Die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten wer­den mit jedem Jahr umfas­sen­der. Abhän­gig von der Geschäfts­tä­tig­keit exis­tie­ren etli­che Grenz­werte, Gesetze oder Richt­li­nien, wel­che den Hand­lungs­spiel­raum für Unter­neh­men abste­cken. Ein neues Gesetz, wel­ches zum 01.01.2019 in Kraft tritt und von dem ein Groß­teil deut­scher Unter­neh­men betrof­fen sein wird, soll hier näher vor­ge­stellt werden.

Das neue Ver­pa­ckungs­ge­setz (Ver­packG) — Was es ist und wen es betrifft!

Die Idee: Wer Ver­pa­ckun­gen in Umlauf bringt, soll sich an den Kos­ten für die Ver­wer­tung beteiligen.

Das Ver­pa­ckungs­ge­setz löst die Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung ab und soll damit die Rege­lung des Mark­tes, ins­be­son­dere bezüg­lich der Sys­tem­kos­ten über­neh­men und vor allem für Trans­pa­renz sor­gen. Umge­setzt wird dies durch die Zen­trale Stelle Ver­pa­ckungs­re­gis­ter, die aktu­ell noch als Stif­tung, aber ab Januar als Behörde orga­ni­siert ist, wel­che die Kon­trolle zur Ein­hal­tung des Ver­pa­ckungs­ge­set­zes übernimmt.

Betrof­fen ist jeder der Ver­pa­ckun­gen in Umlauf bringt, die übli­cher­weise beim Ver­brau­cher im Haus­müll lan­den. Sämt­li­che betref­fen­den Unter­neh­men müs­sen sich bei der Zen­trale Stelle Ver­pa­ckungs­re­gis­ter regis­trie­ren und ange­ben, wel­che Ver­pa­ckun­gen (Menge und Art) sie in Umlauf brin­gen und das Sys­tem nen­nen, wie z.B. “Der Grüne Punkt”, bei dem die Sys­tem­be­tei­li­gung vor­ge­nom­men wurde.

Sys­tem­be­tei­li­gungs­pflich­tige Ver­pa­ckun­gen sind alle Pro­dukt­ver­pa­ckun­gen, die beim End­ver­brau­cher lan­den sowie Ver­sand­ver­pa­ckun­gen. Etwas undurch­sich­tig wird es für Händ­ler, hier ist es ganz wesent­lich, wer auf dem Pro­dukt genannt wird: Händ­ler, Her­stel­ler oder beide. Wer sich unsi­cher ist, ob eine Regis­trie­rung not­wen­dig ist, schaut am bes­ten in den FAQs des Regis­ters oder nutzt den Mail– oder Tele­fon­sup­port des Registers.

Wel­ches Ziel ver­folgt das neue Gesetz?

Zum einen Trans­pa­renz und Kon­trolle über die Sys­tem­be­tei­li­gung und letzt­end­lich einen Anstieg der Recyclingquote.

Dadurch, dass es sich um ein öffent­li­ches Regis­ter han­delt, bei dem eine Regis­trie­rung ver­pflich­tend ist, schafft das Gesetz eine hohe Trans­pa­renz. Jeder kann sich beim Regis­ter dar­über infor­mie­ren, wel­che Unter­neh­men bzw. Mar­ken dort regis­triert sind. Die Menge und Arten der Ver­pa­ckun­gen sind dabei jedoch nicht einsehbar.

Auch ist die Erhö­hung der Recy­cling­quote ein wesent­li­ches Ziel die­ses Geset­zes. Es han­delt sich bei dem Regis­ter zwar ledig­lich um eine Daten­über­mitt­lung der vor­han­de­nen Ver­pa­ckun­gen und ent­spre­chen­den Sys­tem­be­tei­li­gung, was erst­mal kei­nen Effekt auf die Recy­cling­quote zu erwar­ten lässt. Da aller­dings die Kos­ten für die Sys­tem­be­tei­li­gung laut §21 Ver­packG von der Recy­cling­fä­hig­keit der Ver­pa­ckun­gen abhän­gen, steigt die Moti­va­tion Ver­pa­ckun­gen neu zu den­ken und somit Sys­tem­kos­ten zu sen­ken enorm.

Ein Bei­spiel:

Ver­bund­ver­pa­ckun­gen wie Joghurt­be­cher sind oft­mals nicht recy­cling­fä­hig. Sie beste­hen aus einem Plas­tik­be­cher, einer Papier­ban­de­role und einem Alu-Deckel. Wenn der Ver­brau­cher nicht sämt­li­che Stoffe von­ein­an­der trennt und ent­spre­chend ent­sorgt, erkennt das Sys­tem nur einen der ver­wen­de­ten Stoffe, z.B. den Alu-Deckel. Kon­se­quenz ist, dass der Becher im wei­te­ren Recy­cling­pro­zess aus­sor­tiert wird, da eben auch Plas­tik und Papier ent­hal­ten ist und am Ende nicht recy­celt wer­den kann.

Durch das Ver­pa­ckungs­ge­setz und höhere Kos­ten für Sys­tem­be­tei­li­gung könnte dadurch natür­lich auch die Moti­va­tion sol­che Ver­pa­ckun­gen “bes­ser” zu gestal­ten, stei­gen oder auch die Sen­si­bi­li­sie­rung der Ver­brau­cher, wie mit Ver­pa­ckun­gen umzu­ge­hen ist zunehmen.

