Es war nicht nur das ers­tes Mal auf dem Wacken Open Air (W:O:A), son­dern auch der erste Festival-Besuch in die­ser Grö­ßen­ord­nung über­haupt. In die­sem Jahr durfte Niels in der Wacken Future Fac­tory mit­wir­ken und mit Fans und Besu­chern des Fes­ti­vals über die Zukunft des Metal-Events, ins­be­son­dere im Hin­blick auf die Nach­hal­tig­keit sprechen.

Die Her­aus­for­de­run­gen sind offensichtlich

Wenn über 75.000 Men­schen zum Fei­ern zusam­men­fin­den, ist es keine Über­ra­schung, dass ent­spre­chende Abfall­berge ent­ste­hen, was ins­be­son­dere bei der Abreise deut­lich wird, wenn die Hin­ter­las­sen­schaf­ten auf den Fel­dern und Wei­den sicht­bar wer­den. Das Wacken Open Air zieht zudem Men­schen aus allen Ecken der Welt an, per Flug­zeug, mit dem Bus, mit der Bahn, dem PKW oder Cam­per rei­sen tau­sende Metal­heads an. Stich­wort Kli­ma­schutz! Hinzu kommt der Ener­gie­ver­brauch für die Shows selbst.

In der Wacken Future Fac­tory konnte an der Zukunft mit gestal­tet werden

Im Rah­men der Fac­tory wurde genau über diese Her­aus­for­de­run­gen dis­ku­tiert und erste Lösungs­an­sätze wur­den erar­bei­tet, immer vor dem Hin­ter­grund, dass das Wacken-Erlebnis nicht dar­un­ter lei­den darf, immer­hin steht das unbe­schwerte Fei­ern im Vor­der­grund. Das bedeu­tet, dass Ver­än­de­run­gen in die­ser Hin­sicht eher sanft pas­sie­ren und keine „erho­be­ner Zeigefinger“-Wirkung haben soll­ten. Viele Fans haben Ideen ein­ge­bracht und ihre Vision für das Wacken der Zukunft platziert.

Unsere Top 5 – Ansätze mit Potential

  • Schon beim Ver­kauf der Tickets kann die Anreise mit der Bahn stär­ker geför­dert wer­den, indem bereits ent­spre­chende Bahn­ti­ckets mit ange­bo­ten wer­den oder es Ver­güns­ti­gun­gen für Bahn­ti­ckets gibt und die Anreise mit der Bahn dadurch ein­fach attrak­ti­ver wird. Wich­tig ist dabei natür­lich, dass es einen Shuttle-Service vom nächst gele­ge­nen Bahn­hof gibt, der für das W:O:A vor­han­den ist.

 

  • Auf dem Fes­ti­val selbst, könn­ten sämt­li­che Food-Trucks und –Stände kom­pos­tier­ba­res Geschirr ver­wen­den, was im bes­ten Fall nur aus einem Mate­rial besteht, wie bspw. gepresste Bana­nen­blät­ter. Dann sollte der Abfall jedoch auch kon­se­quent getrennt wer­den, was man bereits beim Che­ckIn för­dern kann, indem anstelle von einem gro­ßen Müll­beu­tel, meh­rere Beu­tel, Papier­tü­ten und / oder Kis­ten für unter­schied­li­che Abfall­ar­ten aus­ge­ge­ben wer­den. Auch wurde der Wunsch nach mehr regio­na­len Food-Angeboten geäußert.

 

  • Sind die Fes­ti­val­be­su­cher abge­reist, wer­den die Hin­ter­las­sen­schaf­ten sicht­bar. Wie­sen vol­ler Zelte und Camping-Equipment. Auf den Cam­ping­grounds könn­ten Spen­den­sta­tio­nen ein­ge­rich­tet wer­den, bei denen die Metal­heads intakte Zelte etc. abge­ben kön­nen, die dann bspw. Orga­ni­sa­tio­nen der Obdach­lo­sen­hilfe über­reicht wer­den. Wir haben gehört, dass es in Wacken einen sol­chen Stand geben soll, doch fin­den konnte Niels den lei­der nicht. Zudem sind die Wege teil­weise sehr weit, so dass wir die Idee der Zelt­spende auf den Cam­ping­grounds sehr sinn­voll fin­den, da so für die Fes­ti­val­be­su­cher kein Mehr­auf­wand besteht.

 

  • Häu­fig wurde auch der Wunsch nach einer Green Cam­ping Area geäu­ßert, auf der auf Strom-Aggregate ver­zich­tet wird und Kom­post­toi­let­ten ste­hen. Auch wür­den sich gemein­schaft­lich nutz­bare Grill­plätze gut ein­fü­gen (was ver­mei­den könnte, dass Besu­cher ihre Grills bei der Abreise ste­hen las­sen) oder solar­be­trie­bene Lade­stel­len für mobile Endgeräte.

 

  • Nicht nur die Fans haben krea­tive Ideen ein­ge­bracht. Prof. Michael Braungart, Kopf des Cradle-to-Cradle Prin­zips, hat in der Future Fac­tory einen sehr inspi­rie­ren­den Vor­trag gehal­ten und u.a. dafür plä­diert, dass die Res­sour­cen des Fes­ti­vals im Festival-Kreislauf blei­ben, durch bspw. Papp­be­cher, die in dem einen Jahr gesam­melt und im nächs­ten Jahr als Klo­pa­pier ein­ge­setzt werden.

 

Unser Fazit

Wir mer­ken, dass die nach­hal­tige Gestal­tung von Fes­ti­vals die­ser Grö­ßen­ord­nung eine immense Auf­gabe ist, ins­be­son­dere vor dem Hin­ter­grund, dass das Fes­ti­val­er­leb­nis ein Unbe­schwer­tes blei­ben sollte. Doch neben den genann­ten Ideen, gab es noch eine Reihe wei­te­rer Anre­gun­gen und Ansätze, die uns zuver­sicht­lich stim­men, dass Fes­ti­vals die Welt ver­än­dern und dabei die Umwelt schüt­zen können.

Wir sind gespannt, wie das W:O:A der Zukunft tat­säch­lich aus­se­hen wird und wel­che Ansätze sich, aus der Future Fac­tory, dort wie­der­fin­den. Die Fac­tory selbst sehen wir dabei als Think Tank in dem der Nähr­bo­den für alles wei­tere entsteht.

Niels selbst hat übri­gens lange über­legt und ist die 80km dann doch mit einem gelie­he­nen Cam­per ange­reist. Dafür hat er die Gele­gen­heit genutzt und seine Ver­pfle­gung gut ein­ge­plant, über­wie­gend unver­packt ein­ge­kauft und einige Mahl­zei­ten bereits zuhause vor­ge­kocht. Als bei einem Gewit­ter das Gelände geräumt wurde und sich alle in ihre PKW bege­ben soll­ten, war er ziem­lich froh über diese Entscheidung.

Ein Fuß­ball­ver­ein als Schirm­herr für die Rechte von Homo­se­xu­el­len. Warum sich Han­no­ver 96 für den Chris­to­pher Street Day (CSD) der nie­der­säch­si­schen Lan­des­haupt­stadt enga­giert und wie es um die För­de­rung von Gleich­stel­lung im Fuß­ball bestellt ist, erklärt uns Eileen Wun­der­lich in einem Interview.

