Wäh­rend es im pri­va­ten Bereich oft­mals schon selbst­ver­ständ­lich ist, Fotos, Musik oder Filme digi­tal zu ver­wal­ten, befin­den wir uns im beruf­li­chen Umfeld häu­fig noch im Papier­krieg. Dabei lässt sich ein papier­lo­ses Büro oder zumin­dest ein papier­mi­ni­mier­tes Büro rela­tiv ein­fach realisieren.

Warum ein papier­lo­ses Büro sinn­voll ist!

Wer im Büro auf die Zet­tel­wirt­schaft ver­zich­tet, denkt oft­mals an die Umwelt und den gerin­ge­ren Res­sour­cen­ver­brauch und das ist auch sehr lobens­wert. Doch nicht nur die Umwelt pro­fi­tiert von papier­lo­sen Büros. Den­ken wir an Kos­ten für Mate­ria­lien und Druck kön­nen auch Unter­neh­men bares Geld spa­ren, benö­ti­gen weni­ger Raum für die Lage­rung von Doku­men­ten und kön­nen ihre Pro­duk­ti­vi­tät enorm ver­bes­sern. Denn Arbeit wird mobi­ler und jeder kann von über­all auf digi­tal abge­legte Doku­mente zugreifen.

Schritt für Schritt zum papier­lo­sen oder papier­mi­ni­mier­ten Büro

  1. Erfas­sen der Zettelwirtschaft

Wer sich auf dem Weg zu einem papier­lo­sen Büro machen will, sollte wis­sen was das für sei­nen Betrieb bedeu­tet. Es müs­sen sämt­li­che Vor­gänge erfasst wer­den, in denen Papier anfällt, gedruckt, bear­bei­tet oder ver­schickt wird und da kommt oft­mals Eini­ges zusam­men: Ein­gangs­be­lege, Urlaubs­an­träge, Prä­sen­ta­tio­nen, Han­douts, Buch­hal­tungs­be­lege, Pro­spekte, Mee­ting Mate­ria­lien, Faxe und so wei­ter. Selbst Emails wer­den häu­fig aus­ge­druckt obwohl sie bereits digi­tal erfasst sind.

  1. Defi­ni­tion der künf­tig papier­lo­sen Arbeitsbereiche

Es muss nicht gleich papier­los sein, viel­leicht lässt sich ein papier­mi­ni­mier­tes Büro zunächst eher rea­li­sie­ren. Defi­nie­ren Sie den Grad des Papier­ver­zichts. Sie wis­sen nun in wel­chem Umfang in den ein­zel­nen Unter­neh­mens­be­rei­chen Papier anfällt. Bestim­men Sie, gemein­sam mit Ihren Mit­ar­bei­tern, wel­che Vor­gänge Sie stu­fen­weise digi­tal erfas­sen wer­den. Wird erst­mal ein papier­mi­ni­mier­tes Büro prak­ti­ziert, ist der Weg zu einem papier­lo­sen Büro gar nicht mehr so steinig.

  1. Arbeits­um­ge­bung anpassen

Damit ein papier­lo­ses Büro tat­säch­lich funk­tio­niert, benö­ti­gen Sie ent­spre­chende Tools. Wel­che Werk­zeuge Sie unter­stüt­zend ein­set­zen soll­ten, hängt dabei von Ihrem Unter­neh­men, der Größe und vor allem der Vor­gänge ab, wel­che digi­tal erfasst wer­den sol­len. Schaf­fen Sie sich eine digi­tale Arbeits­um­ge­bung, die genau auf Ihre Bedürf­nisse zuge­schnit­ten ist.

  1. Papier­los oder papier­mi­ni­miert Arbeiten

Die Umstel­lung auf ein papier­lo­ses Büro, ist lei­der keine Auf­gabe die kurz erle­digt wer­den kann, son­dern benö­tigt Zeit. Zeit, die alle Betei­lig­ten benö­ti­gen um sich in ihrem Arbeits­all­tag dar­auf ein­zu­las­sen und Gewohn­hei­ten umzu­stel­len. Papier­los bzw. papier­mi­ni­miert zu Arbei­ten sollte dabei unbe­dingt von den Füh­rungs­kräf­ten vor­ge­lebt wer­den. Zudem soll­ten alle die an der Ver­än­de­rung betei­ligt sind, infor­miert wer­den: Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Dienst­leis­ter, etc. Bit­ten Sie diese um eine digi­tale Rech­nung­stel­lung, Pro­spekte oder Mitteilung.

Das papier­lose Büro braucht Zeit, Geduld und Verständnis

Wer ein papier­lo­ses Büro rea­li­sie­ren will, aber nicht auf die Kladde neben der Maus ver­zich­ten kann, muss dies auch nicht. Den Grad des Papier­ver­zichts kann jeder für sich definieren.

Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics (CSE) steht für geprüfte Nach­hal­tig­keit in Unter­neh­men. Ein Sie­gel, wel­ches echte Pio­niere kenn­zeich­net, die kon­se­quent nach­hal­tig wirt­schaf­ten. Als ers­tes schleswig-holsteinische Unter­neh­men wur­den nun auch wir, durch Eco­Con­trol zertifiziert.

Mit unse­ren Bera­tungs­leis­tun­gen unter­stüt­zen wir Unter­neh­men dabei, Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch in ihren Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren zu ver­an­kern. Von der Stra­te­gie­ent­wick­lung, über die Gestal­tung nach­hal­ti­ger Lie­fer­ket­ten, bis hin zum Nach­hal­tig­keits­con­trol­ling beglei­ten wir Unter­neh­men auf dem Weg zu einem nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schaf­ten. Damit erfüllen bereits eine der wesent­li­chen Anfor­de­run­gen des CSE-Labels: Ein Geschäftsmodell, wel­ches einen Mehr­wert für das Gemein­wohl liefert.

Doch auch darüber hin­aus, stellt das Nach­hal­tig­keits­sie­gel hohe Anfor­de­run­gen an zer­ti­fi­zierte Unter­neh­men. So darf bei­spiels­weise aus­schließ­lich Strom aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien genutzt oder umwelt­freund­li­che Mate­ria­lien und grüne IT beschafft wer­den. Auch müssen durch Geschäftsreisen ent­stan­dene CO2-Emissionen aus­ge­gli­chen und Treib­haus­gas­emis­sio­nen nach­weis­lich redu­ziert wer­den. Ins­ge­samt sind die Tätigkeiten von CSE-zertifizierten Unter­neh­men res­sour­cen­scho­nend und sozial ausgerichtet.

Auch wenn sus­tai­ne­ra­tion als Unter­neh­mens­be­ra­tung dem End­ver­brau­cher eher unbe­kannt ist, haben wir uns für eine CSE-Zertifizierung ent­schie­den, um damit ein kla­res Zei­chen für einen nach­hal­ti­gen Wan­del in der Wirt­schaft zu set­zen. Wir freuen uns, wenn wei­tere Unter­neh­men aus Schleswig-Holstein die­sen Weg einschlagen.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu unse­rer Nach­hal­tig­keits­ar­beit gibt es hier.

Die digi­tale Trans­for­ma­tion steht auf vie­len Agen­den von Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen. Lei­der wird diese häu­fig los­ge­löst von ande­ren wesent­li­chen Ent­wick­lun­gen bear­bei­tet, wie dem Kul­tur­wan­del in Orga­ni­sa­tio­nen und der Öko­lo­gi­sie­rung der Wirtschaft.

Digi­ta­li­sie­rung kann mehr!

Eine gezielt gestal­tete digi­tale Trans­for­ma­tion kann sowohl die Wirt­schaft­lich­keit als auch den Sinn einer Unter­neh­mung stär­ken. Im Rah­men der Digi­ta­len Woche in Kiel, sind Sie herz­lich ein­ge­la­den, mit Lisa Bud­de­meier von Pant­aR­hei und Niels Chris­ti­an­sen von sus­tai­ne­ra­tion, im Rah­men eines Work­shops an dem SINN­stif­ten­den Poten­tial der Digi­ta­li­sie­rung zu arbeiten.

Was sind die zen­tra­len Zuta­ten ech­ter Zukunfts­fä­hig­keit? Oder anders aus­ge­drückt: Was braucht es, um ein Unter­neh­men mensch­lich, öko­lo­gisch und wirt­schaft­lich nach­hal­tig erfolg­reich zu gestal­ten? Und wel­chen Bei­trag kön­nen digi­tale Tech­no­lo­gien und inno­va­tive Geschäfts­mo­delle hierzu leis­ten? Dies sind die zen­tra­len Fra­gen des Workshops.

Nach einem poin­tier­ten Input zu den oben skiz­zier­ten Fra­gen, illus­triert durch inspi­rie­rende Bei­spiele muti­ger Pio­niere und gepaart mit kur­zen Übun­gen zur Selbst­re­flek­tion und Stand­ort­be­stim­mung, sol­len im 2. Teil die Teil­neh­men­den zu Teil­ge­ben­den wer­den: Im mode­rier­ten (Erfahrungs-)Austausch wol­len wir wei­tere Ideen zur sinn­stif­ten­den Gestal­tung der digi­ta­len Trans­for­ma­tion entwickeln.

Teil­nahme und Anmeldung

Der Work­shop “POTENTIAL HOCH 3 – DIGITALISIERUNG MIT SINN” fin­det am 11. Sep­tem­ber, von 13:30 bis 17:00 Uhr im Wis­sen­schafts­zen­trum in Kiel (Fraun­ho­fer­straße 13) statt. Die Teil­nahme ist kos­ten­los. Anmel­den kön­nen Sie sich per Mail bei Lisa Bud­de­meier LB@pantarhei-training.de.

