In dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!” wird in 8 Etap­pen dar­ge­legt, wie Unter­neh­men zu einem wirk­sa­men CSR– bzw. Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment kom­men. In die­sem Bei­trag wol­len wir einen Ein­blick in das Buch geben und zei­gen einen Aus­zug zu mög­li­chen Sze­na­rien zur Kom­mu­ni­ka­tion von CSR& Nachhaltigkeitaktivitäten.

Es gibt sicher­lich viele Beweg­gründe, sein Enga­ge­ment zum ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit Mensch und Pla­net zu kom­mu­ni­zie­ren, drei für wesent­li­che Gründe sol­len hier ein­mal skiz­ziert werden.

1. Sze­na­rio: Kunde will wis­sen was er kauft

Immer mehr Ver­brau­cher ent­wi­ckeln ein Bewusst­sein für ihren Waren­korb und wol­len wis­sen, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Pro­dukte, die sie kau­fen, her­ge­stellt wer­den. Die soge­nann­ten LOHAS (Life­style of Health and Sus­taina­bi­lity) ver­fol­gen einen ethisch kor­rek­ten Lebens­stil, der auf Gesund­heit und Nach­hal­tig­keit basiert. Inter­es­sant ist, diese Ver­brau­cher­ge­ne­ra­tion befin­det sich in einem ste­ti­gen Wachs­tum und ist durch ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men charakterisiert.

Wer mit sei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen also Zugang zu die­sem Kreis haben möchte, muss nicht nur ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit Res­sour­cen umge­hen, son­dern sei­nen ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang auch trans­pa­rent kommunizieren.

Nach­hal­tig zu Han­deln und die­ses Han­deln ent­spre­chend zu kom­mu­ni­zie­ren, kann somit ein wesent­li­cher Bau­stein für die Zukunfts­fä­hig­keit von Unter­neh­men sein.

2. Sze­na­rio: Mit­ar­bei­ter will sich identifizieren

Die Gestal­tung einer attrak­ti­ven Arbeit­ge­ber­marke, hat sich unter dem Begriff „Employer Bran­ding“ zu einer eige­nen Dis­zi­plin ent­wi­ckelt. Hier­nach soll die Arbeit­ge­ber­marke sys­te­ma­tisch gestal­tet wer­den, um neue Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen und beste­hende zu halten.

Laut einer Stu­die von sus­tai­ne­ra­tion, kann gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment von Unter­neh­men, stark zum Auf­bau einer ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Arbeit­ge­ber­marke bei­tra­gen. Auch eine Stu­die von Deloitte stellte fest, dass sich Bewer­ber eher für enga­gierte Arbeit­ge­ber ent­schei­den (Chris­ti­an­sen & Lee 2016, & Deloitte, 2011).

Um poten­ti­el­len Mit­ar­bei­tern zu zei­gen, wel­che Werte das Unter­neh­men ver­tritt, müs­sen diese eben kom­mu­ni­ziert wer­den. Wird das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment nach innen und außen ent­spre­chend dar­ge­stellt, ermög­licht dies poten­ti­el­len und auch beste­hen­den Mit­ar­bei­tern sich stär­ker mit dem Unter­neh­men zu identifizieren.

3. Sze­na­rio: Trans­pa­renz als Teil der Nachhaltigkeit

Kun­den– oder Mit­ar­bei­ter ori­en­tierte CSR-Kommunikation ist Ihnen zu wirt­schaft­lich gedacht? Dann betrach­ten Sie die trans­pa­rente Dar­stel­lung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten gerne als Teil Ihres CSR-Engagements, denn das ist es auch. Betrieb­li­ches Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment umfasst sämt­li­che Unter­neh­mens­be­rei­che. Es fängt an mit dem An– bzw. Abbau von Roh­stof­fen, geht über die Her­stel­lung, inklu­sive aller Stu­fen der Lie­fer­kette, über die Arbeits­be­din­gun­gen in Ihrer Orga­ni­sa­tion, bis hin zur Nut­zung und Ent­sor­gung und mög­li­cher­weise Wie­der­ver­wer­tung von Pro­duk­ten. Trans­pa­renz zu schaf­fen, über alle rele­van­ten Aspekte inner­halb die­ser Berei­che, ist ein essen­ti­el­ler Teil der Nach­hal­tig­keits­ar­beit von Unternehmen.

In die­sem Sinne, ist es emp­feh­lens­wert, die Kom­mu­ni­ka­tion der CSR& Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten als Teil der Nach­hal­tig­keit zu ver­ste­hen und in Akti­ons– und Maß­nah­men­pläne zu verankern.

Impulse zur Umset­zung der CSR& Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion gibt es in dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!”.

Im Rah­men unse­rer Arbeit ler­nen wir viele span­nende Per­sön­lich­kei­ten ken­nen, die tolle Ideen zur För­de­rung einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung ver­fol­gen. Wel­che Idee Frucht­Fair­trag ver­wirk­licht hat und wie sie damit zum Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt bei­tra­gen, erklärte uns Dun­can in einem Interview.

Lie­ber Dun­can, vie­len Dank, dass du dir Zeit für uns nimmst und uns einige Fra­gen zu Frucht­Fair­trag beant­wor­test. Bitte stell dich unse­ren Lesern kurz vor.

Hallo Niels, vie­len Dank für die Mög­lich­keit unser Pro­jekt hier bei dir vor­stel­len zu dür­fen. Ich bin Dun­can und Teil des drei­köp­fi­gen Teams von Frucht­Fair­trag. Zusam­men mit Nele (die auch auf dem Bild zu sehen ist) und James haben wir im Herbst 2018 Frucht­Fair­trag an der Chris­tian Albrechts Uni­ver­si­tät zu Kiel im Rah­men eines Semi­nars an der School of Sus­taina­bi­lity ent­wi­ckelt.  Momen­tan befin­den wir uns die­sen Som­mer in der Pilot­phase unse­res Pro­jekts, wel­ches von der Gesell­schaft für Ener­gie und Kli­ma­schutz Schleswig-Holstein (EKSH) im Rah­men des Yoo­wee­doo Ide­en­wett­be­werbs aus­ge­zeich­net und finan­ziert wurde.