Lie­be Eileen, vie­len Dank, dass du dir Zeit für uns nimmst und mit uns über die För­de­rung der Rechte von Les­ben, Schwu­len, Bise­xu­el­len, Trans– und Inter-Personen (LGBTI) im Fuß­ball sprichst. Bitte stell dich unse­ren Lesern kurz vor.

Ich bin Eileen Wun­der­lich, 32 Jahre jung und arbeite aktu­ell beim Pro­fi­fuß­ball­ver­ein Han­no­ver 96. Dort bin ich zustän­dig für die Mar­ken­kom­mu­ni­ka­tion und unter­stütze unter ande­rem mei­nen Kol­le­gen Mirko Woit­schig (Lei­ter CSR und auf dem Bild zu mei­ner Rech­ten) rund um CSR-Themen im Rah­men der Initia­tive 96plus. 96plus gibt es seit August 2016 und bün­delt das soziale Enga­ge­ment von Han­no­ver 96.

Wie kam es zu eurem Enga­ge­ment im Rah­men des CSD Han­no­ver und inwie­fern ist die För­de­rung von Gleich­stel­lung und Diver­sity Teil eurer CSR-Strategie?

Wir haben eine Anfrage des Anders­raum e.V. bekom­men, ob wir uns vor­stel­len kön­nen den CSD in Han­no­ver zu unter­stüt­zen. Der Anders­raum e.V. ist ein Ver­ein, der sich für Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit mit Schwer­punkt sexu­elle Ori­en­tie­rung und geschlecht­li­che Iden­ti­tät (LSBT*IQ) ein­setzt und unter ande­rem eben Aus­rich­ter des CSD in Han­no­ver ist. Am Ende ist die Unter­stüt­zung dann so weit gegan­gen, dass 96plus direkt die Schirm­herr­schaft über­nom­men hat. Wir sind sehr stolz dar­auf sagen zu kön­nen, dass 96plus die­ses Jahr mitt­ler­weile zum drit­ten Mal diese tolle Ver­an­stal­tung mit der Schirm­herr­schaft unter­stüt­zen durfte.

Natür­lich gehört die För­de­rung von Gleich­stel­lung und Diver­sity zu unse­rem sozia­len Enga­ge­ment dazu. Wir set­zen uns im Rah­men von Han­no­ver ist BUNT nicht nur gegen Ras­sis­mus ein. Zu einer BUNTEN-Gesellschaft gehört für uns auch ganz klar nicht nur Mit­men­schen ande­rer Her­kunft son­dern genauso auch die Inklu­sion von Men­schen mit Behin­de­rung, Gleich­stel­lung von Frauen oder eben auch der Ein­satz für Per­so­nen mit unter­schied­li­chen sexu­el­len Orientierungen.

Ich kann mir vor­stel­len, dass es nicht nur Befür­wor­ter eures Enga­ge­ments gibt. Gibt es Kri­ti­ker und wie geht ihr mit ihnen und ihrer Kri­tik um?

Ich würde hier zwi­schen inter­ner und externer-Kritik dif­fe­ren­zie­ren. Was die Kom­mu­ni­ka­tion nach außen betrifft haben wir durch eine Tona­li­täts­ana­lyse auf den sozia­len Kanä­len von 96plus eine 100% posi­tive Tona­li­tät fest­stel­len kön­nen. Auf dem Haupt­ka­nal von Han­no­ver 96 haben die The­men rund um 96plus, mit 97%, eben­falls einen star­ken posi­ti­ven Wert erzielt. Die weni­ger, aber durch­aus exis­tie­ren­den nega­ti­ven Äuße­run­gen und Kom­men­tare müs­sen aller­dings noch­mal geson­dert quan­ti­fi­ziert wer­den. Die Äuße­run­gen die dort getrof­fen wer­den gehen meist von soge­nann­ten „Internet-Hools“ aus und sind oft­mals sehr unqua­li­fi­ziert und nicht sach­lich argu­men­tiert, sodass es kei­nen Sinn macht näher dar­auf ein­zu­ge­hen. Diese gene­rell betrach­tet, durch­weg posi­tive Rück­mel­dung von außen, bestärkt uns natür­lich noch mehr darin, dass das was wir tun gut ist und moti­viert uns in unse­rer täg­li­chen Arbeit das Enga­ge­ment wei­ter auszubauen.

Wenn man sich für The­men ein­setzt, für die in der Gesell­schaft immer noch keine all­ge­meine Akzep­tanz herrscht, muss man natür­lich im beruf­li­chen sowohl als auch in pri­va­ten immer mal wie­der mit kri­ti­schen Äuße­run­gen rech­nen und umge­hen. Für mich ist das aber voll­kom­men in Ord­nung. Jeder darf seine Mei­nung frei äußern, dafür leben wir in einer Demo­kra­tie. Wich­tig ist nur, dass diese Mei­nun­gen dann auch qua­li­fi­ziert sind und dass der Ein­satz von 96plus oder auch mein per­sön­li­ches Enga­ge­ment vom Umfeld, trotz ab und an anfal­len­der Kri­tik, tole­riert wird. Hier muss auch ganz klar immer zwi­schen Geg­nern und Kri­ti­kern unter­schie­den wer­den. Für uns steht im Vor­der­grund das sich die Men­schen im Umfeld mit sozia­len The­men aus­ein­an­der­setz­ten und durch die Aktio­nen von 96plus zum Nach­den­ken ange­regt wer­den. 96plus möchte mit Aktio­nen wie der Schirm­herr­schaft beim CSD ein Bewusst­sein schaf­fen und zei­gen das Viel­falt etwas Posi­ti­ves ist. Wir bekom­men immer mal wie­der mit, dass unter­schied­li­che The­men in einen Topf gewor­fen wer­den und es noch kein all­ge­mei­nes Bewusst­sein und Wis­sen über The­men wie Gleich­stel­lung exis­tiert. Genau des­we­gen ist es wich­tig Auf­klä­rung zu schaf­fen, Flagge zu zei­gen und ein Bewusst­sein zu schaffen.

Mit Blick auf die Glaub­wür­dig­keit: Wann ist das Enga­ge­ment von Fuß­ball­ver­ei­nen zur För­de­rung von Gleich­stel­lung, aus dei­ner Sicht, ernst zu nehmen?

