­gier­ten sich in unter­schied­li­chen Umwelt– und Sozi­al­pro­jek­ten an Nord– und Ost­see, von Kap­peln über Flens­burg und Nord­strand bis nach Høyer. Auf­grund der Corona-Pandemie wur­den aus­schließ­lich Outdoor-Projekte rea­li­siert. Bei herr­li­chem Spätsommer-Wetter war dies jedoch eher ein Bonus und hat für eine gute Stim­mung gesorgt.

Wir sind zum Hol­mer Siel, auf Nord­strand gezo­gen, um den Deich von Plas­tik und ande­ren Unlieb­sam­kei­ten zu befreien.

grenzenloes Daag

Deich-CleanUp auf Nordstrand 

Es ist immer wie­der erstaun­lich, was sich in dem Spül­saum am Deich so ver­steckt. Neben Unter­wä­sche, Hundekot-Beutel, Ein­weg­ge­schirr, Netz­tei­len aus der Fische­rei, Plas­tik­fla­schen und ande­ren Ver­pa­ckun­gen, hat uns der Kranz einer See­be­stat­tung nicht zur Ruhe kom­men las­sen. Im Gespräch mit den ande­ren Helfer*innen, die auf Nord­strand mit uns sam­mel­ten, hat sich schnell gezeigt, dass es ein heik­les Thema ist und bestimmt nicht leicht, Ange­hö­rige und Hin­ter­blie­bene dahin­ge­hend zu sen­si­bi­li­sie­ren. Den­noch den­ken wir, dass Bestat­tungs­un­ter­neh­men bei der Vor­be­rei­tung einer See­be­stat­tung, Ange­hö­rige dar­auf hin­wie­sen soll­ten, dass Kränze nicht aus Sty­ro­por, Dräh­ten und Plas­ti­krin­gen son­dern aus abbau­ba­ren Mate­ria­lien beste­hen sollten.

IMG_20200918_111253Sam­meln was das Meer auskotzt

Im Ver­gleich zu dem was man sonst manch­mal an der Küste fin­det, war die gesam­melte Menge zwar über­schau­bar, aber den­noch statt­lich. Jen­ni­fer Tim­rott, vom Küste gegen Plas­tik e.V. erklärte uns, dass die Menge stark von den Strö­mun­gen abhängt und man nicht den­ken dürfe, dass nur weil weni­ger Müll als erwar­tet da liegt, das Pro­blem nicht mehr vor­han­den sei. Das ist ein Trug­schluss! Denn die Masse an Plas­tik­müll liegt dann ein­fach woan­ders. Dabei zeigte sie uns auf einem Bild, wie der Deich am Hol­mer Siel, an dem wir sam­mel­ten, nach einem Win­ter­sturm aussah.

Das Bild zeigt dabei sogar die Land­seite des Dei­ches. Sowieso liegt in den Win­ter­mo­na­ten mehr Müll an den Dei­chen und Strän­den, da die Sturm­flu­ten dann beson­ders viel Müll an unse­ren Küs­ten hinterlassen.

 

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 6: Den “Weg als Ziel” bestim­men und loslaufen

Sie ken­nen Ihren Sta­tus Quo und damit die rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pekte Ihres Unter­neh­mens (Etappe 1), Ihre Sta­ke­hol­der und deren Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen an Sie als Unter­neh­men und an Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit (Etappe 2) und ver­ste­hen den Markt und haben Kennt­nis darüber wie Ihre rele­van­ten Mit­be­wer­ber das Thema Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity behan­deln (Etappe 3). Des Wei­te­ren haben Sie, gemein­sam mit Ihren Mitarbeiter*innen einen wesent­li­chen Sockel für Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit her­vor­ge­bracht, indem ein gemein­sa­mes Leit­bild für Ihr Unter­neh­men ent­wi­ckelt wurde (Etappe 4) sowie Nach­hal­tig­keits­ziele (Etappe 5).

Bis hier­her haben Sie schon eine ganze Menge geschafft, um ein effek­ti­ves CSR-Management zu kre­ie­ren. Die vor­lie­gende Etappe lässt sich mit weni­gen Wor­ten erklä­ren: Erar­bei­ten Sie Maß­nah­men zu allen defi­nier­ten Zie­len. Diese las­sen sich eben­falls her­vor­ra­gend in einem Mit­ar­bei­ter­work­shop entwickeln.

Bear­bei­ten Sie sys­te­ma­tisch Ihre Ziele und beant­wor­ten die Frage: „Wie kön­nen wir die­ses Ziel erreichen?“.

Alleine kön­nen Sie diese Frage für sämt­li­che Nach­hal­tig­keits­ziele kaum beant­wor­ten, hierzu benö­ti­gen Sie die Exper­tise der­je­ni­gen Mitarbeiter*innen, die in den Pro­zes­sen arbei­ten und vor allem auch für die Umset­zung der Maß­nah­men und die Ziel­er­rei­chung ver­ant­wort­lich sind. Ihre Mit­ar­bei­ten­den soll­ten bei der Ent­wick­lung der Maß­nah­men zwin­gend mit ein­be­zo­gen werden.