Wie kann ich mich dar­auf vorbereiten?

Die Regis­trie­rung ist für betref­fende Unter­neh­men nicht optio­nal. Wer sich nicht regis­triert, han­delt nicht rechts­kon­form und muss mit Stra­fen bis hin zu Ver­triebs­ver­bo­ten rechnen.

Prü­fen Sie also ob Sie betrof­fen sind, am bes­ten direkt auf der Seite der Zen­tra­len Stelle Ver­pa­ckungs­re­gis­ter oder in direk­ten Kom­mu­ni­ka­tion mit den Mit­ar­bei­te­rIn­nen des Regis­ters und neh­men Sie eine recht­zei­tige Regis­trie­rung vor. Zur Vor­be­rei­tung auf die Regis­trie­rung gibt es eine Check­liste, die dabei behilf­lich ist.

Lie­ber Gor­den, vie­len Dank, dass du dir Zeit für uns nimmst und uns einige Fra­gen zum Thema Geld­an­la­gen und eurer Arbeit beant­wor­test. Bitte stell dich unse­ren Lesern kurz vor.

Mein Name ist Gor­den Isler. Vor 36 Jah­ren wurde ich in Frank­furt an der Oder gebo­ren. Heute lebe ich mit mei­ner Frau und mei­ner Toch­ter in der schöns­ten Stadt der Welt. Seit 12 Jah­ren bin ich Geschäfts­füh­rer der fair­vendo Gesell­schaft für Finanz­de­sign mbH. Dar­über hin­aus enga­giere ich mich ehren­amt­lich als Vor­stands­mit­glied in den Orga­ni­sa­tio­nen HAMBURGER*MIT HERZ e.V., Sea-Eye e.V. und im Kreis­ver­band der Grü­nen Eimsbüttel.

Euer Fir­men­name hat mich sofort ange­spro­chen. Was genau macht fair­vendo und wel­che Ziele ver­folgt ihr mit eurer Arbeit?

fair – vendo heißt fair –ver­kau­fen. An einem Geschäft müs­sen immer zwei Sei­ten Spaß haben. Bevor ich fair­vendo grün­dete hatte ich das Gefühl bei einem Unter­neh­men zu arbei­ten, bei dem es immer nur um den Spaß der Anbie­ter­seite ging. Das passt nicht zu mei­ner Hal­tung. Ich mag Men­schen und ich mag Men­schen, die andere Men­schen mögen. Man könnte mei­nen, dass ich mir einen ande­ren Beruf hätte suchen sol­len, aber ich glaube fest daran, dass ich genau dort rich­tig bin, wo ich bin. In der Ver­si­che­rungs– und Finanz­bran­che. Mit der Grün­dung von fair­vendo vor 10 Jah­ren ver­folgte ich das Ziel, Ver­si­che­rungs– und Finanz­pro­dukte fair zu ver­mit­teln, die Bera­tung in den Vor­der­grund zu stel­len und den Kun­dIn­nen den­noch bei der Ent­schei­dungs­fin­dung zu hel­fen. Das bedeu­tet auch auf die Nach­teile von Pro­duk­ten hin­zu­wei­sen, d.h. Kos­ten, Risi­ken und Lücken nicht zu ver­schwei­gen. Trans­pa­renz schafft Ver­trauen. Das war vor 10 Jah­ren alles noch nicht selbst­ver­ständ­lich. Heute ist sogar gesetz­lich ver­ord­net. Inso­fern waren wir mit unse­rem Vor­sprung spät dran. Das Wort Finanz­de­sign soll andeu­ten, dass es uns um Gestal­tung von Stra­te­gien geht und nicht um die reine Bera­tung oder Ver­mitt­lung von Einzelprodukten.

Wie kann Geld nach­hal­tig sein und was macht nach­hal­tige Geld­an­la­gen aus?

In einem nach­hal­ti­gen Anla­ge­pro­dukt wer­den die Aspekte wirt­schaft­li­che Effi­zi­enz, Öko­lo­gi­sche Trag­fä­hig­keit und Soziale, gute Unter­neh­mens­füh­rung nicht gegen­ein­an­der aus­ge­spielt oder auf­ge­wo­gen. Sie sind gleich­be­rech­tigt und selbst­ver­ständ­lich in einem ganz­heit­li­chen Ver­ständ­nis zu berück­sich­ti­gen, dass eine sol­che Inves­ti­tion genau des­halb rich­tig und sinn­voll ist. Wer nach­hal­tig inves­tie­ren mag, der sollte zunächst aus­schlie­ßen, in wel­chen Bran­chen man nicht inves­tiert sein möchte (Aus­schluss­prin­zip). Ein ande­res Prin­zip ist der „Best in Class“ Ansatz. Man würde in das nach­hal­tigste Unter­neh­men sei­ner Bran­che inves­tie­ren. Es gibt in der Erd­öl­in­dus­trie, der Waf­fen­in­dus­trie und in der Koh­le­in­dus­trie keine nach­hal­ti­gen Unter­neh­men. Daher finde ich ein stren­ges Aus­schluss­prin­zip unab­ding­bar. Wenn wir unsere Inves­ti­tio­nen in sol­che Bran­chen stop­pen, dann wer­den auch die trägs­ten Unter­neh­me­rIn­nen und Betriebs­wirte auf­wa­chen. Wenn Ver­si­che­rer damit auf­hö­ren sol­che Unter­neh­men zu ver­si­chern, dann wäre es sogar unmög­lich, sol­che schad­haf­ten Geschäfts­mo­delle, wie den Betrieb eines Koh­le­kraft­wer­kes, wei­ter zu verfolgen.