Ich kann lei­der nicht beur­tei­len in wie weit sich andere Fuß­ball­ver­eine für die För­de­rung von Gleich­stel­lung enga­gie­ren. Wich­tig sollte hier jedoch sein — und das würde ich gar nicht nur auf Fuß­ball­ver­eine son­dern auf jedes Unter­neh­men oder Mar­ken so gene­ra­li­sie­ren, dass der Klub, die Marke oder das Unter­neh­men ganz­heit­lich nach Außen und nach Innen das Thema leben. Damit möchte ich sagen, dass ich es per­sön­lich als äußerst kri­tisch sehe, wenn ein Klub oder eine Marke bei­spiels­weise auf­grund des aktu­el­len 50. Jäh­ri­gen Sto­ne­wall– Jubi­lä­ums zum CSD auf den „Pride-Kommunikationshyp“ mit auf­springt und das Thema der Gleich­stel­lung für Mar­ke­ting­zwe­cke nutzt. Bei­spiels­weise Pro­dukte mit Regen­bo­gen­flag­gen in allen For­men und Far­ben ver­kauft um Absatz zu gene­rie­ren, ohne sich inten­siv mit dem Thema der Gleich­stel­lung und Diver­sity aus­ein­an­der­zu­set­zen und vor allem ein­zu­set­zen — in wel­cher Form auch immer. Unter­neh­men die Pro­dukte ver­trei­ben, die durch die Regen­bo­gen­far­ben klar als „Pride-Produkte“ gekenn­zeich­net sind und auf ein Enga­ge­ment ver­zich­ten, schaf­fen zwar indi­rekt ein Bewusst­sein und beken­nen sich zur Gleich­stel­lung, betrei­ben für mich aber ganz klar „Gay-Washing“ und wol­len sich hier ähn­lich wie beim „Green-Washing“ bes­ser dar­stel­len als sie eigent­lich sind. Das finde ich per­sön­lich eher sehr schwie­rig. Wenn man bei­spiels­weise nur ein Pro­fil­bild auf Face­book in Regen­bo­gen­flag­gen ändert, aber keine Struk­tu­ren schafft, um auf die Welle mit auf­zu­sprin­gen, ist das ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Es ist wich­ti­ger Struk­tu­ren zu schaf­fen, als Pro­dukte ohne Inhalt zu ver­trei­ben– auch wenn man da als Unter­neh­men ein State­ment mit setzt.

Wie offen nimmst du den deut­schen Fuß­ball wahr, ist Homo­se­xua­li­tät noch immer ein Tabu-Thema?

Ins­be­son­dere die­ses Jahr, sicher­lich auch auf­grund des Jubi­lä­ums vom Chris­t­op­fer Street Day, nimmt man viel offen­sicht­li­cher als sonst wahr, dass sich die Ver­eine durch­aus mit Homo­se­xua­li­tät aus­ein­an­der­set­zen und ein Bewusst­sein nach außen hin prä­gen. Bei­spiele sind neben dem His­sen von Flag­gen oder auch das Erstrah­len der Alli­anz Arena vom FC Bay­ern in Regen­bo­gen­fah­nen oder bei­spiels­weise die Aus­weichtri­kots mit ein­ge­ar­bei­te­ten Rege­bo­gen vom St. Pauli, die jüngst auch T-Shirts her­aus­ge­bracht haben mit der Auf­schrift: „Lieb doch wen du willst“. 

Bezieht man die Fra­gen auf den Pro­fi­sport an sich, glaube ich kann sie eher jemand aus dem Sport selbst beant­wor­ten. Da möchte ich mir nicht anma­ßen interne Struk­tu­ren und das Vor­ge­hen im sport­li­chen Bereich zu beur­tei­len. Aber als Außen­ste­hen­der ist es natür­lich ganz klar nach wie vor wahr­zu­neh­men, dass ins­be­son­dere im Män­ner­fuß­ball lei­der immer noch als ein Tabu­thema behan­delt wird. Ganz anders ist es im Frau­en­fuß­ball hier wird es eher als unnor­mal ange­se­hen wenn Frauen Hete­ro­se­xu­ell sind und wer­den als Sport­le­rin­nen in einem mas­ku­li­nen Sport eher als homo­se­xu­ell ver­pau­scha­li­siert. Diese Vor­ur­teile finde ich sehr schwie­rig und würde mir mehr Tole­ranz, Zusam­men­halt und Ver­ständ­nis wün­schen, von Fans sowohl als auch von Ver­bän­den, diese Struk­tu­ren zu durch­bre­chen und für ein Bewusst­sein zu sor­gen. Die sexu­elle Nei­gung sollte mei­nes Erach­tens in kei­nem Sport oder Beruf eine Rolle spie­len. Das hat nichts mit per­sön­li­chen Fähig­kei­ten zu tun die einen für eine Tätig­keit qua­li­fi­zie­ren. Es spielt ein­fach keine Rolle wen man liebt, genau wie es keine Rolle spielt wel­che Haut­farbe, Her­kunft oder wel­ches Geschlecht eine Per­son hat. „Dem Ball ist es egal wer ihn ins Tor schießt“, ist da glaube ich ein pas­sen­des Sprichwort.

Was war dein per­sön­li­ches High­light beim dies­jäh­ri­gen Chris­to­pher Street Day in Hannover?

Eigent­lich ist der Chris­to­pher Street Day an sich schon das High­light des Jah­res. Es ist meine abso­lute Lieb­lings­ver­an­stal­tung in Han­no­ver, da so viele tolle und vor allem tole­rante Men­schen an einem Tag zusam­men kom­men und die Liebe fei­ern. Beson­ders toll war natür­lich dass wir die­ses Jahr mit auf dem Wagen des Anders­raum e.V. sein und die CSD-Parade anfüh­ren durf­ten. Es war so schön zu sehen wie viele Men­schen in Han­no­ver mit uns fei­ern. Ein Ziel für die nächs­ten Jahre ist es, mit einem eige­nen Truck ver­tre­ten zu sein.

Vie­len Dank für das span­nende Inter­view und eurem Enga­ge­ment, mit dem ihr ein star­kes Zei­chen für Viel­falt und Tole­ranz im Fuß­ball und der Gesell­schaft setzt.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Enga­ge­ment und der CSR-Arbeit von Han­no­ver 96 gibt es unter
Home­page: https://www.hannover96.de/96plus/aktuelles.html 
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In dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!” wird in 8 Etap­pen dar­ge­legt, wie Unter­neh­men zu einem wirk­sa­men CSR– bzw. Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment kom­men. In die­sem Bei­trag wol­len wir einen Ein­blick in das Buch geben und zei­gen einen Aus­zug zu mög­li­chen Sze­na­rien zur Kom­mu­ni­ka­tion von CSR& Nachhaltigkeitaktivitäten.

Es gibt sicher­lich viele Beweg­gründe, sein Enga­ge­ment zum ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit Mensch und Pla­net zu kom­mu­ni­zie­ren, drei für wesent­li­che Gründe sol­len hier ein­mal skiz­ziert werden.

1. Sze­na­rio: Kunde will wis­sen was er kauft

Immer mehr Ver­brau­cher ent­wi­ckeln ein Bewusst­sein für ihren Waren­korb und wol­len wis­sen, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Pro­dukte, die sie kau­fen, her­ge­stellt wer­den. Die soge­nann­ten LOHAS (Life­style of Health and Sus­taina­bi­lity) ver­fol­gen einen ethisch kor­rek­ten Lebens­stil, der auf Gesund­heit und Nach­hal­tig­keit basiert. Inter­es­sant ist, diese Ver­brau­cher­ge­ne­ra­tion befin­det sich in einem ste­ti­gen Wachs­tum und ist durch ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men charakterisiert.

Wer mit sei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen also Zugang zu die­sem Kreis haben möchte, muss nicht nur ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit Res­sour­cen umge­hen, son­dern sei­nen ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang auch trans­pa­rent kommunizieren.

Nach­hal­tig zu Han­deln und die­ses Han­deln ent­spre­chend zu kom­mu­ni­zie­ren, kann somit ein wesent­li­cher Bau­stein für die Zukunfts­fä­hig­keit von Unter­neh­men sein.