Euer Kon­zept hat mich sofort neu­gie­rig gemacht. Was genau macht Frucht­Fair­trag und wel­che Ziele ver­folgt ihr mit eurer Arbeit?

Wir von Frucht­Fair­trag wol­len unge­nutzte Fir­men­flä­chen mit regio­na­len Obst­bäu­men, –sträu­chern und Stau­den bepflan­zen und den gewon­ne­nen Ertrag dann an soziale Ein­rich­tun­gen, wie bei­spiels­weise unse­ren Part­ner der Tafel Kiel, spen­den. Das fri­sche Obst soll dann Benach­tei­lig­ten in unse­rer Gesell­schaft zu gute kom­men. 

Wir wol­len mit unse­rem Kon­zept dabei, dem Insek­ten­ster­ben und dem Schwund der bio­lo­gi­schen Viel­falt ent­ge­gen­wir­ken, sozial Benach­tei­ligte Grup­pen in unse­rer Gesell­schaft mit fri­schem Obst för­dern und Unter­neh­men die Mög­lich­keit geben, einen sozia­len, öko­lo­gi­schen und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Bei­trag zur Gestal­tung einer nach­hal­ti­ge­ren Gesell­schaft zu leis­ten. Somit ver­su­chen wir soziale und öko­lo­gi­sche Kom­po­nen­ten in unser Pro­jekt zu inte­grie­ren und umzusetzen.

Wor­auf soll­ten Fir­men bei der Bepflan­zung unge­nutz­ter Flä­chen ach­ten und wel­che Kos­ten kom­men auf die Unter­neh­men zu, wenn sie die Flä­chen gemein­sam mit euch gestalten?

Der Vor­teil den unser Kon­zept bie­tet ist, dass es indi­vi­du­ell gestalt­bar ist. Das bedeu­tet, dass jede noch so kleine Frei­flä­che bepflanzt wer­den kann. Somit haben Firma und wir viel Gestal­tungs­frei­raum und kön­nen die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse und Gege­ben­hei­ten opti­mal mit­ein­be­zie­hen. Dem­ent­spre­chend kön­nen die Unter­neh­men auch mit einem klei­nen Frei­raum oder finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten Obst­bäume, –sträu­cher oder Stau­den pflan­zen. Die Bepflan­zung der Flä­che kann gemein­sam mit uns erfol­gen und oder im Rah­men von Team­buil­ding Work­shops, zu denen wir einen Bepflan­zungs­plan anbieten.

Wel­chen Auf­wand soll­ten Fir­men nach der Bepflan­zung zur Pflege ihrer Flä­chen einplanen?

Da wir ein Netz­werk aus Unter­neh­men, sozia­len Ein­rich­tun­gen und Gärt­nern bereit­stel­len, soll die­ses Sys­tem sich lang­fris­tig von sel­ber tra­gen. Die Mit­glie­der des Netz­wer­kes wer­den unter ande­rem durch uns und unsere Web­site mit per­sön­li­chem Login ver­netzt und kön­nen sich somit gegen­sei­tig unter­stüt­zen. Die Pflege der Obst­bäume kön­nen somit Mit­ar­bei­ter des Unter­neh­mens oder auch Gärt­ner in unse­rem Netz­werk für die Fir­men übernehmen.

Bis­lang ist euer Wir­kungs­kreis auf Kiel fokus­siert. Wel­che Pläne habt ihr für die Zukunft, wollt ihr mit Frucht­Fair­trag auch in ande­ren Regio­nen aktiv werden?

Zukünf­tig wol­len wir gerne Schu­len in unser Pro­jekt mit­ein­be­zie­hen, um auch Schü­lern die öko­lo­gi­sche und soziale Bedeu­tung unse­res Vor­ha­bens zu ver­deut­li­chen und um noch mehr Obst­bäume in Kiel pflan­zen zu kön­nen. Wenn wir hier in Kiel Fuß gefasst haben, wer­den wir sehen, ob wir wei­tere Städte von unse­rem Pro­jekt über­zeu­gen können.

Was hat dich per­sön­lich dazu bewo­gen, Frucht­Fair­trag zu star­ten und dich damit für den Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt einzusetzen?

Die zuneh­mende Bedeu­tung sich öko­lo­gisch, sozial, ver­ant­wor­tungs­be­wusst und lokal in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­len und vom Kli­ma­wan­del gepräg­ten Welt mit ein­zu­brin­gen treibt mich per­sön­lich an. Jeder hat die Mög­lich­keit einen Teil, auch wenn er noch so klein ist, zu einer nach­hal­ti­ge­ren Gesell­schaft und Umwelt bei­zu­tra­gen. Frucht­Fair­trag ist nur ein klei­nes Bei­spiel von unzäh­li­gen ande­ren. Dies sollte uns Hoff­nung machen und uns antrei­ben für eine nach­hal­ti­gere Zukunft zu arbei­ten, weil es letzt­end­lich in unse­rer Hand liegt etwas zu ver­än­dern und etwas schö­nes zu erschaffen.

Vie­len Dank für das tolle Inter­view und den Ein­blick in eure Arbeit. Für die wei­tere Ent­wick­lung von Frucht­Fair­trag wün­schen wir dir, Nele und James viel Erfolg!

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter https://fruchtfairtrag.wordpress.com/.

CSR muss keine Bürde sein!Eine der meist gestell­ten Fra­gen zu unse­rem Buch “CSR muss keine Bürde sein!” ist: “Warum gibt’s das nicht bei Amazon?”