Ist das denn auch rentabel?

Klar, sonst wäre es ja nicht nach­hal­tig. Es ist ein altes Ammen­mär­chen, dass man mit nach­hal­ti­gen Invest­ments kein Geld ver­die­nen kann. In mei­nem Fir­men­blog habe ich 3 öko­lo­gi­sche Akti­en­fonds mit dem Deut­schen Akti­en­in­dex ver­gli­chen (https://fairvendo.com/nachhaltig-investieren/) . Alle drei konn­ten den DAX in den ver­gan­ge­nen 5 Jah­ren schla­gen. Sie waren sogar weni­ger anfäl­lig für Schwan­kun­gen. Das ist eigent­lich sogar ganz logisch, weil den nach­hal­ti­gen Anle­ge­rIn­nen die Preis­ver­luste aus den Skan­da­len von RWE, Volks­wa­gen und der Deut­schen Bank erspart blie­ben. Man kann eigent­lich keine Index­fonds kau­fen, wenn man nach­hal­tig inves­tiert sein will. Wer nach­hal­tig inves­tiert war, der hat mehr Geld ver­dient. Wer auf RWE, Bayer, VW und die Deut­sche Bank setzt, weil es eben nur um wirt­schaft­li­che Aspekte geht, der darf jetzt auch nicht über Ver­luste jam­mern. Meine Groß­mut­ter sagte immer: „Mit­ge­fan­gen, mitgehangen.“

Wie sieht es mit Ver­si­che­run­gen aus, kann ich mich nach­hal­tig absichern?

Es gibt durch­aus span­nende Ansätze. Aber es gibt bis­her nur nach­hal­tige Ban­ken, wie die GLS Bank, die Ethik Bank oder Trio­dos. Eine Nach­hal­tige Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft gibt es noch nicht. Ver­schie­dene Ver­si­che­rer haben jedoch ange­fan­gen sich zu ver­än­dern und Pro­dukte zu ent­wi­ckeln. Schließ­lich ist der Kli­ma­wan­del eine große Bedro­hung für die Ver­si­che­rungs­wirt­schaft. Ein­mal auf der Seite der Risi­ken (Mehr Stürme, Sturm­flu­ten und Wald­brände) und auch auf der Seite der Geld­an­la­gen (Ver­luste bei CO2 inten­si­ven Invest­ments). Es gibt Ver­si­che­run­gen, die Bäume pflan­zen, wenn man ein Pro­dukt bei Ihnen abschließt. Es gibt eine Ver­si­che­rung, die Rabatte für nach­hal­ti­ges Ver­hal­ten gibt und bei der Scha­den­re­gu­lie­rung auf öko­lo­gisch sinn­vol­lere Pro­dukte hin­wei­sen. Es gibt Ver­si­che­rer, die es mög­lich machen aus­schließ­lich in nach­hal­tige Alters­vor­sor­ge­pro­dukte zu spa­ren. Doch das Ange­bot ist der­zeit noch über­sicht­lich und selbst dort muss man genau hin­se­hen. Ich bin jedoch kein Freund davon, mit dem Stie­fel auf die ers­ten, zar­ten, grü­nen Pflänz­chen zu tre­ten, weil sie noch nicht aus­rei­chen. Man muss das för­dern und mehr ein­for­dern. Das machen wir im Aus­tausch mit unse­ren Partnern.

Wor­auf muss ich ach­ten, wenn ich wech­seln will, also woran erkenne ich, dass es tat­säch­lich ein nach­hal­ti­ges Pro­dukt ist, von einem anstän­di­gen Anbieter?

Grund­sätz­lich darf man sich bei sol­chen Wech­seln nicht von mode­ra­ten Ver­lus­ten abschre­cken las­sen. Wenn man wei­ter in Kohle, Atom­kraft und Erdöl inves­tiert bleibt, weil man etwa Geld beim Aus­stieg ver­liert, dann braucht man auch nicht im Ham­ba­cher Wald demons­trie­ren und sich dar­über auf­re­gen, dass RWE genau aus sol­chen Beweg­grün­den mög­lichst viel Zeit dafür ein­for­dert, sein Geschäfts­mo­dell zu ändern. Ich bin davon über­zeugt, dass man bei der nach­hal­ti­gen Anlage auf gut aus­ge­bil­dete Bera­te­rIn­nen set­zen sollte. Denn ein nach­hal­ti­ges Pro­dukt von einem Pro­dukt zu unter­schei­den, dass nach­hal­tig aus­se­hen soll, ist gar nicht so ein­fach. Letzt­lich muss man sich erst­mal selbst zu sei­nem ganz per­sön­li­chen Aus­stieg aus allem ent­schei­den, was uns und die Welt kaputt macht. Für sich selbst, für unsere Kin­der und für alle ande­ren, die nach uns kom­men. Es steht uns nicht zu einem aso­zia­len Res­sour­cen­kre­dit auf­zu­neh­men, den die kom­men­den Gene­ra­tio­nen abzu­zah­len haben. Men­schen, die sich für nach­hal­tige Inves­ti­tio­nen ent­schei­den, wer­den ganz sicher dafür belohnt wer­den. Da bin ich sicher. Die kom­men­den Kri­sen wer­den zei­gen, dass Inves­ti­tio­nen in Güter und Dienst­leis­tun­gen sicher sind, die Vie­len spä­ter wei­ter einen hohen Nut­zen brin­gen. Das könn­ten Unter­neh­men sein wie Veo­lia, Shi­mano oder Nor­dex. ESG Bera­te­rIn­nen oder Fach­be­ra­te­rIn­nen für Nach­hal­tige Geld­an­la­gen, kön­nen dabei helfen.