2. Sze­na­rio: Mit­ar­bei­ter will sich identifizieren

Die Gestal­tung einer attrak­ti­ven Arbeit­ge­ber­marke, hat sich unter dem Begriff „Employer Bran­ding“ zu einer eige­nen Dis­zi­plin ent­wi­ckelt. Hier­nach soll die Arbeit­ge­ber­marke sys­te­ma­tisch gestal­tet wer­den, um neue Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen und beste­hende zu halten.

Laut einer Stu­die von sus­tai­ne­ra­tion, kann gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment von Unter­neh­men, stark zum Auf­bau einer ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Arbeit­ge­ber­marke bei­tra­gen. Auch eine Stu­die von Deloitte stellte fest, dass sich Bewer­ber eher für enga­gierte Arbeit­ge­ber ent­schei­den (Chris­ti­an­sen & Lee 2016, & Deloitte, 2011).

Um poten­ti­el­len Mit­ar­bei­tern zu zei­gen, wel­che Werte das Unter­neh­men ver­tritt, müs­sen diese eben kom­mu­ni­ziert wer­den. Wird das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment nach innen und außen ent­spre­chend dar­ge­stellt, ermög­licht dies poten­ti­el­len und auch beste­hen­den Mit­ar­bei­tern sich stär­ker mit dem Unter­neh­men zu identifizieren.

3. Sze­na­rio: Trans­pa­renz als Teil der Nachhaltigkeit

Kun­den– oder Mit­ar­bei­ter ori­en­tierte CSR-Kommunikation ist Ihnen zu wirt­schaft­lich gedacht? Dann betrach­ten Sie die trans­pa­rente Dar­stel­lung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten gerne als Teil Ihres CSR-Engagements, denn das ist es auch. Betrieb­li­ches Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment umfasst sämt­li­che Unter­neh­mens­be­rei­che. Es fängt an mit dem An– bzw. Abbau von Roh­stof­fen, geht über die Her­stel­lung, inklu­sive aller Stu­fen der Lie­fer­kette, über die Arbeits­be­din­gun­gen in Ihrer Orga­ni­sa­tion, bis hin zur Nut­zung und Ent­sor­gung und mög­li­cher­weise Wie­der­ver­wer­tung von Pro­duk­ten. Trans­pa­renz zu schaf­fen, über alle rele­van­ten Aspekte inner­halb die­ser Berei­che, ist ein essen­ti­el­ler Teil der Nach­hal­tig­keits­ar­beit von Unternehmen.

In die­sem Sinne, ist es emp­feh­lens­wert, die Kom­mu­ni­ka­tion der CSR& Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten als Teil der Nach­hal­tig­keit zu ver­ste­hen und in Akti­ons– und Maß­nah­men­pläne zu verankern.

Impulse zur Umset­zung der CSR& Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion gibt es in dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!”.

Im Rah­men unse­rer Arbeit ler­nen wir viele span­nende Per­sön­lich­kei­ten ken­nen, die tolle Ideen zur För­de­rung einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung ver­fol­gen. Wel­che Idee Frucht­Fair­trag ver­wirk­licht hat und wie sie damit zum Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt bei­tra­gen, erklärte uns Dun­can in einem Interview.

Lie­ber Dun­can, vie­len Dank, dass du dir Zeit für uns nimmst und uns einige Fra­gen zu Frucht­Fair­trag beant­wor­test. Bitte stell dich unse­ren Lesern kurz vor.

Hallo Niels, vie­len Dank für die Mög­lich­keit unser Pro­jekt hier bei dir vor­stel­len zu dür­fen. Ich bin Dun­can und Teil des drei­köp­fi­gen Teams von Frucht­Fair­trag. Zusam­men mit Nele (die auch auf dem Bild zu sehen ist) und James haben wir im Herbst 2018 Frucht­Fair­trag an der Chris­tian Albrechts Uni­ver­si­tät zu Kiel im Rah­men eines Semi­nars an der School of Sus­taina­bi­lity ent­wi­ckelt.  Momen­tan befin­den wir uns die­sen Som­mer in der Pilot­phase unse­res Pro­jekts, wel­ches von der Gesell­schaft für Ener­gie und Kli­ma­schutz Schleswig-Holstein (EKSH) im Rah­men des Yoo­wee­doo Ide­en­wett­be­werbs aus­ge­zeich­net und finan­ziert wurde.

Euer Kon­zept hat mich sofort neu­gie­rig gemacht. Was genau macht Frucht­Fair­trag und wel­che Ziele ver­folgt ihr mit eurer Arbeit?

Wir von Frucht­Fair­trag wol­len unge­nutzte Fir­men­flä­chen mit regio­na­len Obst­bäu­men, –sträu­chern und Stau­den bepflan­zen und den gewon­ne­nen Ertrag dann an soziale Ein­rich­tun­gen, wie bei­spiels­weise unse­ren Part­ner der Tafel Kiel, spen­den. Das fri­sche Obst soll dann Benach­tei­lig­ten in unse­rer Gesell­schaft zu gute kom­men. 

Wir wol­len mit unse­rem Kon­zept dabei, dem Insek­ten­ster­ben und dem Schwund der bio­lo­gi­schen Viel­falt ent­ge­gen­wir­ken, sozial Benach­tei­ligte Grup­pen in unse­rer Gesell­schaft mit fri­schem Obst för­dern und Unter­neh­men die Mög­lich­keit geben, einen sozia­len, öko­lo­gi­schen und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Bei­trag zur Gestal­tung einer nach­hal­ti­ge­ren Gesell­schaft zu leis­ten. Somit ver­su­chen wir soziale und öko­lo­gi­sche Kom­po­nen­ten in unser Pro­jekt zu inte­grie­ren und umzusetzen.

Wor­auf soll­ten Fir­men bei der Bepflan­zung unge­nutz­ter Flä­chen ach­ten und wel­che Kos­ten kom­men auf die Unter­neh­men zu, wenn sie die Flä­chen gemein­sam mit euch gestalten?

Der Vor­teil den unser Kon­zept bie­tet ist, dass es indi­vi­du­ell gestalt­bar ist. Das bedeu­tet, dass jede noch so kleine Frei­flä­che bepflanzt wer­den kann. Somit haben Firma und wir viel Gestal­tungs­frei­raum und kön­nen die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse und Gege­ben­hei­ten opti­mal mit­ein­be­zie­hen. Dem­ent­spre­chend kön­nen die Unter­neh­men auch mit einem klei­nen Frei­raum oder finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten Obst­bäume, –sträu­cher oder Stau­den pflan­zen. Die Bepflan­zung der Flä­che kann gemein­sam mit uns erfol­gen und oder im Rah­men von Team­buil­ding Work­shops, zu denen wir einen Bepflan­zungs­plan anbieten.

Wel­chen Auf­wand soll­ten Fir­men nach der Bepflan­zung zur Pflege ihrer Flä­chen einplanen?