In die­sem Zusam­men­hang kön­nen Sie auch direkt defi­nie­ren, bis wann die jewei­lige Maß­nahme umge­setzt wer­den soll und wer für die Umset­zung ver­ant­wort­lich ist.

Die Ent­wick­lung der Maß­nah­men sollte nicht zu has­tig vor­ge­nom­men wer­den. Es ist wich­tig, dass am Ende ein rea­lis­ti­scher Akti­ons­plan vor­liegt, mit schaff­ba­ren Maß­nah­men und rea­li­sier­ba­ren Zeitvorgaben.

Danach wis­sen Sie wo die Reise hin­geht und haben einen Weg erar­bei­tet um Ihr Rei­se­ziel zu erreichen!

Stel­len Sie sicher, dass Sie und Ihre Kolleg*innen die ent­spre­chen­den Res­sour­cen zur Ver­fü­gung haben. Da Sie ein straf­fes Pro­gramm vor sich haben, set­zen Sie einen Fuß vor den ande­ren und rea­li­sie­ren Sie die Maß­nah­men etappenweise.

Einen bei­spiel­hafte Akti­ons­plan, sowie wei­tere Infor­ma­tio­nen zur ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

Klein­vieh macht auch Mist! In die­sem Sinne haben wir uns als Klein­un­ter­neh­men im letz­ten Jahr vor­ge­nom­men, dass wir künf­tig kli­ma­neu­tral wirt­schaf­ten wol­len. Nach­dem wir im ver­gan­ge­nen Jahr die Stel­lung­nahme von Entrepreneurs4Future unter­zeich­net und uns der Bewe­gung von Fridays4Future ange­schlos­sen haben, sind wir am 20. Sep­tem­ber, am Tag des glo­ba­len Klimstreiks, mit über 2.500 Men­schen durch Husum gezogen.

Unsere CO2-Bilanz

 CO2-Bilnaz_lFür 2019 konn­ten wir nun erst­mals unsere CO2-Bilanz auf­stel­len und haben einen Foot­print von 2,918 t ermit­telt. Die Gra­fik macht deut­lich, dass der Groß­teil der Emis­sio­nen im Bereich Geschäfts­rei­sen und Wärme anfällt. Wobei wir den exak­ten Wär­me­be­darf nicht ermit­teln konn­ten, da sich unser Büro in den Räum­lich­kei­ten des Inha­bers befin­den und von pri­va­ten Ver­bräu­chen nicht zu tren­nen sind. Hier haben wir eine groß­zü­gige Schät­zung vor­ge­nom­men. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die tat­säch­li­chen wär­me­be­ding­ten Emis­sio­nen gerin­ger sind, da wir den Gas­ver­brauch antei­lig auf die Qua­drat­me­ter ein­be­zo­gen haben, der pri­vate Wär­me­be­darf aller­dings deut­lich höher ist.

Unsere Learnings

Dass die Mobi­li­tät den Löwen­an­teil unse­rer Emis­sio­nen aus­macht, über­rascht uns weni­ger. Wir arbei­ten im gesam­ten Bun­des­ge­biet, fah­ren zwar größ­ten­teils mit der Bahn. Aber im länd­lich gepräg­ten Schleswig-Holstein grei­fen wir auch regel­mä­ßig auf das Auto zurück. Hier wol­len wir nun noch­mal unser Rei­se­ver­hal­ten genauer begut­ach­ten und über­prü­fen, wie wir PKW-Reisen ver­rin­gern und trotz­dem Mate­ria­lien und Hund trans­por­tie­ren kön­nen. Die Corona-Pandemie hat uns auf jeden Fall gelehrt, dass viele Ter­mine auch vir­tu­ell rea­li­sier­bar sind. Für 2020 wer­den wir sicher einen Knick bei den rei­se­be­ding­ten Emis­sio­nen wahr­neh­men. Das vir­tu­elle Zusam­men­ar­bei­ten wol­len wir uns in jedem Fall erhal­ten, damit der Effekt dau­er­haft zumin­dest in Tei­len spür­bar bleibt und Emis­sio­nen dadurch ver­mie­den wer­den. Des Wei­te­ren wol­len wir in der Zukunft Solar­en­er­gie direkt an unse­rem Stand­ort gene­rie­ren und prü­fen da nun die Möglichkeiten.

Uns ist es wich­tig, dass wir nicht ein­fach nur unse­ren Foot­print ermit­teln, um die­sen aus­zu­glei­chen und uns kli­ma­neu­tral schimp­fen zu dür­fen. Wir wol­len die Erfas­sung nut­zen, um die Kli­ma­wir­kung unse­rer Pro­zesse bes­ser zu ver­ste­hen und ent­spre­chend in Ent­schei­dun­gen berück­sich­ti­gen zu kön­nen, damit wir unse­ren Foot­print so weit es geht verringern.