Wir freuen uns auf span­nende Fra­gen, Erfah­run­gen und Ideen zur sinn­stif­ten­den Gestal­tung des digi­ta­len Wandels!

 

Die wohl größte Her­aus­for­de­rung im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment ist die Gestal­tung von umwelt­ge­rech­ten und fai­ren Lie­fer­ket­ten. Da Unter­neh­men nur indi­rekt Ein­fluss auf die Nach­hal­tig­keit ihrer Zulie­fe­rer und deren Zulie­fe­rer aus­üben kön­nen, wird das Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment nicht sel­ten etwas stief­müt­ter­lich behan­delt. Doch gerade dort ent­ste­hen häu­fig die bedeu­ten­den Umwelt­aus­wir­kun­gen von Unter­neh­men und somit auch enorme Potentiale.

Es gibt gute Gründe für ein nach­hal­ti­ges Lieferkettenmanagement

Zum einen bedeu­ten Miss­stände in der Lie­fer­kette, zugleich nega­tive Bericht­er­stat­tung und damit Repu­ta­ti­ons­schä­den. Wer seine Lie­fer­kette auf öko­lo­gi­schen und sozia­len Grund­sät­zen gestal­tet, ver­bes­sert damit seine Repu­ta­tion. Letzt­end­lich wird eine stär­kere Aus­ein­an­der­set­zung mit den sozia­len und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen ent­lang der Lie­fer­kette zuneh­mend von Kun­den, Inves­to­ren, Mit­ar­bei­tern, Bewer­bern und ande­ren Sta­ke­hol­dern erwartet.

Ein wei­te­rer Anlass zur Gestal­tung einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Lie­fer­kette ist die Pla­nungs­si­cher­heit bzw. Risi­ko­mi­ni­mie­rung. Wer­den die Res­sour­cen unter öko-sozialen Gesichts­punk­ten gewon­nen und pro­du­ziert, kön­nen Risi­ken wie Streiks und damit ein­her­ge­hende Pro­duk­ti­ons­aus­fälle oder Rechts­strei­tig­kei­ten ver­mie­den und eine zuver­läs­sige Ver­sor­gung durch den Lie­fe­ran­ten sicher­ge­stellt werden.

Erste Schritte zum sys­te­ma­ti­schen Lieferkettenmanagement

Haben Sie sich bis­lang weni­ger mit Ihrer Lie­fer­kette aus­ein­an­der­ge­setzt, hel­fen Ihnen die fol­gen­den Emp­feh­lun­gen viel­leicht dabei, die ers­ten Stu­fen hinzu einem ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Beschaf­fungs­we­sen zu erklimmen.

  • Zunächst gilt, weni­ger ist mehr! Wer sich auf die Zusam­men­ar­beit mit weni­gen Lie­fe­ran­ten kon­zen­triert, kann einer­seits seine Lie­fer­kette leich­ter abbil­den und rele­vante Nach­hal­tig­keits­the­men iden­ti­fi­zie­ren und dar­über hin­aus ermög­licht die inten­si­vere Zusam­men­ar­beit auch Ver­bes­se­run­gen bezüg­lich des Qua­li­täts­ni­veaus und der Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit zu erreichen.
  • Die Grund­lage Ihres Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ments sollte eine umfas­sende Ana­lyse die­ser sein. Ermit­teln Sie die tat­säch­li­chen öko­lo­gi­schen und sozia­len Aus­wir­kun­gen, die im Zusam­men­hang mit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit ent­lang der Lie­fer­kette ent­ste­hen und bewer­ten Sie die damit ein­her­ge­hen­den Risiken.
  • Doku­men­tie­ren Sie Ihre Zulie­ferer­da­ten. Eine Auf­lis­tung Ihrer Lie­fe­ran­ten­da­ten sollte auch die Lie­fer­ket­ten­stufe beinhal­ten, ins­be­son­dere wenn die Lie­fer­kette kom­plex ist. Für unter­schied­li­che Lie­fer­ket­ten­stu­fen bedarf es häu­fig beson­dere Herangehensweisen.
  • Haben Sie Ihre Lie­fer­kette ent­spre­chend unter­sucht, berei­ten Sie die Ergeb­nisse visu­ell auf, das hilft Ihnen die Kom­ple­xi­tät Ihrer Lie­fer­kette stets im Blick zu haben, um adäquate Ziele und Maß­nah­men zu formulieren.


Benö­ti­gen Sie Unter­stüt­zung bei der Unter­su­chung Ihrer Lie­fer­kette oder bei der Gestal­tung eines nach­hal­ti­gen Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment, spre­chen Sie und gerne an!

Das CSE-Label steht für geprüfte Nach­hal­tig­keit in Unter­neh­men. Wir beglei­ten den Stan­dard­ge­ber, die Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik (GfaW) bereits seit eini­gen Jah­ren in dem Arbeits­kreis “Leben­dige Nach­hal­tig­keit”, in dem der CSE-Standard kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wird.