Da wir ein Netz­werk aus Unter­neh­men, sozia­len Ein­rich­tun­gen und Gärt­nern bereit­stel­len, soll die­ses Sys­tem sich lang­fris­tig von sel­ber tra­gen. Die Mit­glie­der des Netz­wer­kes wer­den unter ande­rem durch uns und unsere Web­site mit per­sön­li­chem Login ver­netzt und kön­nen sich somit gegen­sei­tig unter­stüt­zen. Die Pflege der Obst­bäume kön­nen somit Mit­ar­bei­ter des Unter­neh­mens oder auch Gärt­ner in unse­rem Netz­werk für die Fir­men übernehmen.

Bis­lang ist euer Wir­kungs­kreis auf Kiel fokus­siert. Wel­che Pläne habt ihr für die Zukunft, wollt ihr mit Frucht­Fair­trag auch in ande­ren Regio­nen aktiv werden?

Zukünf­tig wol­len wir gerne Schu­len in unser Pro­jekt mit­ein­be­zie­hen, um auch Schü­lern die öko­lo­gi­sche und soziale Bedeu­tung unse­res Vor­ha­bens zu ver­deut­li­chen und um noch mehr Obst­bäume in Kiel pflan­zen zu kön­nen. Wenn wir hier in Kiel Fuß gefasst haben, wer­den wir sehen, ob wir wei­tere Städte von unse­rem Pro­jekt über­zeu­gen können.

Was hat dich per­sön­lich dazu bewo­gen, Frucht­Fair­trag zu star­ten und dich damit für den Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt einzusetzen?

Die zuneh­mende Bedeu­tung sich öko­lo­gisch, sozial, ver­ant­wor­tungs­be­wusst und lokal in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­len und vom Kli­ma­wan­del gepräg­ten Welt mit ein­zu­brin­gen treibt mich per­sön­lich an. Jeder hat die Mög­lich­keit einen Teil, auch wenn er noch so klein ist, zu einer nach­hal­ti­ge­ren Gesell­schaft und Umwelt bei­zu­tra­gen. Frucht­Fair­trag ist nur ein klei­nes Bei­spiel von unzäh­li­gen ande­ren. Dies sollte uns Hoff­nung machen und uns antrei­ben für eine nach­hal­ti­gere Zukunft zu arbei­ten, weil es letzt­end­lich in unse­rer Hand liegt etwas zu ver­än­dern und etwas schö­nes zu erschaffen.

Vie­len Dank für das tolle Inter­view und den Ein­blick in eure Arbeit. Für die wei­tere Ent­wick­lung von Frucht­Fair­trag wün­schen wir dir, Nele und James viel Erfolg!

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter https://fruchtfairtrag.wordpress.com/.

CSR muss keine Bürde sein!Eine der meist gestell­ten Fra­gen zu unse­rem Buch “CSR muss keine Bürde sein!” ist: “Warum gibt’s das nicht bei Amazon?”

Seit Som­mer letz­ten Jah­res stel­len wir einige unse­rer Bera­tungs­me­tho­den in dem oben genann­ten Buch dar und wol­len damit Unter­neh­men errei­chen, die sich mit dem Nach­hal­tig­keits– und CSR-Gedanken weni­ger inten­siv aus­ein­an­der­ge­setzt haben und die­sen gerne fest in ihren Unter­neh­mens­struk­tu­ren ver­an­kern wol­len. Mit dem Buch möch­ten wir einen ein­fa­chen und ermu­ti­gen­den Zugang zu dem Thema schaf­fen und Unter­neh­men befä­hi­gen, Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch und vor allem selbst­stän­dig in die Pro­zesse der Orga­ni­sa­tion zu integrieren.

Oft erhal­ten wir das Feed­back, dass das Buch doch auch auf Ama­zon erhält­lich sein sollte, da wir dann deut­lich mehr Inter­es­sierte errei­chen könn­ten. Andere begrün­den es direkt wirt­schaft­lich und legen es uns stark ans Herz, damit wir unse­ren Absatz / Umsatz mit dem Buch erhö­hen. Von dem Errei­chen Inter­es­sier­ter zu spre­chen, klingt dann doch etwas pas­sen­der für uns. Aber den­noch passt es für uns nicht, denn unter Nach­hal­tig­keit ver­ste­hen wir Ver­ant­wor­tung auch im Ver­trieb zu über­neh­men und Ver­triebs­ka­näle zu wäh­len, die dem gerecht werden.

Warum Ama­zon nicht zu uns passt

Das wir mehr Men­schen errei­chen oder auch mehr abset­zen wenn wir unser Buch über Ama­zon anbie­ten ist sicher­lich rich­tig, den­noch stellt der Ver­trieb über Ama­zon keine Option für uns dar. Immer wie­der steht der Kon­zern in nega­ti­ver Kri­tik, wel­che der Autor Johan­nes Brö­ckers in sei­nem Buch “Schnauze, Alexa! Ich kaufe nicht bei Ama­zon” ganz prä­gnant beschreibt.

1. Aus­spä­hen von Kundendaten

Für Händ­ler die diese Platt­form nut­zen besteht das Risiko, dass gut lau­fende Pro­dukte von Ama­zon kopiert und Händ­ler anschlie­ßend von dem digi­ta­len Markt­platz ver­drängt wer­den. Gleich­zei­tig ist die Markt­macht so groß, dass kleine Händ­ler Ama­zon kaum umge­hen kön­nen. Der Auto Johan­nes Brö­ckers bezeich­net den Mark­platz als kos­ten­lo­ses Produktentwicklungs-Instrument für Amazon.

2. Steu­er­ver­mei­dungs­pra­xis

Die Mög­lich­kei­ten Steu­er­zah­lun­gen gering zu hal­ten sind für inter­na­tio­nale Kon­zerne äußerst viel­fäl­tig. Die­ses Poten­tial scheint der Online­gi­gant voll aus­zu­schöp­fen. Laut Zeit Online ver­schiebt das Unter­neh­men die Umsätze in steu­er­güns­ti­gere Län­der wie Luxem­burg, um so mög­lichst wenig Gewinne in Län­dern wie Deutsch­land ver­steu­ern zu müs­sen, obwohl die Umsätze in die­sen Län­dern erwirt­schaf­tet werden.

3. Arbeits­be­din­gun­gen

Ama­zon steht regel­mä­ßig hin­sicht­lich Arbeits­be­din­gun­gen in der Kri­tik. Ein Kern­thema über das viel gestrit­ten wird, ist die Ver­gü­tung in Anleh­nung an die tarif­li­chen Rege­lun­gen des Ein­zel– und Ver­sand­han­dels. Wei­ter wird kri­ti­siert, dass Prä­mien für einen gerin­gen Kran­ken­stand von Ein­zel­per­so­nen und Teams gezahlt wer­den und eine stän­dige Video­über­wa­chung der Mit­ar­bei­ten­den erfolgt.

Ver­ant­wor­tung im Ver­trieb ist eine Frage der Haltung

Mit den Prak­ti­ken von Ama­zon kön­nen wir uns schlicht­weg nicht iden­ti­fi­zie­ren und wol­len diese nicht unter­stüt­zen. Auch wenn es sich “nur” um ein Buch han­delt. Wir wol­len einen Wan­del hinzu ver­ant­wor­tungs­be­wuss­tem Wirt­schaf­ten bewir­ken und nicht unsere Erlöse aus dem Ver­kauf des Buches maximieren.