Seit Som­mer letz­ten Jah­res stel­len wir einige unse­rer Bera­tungs­me­tho­den in dem oben genann­ten Buch dar und wol­len damit Unter­neh­men errei­chen, die sich mit dem Nach­hal­tig­keits– und CSR-Gedanken weni­ger inten­siv aus­ein­an­der­ge­setzt haben und die­sen gerne fest in ihren Unter­neh­mens­struk­tu­ren ver­an­kern wol­len. Mit dem Buch möch­ten wir einen ein­fa­chen und ermu­ti­gen­den Zugang zu dem Thema schaf­fen und Unter­neh­men befä­hi­gen, Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch und vor allem selbst­stän­dig in die Pro­zesse der Orga­ni­sa­tion zu integrieren.

Oft erhal­ten wir das Feed­back, dass das Buch doch auch auf Ama­zon erhält­lich sein sollte, da wir dann deut­lich mehr Inter­es­sierte errei­chen könn­ten. Andere begrün­den es direkt wirt­schaft­lich und legen es uns stark ans Herz, damit wir unse­ren Absatz / Umsatz mit dem Buch erhö­hen. Von dem Errei­chen Inter­es­sier­ter zu spre­chen, klingt dann doch etwas pas­sen­der für uns. Aber den­noch passt es für uns nicht, denn unter Nach­hal­tig­keit ver­ste­hen wir Ver­ant­wor­tung auch im Ver­trieb zu über­neh­men und Ver­triebs­ka­näle zu wäh­len, die dem gerecht werden.

Warum Ama­zon nicht zu uns passt

Das wir mehr Men­schen errei­chen oder auch mehr abset­zen wenn wir unser Buch über Ama­zon anbie­ten ist sicher­lich rich­tig, den­noch stellt der Ver­trieb über Ama­zon keine Option für uns dar. Immer wie­der steht der Kon­zern in nega­ti­ver Kri­tik, wel­che der Autor Johan­nes Brö­ckers in sei­nem Buch “Schnauze, Alexa! Ich kaufe nicht bei Ama­zon” ganz prä­gnant beschreibt.

1. Aus­spä­hen von Kundendaten

Für Händ­ler die diese Platt­form nut­zen besteht das Risiko, dass gut lau­fende Pro­dukte von Ama­zon kopiert und Händ­ler anschlie­ßend von dem digi­ta­len Markt­platz ver­drängt wer­den. Gleich­zei­tig ist die Markt­macht so groß, dass kleine Händ­ler Ama­zon kaum umge­hen kön­nen. Der Auto Johan­nes Brö­ckers bezeich­net den Mark­platz als kos­ten­lo­ses Produktentwicklungs-Instrument für Amazon.

2. Steu­er­ver­mei­dungs­pra­xis

Die Mög­lich­kei­ten Steu­er­zah­lun­gen gering zu hal­ten sind für inter­na­tio­nale Kon­zerne äußerst viel­fäl­tig. Die­ses Poten­tial scheint der Online­gi­gant voll aus­zu­schöp­fen. Laut Zeit Online ver­schiebt das Unter­neh­men die Umsätze in steu­er­güns­ti­gere Län­der wie Luxem­burg, um so mög­lichst wenig Gewinne in Län­dern wie Deutsch­land ver­steu­ern zu müs­sen, obwohl die Umsätze in die­sen Län­dern erwirt­schaf­tet werden.

3. Arbeits­be­din­gun­gen

Ama­zon steht regel­mä­ßig hin­sicht­lich Arbeits­be­din­gun­gen in der Kri­tik. Ein Kern­thema über das viel gestrit­ten wird, ist die Ver­gü­tung in Anleh­nung an die tarif­li­chen Rege­lun­gen des Ein­zel– und Ver­sand­han­dels. Wei­ter wird kri­ti­siert, dass Prä­mien für einen gerin­gen Kran­ken­stand von Ein­zel­per­so­nen und Teams gezahlt wer­den und eine stän­dige Video­über­wa­chung der Mit­ar­bei­ten­den erfolgt.

Ver­ant­wor­tung im Ver­trieb ist eine Frage der Haltung

Mit den Prak­ti­ken von Ama­zon kön­nen wir uns schlicht­weg nicht iden­ti­fi­zie­ren und wol­len diese nicht unter­stüt­zen. Auch wenn es sich “nur” um ein Buch han­delt. Wir wol­len einen Wan­del hinzu ver­ant­wor­tungs­be­wuss­tem Wirt­schaf­ten bewir­ken und nicht unsere Erlöse aus dem Ver­kauf des Buches maximieren.

Auch wenn wir der Mei­nung sind, dass das Buch einen ein­fa­chen und prak­ti­schen Zugang zum Thema Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment lie­fert und es aus die­sem Grund viele Men­schen errei­chen sollte, den­ken wir, dass es einen Unter­schied macht, wel­che Ver­triebs­wege wir nutzen.

Manch­mal ist weni­ger eben mehr!

Wer also das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” ver­ge­bens bei Ama­zon gesucht hat, der sollte mal bei dem genos­sen­schaft­li­chen Markt­platz Fair­mondo vorbeischauen.

Die Bun­des­re­gie­rung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 weit­ge­hend kli­ma­neu­tral zu wer­den. Dies for­dert den Ein­satz, sowohl von wirt­schaft­li­chen, als auch von gesell­schaft­li­chen Akteue­ren und öffent­li­chen Institutionen.

Kli­ma­schutz­pro­jekte im kom­mu­na­len Umfeld

Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Umwelt, Natur­schutz und nukleare Sicher­heit (BMU) hat die soge­nannte Kom­mu­nal­richt­li­nie (Richt­li­nie zur För­de­rung von Kli­ma­schutz­pro­jek­ten im kom­mu­na­len Umfeld) auf den Weg gebracht, mit der das BMU eine Min­de­rung von Treib­haus­ga­sen in Kom­mu­nen errei­chen will. Die Kom­mu­nal­richt­li­nie beinhal­tet eine Reihe an ver­schie­de­nen För­der­pro­gram­men, wie z.B. die Fokus­be­ra­tung Klimaschutz.

Was und für wen ist die Fokus­be­ra­tung Klimaschutz?