Vie­len Dank für das span­nende Inter­view und den Ein­blick in eure Arbeit! Wei­tere Infor­ma­tio­nen zu fair­vendo gibt es unter www.fairvendo.com.

An die­sem Diens­tag fand die größte regio­nale Wirt­schafts­messe in Nord­deutsch­land statt, die B2B Nord in den Mes­se­hal­len Ham­burg Schnel­sen. Zwei Mal im Jahr tref­fen sich hier die Ent­schei­der der nord­deut­schen Wirt­schaft, um sich aus­zu­tau­schen und neue Impulse für ihre täg­li­che Arbeit zu erhal­ten. Am 23. Okto­ber waren auch wir erst­mals dabei und wur­den prompt für den Grün­der­preis der Messe nomi­niert, der am Ende des Tages ver­lie­hen wurde.

Die Mes­se­be­su­cher, konn­ten am Mes­se­tag selbst und im Vor­feld über Face­book, von ins­ge­samt 15 Star­tups, für ihren Favo­ri­ten voten. Niels prä­sen­tierte auf der Messe unsere Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung und vor allem unse­ren  Nach­hal­tig­keits– & CSR-Check, mit dem Unter­neh­men ihren betrieb­li­chen Status-Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch erfas­sen können.

Wir konn­ten über­zeu­gen und haben den ers­ten Platz belegt! Was viel­leicht auch nicht zu Letzt an unse­rem Mes­se­stand lag, denn der wurde as nach­hal­tig as pos­si­ble gestal­tet :-) … da gab es sehr viel Lob. Eine Besu­che­rin meinte, bei uns am Stand kommt ein rich­ti­ges “Hygge-Gefühl” auf. Wie wunderbar!

 

Wäh­rend es im pri­va­ten Bereich oft­mals schon selbst­ver­ständ­lich ist, Fotos, Musik oder Filme digi­tal zu ver­wal­ten, befin­den wir uns im beruf­li­chen Umfeld häu­fig noch im Papier­krieg. Dabei lässt sich ein papier­lo­ses Büro oder zumin­dest ein papier­mi­ni­mier­tes Büro rela­tiv ein­fach realisieren.

Warum ein papier­lo­ses Büro sinn­voll ist!

Wer im Büro auf die Zet­tel­wirt­schaft ver­zich­tet, denkt oft­mals an die Umwelt und den gerin­ge­ren Res­sour­cen­ver­brauch und das ist auch sehr lobens­wert. Doch nicht nur die Umwelt pro­fi­tiert von papier­lo­sen Büros. Den­ken wir an Kos­ten für Mate­ria­lien und Druck kön­nen auch Unter­neh­men bares Geld spa­ren, benö­ti­gen weni­ger Raum für die Lage­rung von Doku­men­ten und kön­nen ihre Pro­duk­ti­vi­tät enorm ver­bes­sern. Denn Arbeit wird mobi­ler und jeder kann von über­all auf digi­tal abge­legte Doku­mente zugreifen.

Schritt für Schritt zum papier­lo­sen oder papier­mi­ni­mier­ten Büro

  1. Erfas­sen der Zettelwirtschaft

Wer sich auf dem Weg zu einem papier­lo­sen Büro machen will, sollte wis­sen was das für sei­nen Betrieb bedeu­tet. Es müs­sen sämt­li­che Vor­gänge erfasst wer­den, in denen Papier anfällt, gedruckt, bear­bei­tet oder ver­schickt wird und da kommt oft­mals Eini­ges zusam­men: Ein­gangs­be­lege, Urlaubs­an­träge, Prä­sen­ta­tio­nen, Han­douts, Buch­hal­tungs­be­lege, Pro­spekte, Mee­ting Mate­ria­lien, Faxe und so wei­ter. Selbst Emails wer­den häu­fig aus­ge­druckt obwohl sie bereits digi­tal erfasst sind.

  1. Defi­ni­tion der künf­tig papier­lo­sen Arbeitsbereiche

Es muss nicht gleich papier­los sein, viel­leicht lässt sich ein papier­mi­ni­mier­tes Büro zunächst eher rea­li­sie­ren. Defi­nie­ren Sie den Grad des Papier­ver­zichts. Sie wis­sen nun in wel­chem Umfang in den ein­zel­nen Unter­neh­mens­be­rei­chen Papier anfällt. Bestim­men Sie, gemein­sam mit Ihren Mit­ar­bei­tern, wel­che Vor­gänge Sie stu­fen­weise digi­tal erfas­sen wer­den. Wird erst­mal ein papier­mi­ni­mier­tes Büro prak­ti­ziert, ist der Weg zu einem papier­lo­sen Büro gar nicht mehr so steinig.