Auch wenn wir der Mei­nung sind, dass das Buch einen ein­fa­chen und prak­ti­schen Zugang zum Thema Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment lie­fert und es aus die­sem Grund viele Men­schen errei­chen sollte, den­ken wir, dass es einen Unter­schied macht, wel­che Ver­triebs­wege wir nutzen.

Manch­mal ist weni­ger eben mehr!

Wer also das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” ver­ge­bens bei Ama­zon gesucht hat, der sollte mal bei dem genos­sen­schaft­li­chen Markt­platz Fair­mondo vorbeischauen.

Die Bun­des­re­gie­rung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 weit­ge­hend kli­ma­neu­tral zu wer­den. Dies for­dert den Ein­satz, sowohl von wirt­schaft­li­chen, als auch von gesell­schaft­li­chen Akteue­ren und öffent­li­chen Institutionen.

Kli­ma­schutz­pro­jekte im kom­mu­na­len Umfeld

Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Umwelt, Natur­schutz und nukleare Sicher­heit (BMU) hat die soge­nannte Kom­mu­nal­richt­li­nie (Richt­li­nie zur För­de­rung von Kli­ma­schutz­pro­jek­ten im kom­mu­na­len Umfeld) auf den Weg gebracht, mit der das BMU eine Min­de­rung von Treib­haus­ga­sen in Kom­mu­nen errei­chen will. Die Kom­mu­nal­richt­li­nie beinhal­tet eine Reihe an ver­schie­de­nen För­der­pro­gram­men, wie z.B. die Fokus­be­ra­tung Klimaschutz.

Was und für wen ist die Fokus­be­ra­tung Klimaschutz?

Die Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz ist eine der stra­te­gi­schen För­der­schwer­punkte der Richt­li­nie und rich­tet sich u.a. an Kom­mu­nen, Betriebe und Orga­ni­sa­tio­nen mit mind. 25% kom­mu­na­ler Betei­li­gung, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Kin­der­ta­ges­stät­ten sowie Ein­rich­tun­gen der Kin­der– und Jugend­hilfe. Steht die Orga­ni­sa­tion bzw. Insti­tu­tion am Anfang ihrer Kli­ma­schutz­ak­ti­vi­tä­ten und kann kein Kli­ma­schutz­kon­zept vor­wei­sen, kann die Bera­tung durch einen exter­nen Dienst­leis­ter geför­dert wer­den. Das Ziel der Bera­tung ist die Erar­bei­tung von kurz­fris­tig umsetz­ba­ren Kli­ma­schutz­ak­ti­vi­tä­ten sowie kon­kre­ten Handlungsempfehlungen.

Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz: Unser Ansatz

Im Rah­men der Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz unter­stüt­zen wir Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen aus dem kom­mu­na­len Umfeld dabei ihre Kli­ma­schutz­ak­tiv­ti­tä­ten sys­te­ma­tisch in Angriff zu nehmen.

1. Vor­be­rei­tung
In einem Vor­be­rei­tungs­ge­spräch klä­ren wir, wel­che Orga­ni­sa­ti­ons­be­rei­che mit in die Klimaschutz-Analyse ein­flie­ßen sol­len sowie den gesam­ten Ablauf der Fokusberatung.

2. Work­shops
In zwei Work­shops erar­bei­ten wir die wesent­li­chen Inhalte der Bera­tung. Im Rah­men des 1. Work­shops beleuch­ten wir die kli­ma­re­le­van­ten Schnitt­stel­len der Orga­ni­sa­tion bzw. Insti­tu­tion, um die zen­tra­len Hebel und vor allem Ver­bes­se­rungs­po­ten­tiale zu iden­ti­fi­zie­ren. Im Rah­men eines 2. Work­shops wer­den wir gemein­sam an Maß­nah­men und Aktio­nen arbei­ten, mit denen eine Min­de­rung der Treib­haus­gase rea­li­siert wer­den kann. Zwi­schen den bei­den Workshop-Terminen lie­gen idea­ler­weise 1 — 3 Wochen.

3. Bericht
Die Infor­ma­tio­nen und erar­bei­te­ten Ergeb­nisse der bei­den Work­shops stel­len den bedeu­ten­den Teil des Berichts dar, der im Nach­gang der geför­der­ten Orga­ni­sa­tion bereit­ge­stellt wird. Wesent­li­cher Teil des Berichts wird ein Maß­nah­men­ka­ta­log sein, wie die Insti­tu­tion bzw. Orga­ni­sa­tion eine Min­de­rung der Treib­haus­gase errei­chen kann.

4. Abschluss
Im Rah­men eines Abschluss­ge­sprä­ches stel­len wir den Bericht und den Maß­nah­men­ka­ta­log vor und bespre­chen die Umset­zung der auf­ge­führ­ten Maß­nah­men. Sollte auch wäh­rend der Umsetzung-Phase Unter­stüt­zungs­be­darf vor­lie­gen, pla­nen wir die­sen ent­spre­chend bei der Antrag­stel­lung mit ein.

Was sonst noch wich­tig ist

Im Rah­men der Kom­mu­nal­richt­li­nie wird die Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz mit bis zu 65% der för­der­fä­hi­gen Kos­ten bezu­schusst bzw. 90% bei finanz­schwa­chen Kom­mu­nen. För­der­fä­hig sind dabei Sach– und Per­so­nal­aus­ga­ben für max. 20 Bera­ter­tage. Der Antrag kann sowohl durch uns als exter­ner Dienst­leis­ter als auch durch den Bera­tungs­emp­fän­ger gestellt wer­den. Han­delt es sich um eine finanz­schwa­che Kom­mune, muss diese den Antrag stellen.

Wenn Sie Inter­esse an einer Fokus­be­ra­tung Kli­ma­schutz haben, mel­den Sie sich gerne über unser Kon­takt­for­mu­lar. Gerne klä­ren wir die Details zur Antrag­stel­lung mit Ihnen.

Der Online-Handel boomt! Laut sta­tista hat der Online-Handel im Jahr 2018 in Deutsch­land einen Umsatz von 53,6 Mil­li­ar­den Euro erwirt­schaf­tet. 2008 waren es gerade ein­mal 12,6 Mil­li­ar­den Euro, womit sich der Sek­tor in den ver­gan­ge­nen 10 Jah­ren mehr als ver­vier­facht hat.

Es ist höchste Zeit!

Das Wachs­tum des Online-Handels hat eine enorme Wir­kung auf unser Klima. Ins­be­son­dere durch den indi­vi­du­el­len Ver­sand und die hohen Rück­sen­de­quo­ten weist der Online-Handel eine beson­ders schlechte CO2-Bilanz auf. Höchste Zeit, dass Online-Händler ihre Kli­ma­wir­kung unter die Lupe neh­men und ihren Aus­stoß reduzieren.