Nun wird es Zeit, dass auch sus­tai­ne­ra­tion die­sen Weg beschreitet

Es ist unfass­bar span­nend, die Metho­den und Instru­mente, die wir nor­ma­ler­weise in der Bera­tung für unsere Kun­den ein­set­zen, nun mal bei uns selbst anzu­wen­den. Im ers­ten Schritt bedeu­tete dies, dass wir eine Bestands­auf­nahme unse­rer wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pekte durch­ge­führt haben, um zum einen zu erfah­ren, wel­che über­haupt rele­vant sind für uns und zum ande­ren, ob es ggf. Hand­lungs­be­darf zu unse­ren rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten gibt.

Hierzu haben wir unse­ren selbst ent­wi­ckel­ten CSR-Check genutzt, mit dem man die Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit ideal erfas­sen kann. Zu die­sem Zweck haben wir den Online-Fragenkatalog bear­bei­tet und die Daten in ein Indikatoren-Modell über­tra­gen, mit dem die Nachhaltigkeits-Performance ana­ly­siert und bewer­tet wird.

Voilà: Unser Status-Quo

Der Status-Quo ist keine Auf­lis­tung des­sen was alles gut gemacht wird, son­dern zeigt auf, wo Unter­neh­men ran müs­sen um sich zu ver­bes­sern. Unsere Bestands­auf­nahme ergab also, dass wir 17 rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte haben, wovon ins­ge­samt 8 Aspekte gerin­gen bis hohen Hand­lungs­be­darf auf­wei­sen. So wie unsere Kun­den, erhal­ten auch wir Tipps, wel­che nächs­ten Schritte wir bei den 8 Aspek­ten gehen können.

Wie geht es nun weiter?

Bis zum ers­ten Audit zur CSE-Zertifizierung ist es gar nicht mehr solange, wir haben also noch gut zu tun. Kon­kret wer­den wir

  • unsere dienst­li­chen Pkw-Reisen kom­pen­sie­ren. Grund­sätz­lich fah­ren wir mit der Bahn, jedoch grei­fen wir im länd­lich gepräg­ten Schleswig-Holstein auch mal auf das Auto zurück.
  • nach 4 Jah­ren noch­mals in die Stra­te­gie­ar­beit ein­tau­chen und unsere Arbeit mit der digi­ta­len Brille betrachten.
  • kon­krete Nach­hal­tig­keits­ziele zu unse­ren wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten for­mu­lie­ren und diese Schritt für Schritt umsetzen.
  • eine Ana­lyse unse­rer wesent­li­chen Sta­ke­hol­der durchführen.
  • eine Befra­gung unse­rer Sta­ke­hol­der vor­neh­men, um die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen die­ser bei unse­rer Arbeit zu berück­sich­ti­gen und um einen offe­nen Dia­log mit unse­ren Sta­ke­hol­dern zu schaffen.
  • über den Fort­schritt unse­rer Nach­hal­tig­keits­ar­beit trans­pa­ren­ter kom­mu­ni­zie­ren, ins­be­son­dere unsere Nach­hal­tig­keits­ziele und die Umset­zung dieser.

 

Unsere Haus­auf­ga­ben ken­nen wir nun also, mal schauen was wir vor dem ers­ten Audit alles schaf­fen. Doch warum machen wir das?

Wir wol­len zu den Pio­nie­ren in Sachen Nach­hal­tig­keit zäh­len, Maß­stäbe set­zen und durch die Ein­füh­rung eines Manage­ment­sys­tems unsere eigene Arbeits­weise beleuch­ten, um uns zu ver­bes­sern. Kurzum, wir wol­len zukunfts­fä­hig sein!

 

Das neue Buch von Niels Chris­ti­an­sen, “CSR muss keine Bürde sein!” erklärt, wie Unter­neh­men in 8 Etap­pen ein wir­kungs­vol­les CSR-Management kre­ie­ren können.

Wenn das sys­te­mi­sche Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment abschreckt und ich trotz­dem „CSR machen“ will

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegenüber Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar überfordert fühlen.

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häufig kleine– und mittelständische Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befas­sen. Doch je mehr sie sich damit aus­ein­an­der­set­zen, desto kon­fu­ser wird es oft­mals. Sie wer­den kon­fron­tiert mit der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung, mit Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­ket­ten, mit umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, mit der Attraktivität als Arbeit­ge­ber, mit gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment und dann sol­len all diese Dinge auch noch in ein sys­te­mi­sches Manage­ment gegos­sen wer­den. Das hört sich nach einer ziem­lich gro­ßen Auf­gabe an, für die viel Zeit und per­so­nelle Res­sour­cen benötigt wer­den, die gerade in klei­ne­ren Betriebe häufig nicht vor­han­den sind.