  1. Arbeits­um­ge­bung anpassen

Damit ein papier­lo­ses Büro tat­säch­lich funk­tio­niert, benö­ti­gen Sie ent­spre­chende Tools. Wel­che Werk­zeuge Sie unter­stüt­zend ein­set­zen soll­ten, hängt dabei von Ihrem Unter­neh­men, der Größe und vor allem der Vor­gänge ab, wel­che digi­tal erfasst wer­den sol­len. Schaf­fen Sie sich eine digi­tale Arbeits­um­ge­bung, die genau auf Ihre Bedürf­nisse zuge­schnit­ten ist.

  1. Papier­los oder papier­mi­ni­miert Arbeiten

Die Umstel­lung auf ein papier­lo­ses Büro, ist lei­der keine Auf­gabe die kurz erle­digt wer­den kann, son­dern benö­tigt Zeit. Zeit, die alle Betei­lig­ten benö­ti­gen um sich in ihrem Arbeits­all­tag dar­auf ein­zu­las­sen und Gewohn­hei­ten umzu­stel­len. Papier­los bzw. papier­mi­ni­miert zu Arbei­ten sollte dabei unbe­dingt von den Füh­rungs­kräf­ten vor­ge­lebt wer­den. Zudem soll­ten alle die an der Ver­än­de­rung betei­ligt sind, infor­miert wer­den: Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Dienst­leis­ter, etc. Bit­ten Sie diese um eine digi­tale Rech­nung­stel­lung, Pro­spekte oder Mitteilung.

Das papier­lose Büro braucht Zeit, Geduld und Verständnis

Wer ein papier­lo­ses Büro rea­li­sie­ren will, aber nicht auf die Kladde neben der Maus ver­zich­ten kann, muss dies auch nicht. Den Grad des Papier­ver­zichts kann jeder für sich definieren.

Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics (CSE) steht für geprüfte Nach­hal­tig­keit in Unter­neh­men. Ein Sie­gel, wel­ches echte Pio­niere kenn­zeich­net, die kon­se­quent nach­hal­tig wirt­schaf­ten. Als ers­tes schleswig-holsteinische Unter­neh­men wur­den nun auch wir, durch Eco­Con­trol zertifiziert.

Mit unse­ren Bera­tungs­leis­tun­gen unter­stüt­zen wir Unter­neh­men dabei, Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch in ihren Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren zu ver­an­kern. Von der Stra­te­gie­ent­wick­lung, über die Gestal­tung nach­hal­ti­ger Lie­fer­ket­ten, bis hin zum Nach­hal­tig­keits­con­trol­ling beglei­ten wir Unter­neh­men auf dem Weg zu einem nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schaf­ten. Damit erfüllen bereits eine der wesent­li­chen Anfor­de­run­gen des CSE-Labels: Ein Geschäftsmodell, wel­ches einen Mehr­wert für das Gemein­wohl liefert.

Doch auch darüber hin­aus, stellt das Nach­hal­tig­keits­sie­gel hohe Anfor­de­run­gen an zer­ti­fi­zierte Unter­neh­men. So darf bei­spiels­weise aus­schließ­lich Strom aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien genutzt oder umwelt­freund­li­che Mate­ria­lien und grüne IT beschafft wer­den. Auch müssen durch Geschäftsreisen ent­stan­dene CO2-Emissionen aus­ge­gli­chen und Treib­haus­gas­emis­sio­nen nach­weis­lich redu­ziert wer­den. Ins­ge­samt sind die Tätigkeiten von CSE-zertifizierten Unter­neh­men res­sour­cen­scho­nend und sozial ausgerichtet.

Auch wenn sus­tai­ne­ra­tion als Unter­neh­mens­be­ra­tung dem End­ver­brau­cher eher unbe­kannt ist, haben wir uns für eine CSE-Zertifizierung ent­schie­den, um damit ein kla­res Zei­chen für einen nach­hal­ti­gen Wan­del in der Wirt­schaft zu set­zen. Wir freuen uns, wenn wei­tere Unter­neh­men aus Schleswig-Holstein die­sen Weg einschlagen.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu unse­rer Nach­hal­tig­keits­ar­beit gibt es hier.

Die digi­tale Trans­for­ma­tion steht auf vie­len Agen­den von Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen. Lei­der wird diese häu­fig los­ge­löst von ande­ren wesent­li­chen Ent­wick­lun­gen bear­bei­tet, wie dem Kul­tur­wan­del in Orga­ni­sa­tio­nen und der Öko­lo­gi­sie­rung der Wirtschaft.

Digi­ta­li­sie­rung kann mehr!

Eine gezielt gestal­tete digi­tale Trans­for­ma­tion kann sowohl die Wirt­schaft­lich­keit als auch den Sinn einer Unter­neh­mung stär­ken. Im Rah­men der Digi­ta­len Woche in Kiel, sind Sie herz­lich ein­ge­la­den, mit Lisa Bud­de­meier von Pant­aR­hei und Niels Chris­ti­an­sen von sus­tai­ne­ra­tion, im Rah­men eines Work­shops an dem SINN­stif­ten­den Poten­tial der Digi­ta­li­sie­rung zu arbeiten.