5 Dinge die Online­shops für’s Klima tun können

Der Schutz unse­res Pla­ne­ten und damit auch das Ein­däm­men der Kli­ma­er­wär­mung ist eine der wohl größ­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit. Wie Online­shops die­ser Her­aus­for­de­rung begeg­nen und etwas für’s Klima tun kön­nen, sol­len die fol­gen­den 5 Punkte darlegen:

1. Logis­tik­ket­ten ver­bes­sern
Die Logis­tik ist einer der gro­ßen Hebel, wenn es um die Opti­mie­rung der CO2-Bilanzen von Online­shops geht. In der Logis­tik kommt der Phrase “Aktion statt Reak­tion” eine wesent­li­che Bedeu­tung zu, denn ein nach­hal­ti­ger Logistik-Ansatz muss kon­zep­tio­nell geplant wer­den, um unnö­tige Emis­sio­nen zu ver­mei­den. Die Lie­fer­ket­ten und damit ver­bun­dene Logis­tik soll­ten hin­sicht­lich ihrer Poten­tiale ana­ly­siert wer­den, um Opti­mie­rungs­maß­nah­men zu iden­ti­fi­zie­ren. Dies kann bei­spiels­weise die Reduk­tion von Fahr­ten sein, der Umstieg auf alter­na­tive Ener­gie­quel­len bzw. Kraft­stoffe oder auch die Elek­tri­fi­zie­rung der eige­nen Flotte, sofern eine vor­han­den ist. Aber auch Ser­vices wie Express­lie­fe­run­gen soll­ten Online­shops hier­bei berück­sich­ti­gen und in Frage stel­len, denn diese füh­ren nicht sel­ten dazu, dass Kapa­zi­tä­ten von Lie­fer­fahr­zeu­gen nicht aus­ge­nutzt wer­den.

2. Ver­pa­ckun­gen opti­mie­ren

Viele ken­nen es! Ein gro­ßes Paket liegt vor der Haus­tür und ent­hal­ten ist, neben dem bestell­ten Pro­dukt, viel Füll­ma­te­rial. Zusätz­lich zu dem unnö­ti­gen Müll der dabei ent­steht, pas­sen logi­scher­weise auch nicht so viele Kar­tons in den Lie­fer­wa­gen, wenn diese über­mä­ßig viel Luft und Füll­ma­te­rial beinhal­ten. Dadurch wer­den letzt­end­lich mehr Lie­fer­fahr­zeuge benö­tigt, die wie­derum mehr CO2 emit­tie­ren. Online­shops soll­ten dar­auf ach­ten, dass Ver­sand­ver­pa­ckun­gen gut zu den Pro­duk­ten pas­sen, damit Res­sour­cen nicht unnö­tig ver­geu­det wer­den und der Aus­stoß von Treib­haus­ga­sen mini­miert wird. Auch die ver­wen­de­ten Mate­ria­lien soll­ten mit Blick auf die Umwelt­aus­wir­kun­gen bewusst gewählt wer­den, häu­fig lässt sich bei­spiels­weise Plas­tik durch Papier oder Pappe ersetzen.

3. Retou­ren­auf­kom­men mini­mie­ren
Laut Ver­brau­cher­zen­trale wird jedes zweite Paket beim Klei­dungs­kauf (online) als Retoure an den Händ­ler zurück­ge­schickt. Am Tag kom­men da ca. 800.000 Pakete zusam­men, die etwa 400 Ton­nen CO2 aus­sto­ßen. Ziem­lich viel, wenn man bedenkt, dass die­sen aus­ge­sto­ße­nen Emis­sio­nen nicht ein­mal Kon­sum gegen­über steht. Hinzu kommt, dass zurück geschickte Waren von Händ­lern nicht sel­ten ent­sorgt wer­den, weil das Prü­fen auf Funk­tio­na­li­tät und erneu­tes Ver­pa­cken teil­weise teu­rer ist als die Ent­sor­gung, so die Ver­brau­cher­zen­trale. Ent­ge­gen­wir­ken kön­nen Online­shops die­sem Trend, in dem sie hoch­wer­tige und vor allem rea­lis­ti­sche Bil­der der Pro­dukte bereit­stel­len und genaue Grö­ßen und For­men ange­ben. Wer sei­nem Umwelt­be­wusst­sein beson­de­ren Aus­druck ver­lei­hen möchte, weist seine Kun­den dar­auf hin, dass die Bestel­lung von meh­re­ren Grö­ßen und Far­ben die Umwelt belas­tet oder ver­zich­tet viel­leicht sogar auf den kos­ten­lo­sen Rück­ver­sand. 

4. Kli­ma­neu­tral Ver­sen­den
Diverse Paket­zu­stel­ler bie­ten bereits Mög­lich­kei­ten zum kli­ma­neu­tra­len Ver­sand, wobei die trans­port­be­ding­ten CO2-Emissionen, meist gegen einen klei­nen Auf­preis durch den Ver­sand­dienst­leis­ter aus­ge­gli­chen wer­den. Wer noch einen Schritt wei­ter­ge­hen will, ermit­telt sei­nen unter­neh­me­ri­schen CO2-Fußabdruck und gleicht die­sen aus. Mit ent­spre­chen­der Zer­ti­fi­zie­rung kön­nen Online-Händler ihren Kun­den damit zei­gen, dass ihr Online­shop kli­ma­neu­tral betrie­ben wird. Wer vor­her sei­nen Strom­an­bie­ter wech­selt und auf Öko­strom umsteigt, hat übri­gens weni­ger zu kompensieren.

5. Nach­hal­ti­ges Sor­ti­ment
Die Erwar­tun­gen vie­ler Online-Kunden gehen deut­lich wei­ter als das kli­ma­neu­trale Ver­sen­den — Sie legen Wert auf ein nach­hal­ti­ges Sor­ti­ment, mit lang­le­bi­gen und fai­ren Pro­duk­ten. Die Wahl der Pro­dukte, die Online­shops ver­trei­ben, hat sowohl eine Wir­kung auf das Klima, als auch auf die Umwelt und die Gesell­schaft im gro­ßen Ganzen.

Vor fünf Jah­ren erblickte sus­tai­ne­ra­tion das Licht der Welt. Eine Geburt, die mit einem Not­ar­be­such und dem Unter­schrei­ben eines Gesell­schaf­ter­ver­tra­ges ein­ge­lei­tet wurde. Das war nicht beson­ders schmerz­haft, ganz im Gegenteil!

Das ver­flixte 7. Jahr steht aller­dings noch bevor

Doch dem schauen wir eigent­lich recht gelas­sen ent­ge­gen. Denn in den letz­ten 5 Jah­ren haben wir viel geschaf­fen, sind diverse Male gestol­pert und haben eine Steh-Auf-Mentalität ent­wi­ckelt. Heute bli­cken wir auf ereig­nis­rei­che Jahre, wirk­lich tolle Pro­jekte und wun­der­volle Kun­den zurück und freuen uns auf alles was noch kommt.

5 jäh­ri­ges Jubi­läum — Torte für uns, Gewinne für euch!

Da Tor­ten in Nord­fries­land nie beson­ders alt wer­den, gibt es für unsere Leser ein ande­res Geburtstags-Leckerli: Für unsere ers­ten vier Jahre Exis­tenz ver­lo­sen wir je ein Exem­plar des Buches “CSR muss keine Bürde sein!” sowie einen CSR-Check im Wert von 490,- EUR für unser fünf­tes Jahr.