Ab jetzt klimaneutral

atmosfair_2019In den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben wir bereits unsere Geschäfts­rei­sen kom­pen­siert und damit den Bau von Was­ser­kraft­wer­ken in Indo­ne­sien unter­stützt. Im Rah­men des glo­ba­len Kli­ma­st­reiks am 20. Sep­tem­ber 2019 haben wir das Ver­spre­chen abge­ge­ben, dass wir bis 2020 kli­ma­neu­tral wirt­schaf­ten wer­den. Die­ses Ver­spre­chen wol­len wir natür­lich auch einlösen.

Zum Errei­chen der Kli­ma­neu­tra­li­tät haben wir unse­ren gesam­ten CO2-Footprint ermit­telt und via atmos­fair kom­pen­siert. Die Menge CO2 wurde dabei etwas auf­ge­run­det und ins­ge­samt 3 Ton­nen ausgeglichen.

Mit der Kom­pen­sa­tion unter­stüt­zen wir Bau­ern­fa­mi­lien im länd­li­chen Nepal, wo Holz der wich­tigste Ener­gie­trä­ger ist. Das stei­gende Wachs­tum der Bevöl­ke­rung sorgt dafür, dass Holz immer knap­per wird. Das Pro­jekt hilft Bau­ern beim Bau von klei­nen Bio­gas­anal­a­gen, in denen der Dung ihrer Tiere zu Gas umge­wan­delt wird. Das Gas kann dann bei­spiels­weise zum kochen auf einem Gas­herd genutzt wer­den. Dadurch wird weni­ger Holz ver­brannt und ins­ge­samt so viel Emis­sio­nen ein­ge­spart wie wir im Jahr 2019 durch unsere Arbeit aus­ge­sto­ßen haben.

Unse­ren CO2-Footprint haben wir übri­gens mit unse­rem eige­nen Tool zur Kli­ma­bi­lan­zie­rung ermit­telt, wel­ches wir gemein­sam mit der Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik ent­wi­ckelt haben und für 400 EUR / netto anbieten.

Hier gibt es wei­tere Infor­ma­tio­nen zu dem Tool.

 

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 5: Per­spek­ti­ven ent­wi­ckeln und Ziele stecken

Sie ken­nen Ihren Sta­tus Quo und damit die rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pekte Ihres Unter­neh­mens (Etappe 1), Ihre Sta­ke­hol­der und deren Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen an Sie als Unter­neh­men und an Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit (Etappe 2) und ver­ste­hen den Markt und haben Kennt­nis darüber wie Ihre rele­van­ten Mit­be­wer­ber das Thema Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity behan­deln (Etappe 3). Des Wei­te­ren haben Sie, gemein­sam mit Ihren Mitarbeiter*innen einen wesent­li­chen Sockel für Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit her­vor­ge­bracht, indem ein gemein­sa­mes Leit­bild für Ihr Unter­neh­men ent­wi­ckelt wurde (Etappe 4).

Mit der umfas­sen­den Bestands­auf­nahme (Etappe 1 –3) und Ihrem Leit­bild sind Sie nun ideal ausgerüstet, um sich kon­krete Gedan­ken zu mehr Nach­hal­tig­keit in Ihrem Betrieb zu machen. Wo wol­len Sie hin? Sie brau­chen Ziele!

Da Sie nicht alleine für die Errei­chung Ihrer Ziele ver­ant­wort­lich sind, ist es wich­tig, dass Sie auch hier schon die Beleg­schaft bei der For­mu­lie­rung die­ser mit ein­be­zie­hen. Ins­be­son­dere wenn es darum geht in wel­chem Umfang kon­krete Ziel­vor­stel­lun­gen erreicht wer­den können, ist es den ver­ant­wort­li­chen Mitarbeiter*innen aus den jewei­li­gen Pro­zes­sen oft­mals eher möglich, eine rea­lis­ti­sche Einschätzung vor­zu­neh­men. Aber nicht nur zur realitätsnahen Beur­tei­lung des Möglichen, son­dern auch aus Gründen der Teil­habe und Mit­wir­kung ist es essen­zi­ell Mit­ar­bei­tende bei der Ziel-Formulierung mit ein­zu­be­zie­hen. Immer­hin wird es ihre Arbeits­be­rei­che teil­weise ganz wesent­lich beein­flus­sen und die Ziel­er­rei­chung nicht zuletzt von Ihnen abhängen.