Aber untätig blei­ben und die Hände in den Schoß zu legen ist auch keine Alter­na­tive, immer­hin soll der Betrieb ja auch zukunftsfähig gestal­tet wer­den und dass man da nicht um glo­bale Trends wie der Ener­gie– und Res­sour­cen­lage, dem Kli­ma­wan­del und der damit ein­her­ge­hen­den Ökologisierung, der Digi­ta­li­sie­rung und zuneh­men­den Indi­vi­dua­li­sie­rung sowie einer her­aus­for­dern­den Bevölkerungsentwicklung her­um­kommt, ist vie­len Unter­neh­men bereits klar. Immer­hin ist der Wan­del heute bereits spürbar, durch Kun­den die bewuss­ter auf die Umwelt– und Sozialverträglichkeit von Pro­duk­ten ach­ten oder auch durch Mit­ar­bei­ter die eine stärkere Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Job suchen, wodurch sich die Arbeits­welt schon jetzt maß­geb­lich verändert.

Es bleibt also die Frage nach dem „Wie?“. Wie können Unter­neh­men diese Flut an The­men, die für eine zukunftsfähige Ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­tion not­wen­dig sind, anpa­cken oder gar managen?

An die­ser Frage ori­en­tiert sich das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” und zwar ganz prak­tisch. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen können. Ziel die­ses Buches ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie sich Betriebe der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und in 8 Etap­pen zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in einem Betrieb ver­an­kert wer­den kann. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie die jewei­li­gen Etap­pen umge­setzt wer­den können.

Das Buch “CSR muss keine Bürde sein” ist auf dem Markt­platz fair­mondo zu finden.

De eenen schimpt dat “digitaale Fas­ten” de anner seggt “sik Rauh günn” … we man dat nennt is doch schie­te­gal, wich­dig is, dat wi aff un an mol de Fööt hooch leg­gen, een Stück Scho­ko­laad edden un deep döratmen.

Gor­nich so licht hüüttodags

De ganze Schnick Schnack um uns herum, hält uns orn­lich op Trab … allens vöran unse Bim­mel­büx. Een Pin­geln hier, wiel wi anro­pen warn, een Pin­geln dor, wiel ins­ta­gram wat vun uns will un veel toveele Pin­geln dör all de mess­an­ger un all de Gröp­pen, in de wed­der irgen­deen Mum­pitz pos­tet ward. Wi sünd rund um de Clock paraat — Dor kümmt nich de Bim­mel­büx to Rauh un wi schon gor nich. Sülvst in de Nacht heb­ben wi dat Ding direkt bi unse Kopp lig­gen, künn je suns wat pas­see­ren. Haupt­sook wi krie­gen allens mit un ver­sü­men nichts.

Wat wi uns ankie­ken is noch veel schlimmer

Allens dreiht sik bloots noch dorum sik to ver­be­tern. Wi mööt schlank warn, dor­mit wi adrett udsehn, wes­halb wi „Super­food“ edden weil dat schien­bor gesund un good för uns is. Ik frog mi, wat mien Oma wool to “Super­food” seggt ha. Damaals geev dat Kar­tüf­feln, Kool un Appeln staats Chia Saat, Gra­na­tap­pel un Goji Beern … un een Bild vun de Koo­lo­ploop för ins­ta­gram geev dat ok nich.

As is dat nich genoog, rackern wi uns in Sport­hüü­ser af, dor­mit wi een Rump heb­ben, de vör­wies­bor is, welk wi dann wed­der bi ins­ta­gram pos­ten köön. Wat een Tüd­del­kraam! Been hooch leg­gen, Glas Wien gene­ten un een Stieg Scho­ko­laad schna­bu­lee­ren, dat is doch veel schöner.

För allens to beschäftig

Immer­hin heb­ben wi een Karrieer-Ledder de wi rop­kled­dern mööt, dor blifft nich so veel Tied för anner Kraam. Vun ach in den Fröh bit Obends um soeben has­ten wi vun een Krisen-Törn to de neegste. Dat küümt mi wenig sinn­vull för. Aver hoog ansehn ward dat. Dor­ge­gen is deje­nige de weni­ger arvei­tet un sien Tied mit Kraam ver­bringt de eens gern deit, gau fuul in unse Gesell­schop. Keen Wun­ner dat de Kar­rieer bi veele Lüüd so hooch inne Kurs steiht!

Wat wi uns so vörnehmen

Alle Johr wed­der de glie­ken Kraam. Mit unse Vör­sätze wöt wi dat neggste Johr bed­der opma­ken, as wi dat ole afschlot­ten heb­ben. De en will afneh­men un nimmt sick vör weni­ger to edden oder mehr in dat Spor­thuus do gahn, um irgend­wann so ut tosehn we de Lüüd op ins­ta­gram. De anner will sik mehr Tied neh­men um Böker to lesen un wed­der annern wöt mehr mit Fohr­rad to Arveit foh­ren oder de Wah­nung sau­ber holen.

Dat klappt dann sie­ker bi de Fröh­johrs­putz, aver dann geiht dat oft­muls barg­dool mit de Vör­sätze vun’d niege Johr. Dat mag allens good sien un wear foa­moost wenn wi dat jüm­mers schaf­fen, aver de Wohr­schien­lich­keit dat wi neggste oder över­neggste Johr wed­der mit de glieke Vör­satz loos­gahn is doch teem­lich hooch.