Die Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz ist eine der stra­te­gi­schen För­der­schwer­punkte der Richt­li­nie und rich­tet sich u.a. an Kom­mu­nen, Betriebe und Orga­ni­sa­tio­nen mit mind. 25% kom­mu­na­ler Betei­li­gung, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Kin­der­ta­ges­stät­ten sowie Ein­rich­tun­gen der Kin­der– und Jugend­hilfe. Steht die Orga­ni­sa­tion bzw. Insti­tu­tion am Anfang ihrer Kli­ma­schutz­ak­ti­vi­tä­ten und kann kein Kli­ma­schutz­kon­zept vor­wei­sen, kann die Bera­tung durch einen exter­nen Dienst­leis­ter geför­dert wer­den. Das Ziel der Bera­tung ist die Erar­bei­tung von kurz­fris­tig umsetz­ba­ren Kli­ma­schutz­ak­ti­vi­tä­ten sowie kon­kre­ten Handlungsempfehlungen.

Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz: Unser Ansatz

Im Rah­men der Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz unter­stüt­zen wir Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen aus dem kom­mu­na­len Umfeld dabei ihre Kli­ma­schutz­ak­tiv­ti­tä­ten sys­te­ma­tisch in Angriff zu nehmen.

1. Vor­be­rei­tung
In einem Vor­be­rei­tungs­ge­spräch klä­ren wir, wel­che Orga­ni­sa­ti­ons­be­rei­che mit in die Klimaschutz-Analyse ein­flie­ßen sol­len sowie den gesam­ten Ablauf der Fokusberatung.

2. Work­shops
In zwei Work­shops erar­bei­ten wir die wesent­li­chen Inhalte der Bera­tung. Im Rah­men des 1. Work­shops beleuch­ten wir die kli­ma­re­le­van­ten Schnitt­stel­len der Orga­ni­sa­tion bzw. Insti­tu­tion, um die zen­tra­len Hebel und vor allem Ver­bes­se­rungs­po­ten­tiale zu iden­ti­fi­zie­ren. Im Rah­men eines 2. Work­shops wer­den wir gemein­sam an Maß­nah­men und Aktio­nen arbei­ten, mit denen eine Min­de­rung der Treib­haus­gase rea­li­siert wer­den kann. Zwi­schen den bei­den Workshop-Terminen lie­gen idea­ler­weise 1 — 3 Wochen.

3. Bericht
Die Infor­ma­tio­nen und erar­bei­te­ten Ergeb­nisse der bei­den Work­shops stel­len den bedeu­ten­den Teil des Berichts dar, der im Nach­gang der geför­der­ten Orga­ni­sa­tion bereit­ge­stellt wird. Wesent­li­cher Teil des Berichts wird ein Maß­nah­men­ka­ta­log sein, wie die Insti­tu­tion bzw. Orga­ni­sa­tion eine Min­de­rung der Treib­haus­gase errei­chen kann.

4. Abschluss
Im Rah­men eines Abschluss­ge­sprä­ches stel­len wir den Bericht und den Maß­nah­men­ka­ta­log vor und bespre­chen die Umset­zung der auf­ge­führ­ten Maß­nah­men. Sollte auch wäh­rend der Umsetzung-Phase Unter­stüt­zungs­be­darf vor­lie­gen, pla­nen wir die­sen ent­spre­chend bei der Antrag­stel­lung mit ein.

Was sonst noch wich­tig ist

Im Rah­men der Kom­mu­nal­richt­li­nie wird die Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz mit bis zu 65% der för­der­fä­hi­gen Kos­ten bezu­schusst bzw. 90% bei finanz­schwa­chen Kom­mu­nen. För­der­fä­hig sind dabei Sach– und Per­so­nal­aus­ga­ben für max. 20 Bera­ter­tage. Der Antrag kann sowohl durch uns als exter­ner Dienst­leis­ter als auch durch den Bera­tungs­emp­fän­ger gestellt wer­den. Han­delt es sich um eine finanz­schwa­che Kom­mune, muss diese den Antrag stellen.

Wenn Sie Inter­esse an einer Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz haben, mel­den Sie sich gerne über unser Kon­takt­for­mu­lar. Gerne klä­ren wir die Details zur Antrag­stel­lung mit Ihnen.

Der Online-Handel boomt! Laut sta­tista hat der Online-Handel im Jahr 2018 in Deutsch­land einen Umsatz von 53,6 Mil­li­ar­den Euro erwirt­schaf­tet. 2008 waren es gerade ein­mal 12,6 Mil­li­ar­den Euro, womit sich der Sek­tor in den ver­gan­ge­nen 10 Jah­ren mehr als ver­vier­facht hat.

Es ist höchste Zeit!

Das Wachs­tum des Online-Handels hat eine enorme Wir­kung auf unser Klima. Ins­be­son­dere durch den indi­vi­du­el­len Ver­sand und die hohen Rück­sen­de­quo­ten weist der Online-Handel eine beson­ders schlechte CO2-Bilanz auf. Höchste Zeit, dass Online-Händler ihre Kli­ma­wir­kung unter die Lupe neh­men und ihren Aus­stoß reduzieren.