Ziel­ge­recht zu for­mu­lie­ren ist jedoch gar nicht so leicht. Ähnlich wie bei der Vision, sollte man sich wirk­lich Zeit neh­men, um sein Ziel möglichst smart zu for­mu­lie­ren. Was sich im ers­ten Moment viel­leicht etwas sinn­frei anhört wird mit einem Bei­spiel ver­mut­lich deut­li­cher..
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Bei­spiel: Ver­bes­se­rung des Umweltschutzes

Auf den ers­ten Blick scheint dies durch­aus ein posi­ti­ves Ziel zu sein, immer­hin tun wir ja was für die Umwelt. Doch was eigent­lich? Erhöhen wir den Anteil der genutz­ten Abwärme und redu­zie­ren im Umkehr­schluss den Anteil, der in die Luft ent­weicht? Ver­rin­gern wir unser Abfall­auf­kom­men bei gleich­blei­ben­dem Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men? Oder nut­zen wir Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gien? Sich vor­zu­neh­men, mehr für den Umwelt­schutz zu tun reicht als Ziel­for­mu­lie­rung nicht aus. Wir müssen also kon­kret benen­nen, was wir errei­chen wol­len. Ziele müssen SMART sein.


Doch was bedeu­tet SMARTe Zielformulierung?

Laut Win­dolp (2014) soll die SMARTe Ziel­for­mu­lie­rung für Mitarbeiter*innen beson­ders ermu­ti­gend sein, da sie kon­kret und dadurch klar sind. Ein SMAR­Tes Ziel ist:

  • S — spezifisch,
  • M — messbar,
  • A — anspruchsvoll,
  • R — rea­lis­tisch und
  • T — terminiert.
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Nicht jedes Ziel kann sämtliche Kri­te­rien eines SMAR­Ten Ziels erfüllen, den­noch können for­mu­lierte Ziele SMART sein. Auch gibt es Ziel­for­mu­lie­run­gen, in denen sich die Kri­te­rien überlappen, also sowohl „spe­zi­fisch“ sind als auch durch die For­mu­lie­rung bereits „ter­mi­niert“ sind. Es sollte also nicht auf Krampf ver­sucht wer­den, zusätzliche Bau­steine hinzuzufügen.
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Wie kann die Ver­bes­se­rung des Umwelt­schut­zes nun aber SMART for­mu­liert werden?
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Zunächst ein­mal müssen wir einen kon­kre­ten Umwelt­as­pekt betrach­ten, den wir ver­bes­sern wol­len, um das Ziel spe­zi­fisch zu machen. Neh­men wir an wir wol­len weni­ger Abfall erzeu­gen. Wie viel? 3% im Jahr 2020. Damit haben wir bereits gleich zwei Kri­te­rien erfüllt mess­bar und ter­mi­niert. Wenn wir nun anneh­men, dass Sie Ihre Nach­hal­tig­keits­ziele gemein­sam mit Ihren Mitarbeiter+innen erar­bei­ten, die in den jewei­li­gen Pro­zes­sen tätig sind, bekom­men Sie zudem eine Einschätzung über die rea­li­sier­bare Abfall­ver­mei­dung und können auch damit sowohl ein anspruchs­vol­les als auch rea­lis­ti­sches Ziel im Sinne der SMAR­Ten Ziel­for­mu­lie­rung erarbeiten.
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Das SMARTe Ziel würde also lau­ten: Redu­zie­rung des Abfall­auf­kom­mens um 3% im Jahr 2019!

Die­ses Ziel ist spe­zi­fisch, mess­bar und ter­mi­niert und sollte es gemein­sam mit den Mit­ar­bei­tern erar­bei­tet wor­den sein, ist es sicher­lich rea­lis­tisch und wird von den Betei­lig­ten akzeptiert.

Wol­len Sie sich nun die Ver­bes­se­rung des betrieb­li­chen Umwelt­schut­zes auf die Fah­nen schrei­ben, bedeu­tet dies eine Reihe an SMAR­Ter Ziele, mit denen Sie Ihre Vorsätze zu sämtlichen Umwelt­as­pek­ten beschrei­ben, zu denen Sie kon­krete Ver­bes­se­run­gen anvi­sie­ren, wie hier zum Abfall, aber auch zu Was­ser, Strom, CO2-Emissionen, etc. Die Ver­bes­se­rung des Umwelt­schut­zes ist kein Ziel, son­dern ein Vor­ha­ben, wel­ches eine Reihe an Zie­len beinhaltet.

Kon­krete Kon­troll­fra­gen zur Ent­wick­lung SMAR­Ter Ziele, sowie wei­tere Infor­ma­tio­nen zur ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

Spä­tes­tens seit Fridays4Future ist der Kli­ma­wan­del auf der Agenda vie­ler Unter­neh­men. Ein wich­ti­ger Bau­stein zur Sen­kung unter­neh­me­ri­scher CO2-Emissionen ist dabei die voll­stän­dige Erfas­sung einer betrieb­li­chen CO2-Bilanz. Gemein­sam mit der Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik (GfaW) bie­tet sus­tai­ne­ra­tion nun ein Tool zur Kli­ma­bi­lan­zie­rung an.