Mien Vör­satz 2018 - Fööt hooch leg­gen un deep döratmen!

… un dat jeden Daag. Kuun pasee­ren dat ik dat aff un an ok mol ver­gett, denn wenn de Fööt boben sünd slop ik teem­lich gau in.

Seit gut 1,5 Jah­ren beglei­ten wir nun das CSR Unter­neh­mens­früh­stück, wel­ches von der Kie­ler Wirt­schafts­för­de­rung initi­iert wurde. Die Idee: Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer aus der Region tref­fen sich regel­mä­ßig zu einem Schwer­punkt­thema rund um den The­men­kom­plex Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity und tau­schen ihre Erfah­run­gen und Erwar­tun­gen aus, um mit neuen Impul­sen nach­hal­ti­ge­res Arbei­ten in ihre Betriebe zu tra­gen. Orga­ni­siert wird diese Ver­an­stal­tung durch einen infor­mel­len Arbeits­kreis, bei dem eine Reihe an Kie­ler Insti­tu­tio­nen mitwirken.

Kie­ler Wirt­schaft zu Gast in der ALTEN MU

Da jeder Gast auch Gast­ge­ber sein darf, wech­selt die Loca­tion jedes Mal. Am 10. Okto­ber waren wir zu Gast in der ALTEN MU, ein Gemein­schafts­pro­jekt, wel­ches sich als soli­da­ri­schen Ort zur Krea­tion einer zukunfts­fä­hi­gen Gesell­schaft versteht.

Bevor wir uns unse­rem Thema des Tages wid­me­ten, hat Felix von der Think­farm Kiel ein paar Ein­bli­cke in das Pro­jekt ALTE MU gewährt und allen Gäs­ten berich­tet, wie sich das Gemein­schafts­pro­jekt ent­wi­ckelt hat und wie die Vision für die Zukunft aus­sieht. Bei­spiels­weise wird neben Cowor­king– und Werk­statt­räu­men auch Platz und Raum zum Woh­nen entstehen.

CSR & selbst­be­stimm­tes Arbeiten

Inspi­riert von der beson­de­ren Atmo­sphäre in der ALTEN MU dis­ku­tier­ten die Gäste bei einem Früh­stück Mög­lich­kei­ten selbst­be­stimm­tes Arbei­ten in ihren Unter­neh­men und Betrie­ben zu för­dern. In die­sem Zusam­men­hang wurde dar­über debat­tiert, was selbst­be­stimm­tes Arbei­ten in den jewei­li­gen Unter­neh­men bedeute und wel­che Eigen­schaf­ten sich dahin­ter verbergen.

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Bei Schnitt­chen, Tee und Kaf­fee wurde inten­siv dis­ku­tiert, wobei eine Reihe an The­men und Her­aus­for­de­run­gen ange­spro­chen wur­den, die sich für ein­zelne Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer ergeben.

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Um diese Hemm­schuhe (so nannte einer der Teil­neh­men­den die Her­aus­for­de­run­gen denen sie sich stel­len müs­sen) auf den Grund zu gehen, haben die Teil­neh­mer gezielt The­men aus­ge­wählt die sie in klei­ner Runde aus­wer­te­ten. Da selbst­be­stimm­tes Arbei­ten nicht für alle Unter­neh­men und Betriebe glei­cher­ma­ßen rea­li­sier­bar ist, wurde in der Klein­gruppe bespro­chen, was die jewei­li­gen Unter­neh­men und die Mit­ar­bei­ter brau­chen diese The­men stär­ker zu fokussieren.

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Ist selbst­be­stimm­tes Arbei­ten ohne wei­te­res möglich?

Schnell wurde klar, dass alle Unter­neh­men das Thema im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten ange­hen kön­nen, für viele geht es also weni­ger um ein selbst­be­stimm­tes, als mehr um ein selbst­be­stimm­te­res Arbei­ten. Deut­lich wurde auch, dass bevor ent­spre­chende Ver­än­de­run­gen bewirkt wer­den, in den Betrie­ben ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis geschaf­fen wer­den muss. Die Vor­stel­lun­gen, was unter dem doch recht gewal­ti­gen Begriff “selbst­be­stimm­tes Arbei­ten” zu ver­ste­hen sei, sind zum Teil eher dif­fus. Doch die Not­wen­dig­keit dies im Unter­neh­men oder Betrieb zu för­dern wurde schnell klar — die Ver­än­de­run­gen der Arbeits­welt ist den Teil­neh­mern bereits heute zugegen.

Fazit!

Für die­je­ni­gen die nach der Ver­an­stal­tung zurück ins Büro oder den Betrieb gefah­ren sind, gab es noch ein paar Impulse wie sie selbst­be­stimm­te­res Arbei­ten direkt ermög­li­chen kön­nen, wie z.B. in dem Räume geschaf­fen wer­den, sowohl zeit­lich als auch plastisch.