Was sind die zen­tra­len Zuta­ten ech­ter Zukunfts­fä­hig­keit? Oder anders aus­ge­drückt: Was braucht es, um ein Unter­neh­men mensch­lich, öko­lo­gisch und wirt­schaft­lich nach­hal­tig erfolg­reich zu gestal­ten? Und wel­chen Bei­trag kön­nen digi­tale Tech­no­lo­gien und inno­va­tive Geschäfts­mo­delle hierzu leis­ten? Dies sind die zen­tra­len Fra­gen des Workshops.

Nach einem poin­tier­ten Input zu den oben skiz­zier­ten Fra­gen, illus­triert durch inspi­rie­rende Bei­spiele muti­ger Pio­niere und gepaart mit kur­zen Übun­gen zur Selbst­re­flek­tion und Stand­ort­be­stim­mung, sol­len im 2. Teil die Teil­neh­men­den zu Teil­ge­ben­den wer­den: Im mode­rier­ten (Erfahrungs-)Austausch wol­len wir wei­tere Ideen zur sinn­stif­ten­den Gestal­tung der digi­ta­len Trans­for­ma­tion entwickeln.

Teil­nahme und Anmeldung

Der Work­shop “POTENTIAL HOCH 3 – DIGITALISIERUNG MIT SINN” fin­det am 11. Sep­tem­ber, von 13:30 bis 17:00 Uhr im Wis­sen­schafts­zen­trum in Kiel (Fraun­ho­fer­straße 13) statt. Die Teil­nahme ist kos­ten­los. Anmel­den kön­nen Sie sich per Mail bei Lisa Bud­de­meier LB@pantarhei-training.de.

Wir freuen uns auf span­nende Fra­gen, Erfah­run­gen und Ideen zur sinn­stif­ten­den Gestal­tung des digi­ta­len Wandels!

 

Die wohl größte Her­aus­for­de­rung im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment ist die Gestal­tung von umwelt­ge­rech­ten und fai­ren Lie­fer­ket­ten. Da Unter­neh­men nur indi­rekt Ein­fluss auf die Nach­hal­tig­keit ihrer Zulie­fe­rer und deren Zulie­fe­rer aus­üben kön­nen, wird das Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment nicht sel­ten etwas stief­müt­ter­lich behan­delt. Doch gerade dort ent­ste­hen häu­fig die bedeu­ten­den Umwelt­aus­wir­kun­gen von Unter­neh­men und somit auch enorme Potentiale.

Es gibt gute Gründe für ein nach­hal­ti­ges Lieferkettenmanagement

Zum einen bedeu­ten Miss­stände in der Lie­fer­kette, zugleich nega­tive Bericht­er­stat­tung und damit Repu­ta­ti­ons­schä­den. Wer seine Lie­fer­kette auf öko­lo­gi­schen und sozia­len Grund­sät­zen gestal­tet, ver­bes­sert damit seine Repu­ta­tion. Letzt­end­lich wird eine stär­kere Aus­ein­an­der­set­zung mit den sozia­len und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen ent­lang der Lie­fer­kette zuneh­mend von Kun­den, Inves­to­ren, Mit­ar­bei­tern, Bewer­bern und ande­ren Sta­ke­hol­dern erwartet.

Ein wei­te­rer Anlass zur Gestal­tung einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Lie­fer­kette ist die Pla­nungs­si­cher­heit bzw. Risi­ko­mi­ni­mie­rung. Wer­den die Res­sour­cen unter öko-sozialen Gesichts­punk­ten gewon­nen und pro­du­ziert, kön­nen Risi­ken wie Streiks und damit ein­her­ge­hende Pro­duk­ti­ons­aus­fälle oder Rechts­strei­tig­kei­ten ver­mie­den und eine zuver­läs­sige Ver­sor­gung durch den Lie­fe­ran­ten sicher­ge­stellt werden.

Erste Schritte zum sys­te­ma­ti­schen Lieferkettenmanagement

Haben Sie sich bis­lang weni­ger mit Ihrer Lie­fer­kette aus­ein­an­der­ge­setzt, hel­fen Ihnen die fol­gen­den Emp­feh­lun­gen viel­leicht dabei, die ers­ten Stu­fen hinzu einem ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Beschaf­fungs­we­sen zu erklimmen.

  • Zunächst gilt, weni­ger ist mehr! Wer sich auf die Zusam­men­ar­beit mit weni­gen Lie­fe­ran­ten kon­zen­triert, kann einer­seits seine Lie­fer­kette leich­ter abbil­den und rele­vante Nach­hal­tig­keits­the­men iden­ti­fi­zie­ren und dar­über hin­aus ermög­licht die inten­si­vere Zusam­men­ar­beit auch Ver­bes­se­run­gen bezüg­lich des Qua­li­täts­ni­veaus und der Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit zu erreichen.
  • Die Grund­lage Ihres Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ments sollte eine umfas­sende Ana­lyse die­ser sein. Ermit­teln Sie die tat­säch­li­chen öko­lo­gi­schen und sozia­len Aus­wir­kun­gen, die im Zusam­men­hang mit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit ent­lang der Lie­fer­kette ent­ste­hen und bewer­ten Sie die damit ein­her­ge­hen­den Risiken.
  • Doku­men­tie­ren Sie Ihre Zulie­ferer­da­ten. Eine Auf­lis­tung Ihrer Lie­fe­ran­ten­da­ten sollte auch die Lie­fer­ket­ten­stufe beinhal­ten, ins­be­son­dere wenn die Lie­fer­kette kom­plex ist. Für unter­schied­li­che Lie­fer­ket­ten­stu­fen bedarf es häu­fig beson­dere Herangehensweisen.
  • Haben Sie Ihre Lie­fer­kette ent­spre­chend unter­sucht, berei­ten Sie die Ergeb­nisse visu­ell auf, das hilft Ihnen die Kom­ple­xi­tät Ihrer Lie­fer­kette stets im Blick zu haben, um adäquate Ziele und Maß­nah­men zu formulieren.