Mit dem Excel-basierten Tool selbst­stän­dig zur CO2-Bilanz

Bei der Ent­wick­lung eines Ange­bo­tes zur CO2-Bilanzierung war es der GfaW und uns beson­ders wich­tig, dass Unter­neh­men die mit unse­rem ToolCO2e-Info arbei­ten, Kom­pe­ten­zen zur CO2-Bewertung ihrer Tätig­kei­ten erlan­gen. Wir wol­len Unter­neh­men befä­hi­gen, unab­hän­gig und sou­ve­rän den CO2-Fußabdruck ihres Unter­neh­mens zu erfas­sen. Aus die­sem Grund, und um eine mög­lichst kos­ten­güns­tige Bilan­zie­rung sicher­zu­stel­len, haben wir uns für ein Excel-basiertes Bilanzierungs-Tool ent­schie­den. Mit dem Excel-Tool kön­nen Unter­neh­men zum einen selbst­stän­dig ihre CO2-Bilanz erstel­len, ler­nen aber auch, wel­che Stell­schrau­ben für ihren CO2-Fußabdruck beson­ders rele­vant sind. Sämt­li­che Bewer­tungs­grund­la­gen (Emis­si­ons­fak­to­ren) wer­den trans­pa­rent dar­ge­stellt. Nutzer*innen sol­len nicht “nur” ihre Daten ein­tra­gen, son­dern ler­nen, wie reich­hal­tig ein­zelne Unter­neh­mens­pro­zesse im Sinne der CO2-Bewertung sind.

Das Excel-Tool basiert auf dem Green­house Gas Pro­to­col und Unter­neh­men kön­nen Kli­ma­bi­lan­zen nach den Scopes 1, 2 und 3 erstel­len. Dabei defi­nie­ren Unter­neh­men den Anwen­dungs­be­reich ihrer Bilanz selbst­stän­dig und erken­nen wel­che Daten erho­ben und ein­ge­tra­gen wer­den müs­sen. Sind alle Daten voll­stän­dig erfasst, wird der CO2-Fußabdruck ange­zeigt, sowie in ver­schie­de­nen Abbil­dun­gen visua­li­siert, die sich sowohl zur inter­nen wie auch exter­nen Kom­mu­ni­ka­tion eignen.

Mit dem Excel-Tool zur effek­ti­ven Klimastrategie

Das Tool zur Kli­ma­bi­lan­zie­rung unter­stützt Unter­neh­men bei der Ent­wick­lung effek­ti­ver Kli­ma­stra­te­gien. Neben der Daten­maske zum Erfas­sen der rele­van­ten Kli­ma­da­ten, erhal­ten Nutzer*innen gra­fi­sche Aus­wer­tun­gen und Vor­la­gen zur Ablei­tung geziel­ter Kli­ma­schutz­maß­nah­men. Durch die trans­pa­rente Berech­nungs­me­thode kön­nen Unter­neh­men zudem fun­diert bewer­ten, wie sie ihre Kli­ma­wir­kung ver­bes­sern wol­len, denn sämt­li­che Emis­si­ons­fak­to­ren sind ersicht­lich. Die Emis­si­ons­fak­to­ren sind die Koef­fi­zi­en­ten mit denen die Kli­ma­wir­kung der Unter­neh­mens­pro­zesse bewer­tet wird, wie z.B. 1 kWh Strom ent­spricht x kg CO2. Das hilft Unter­neh­men, sich im bes­ten Fall für die kli­ma­scho­nends­ten Alter­na­ti­ven zu ent­schei­den, nicht nur beim Strom.

Neben dem Erfas­sen des CO2-Fußabdrucks und der Ablei­tung einer Kli­ma­stra­te­gie zur Ver­bes­se­rung der Kli­ma­wir­kung des Unter­neh­men, dient das Tool auch als Grund­lage zur Kom­pen­sa­tion der unter­neh­me­ri­schen CO2-Emissionen. Über ver­schie­dene Kom­pen­sa­ti­ons­pro­jekte, wie der Auf­fors­tung oder dem Aus­bau Erneu­er­ba­rer Ener­gien, kann der CO2-Fußabdruck aus­ge­gli­chen wer­den und das Unter­neh­men somit Kli­ma­neu­tra­li­tät errei­chen. Mit dem Tool erhal­ten Unter­neh­men eine solide Basis um sich ihre Kli­ma­neu­tra­li­tät zer­ti­fi­zie­ren zu las­sen. Ver­schie­dene Zer­ti­fi­zie­run­gen bestä­ti­gen, dass es sich um ein kli­ma­neu­tra­les Unter­neh­men han­delt, wie z.B. das Label Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics, wel­ches zudem zeigt, dass es sich dabei um ein nach­hal­tig wirt­schaf­ten­des Unter­neh­men han­delt. Bei der CSE-Zertifizierung ist die Kli­ma­neu­tra­li­tät aller­dings nur eine von vie­len Anforderungen.