Niels ist kein gro­ßer Fan von Vor­sät­zen für das immer wie­der anste­hende neue Jahr. Doch für 2017 hatte er tat­säch­lich einen gefasst: Kein Palmöl mehr! Wel­che Erfah­run­gen er dabei gemacht hat und wie er zu zer­ti­fi­zier­tem Palmöl als Alter­na­tive steht, lest ihr in sei­nem Beitrag.

Ver­zicht auf Palmöl – Aus gutem Grund!

Palmöl ist stän­di­ger Beglei­ter unse­res All­tags: Im Essen, im Tank, in Kos­me­tik­pro­duk­ten oder auch in Rei­ni­gungs­mit­teln. Es gibt kaum einen All­tags­be­reich in dem wir nicht mit dem umstrit­te­nen Öl in Berüh­rung kom­men. Dabei ist die Umwelt– und Sozi­al­bi­lanz des Pflan­zen­öls erschre­ckend negativ.

Feucht und zugleich warm, also tro­phisch, mag es die Ölpalme gerne – Rund um den Äqua­tor fin­det sie ideale Wachs­tums­be­din­gun­gen vor. Die Kon­se­quenz: In Latein­ame­rika, Süd­ost­asien und Afrika wer­den Tag für Tag Regen­wäl­der gero­det und abge­brannt, da die Flä­chen für die Plan­ta­gen benö­tigt wer­den. Für Mensch und Umwelt fol­gen rie­sige Men­gen kli­ma­schäd­li­cher Gase, der Ver­lust von Wäl­dern und somit Lebens­raum vie­ler bedroh­ter Tier­ar­ten, die bru­tale Ver­trei­bung von Klein­bau­ern und der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung, sowie kata­stro­phale Arbeits­be­din­gun­gen auf den Plantagen.

Davon abge­se­hen, ist das Palmöl für uns selbst nicht ein­mal gut. Raf­fi­nier­tes Palmöl ent­hält gesund­heits­schäd­li­che Fett­säu­ren. Diese beschä­di­gen das Erb­gut und kön­nen Krebs verursachen.

Für mich, eine Reihe von Grün­den um Palmöl aus mei­nem Leben zu strei­chen, ganz und gar!!

Mit geschärf­tem Blick einkaufen

Schon vor dem Jah­res­wech­sel habe ich hier und da dar­auf geach­tet palmöl­frei ein­zu­kau­fen, aber war dabei eben nicht beson­ders kon­se­quent. Das sollte sich nun ändern, was bedeu­tet, dass ich viel auf­merk­sa­mer sein muss beim Einkaufen.

Bei vie­len Din­gen war mir bereits klar, dass diese Palmöl ent­hal­ten, wie Scho­ko­lade, Mar­ga­rine, Süßig­kei­ten oder auch Haselnuss-Cremes … hier habe ich mich in der Ver­gan­gen­heit wohl zu stark dar­auf ver­las­sen, dass ich Bio-zertifizierte Pro­dukte kaufe, das musste sich nun ändern. Aber in Die­sel, Kos­me­tik, Wasch­mit­tel und Back­wa­ren hätte ich Palmöl erst­mal nicht ver­mu­tet. Die Idee Palmöl ganz und gar aus mei­nem Leben zu ver­ban­nen, wurde damit zu einer her­aus­for­dern­den Auf­gabe. Ich habe mir ange­wöhnt, bei allem ein Blick auf die Inhalts­stoffe zu werfen.

Ach­tet man auf Palmöl bei den Inhalts­stof­fen stol­pert man schnell über das RSPO-Siegel, wel­ches nach­hal­ti­ges Palmöl kenn­zeich­net. Dachte ich zumindest!

Warum RSPO-zertifiziertes Palmöl keine Alter­na­tive für mich ist

Meine Recher­chen zum Round­ta­ble of Sus­tainable Pal­moil (RSPO)–Label haben mich ziem­lich über­rascht, da das Sie­gel dem Ver­brau­cher mit­teilt, „dies ist ein Pro­dukt, wel­ches zer­ti­fi­ziert nach­hal­ti­ges Palmöl beinhal­tet“. Wenn man es dann noch auf Bio-Produkten fin­det, kauft man es doch mit gutem Gewis­sen, so ging es mir zumindest.