Wer an der Ver­lo­sung teil­neh­men möchte, teilt unse­ren Facebook-Eintrag vom 17.03.2019 und kom­men­tiert den Namen der Firma, wel­che den CSR-Check gewin­nen sollte. Wich­tig ist, dass der Bei­trag öffent­lich geteilt wird, damit wir sehen kön­nen, wer an der Ver­lo­sung teil­nimmt. Die Bücher wer­den unter den geteil­ten Bei­trä­gen und der Check unter den kom­men­tier­ten Fir­men­na­men verlost.

Teil­neh­men könnt ihr bis Don­ners­tag, den 21. März, um 18 Uhr, danach wer­den die Gewin­ner gezo­gen und via Face­book benachrichtigt.

Toi Toi Toi

 

Logo mit Schrift CSR-Check transparent mit Text als Pfad

Wir freuen uns sehr, unser neues Online-Tool zur Erfas­sung unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Check kön­nen Unter­neh­men Ihre Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity sys­te­ma­tisch erfassen.

 

Algo­rith­mus für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten bewer­tet die Nachhaltigkeitsleistung

Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens beant­wor­tet und der betrieb­li­che Status-Quo direkt ange­zeigt. Dabei wer­den die Anga­ben mit­hilfe eines Algo­rith­mus zur Bewer­tung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens aus­ge­le­sen und bewer­tet. Die­ser Algo­rith­mus dient zur Ana­lyse unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit und wurde unter Berück­sich­ti­gung bekann­ter Stan­dards und Nor­men ent­wi­ckelt, wie der Glo­bal Reporting Initia­tive, der Inter­na­tio­nal Labor Orga­niza­tion, dem Glo­bal Com­pact, der inter­na­tio­na­len Umwelt­ma­nagem­ent­norm ISO 14001 und dem Nach­hal­tig­keits­stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics.

Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei die Nach­hal­tig­keit zu verbessern

Wer den CSR-Check durch­führt erfährt, wie sein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt auf­ge­stellt ist, iden­ti­fi­ziert rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte inner­halb die­ser Hand­lungs­fel­der und deckt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf auf. Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei, die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit des Unter­neh­mens schritt­weise zu verbessern.

Aus einem Kata­log von 114 Maß­nah­men, erhält der Nut­zer bis zu 69 Emp­feh­lun­gen, zur Ver­bes­se­rung des Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments und der Nach­hal­tig­keit des Unternehmens. 

Das Ergeb­nis des Checks wird direkt online ange­zeigt, zudem besteht die Mög­lich­keit einen Bericht des Checks zu gene­rie­ren sowie eine Info­gra­fik zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung per Mail zu erhal­ten. Die Info­gra­fik stellt die Gesamt­leis­tung der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keit dar und eig­net sich her­vor­ra­gend zur inter­nen und exter­nen Kom­mu­ni­ka­tion der betrieb­li­chen Nachhaltigkeitsleistung.

Enga­ge­ment für die Nord­see — Schon die Durch­füh­rung des Checks hat eine posi­tive Wirkung

Je CSR-Check wer­den 25€ an den Ver­ein Küste gegen Plas­tik aus Sankt Peter-Ording an der nord­frie­si­schen Nord­see­küste gespen­det. Charity_KüstegegenPlastikDer Ver­ein enga­giert sich poli­tisch für weni­ger Mee­res­müll und trägt auch mit Säu­be­rungs­ak­tio­nen aktiv dazu bei. Mit deren App Replace Plas­tic ver­schafft Küste gegen Plas­tik Ver­brau­chern zudem die Mög­lich­keit, Her­stel­lern mit­zu­tei­len, dass sie sich Pro­dukte anders bzw. bes­ser ver­packt wünschen.

Als in Nord­fries­land ansäs­si­ges Bera­tungs­un­ter­neh­men haben wir das Glück, die Kraft und Ener­gie der Nord­see im All­tag zu erfah­ren und nut­zen dies natür­lich zur Erho­lung und zum Laden unse­rer Akkus. Sor­gen macht uns die Plas­tik­flut, wel­che zuneh­mend an unse­ren Küs­ten ange­spült wird. Küste gegen Plas­tik enga­giert sich für sau­bere Meere, wes­halb wir uns für Küste gegen Plas­tik engagieren.

Wer erfah­ren will, wo sein Betrieb in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity steht,
hier geht’s zum CSR-Check.

 

Af un an krib­belt mi dat een­fach ünner de Fin­ger, dor mutt ik een beden wat op platt tom bes­ten geven. Meist sünd dat doch eher The­men över de ik sülvst veel sin­nern do.

Ik bin Bera­der för „Nach­hal­tig­keit“ … ik kenn wor­haf­tig keen platt­düüt­sche Wöör dorför, is wohl doch so een nee­mod­schen Kraam. Naja, … ik berade Ünner­neh­men, dor­mit se de Mid­del vun de Pla­net scho­nen un beter mit de Lüüd umgahn, de dorop leven. Ik bin nich alleen! Ik bin Deel vun een Köp­pel an Lüüd, de sik för een annere Wert­schop inset­ten deit.

Un genau an all düs­sen Lüüd schriev ik hüt und dor­mit ook an mi sülvst.

Waarum mööt wi allens bloots ümmer so slecht maken?!

Jede Opstieg, hen to een annere, hen to een betere Wert­schop ward glieks lütt makt. Den egend­lich is dat je nicht genog. Dat is oftins ook rich­dig, aver wi mööt doch in de Lach sin, de Opstieg to fiern un mach de noch so lütt sin.

Een Bis­pill: To‘m Nee­johr hett sik een Gesett ännert, dat „Ver­pa­ckungs­ge­setz“. Dör dat Gesett mööt nun all Ünner­neh­men, de Ver­pa­ckun­gen in Umloop brin­gen, de Kos­ten för dat Recy­cling mit dre­gen, also dat de Kram wed­der brukt warn kann. Bringt een Ünner­neh­men Ver­pa­ckun­gen in Umloop de nicht wed­der­bru­ukt warn kööt, wiel to‘m Bis­pill ver­sche­dene Mate­riol nich utnan­ner geiht, mutt dat Ünner­neh­men noch deeper in de Tasch grie­pen. In mien Ogen, een groote Vörankamen.

Allens wat ik dorto lesen do is, datt dat Gesett nich wiet genog geiht or datt sik nix ännert, dor Ünner­neh­men de Priese anhe­ben warn. Or ik les dat een Gesett dat Ver­hol­len vun de Ver­bru­ker so or so nich ännert un datt dat Gesett nix döcht, dor dat keen Vör­schrif­ten an dat Design vun Pro­dukte dorin gifft. Ik les nix Godes!

Dorbi is dat doch een groote Sprung

Sicher, wi bru­ken Vör­schrif­ten, we Ver­pa­ckun­gen opm­akt warn un welke Eegen­schaf­ten se hem mööt. Ver­bru­ker mööt ook seehrs Ver­hol­len ännern, dor­mit wi de Mid­del vun de Pla­net schonen.

Aver bevör wi nu wed­der allens slecht maken, loot uns mol düsse groote Sprung fiern! De Weg de wi gahn is noch tem­lich lang, dor schall uns nich de Luft utgahn. Sülvst wenn Ünner­neh­men nu seehrs Priese anhe­ben … worbi, dann griept de Ver­bru­ker tominnst to weni­ger ver­packte Kraam.

Het je doch wat Godes! :-)