Benö­ti­gen Sie Unter­stüt­zung bei der Unter­su­chung Ihrer Lie­fer­kette oder bei der Gestal­tung eines nach­hal­ti­gen Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment, spre­chen Sie und gerne an!

Das CSE-Label steht für geprüfte Nach­hal­tig­keit in Unter­neh­men. Wir beglei­ten den Stan­dard­ge­ber, die Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik (GfaW) bereits seit eini­gen Jah­ren in dem Arbeits­kreis “Leben­dige Nach­hal­tig­keit”, in dem der CSE-Standard kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wird.

Nun wird es Zeit, dass auch sus­tai­ne­ra­tion die­sen Weg beschreitet

Es ist unfass­bar span­nend, die Metho­den und Instru­mente, die wir nor­ma­ler­weise in der Bera­tung für unsere Kun­den ein­set­zen, nun mal bei uns selbst anzu­wen­den. Im ers­ten Schritt bedeu­tete dies, dass wir eine Bestands­auf­nahme unse­rer wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pekte durch­ge­führt haben, um zum einen zu erfah­ren, wel­che über­haupt rele­vant sind für uns und zum ande­ren, ob es ggf. Hand­lungs­be­darf zu unse­ren rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten gibt.

Hierzu haben wir unse­ren selbst ent­wi­ckel­ten CSR-Check genutzt, mit dem man die Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit ideal erfas­sen kann. Zu die­sem Zweck haben wir den Online-Fragenkatalog bear­bei­tet und die Daten in ein Indikatoren-Modell über­tra­gen, mit dem die Nachhaltigkeits-Performance ana­ly­siert und bewer­tet wird.

Voilà: Unser Status-Quo

Der Status-Quo ist keine Auf­lis­tung des­sen was alles gut gemacht wird, son­dern zeigt auf, wo Unter­neh­men ran müs­sen um sich zu ver­bes­sern. Unsere Bestands­auf­nahme ergab also, dass wir 17 rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte haben, wovon ins­ge­samt 8 Aspekte gerin­gen bis hohen Hand­lungs­be­darf auf­wei­sen. So wie unsere Kun­den, erhal­ten auch wir Tipps, wel­che nächs­ten Schritte wir bei den 8 Aspek­ten gehen können.

Wie geht es nun weiter?

Bis zum ers­ten Audit zur CSE-Zertifizierung ist es gar nicht mehr solange, wir haben also noch gut zu tun. Kon­kret wer­den wir

  • unsere dienst­li­chen Pkw-Reisen kom­pen­sie­ren. Grund­sätz­lich fah­ren wir mit der Bahn, jedoch grei­fen wir im länd­lich gepräg­ten Schleswig-Holstein auch mal auf das Auto zurück.
  • nach 4 Jah­ren noch­mals in die Stra­te­gie­ar­beit ein­tau­chen und unsere Arbeit mit der digi­ta­len Brille betrachten.
  • kon­krete Nach­hal­tig­keits­ziele zu unse­ren wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten for­mu­lie­ren und diese Schritt für Schritt umsetzen.
  • eine Ana­lyse unse­rer wesent­li­chen Sta­ke­hol­der durchführen.
  • eine Befra­gung unse­rer Sta­ke­hol­der vor­neh­men, um die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen die­ser bei unse­rer Arbeit zu berück­sich­ti­gen und um einen offe­nen Dia­log mit unse­ren Sta­ke­hol­dern zu schaffen.
  • über den Fort­schritt unse­rer Nach­hal­tig­keits­ar­beit trans­pa­ren­ter kom­mu­ni­zie­ren, ins­be­son­dere unsere Nach­hal­tig­keits­ziele und die Umset­zung dieser.

 

Unsere Haus­auf­ga­ben ken­nen wir nun also, mal schauen was wir vor dem ers­ten Audit alles schaf­fen. Doch warum machen wir das?

Wir wol­len zu den Pio­nie­ren in Sachen Nach­hal­tig­keit zäh­len, Maß­stäbe set­zen und durch die Ein­füh­rung eines Manage­ment­sys­tems unsere eigene Arbeits­weise beleuch­ten, um uns zu ver­bes­sern. Kurzum, wir wol­len zukunfts­fä­hig sein!

 

Das neue Buch von Niels Chris­ti­an­sen, “CSR muss keine Bürde sein!” erklärt, wie Unter­neh­men in 8 Etap­pen ein wir­kungs­vol­les CSR-Management kre­ie­ren können.

Wenn das sys­te­mi­sche Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment abschreckt und ich trotz­dem „CSR machen“ will

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegenüber Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar überfordert fühlen.

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häufig kleine– und mittelständische Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befas­sen. Doch je mehr sie sich damit aus­ein­an­der­set­zen, desto kon­fu­ser wird es oft­mals. Sie wer­den kon­fron­tiert mit der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung, mit Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­ket­ten, mit umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, mit der Attraktivität als Arbeit­ge­ber, mit gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment und dann sol­len all diese Dinge auch noch in ein sys­te­mi­sches Manage­ment gegos­sen wer­den. Das hört sich nach einer ziem­lich gro­ßen Auf­gabe an, für die viel Zeit und per­so­nelle Res­sour­cen benötigt wer­den, die gerade in klei­ne­ren Betriebe häufig nicht vor­han­den sind.