5 Dinge die Online­shops für’s Klima tun können

Der Schutz unse­res Pla­ne­ten und damit auch das Ein­däm­men der Kli­ma­er­wär­mung ist eine der wohl größ­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit. Wie Online­shops die­ser Her­aus­for­de­rung begeg­nen und etwas für’s Klima tun kön­nen, sol­len die fol­gen­den 5 Punkte darlegen:

1. Logis­tik­ket­ten ver­bes­sern
Die Logis­tik ist einer der gro­ßen Hebel, wenn es um die Opti­mie­rung der CO2-Bilanzen von Online­shops geht. In der Logis­tik kommt der Phrase “Aktion statt Reak­tion” eine wesent­li­che Bedeu­tung zu, denn ein nach­hal­ti­ger Logistik-Ansatz muss kon­zep­tio­nell geplant wer­den, um unnö­tige Emis­sio­nen zu ver­mei­den. Die Lie­fer­ket­ten und damit ver­bun­dene Logis­tik soll­ten hin­sicht­lich ihrer Poten­tiale ana­ly­siert wer­den, um Opti­mie­rungs­maß­nah­men zu iden­ti­fi­zie­ren. Dies kann bei­spiels­weise die Reduk­tion von Fahr­ten sein, der Umstieg auf alter­na­tive Ener­gie­quel­len bzw. Kraft­stoffe oder auch die Elek­tri­fi­zie­rung der eige­nen Flotte, sofern eine vor­han­den ist. Aber auch Ser­vices wie Express­lie­fe­run­gen soll­ten Online­shops hier­bei berück­sich­ti­gen und in Frage stel­len, denn diese füh­ren nicht sel­ten dazu, dass Kapa­zi­tä­ten von Lie­fer­fahr­zeu­gen nicht aus­ge­nutzt wer­den.

2. Ver­pa­ckun­gen opti­mie­ren

Viele ken­nen es! Ein gro­ßes Paket liegt vor der Haus­tür und ent­hal­ten ist, neben dem bestell­ten Pro­dukt, viel Füll­ma­te­rial. Zusätz­lich zu dem unnö­ti­gen Müll der dabei ent­steht, pas­sen logi­scher­weise auch nicht so viele Kar­tons in den Lie­fer­wa­gen, wenn diese über­mä­ßig viel Luft und Füll­ma­te­rial beinhal­ten. Dadurch wer­den letzt­end­lich mehr Lie­fer­fahr­zeuge benö­tigt, die wie­derum mehr CO2 emit­tie­ren. Online­shops soll­ten dar­auf ach­ten, dass Ver­sand­ver­pa­ckun­gen gut zu den Pro­duk­ten pas­sen, damit Res­sour­cen nicht unnö­tig ver­geu­det wer­den und der Aus­stoß von Treib­haus­ga­sen mini­miert wird. Auch die ver­wen­de­ten Mate­ria­lien soll­ten mit Blick auf die Umwelt­aus­wir­kun­gen bewusst gewählt wer­den, häu­fig lässt sich bei­spiels­weise Plas­tik durch Papier oder Pappe ersetzen.

3. Retou­ren­auf­kom­men mini­mie­ren
Laut Ver­brau­cher­zen­trale wird jedes zweite Paket beim Klei­dungs­kauf (online) als Retoure an den Händ­ler zurück­ge­schickt. Am Tag kom­men da ca. 800.000 Pakete zusam­men, die etwa 400 Ton­nen CO2 aus­sto­ßen. Ziem­lich viel, wenn man bedenkt, dass die­sen aus­ge­sto­ße­nen Emis­sio­nen nicht ein­mal Kon­sum gegen­über steht. Hinzu kommt, dass zurück geschickte Waren von Händ­lern nicht sel­ten ent­sorgt wer­den, weil das Prü­fen auf Funk­tio­na­li­tät und erneu­tes Ver­pa­cken teil­weise teu­rer ist als die Ent­sor­gung, so die Ver­brau­cher­zen­trale. Ent­ge­gen­wir­ken kön­nen Online­shops die­sem Trend, in dem sie hoch­wer­tige und vor allem rea­lis­ti­sche Bil­der der Pro­dukte bereit­stel­len und genaue Grö­ßen und For­men ange­ben. Wer sei­nem Umwelt­be­wusst­sein beson­de­ren Aus­druck ver­lei­hen möchte, weist seine Kun­den dar­auf hin, dass die Bestel­lung von meh­re­ren Grö­ßen und Far­ben die Umwelt belas­tet oder ver­zich­tet viel­leicht sogar auf den kos­ten­lo­sen Rück­ver­sand. 

4. Kli­ma­neu­tral Ver­sen­den
Diverse Paket­zu­stel­ler bie­ten bereits Mög­lich­kei­ten zum kli­ma­neu­tra­len Ver­sand, wobei die trans­port­be­ding­ten CO2-Emissionen, meist gegen einen klei­nen Auf­preis durch den Ver­sand­dienst­leis­ter aus­ge­gli­chen wer­den. Wer noch einen Schritt wei­ter­ge­hen will, ermit­telt sei­nen unter­neh­me­ri­schen CO2-Fußabdruck und gleicht die­sen aus. Mit ent­spre­chen­der Zer­ti­fi­zie­rung kön­nen Online-Händler ihren Kun­den damit zei­gen, dass ihr Online­shop kli­ma­neu­tral betrie­ben wird. Wer vor­her sei­nen Strom­an­bie­ter wech­selt und auf Öko­strom umsteigt, hat übri­gens weni­ger zu kompensieren.

5. Nach­hal­ti­ges Sor­ti­ment
Die Erwar­tun­gen vie­ler Online-Kunden gehen deut­lich wei­ter als das kli­ma­neu­trale Ver­sen­den — Sie legen Wert auf ein nach­hal­ti­ges Sor­ti­ment, mit lang­le­bi­gen und fai­ren Pro­duk­ten. Die Wahl der Pro­dukte, die Online­shops ver­trei­ben, hat sowohl eine Wir­kung auf das Klima, als auch auf die Umwelt und die Gesell­schaft im gro­ßen Ganzen.

Vor fünf Jah­ren erblickte sus­tai­ne­ra­tion das Licht der Welt. Eine Geburt, die mit einem Not­ar­be­such und dem Unter­schrei­ben eines Gesell­schaf­ter­ver­tra­ges ein­ge­lei­tet wurde. Das war nicht beson­ders schmerz­haft, ganz im Gegenteil!

Das ver­flixte 7. Jahr steht aller­dings noch bevor

Doch dem schauen wir eigent­lich recht gelas­sen ent­ge­gen. Denn in den letz­ten 5 Jah­ren haben wir viel geschaf­fen, sind diverse Male gestol­pert und haben eine Steh-Auf-Mentalität ent­wi­ckelt. Heute bli­cken wir auf ereig­nis­rei­che Jahre, wirk­lich tolle Pro­jekte und wun­der­volle Kun­den zurück und freuen uns auf alles was noch kommt.