Lei­der war dies ein Trug­schluss! Die Anfor­de­run­gen an die Zer­ti­fi­zie­rung gehen nicht weit genug, um als Ver­brau­cher dar­auf ver­trauen zu kön­nen, man kaufe „echt“ nach­hal­ti­ges Palmöl. Bei­spiels­weise wird ledig­lich die Rodung von beson­ders schüt­zens­wer­ten Wäl­dern zur Errich­tung neuer Plan­ta­gen unter­sagt, d.h. Regen­wald­ab­hol­zung wird durch RSPO nicht ver­hin­dert und somit auch nicht die Bedro­hung der Lebens­räume ein­zel­ner Tier­ar­ten. Green­peace beschreibt RSPO als Stan­dard, der als „eine gute Ori­en­tie­rung für Minimal-Anforderungen des Palmöl-Anbaus“ dient. Green­peace selbst, lehnt die­sen Stan­dard jedoch nicht ab, son­dern will ihn gemein­sam mit ande­ren Akteu­ren inner­halb der Initia­tive Palm Oil Inno­va­tions Group wei­ter­ent­wi­ckeln. Ziel ist es, Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen und die Zer­stö­rung von Wäl­dern und Moo­ren auszuschließen.

Der Milch Michl ist mein Licht am Horizont

Solange die RSPO-Zertifizierung noch so lücken­haft ist, sind ent­spre­chend zer­ti­fi­zierte Pro­dukte der­zeit keine Alter­na­tive für mich. Da ich gerne Scho­ko­lade zum Wein, Macadamia-Creme auf dem Früh­stücks­bröt­chen oder Erd­nuss­but­ter­so­ßen beim Thai­län­der esse, heißt es jetzt: ver­zich­ten! Wobei, nicht ganz, denn der Milch Michl kommt ganz ohne Palmöl aus – So bleibt mir zumin­dest mein scho­ko­la­di­ger Wein­mo­ment, wel­cher zudem noch die eine oder andere Kind­heits­er­in­ne­rung hervorruft.

Ganz ohne geht es lei­der trotz­dem nicht

Zuhause koche ich palmöl­frei. Auch beim Thema Kör­per­pflege, beim Waschen und beim Haus­halts­putz komme ich ohne aus und das ist tat­säch­lich nicht ein­mal beson­ders schwie­rig. Wenn ich jedoch bei Freun­den oder in einem Restau­rant esse, frage ich nicht nach Palmöl – Das geht mir per­sön­lich etwas zu weit. Und ich hätte die Befürch­tung, nicht erneut ein­ge­la­den zu werden. 😉

… den Bus­fah­rer frage ich im Übri­gen auch nicht, mit wel­chem Öl der Bio­die­sel gestreckt wurde.

Am 14. Juli war es wie­der soweit — Das Mac­Book blieb geschlos­sen und der Arbeits­platz wurde ein­ge­tauscht gegen den uri­gen Hof von Sabine, die ein Tier­heim und Gna­den­hof in Lüt­jen­holm in Nord­fries­land betreibt. Bereits zum drit­ten Mal in Folge fin­det das Volunteering-Projekt Nord­fries­land Daag statt. Unsere Auf­gabe: Ein unfer­ti­ges Kat­zen­ge­hege, wel­ches seit eini­ger Zeit ver­waist war, sollte voll­en­det wer­den. Hier waren Mus­keln gefragt — Niels ist zwar nicht der Stärkste, aber ein paar Kräfte konn­ten für die Aktion dann doch mobi­li­siert werden.

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Als wir (unter­stützt wur­den wir bei der Aktion von einem Mit­ar­bei­ter von ebbeplus­flut zaun­sys­teme) mor­gens gegen 10:00 Uhr auf dem Hof ange­kom­men waren, wurde gar nicht lange gefa­ckelt und es ging direkt an die Arbeit. Alte Wasch­be­ton­plat­ten, die auf dem Hof ver­teilt waren nutz­ten wir um ein Boden im Häus­chen zu ver­le­gen. Als uns Sabine mit­teilte dass das Haupt­kri­te­rium “Katze kommt nicht raus” sei, merk­ten wir, auf die Optik kommt es nicht an — Das kam uns sehr entgegen.

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Zum Glück hatte mein Com­pa­nion einen Sprin­ter vol­ler Werk­zeuge dabei, damit konn­ten wir auch die letz­ten Plat­ten pas­send bear­bei­ten. Ganz im Sinne: Was nicht passt, … und so weiter.

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Auch im Außen­ge­hänge wurde kräf­tig gewer­kelt bis die­ses flucht­si­cher war. Drau­ßen durfte Niels dann Beton stem­men, wie ihm der Fach­mann erklärte. Im End­ef­fekt hat er ein­fach mäch­tig Lärm gemacht :-)

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Nach Tagen wie die­sen mer­ken wir doch sehr, dass kör­per­li­che Arbeit nicht gerade all­täg­lich für uns ist. Ent­spre­chend waren wir fix und fer­tig… aber zu sehen wie Rien, ein an Aids erkrank­ter Kater aus sei­nem Käfig in das Gehege ent­las­sen wurde, hat jeg­li­ches Gefühl von Anstren­gung wett gemacht.

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Zum Schluss saßen wir ein­fach bei Rien im Käfig und haben zuge­se­hen, wie er, nach lan­ger Zeit in einem deut­lich klei­ne­ren Käfig, sein neues Zuhause erkun­det — Das hat sich gelohnt!

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