Kos­ten und Aktua­li­sie­rung des Tools

Das Excel-Tool kann sowohl über die GfaW als auch über sus­tai­ne­ra­tion bezo­gen wer­den und wird für 600 EUR / netto zur Ver­fü­gung gestellt. Ein­mal jähr­lich wer­den sämt­li­che Emis­si­ons­fak­to­ren, die der Berech­nung zu Grunde lie­gen, auf Aktua­li­tät geprüft und auf den neus­ten Stand gebracht. Die GfaW und sus­tai­ne­ra­tion infor­mie­ren ihre Kun­den jähr­lich, ob es Ände­run­gen an den Emis­si­ons­fak­to­ren oder der Erfas­sung gibt. Bestands­kun­den erhal­ten ein aktua­li­sier­tes Tool für 100 EUR / netto. Die Aktua­li­sie­rung wird höchs­tens ein­mal jähr­lich vorgenommen.

Bei Inter­esse an dem Tool zur Kli­ma­bi­lan­zie­rung, mel­den Sie sich gerne über unser Kon­takt­for­mu­lar.

In einem Video geben wir Ihnen einige Ein­bli­cke in das Tool

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 4: Das unter­neh­me­ri­sche Mindset

Nach­dem nun die ers­ten drei Etap­pen geschafft sind, haben Sie einen kon­kre­ten Über­blick über die CSR-Thematik in Ihrem Unter­neh­men. Sie soll­ten nun Ihre rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pekte ken­nen sowie die Inten­si­tät (Etappe 1), mit der Sie sämt­li­che Nach­hal­tig­keits­as­pekte bereits beach­ten bzw. bear­bei­ten. Zudem soll­ten Sie einen Über­blick über die Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen Ihrer Sta­ke­hol­der an Sie haben (Etappe 2) und die Nach­hal­tig­keits­ar­beit Ihrer Mit­be­wer­ber ken­nen sowie eta­blierte Nach­hal­tig­keits­stan­dards des Mark­tes in dem Sie agie­ren (Etappe 3). Den Grund­stein für ein wir­kungs­vol­les CSR-Management haben Sie somit bereits geschaf­fen. Nun geht es darum wie Sie die­sen nutzen.

An die­ser Stelle soll auf die Bedeu­tung der Mit­ar­bei­ter­ein­be­zie­hung hin­ge­wie­sen wer­den, die ins­be­son­dere in der vor­lie­gen­den Etappe, aber auch in den dar­auf­fol­gen­den Etap­pen von enor­mer Wich­tig­keit ist. Die Mitarbeiter*innen wer­den die­je­ni­gen sein, die maß­geb­lich für den Erfolg Ihres CSR-Engagements ver­ant­wort­lich sind, da sie die neuen Anfor­de­run­gen in ihren Tages­ab­läu­fen inte­grie­ren und umset­zen müs­sen. Nun geht es zunächst darum, den Nach­hal­tig­keits­ge­dan­ken in die Beleg­schaft zu tra­gen und nor­ma­tiv zu ver­an­kern. Der ange­strebte Nach­hal­tig­keits­kurs sollte dabei ins Dach Ihrer unter­neh­me­ri­schen Stra­te­gie und damit unbe­dingt im Unter­neh­mens­leit­bild ver­an­kert wer­den. Für die­sen Pro­zess ist die Ein­be­zie­hung der Mitarbeiter*innen abso­lut not­wen­dig, damit die darin ver­ein­bar­ten Werte gemein­same Werte dar­stel­len und nicht durch die Geschäfts­füh­rung vor­ge­ge­ben wer­den. Ein Leit­bild und die darin ver­an­ker­ten Werte stel­len ein Selbst­ver­ständ­nis mit Grund­prin­zi­pien eines Betrie­bes oder Unter­neh­mens dar, wel­che das täg­li­che Han­deln anlei­ten. Daher ist es essen­ti­ell, dass sich Mit­ar­bei­tende mit dem Leit­bild des Unter­neh­mens iden­ti­fi­zie­ren kön­nen, damit sie die­ses als Rah­men für ihr täg­li­ches Tun ver­ste­hen und akzep­tie­ren. Die Berück­sich­ti­gung der Mitarbeiter*innen in den Leit­bild­pro­zess ist ein ele­men­ta­rer Bestand­teil des Leit­bil­des! Das Leit­bild besteht dabei im Wesent­li­chen aus drei Ele­men­ten: Einer Vision, einer Mis­sion und Leitsätzen.

Wie gestalte ich einen par­ti­zi­pa­ti­ven Leitbildprozess?