5 jäh­ri­ges Jubi­läum — Torte für uns, Gewinne für euch!

Da Tor­ten in Nord­fries­land nie beson­ders alt wer­den, gibt es für unsere Leser ein ande­res Geburtstags-Leckerli: Für unsere ers­ten vier Jahre Exis­tenz ver­lo­sen wir je ein Exem­plar des Buches “CSR muss keine Bürde sein!” sowie einen CSR-Check im Wert von 490,- EUR für unser fünf­tes Jahr.

Wer an der Ver­lo­sung teil­neh­men möchte, teilt unse­ren Facebook-Eintrag vom 17.03.2019 und kom­men­tiert den Namen der Firma, wel­che den CSR-Check gewin­nen sollte. Wich­tig ist, dass der Bei­trag öffent­lich geteilt wird, damit wir sehen kön­nen, wer an der Ver­lo­sung teil­nimmt. Die Bücher wer­den unter den geteil­ten Bei­trä­gen und der Check unter den kom­men­tier­ten Fir­men­na­men verlost.

Teil­neh­men könnt ihr bis Don­ners­tag, den 21. März, um 18 Uhr, danach wer­den die Gewin­ner gezo­gen und via Face­book benachrichtigt.

Toi Toi Toi

 

Logo mit Schrift CSR-Check transparent mit Text als Pfad

Wir freuen uns sehr, unser neues Online-Tool zur Erfas­sung unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Check kön­nen Unter­neh­men Ihre Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity sys­te­ma­tisch erfassen.

 

Algo­rith­mus für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten bewer­tet die Nachhaltigkeitsleistung

Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens beant­wor­tet und der betrieb­li­che Status-Quo direkt ange­zeigt. Dabei wer­den die Anga­ben mit­hilfe eines Algo­rith­mus zur Bewer­tung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens aus­ge­le­sen und bewer­tet. Die­ser Algo­rith­mus dient zur Ana­lyse unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit und wurde unter Berück­sich­ti­gung bekann­ter Stan­dards und Nor­men ent­wi­ckelt, wie der Glo­bal Reporting Initia­tive, der Inter­na­tio­nal Labor Orga­niza­tion, dem Glo­bal Com­pact, der inter­na­tio­na­len Umwelt­ma­nagem­ent­norm ISO 14001 und dem Nach­hal­tig­keits­stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics.

Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei die Nach­hal­tig­keit zu verbessern

Wer den CSR-Check durch­führt erfährt, wie sein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt auf­ge­stellt ist, iden­ti­fi­ziert rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte inner­halb die­ser Hand­lungs­fel­der und deckt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf auf. Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei, die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit des Unter­neh­mens schritt­weise zu verbessern.

Aus einem Kata­log von 114 Maß­nah­men, erhält der Nut­zer bis zu 69 Emp­feh­lun­gen, zur Ver­bes­se­rung des Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments und der Nach­hal­tig­keit des Unternehmens. 

Das Ergeb­nis des Checks wird direkt online ange­zeigt, zudem besteht die Mög­lich­keit einen Bericht des Checks zu gene­rie­ren sowie eine Info­gra­fik zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung per Mail zu erhal­ten. Die Info­gra­fik stellt die Gesamt­leis­tung der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keit dar und eig­net sich her­vor­ra­gend zur inter­nen und exter­nen Kom­mu­ni­ka­tion der betrieb­li­chen Nachhaltigkeitsleistung.

Enga­ge­ment für die Nord­see — Schon die Durch­füh­rung des Checks hat eine posi­tive Wirkung

Je CSR-Check wer­den 25€ an den Ver­ein Küste gegen Plas­tik aus Sankt Peter-Ording an der nord­frie­si­schen Nord­see­küste gespen­det. Charity_KüstegegenPlastikDer Ver­ein enga­giert sich poli­tisch für weni­ger Mee­res­müll und trägt auch mit Säu­be­rungs­ak­tio­nen aktiv dazu bei. Mit deren App Replace Plas­tic ver­schafft Küste gegen Plas­tik Ver­brau­chern zudem die Mög­lich­keit, Her­stel­lern mit­zu­tei­len, dass sie sich Pro­dukte anders bzw. bes­ser ver­packt wünschen.

Als in Nord­fries­land ansäs­si­ges Bera­tungs­un­ter­neh­men haben wir das Glück, die Kraft und Ener­gie der Nord­see im All­tag zu erfah­ren und nut­zen dies natür­lich zur Erho­lung und zum Laden unse­rer Akkus. Sor­gen macht uns die Plas­tik­flut, wel­che zuneh­mend an unse­ren Küs­ten ange­spült wird. Küste gegen Plas­tik enga­giert sich für sau­bere Meere, wes­halb wir uns für Küste gegen Plas­tik engagieren.

Wer erfah­ren will, wo sein Betrieb in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity steht,
hier geht’s zum CSR-Check.

 

Af un an krib­belt mi dat een­fach ünner de Fin­ger, dor mutt ik een beden wat op platt tom bes­ten geven. Meist sünd dat doch eher The­men över de ik sülvst veel sin­nern do.

Ik bin Bera­der för „Nach­hal­tig­keit“ … ik kenn wor­haf­tig keen platt­düüt­sche Wöör dorför, is wohl doch so een nee­mod­schen Kraam. Naja, … ik berade Ünner­neh­men, dor­mit se de Mid­del vun de Pla­net scho­nen un beter mit de Lüüd umgahn, de dorop leven. Ik bin nich alleen! Ik bin Deel vun een Köp­pel an Lüüd, de sik för een annere Wert­schop inset­ten deit.

Un genau an all düs­sen Lüüd schriev ik hüt und dor­mit ook an mi sülvst.