LeitbildFür die Erar­bei­tung des Leit­bil­des soll­ten Sie sich für einen ers­ten Work­shop 1 bis 2 Tage Zeit neh­men und abhän­gig von der Anzahl Ihrer Mitarbeiter*innen alle oder einen Teil (wie z.B. Bereichs– und Team­lei­ter) der Beleg­schaft ein­la­den, damit diese die erar­bei­te­ten Werte in ihre Teams bzw. Arbeits­be­rei­che tra­gen. Ob alle oder nur ein Teil der Beleg­schaft ein­ge­la­den wird, daran teil­zu­neh­men, hängt dabei von der Anzahl der Mitarbeiter*innen ab. Es ist schwie­rig eine abso­lute Grenze an Teil­neh­mern fest­zu­le­gen, da dies im Wesent­li­chen von der Mode­ra­tion abhängt. Bis zu 30 Per­so­nen sind in einem sol­chen Work­shop rea­li­sier­bar. Haben Sie nur gering­fü­gig mehr Mitarbeiter*innen, soll­ten alle ein­ge­bun­den wer­den. Soll­ten deut­lich mehr Mit­ar­bei­tende inte­griert wer­den, kann auch eine Groß­ver­an­stal­tung, mit über 100 Per­so­nen, den Auf­takt für die Leit­bil­der­stel­lung bil­den. So oder so, eine detail­lierte Vor­be­rei­tung der Mode­ra­tion ist hier­für abso­lut notwendig.

Und damit wären wir bei der/die Person/en, wel­che die Mode­ra­tion durchführt/en. Für die Erar­bei­tung eines Leit­bil­des ist eine externe Mode­ra­tion unent­behr­lich. Es ist wich­tig, dass eine neu­trale Per­son die­sen Pro­zess steu­ert und in einem sol­chen Work­shop keine Hier­ar­chien beste­hen. Die externe Mode­ra­tion bie­tet die Chance, dass die Beleg­schaft, den Leit­bild­pro­zess als par­ti­zi­pa­ti­ven Gestal­tungs­pro­zess ernst nimmt und sich ehr­lich betei­ligt. Intern orga­ni­sierte Work­shops zur Erar­bei­tung von Wer­ten und Visio­nen wer­den schnell als Alibi-Veranstaltung emp­fun­den, da eine neu­trale Mode­ra­tion und somit eine neu­trale Ansprech­per­son nicht vor­han­den ist. Hier über­wiegt für die Teilnehmer*innen schnell das Gefühl, dass das Ergeb­nis bereits fest­stehe und man nicht ernst­haft ein­ge­bun­den wird oder es beste­hen durch vor­lie­gende Hier­ar­chien Hem­mun­gen, wodurch sich Teilnehmer*innen nicht beden­ken­los ein­brin­gen können.

Für ein wir­kungs­vol­les CSR-Management hat das Leit­bild eine ganz wesent­li­che Funk­tion, da es eine Art Über­ein­kunft dar­stellt, dar­über wie Mit­ein­an­der und mit Ande­ren umge­gan­gen wird. Sollte es bei spä­te­ren Maß­nah­men hier und da an der Bereit­schaft zur Umset­zung feh­len, ist das gemein­sam erar­bei­tete Leit­bild als Kon­ven­tion zum Umgang mit Mensch und Umwelt, ein bedeu­ten­der Faktor.

Die Vision stellt dabei eine auf die Zukunft gerich­tete Leit­idee über die eigene Ent­wick­lung dar

Wie das Wort schon sagt, beschreibt eine Vision, einen Zustand den man in der Zukunft sieht – man sieht es vor sei­nem geis­ti­gen Auge. Die Geis­tes­bil­der von Visio­nä­ren sind nichts Ande­res als dif­fuse Träume oder Wunsch­bil­der der Zukunft. Über­tra­gen auf eine Orga­ni­sa­tion beschreibt eine unter­neh­me­ri­sche Vision also nichts ande­res als einen Wunsch­zu­stand, der das Nut­zen­po­ten­tial der unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit beleuchtet.

Eine Vision hat dabei zwei ganz wesent­li­che Funk­tio­nen: Zum einen dient sie zur Ori­en­tie­rung, d.h. sie gibt Füh­rungs­kräf­ten und Mit­ar­bei­ten­den eine Richt­schnur für ope­ra­tive und stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen und zum ande­ren dient sie zur Iden­ti­fi­zie­rung. Eine Vision kann der Beleg­schaft den eigent­li­chen Grund bzw. tie­fe­ren Sinn und Nut­zen ihrer Tätig­keit ver­mit­teln und dadurch das Zuge­hö­rig­keits­ge­fühl erhöhen.

Die Mis­sion (Auf­gabe) beschreibt den Zweck einer Organisation

Wis­sen Sie warum Sie das tun was Sie tun? Kön­nen Sie das auch in Worte fas­sen? Gar nicht so leicht!

Doch genau das sollte Ihre Mis­sion aus­drü­cken. Sie beschreibt die Auf­gabe und den Zweck Ihrer Orga­ni­sa­tion. Auf Basis der Mis­sion lässt sich her­vor­ra­gend ein Zukunfts­bild ent­wer­fen. Das bedeu­tet, dass Sie bei der Ent­wick­lung Ihres Leit­bil­des, vom Unter­neh­mens­zweck aus­ge­hend Ihre Vision erar­bei­ten. Die Mis­sion sollte hierzu klar for­mu­liert sein.

Ori­en­tie­ren Sie sich beim Ent­wurf der Mis­sion an der Frage: „Warum gibt es Ihr Unter­neh­men / Ihre Organisation?“.

Wenn Sie diese Frage beant­wor­ten kön­nen, ken­nen Sie den Zweck Ihrer Unter­neh­mung, also seine Mis­sion. Wäh­rend sich die Vision ins­be­son­dere an die Mit­ar­bei­ter aus­rich­tet und eine Basis zur Iden­ti­fi­ka­tion schafft, rich­tet sich die Mis­sion eher an Ihre Kun­den und Sta­ke­hol­der. Diese kön­nen Sie auch in Ihrer Mis­sion berück­sich­ti­gen, indem Sie dar­le­gen aus wel­chem Grund Ihr Pro­dukt oder Ihre Dienst­leis­tung exis­tiert. Wel­chen Mehr­wert schaf­fen Sie durch Ihre Leistung!?

Werte (Leit­sätze) cha­rak­te­ri­sie­ren das täg­li­che Handeln

Leit­sätze bzw. Unter­neh­mens­werte kom­plet­tie­ren Ihr Leit­bild, doch auch hier ist Fein­füh­lig­keit gefragt, denn kli­schee­hafte Phra­sen soll­ten unbe­dingt ver­mie­den wer­den. Echte Unter­neh­mens­werte stel­len die Leit­plan­ken Ihrer Unter­neh­mens­kul­tur dar, egal ob Sie einen klei­nen Hand­werks­be­trieb füh­ren oder einen mul­ti­na­tio­na­len Konzern.

Für Mitarbeiter*innen stel­len diese Werte eine Richt­schnur dar und gleich­zei­tig die Basis, auf der sie sich mit dem Unter­neh­men iden­ti­fi­zie­ren. Sind per­sön­li­che Werte der Mitarbeiter*innen iden­tisch mit Unter­neh­mens­wer­ten, ist die Iden­ti­fi­ka­tion beson­ders stark.

Lebe ich bei­spiels­weise sehr umwelt­be­wusst und nach­hal­tig und mein Arbeit­ge­ber legt eben­falls Wert auf eine hohe Umwelt­ver­träg­lich­keit und han­delt auch danach, fällt es mir leicht mich mit mei­nem Arbeit­ge­ber zu iden­ti­fi­zie­ren. Unter­neh­men und Mitarbeiter*innen haben etwas gemein­sam – sie tei­len die glei­chen Werte.

Sie soll­ten also nichts über­stür­zen, son­dern genau über­le­gen wel­chen mora­li­schen Rah­men Sie für Ihre Unter­neh­mens­ak­ti­vi­tä­ten for­men wol­len. Ver­su­chen Sie dabei leere Wort­hül­sen wie „Entre­pre­neurship“, „Qua­li­tät“, „Nach­hal­tig­keit“ oder andere Werte kon­kret zu beschrei­ben. Was bedeu­ten diese für Ihr Unternehmen?!

Die Rea­li­tät sollte dabei nicht aus den Augen ver­lo­ren wer­den. Nichts ist schlim­mer, als Unter­neh­mens­werte die vom Unter­neh­men selbst nicht ein­ge­hal­ten wer­den oder ein­ge­hal­ten wer­den können.

Nun ist das Leit­bild da und muss zum Leben erweckt werden!

Schein­bar muss alles leben in einer Orga­ni­sa­tion: Leit­bil­der, Manage­ment­sys­teme, Ver­hal­tens­ko­di­zes und vie­les mehr. Was sich für viele wie ein bedeu­tungs­lo­ses Motto anhö­ren mag, ist in der Rea­li­tät häu­fig das Züng­lein an der Waage. Die Geschäfts­füh­rung alleine, kann den defi­nier­ten Kurs für das Unter­neh­men nicht errei­chen. Wol­len Sie also, dass sich die Mühe lohnt, die Sie in Ihren Ver­hal­tens­ko­dex, Ihr Manage­ment­sys­tem oder eben in Ihr Leit­bild gesteckt haben, müs­sen Sie dies in Ihrer Orga­ni­sa­tion leben.

Bei­spiel­hafte Leit­bil­der und Ansätze die dabei hel­fen, dass das erar­bei­tete Leit­bild im Unter­neh­men gelebt wird, sowie wei­tere Infor­ma­tio­nen zur ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.