Waarum mööt wi allens bloots ümmer so slecht maken?!

Jede Opstieg, hen to een annere, hen to een betere Wert­schop ward glieks lütt makt. Den egend­lich is dat je nicht genog. Dat is oftins ook rich­dig, aver wi mööt doch in de Lach sin, de Opstieg to fiern un mach de noch so lütt sin.

Een Bis­pill: To‘m Nee­johr hett sik een Gesett ännert, dat „Ver­pa­ckungs­ge­setz“. Dör dat Gesett mööt nun all Ünner­neh­men, de Ver­pa­ckun­gen in Umloop brin­gen, de Kos­ten för dat Recy­cling mit dre­gen, also dat de Kram wed­der brukt warn kann. Bringt een Ünner­neh­men Ver­pa­ckun­gen in Umloop de nicht wed­der­bru­ukt warn kööt, wiel to‘m Bis­pill ver­sche­dene Mate­riol nich utnan­ner geiht, mutt dat Ünner­neh­men noch deeper in de Tasch grie­pen. In mien Ogen, een groote Vörankamen.

Allens wat ik dorto lesen do is, datt dat Gesett nich wiet genog geiht or datt sik nix ännert, dor Ünner­neh­men de Priese anhe­ben warn. Or ik les dat een Gesett dat Ver­hol­len vun de Ver­bru­ker so or so nich ännert un datt dat Gesett nix döcht, dor dat keen Vör­schrif­ten an dat Design vun Pro­dukte dorin gifft. Ik les nix Godes!

Dorbi is dat doch een groote Sprung

Sicher, wi bru­ken Vör­schrif­ten, we Ver­pa­ckun­gen opm­akt warn un welke Eegen­schaf­ten se hem mööt. Ver­bru­ker mööt ook seehrs Ver­hol­len ännern, dor­mit wi de Mid­del vun de Pla­net schonen.

Aver bevör wi nu wed­der allens slecht maken, loot uns mol düsse groote Sprung fiern! De Weg de wi gahn is noch tem­lich lang, dor schall uns nich de Luft utgahn. Sülvst wenn Ünner­neh­men nu seehrs Priese anhe­ben … worbi, dann griept de Ver­bru­ker tominnst to weni­ger ver­packte Kraam.

Het je doch wat Godes! :-)

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegen­über Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar über­for­dert fühlen.

Am 15. und 16. März 2019 bie­ten wir eine CSR-Weiterbildung in Nord­fries­land an

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häu­fig kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befassen.

Und genau an die­sen Fra­gen ori­en­tiert sich das Semi­nar. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen kön­nen. Ziel des 2 tägi­gen Semi­nars ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie Sie sich mit Ihrem Betrieb der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und so zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in Ihrem Betrieb ver­an­kert wird. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie Sie die jewei­li­gen Schritte in Ihrem Betrieb umset­zen können.

Nut­zen der Weiterbildung

Sie erwer­ben Methoden-Kenntnisse und Fähig­kei­ten, die Sie benö­ti­gen, um ein wir­kungs­vol­les Sys­tem zur Steue­rung betrieb­li­cher CSR-Aktivitäten zu entwickeln.

Am Ende des Seminars

  • kön­nen Sie eine CSR-Bestandsaufnahme für Ihren Betrieb durchführen,
  • Ihre CSR-Strategie entwickeln,
  • Ein Kenn­zah­len­sys­tem zur Erfolgs­kon­trolle aufbauen,
  • Ihre CSR-Aktivitäten ziel­ge­recht kommunizieren.


Ein inter­ak­ti­ves Semi­nar, mit viel­fäl­ti­gen Methoden

Trainer-Inputs, Dis­kus­sio­nen und mode­rier­ter Erfah­rungs­aus­tausch, Ein­zel– und Grup­pen­ar­bei­ten, Fall­bei­spiele und prak­ti­sche Übungen.

Für wen ist die CSR-Weiterbildung gedacht?

Das Semi­nar rich­tet sich an Füh­rungs­kräfte aller Ebe­nen und Funk­ti­ons­be­rei­che, Selb­stän­dige, Assis­ten­tin­nen, Sachbearbeiter/innen und Teil­neh­mer aus ver­gleich­ba­ren Posi­tio­nen, die das Thema CSR bzw. Nach­hal­tig­keit stär­ker im eige­nen Unter­neh­men vor­an­trei­ben wollen.

Trai­ner, Niels Christiansen

Als stu­dier­ter Volks­wirt (B.A.) und Nach­hal­tig­keits­ma­na­ger (M.A.) beglei­tet er Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen bei der Ent­wick­lung und Umset­zung von CSR-Strategien. Der Nach­hal­tig­keits­ex­perte und Autor ist Inha­ber der nord­frie­si­schen Unter­neh­mens­be­ra­tung sustaineration.

Anmel­dung beim Chris­tian Jen­sen Kolleg

Die Anmel­dung zum 2 tägi­gen CSR-Seminar erfolgt über das Chris­tian Jen­sen Kol­leg. Dort fin­det auch die Wei­ter­bil­dung statt. Wer also eine Über­nach­tungs­mög­lich­keit wünscht, kann auch direkt dort ein Zim­mer buchen.

Die Teil­neh­mer­ge­bühr beträgt 195€, in der die Ver­pfle­gung für die Semi­nar­zeit ein­ge­schlos­sen ist.

Das Semi­nar star­tet am 15. März um 10:00 Uhr und endet am 16. März um 14:00 Uhr.

Wer Inter­esse an einer Teil­nahme hat, mel­det sich bei info@christianjensenkolleg.de oder 04671 9112–0, die Teil­neh­mer­an­zahl ist auf 15 Per­so­nen begrenzt.

 

Die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten wer­den mit jedem Jahr umfas­sen­der. Abhän­gig von der Geschäfts­tä­tig­keit exis­tie­ren etli­che Grenz­werte, Gesetze oder Richt­li­nien, wel­che den Hand­lungs­spiel­raum für Unter­neh­men abste­cken. Ein neues Gesetz, wel­ches zum 01.01.2019 in Kraft tritt und von dem ein Groß­teil deut­scher Unter­neh­men betrof­fen sein wird, soll hier näher vor­ge­stellt werden.

Das neue Ver­pa­ckungs­ge­setz (Ver­packG) — Was es ist und wen es betrifft!

Die Idee: Wer Ver­pa­ckun­gen in Umlauf bringt, soll sich an den Kos­ten für die Ver­wer­tung beteiligen.

Das Ver­pa­ckungs­ge­setz löst die Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung ab und soll damit die Rege­lung des Mark­tes, ins­be­son­dere bezüg­lich der Sys­tem­kos­ten über­neh­men und vor allem für Trans­pa­renz sor­gen. Umge­setzt wird dies durch die Zen­trale Stelle Ver­pa­ckungs­re­gis­ter, die aktu­ell noch als Stif­tung, aber ab Januar als Behörde orga­ni­siert ist, wel­che die Kon­trolle zur Ein­hal­tung des Ver­pa­ckungs­ge­set­zes übernimmt.

Betrof­fen ist jeder der Ver­pa­ckun­gen in Umlauf bringt, die übli­cher­weise beim Ver­brau­cher im Haus­müll lan­den. Sämt­li­che betref­fen­den Unter­neh­men müs­sen sich bei der Zen­trale Stelle Ver­pa­ckungs­re­gis­ter regis­trie­ren und ange­ben, wel­che Ver­pa­ckun­gen (Menge und Art) sie in Umlauf brin­gen und das Sys­tem nen­nen, wie z.B. “Der Grüne Punkt”, bei dem die Sys­tem­be­tei­li­gung vor­ge­nom­men wurde.

Sys­tem­be­tei­li­gungs­pflich­tige Ver­pa­ckun­gen sind alle Pro­dukt­ver­pa­ckun­gen, die beim End­ver­brau­cher lan­den sowie Ver­sand­ver­pa­ckun­gen. Etwas undurch­sich­tig wird es für Händ­ler, hier ist es ganz wesent­lich, wer auf dem Pro­dukt genannt wird: Händ­ler, Her­stel­ler oder beide. Wer sich unsi­cher ist, ob eine Regis­trie­rung not­wen­dig ist, schaut am bes­ten in den FAQs des Regis­ters oder nutzt den Mail– oder Tele­fon­sup­port des Registers.

Wel­ches Ziel ver­folgt das neue Gesetz?

Zum einen Trans­pa­renz und Kon­trolle über die Sys­tem­be­tei­li­gung und letzt­end­lich einen Anstieg der Recyclingquote.

Dadurch, dass es sich um ein öffent­li­ches Regis­ter han­delt, bei dem eine Regis­trie­rung ver­pflich­tend ist, schafft das Gesetz eine hohe Trans­pa­renz. Jeder kann sich beim Regis­ter dar­über infor­mie­ren, wel­che Unter­neh­men bzw. Mar­ken dort regis­triert sind. Die Menge und Arten der Ver­pa­ckun­gen sind dabei jedoch nicht einsehbar.

Auch ist die Erhö­hung der Recy­cling­quote ein wesent­li­ches Ziel die­ses Geset­zes. Es han­delt sich bei dem Regis­ter zwar ledig­lich um eine Daten­über­mitt­lung der vor­han­de­nen Ver­pa­ckun­gen und ent­spre­chen­den Sys­tem­be­tei­li­gung, was erst­mal kei­nen Effekt auf die Recy­cling­quote zu erwar­ten lässt. Da aller­dings die Kos­ten für die Sys­tem­be­tei­li­gung laut §21 Ver­packG von der Recy­cling­fä­hig­keit der Ver­pa­ckun­gen abhän­gen, steigt die Moti­va­tion Ver­pa­ckun­gen neu zu den­ken und somit Sys­tem­kos­ten zu sen­ken enorm.

Ein Bei­spiel:

Ver­bund­ver­pa­ckun­gen wie Joghurt­be­cher sind oft­mals nicht recy­cling­fä­hig. Sie beste­hen aus einem Plas­tik­be­cher, einer Papier­ban­de­role und einem Alu-Deckel. Wenn der Ver­brau­cher nicht sämt­li­che Stoffe von­ein­an­der trennt und ent­spre­chend ent­sorgt, erkennt das Sys­tem nur einen der ver­wen­de­ten Stoffe, z.B. den Alu-Deckel. Kon­se­quenz ist, dass der Becher im wei­te­ren Recy­cling­pro­zess aus­sor­tiert wird, da eben auch Plas­tik und Papier ent­hal­ten ist und am Ende nicht recy­celt wer­den kann.

Durch das Ver­pa­ckungs­ge­setz und höhere Kos­ten für Sys­tem­be­tei­li­gung könnte dadurch natür­lich auch die Moti­va­tion sol­che Ver­pa­ckun­gen “bes­ser” zu gestal­ten, stei­gen oder auch die Sen­si­bi­li­sie­rung der Ver­brau­cher, wie mit Ver­pa­ckun­gen umzu­ge­hen ist zunehmen.

Wie kann ich mich dar­auf vorbereiten?

Die Regis­trie­rung ist für betref­fende Unter­neh­men nicht optio­nal. Wer sich nicht regis­triert, han­delt nicht rechts­kon­form und muss mit Stra­fen bis hin zu Ver­triebs­ver­bo­ten rechnen.

Prü­fen Sie also ob Sie betrof­fen sind, am bes­ten direkt auf der Seite der Zen­tra­len Stelle Ver­pa­ckungs­re­gis­ter oder in direk­ten Kom­mu­ni­ka­tion mit den Mit­ar­bei­te­rIn­nen des Regis­ters und neh­men Sie eine recht­zei­tige Regis­trie­rung vor. Zur Vor­be­rei­tung auf die Regis­trie­rung gibt es eine Check­liste, die dabei behilf­lich ist.