Aber untätig blei­ben und die Hände in den Schoß zu legen ist auch keine Alter­na­tive, immer­hin soll der Betrieb ja auch zukunftsfähig gestal­tet wer­den und dass man da nicht um glo­bale Trends wie der Ener­gie– und Res­sour­cen­lage, dem Kli­ma­wan­del und der damit ein­her­ge­hen­den Ökologisierung, der Digi­ta­li­sie­rung und zuneh­men­den Indi­vi­dua­li­sie­rung sowie einer her­aus­for­dern­den Bevölkerungsentwicklung her­um­kommt, ist vie­len Unter­neh­men bereits klar. Immer­hin ist der Wan­del heute bereits spürbar, durch Kun­den die bewuss­ter auf die Umwelt– und Sozialverträglichkeit von Pro­duk­ten ach­ten oder auch durch Mit­ar­bei­ter die eine stärkere Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Job suchen, wodurch sich die Arbeits­welt schon jetzt maß­geb­lich verändert.

Es bleibt also die Frage nach dem „Wie?“. Wie können Unter­neh­men diese Flut an The­men, die für eine zukunftsfähige Ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­tion not­wen­dig sind, anpa­cken oder gar managen?

An die­ser Frage ori­en­tiert sich das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” und zwar ganz prak­tisch. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen können. Ziel die­ses Buches ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie sich Betriebe der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und in 8 Etap­pen zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in einem Betrieb ver­an­kert wer­den kann. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie die jewei­li­gen Etap­pen umge­setzt wer­den können.

Das Buch “CSR muss keine Bürde sein” ist auf dem Markt­platz fair­mondo zu finden.

De eenen schimpt dat “digitaale Fas­ten” de anner seggt “sik Rauh günn” … we man dat nennt is doch schie­te­gal, wich­dig is, dat wi aff un an mol de Fööt hooch leg­gen, een Stück Scho­ko­laad edden un deep döratmen.

Gor­nich so licht hüüttodags

De ganze Schnick Schnack um uns herum, hält uns orn­lich op Trab … allens vöran unse Bim­mel­büx. Een Pin­geln hier, wiel wi anro­pen warn, een Pin­geln dor, wiel ins­ta­gram wat vun uns will un veel toveele Pin­geln dör all de mess­an­ger un all de Gröp­pen, in de wed­der irgen­deen Mum­pitz pos­tet ward. Wi sünd rund um de Clock paraat — Dor kümmt nich de Bim­mel­büx to Rauh un wi schon gor nich. Sülvst in de Nacht heb­ben wi dat Ding direkt bi unse Kopp lig­gen, künn je suns wat pas­see­ren. Haupt­sook wi krie­gen allens mit un ver­sü­men nichts.

Wat wi uns ankie­ken is noch veel schlimmer

Allens dreiht sik bloots noch dorum sik to ver­be­tern. Wi mööt schlank warn, dor­mit wi adrett udsehn, wes­halb wi „Super­food“ edden weil dat schien­bor gesund un good för uns is. Ik frog mi, wat mien Oma wool to “Super­food” seggt ha. Damaals geev dat Kar­tüf­feln, Kool un Appeln staats Chia Saat, Gra­na­tap­pel un Goji Beern … un een Bild vun de Koo­lo­ploop för ins­ta­gram geev dat ok nich.

As is dat nich genoog, rackern wi uns in Sport­hüü­ser af, dor­mit wi een Rump heb­ben, de vör­wies­bor is, welk wi dann wed­der bi ins­ta­gram pos­ten köön. Wat een Tüd­del­kraam! Been hooch leg­gen, Glas Wien gene­ten un een Stieg Scho­ko­laad schna­bu­lee­ren, dat is doch veel schöner.

För allens to beschäftig

Immer­hin heb­ben wi een Karrieer-Ledder de wi rop­kled­dern mööt, dor blifft nich so veel Tied för anner Kraam. Vun ach in den Fröh bit Obends um soeben has­ten wi vun een Krisen-Törn to de neegste. Dat küümt mi wenig sinn­vull för. Aver hoog ansehn ward dat. Dor­ge­gen is deje­nige de weni­ger arvei­tet un sien Tied mit Kraam ver­bringt de eens gern deit, gau fuul in unse Gesell­schop. Keen Wun­ner dat de Kar­rieer bi veele Lüüd so hooch inne Kurs steiht!

Wat wi uns so vörnehmen

Alle Johr wed­der de glie­ken Kraam. Mit unse Vör­sätze wöt wi dat neggste Johr bed­der opma­ken, as wi dat ole afschlot­ten heb­ben. De en will afneh­men un nimmt sick vör weni­ger to edden oder mehr in dat Spor­thuus do gahn, um irgend­wann so ut tosehn we de Lüüd op ins­ta­gram. De anner will sik mehr Tied neh­men um Böker to lesen un wed­der annern wöt mehr mit Fohr­rad to Arveit foh­ren oder de Wah­nung sau­ber holen.

Dat klappt dann sie­ker bi de Fröh­johrs­putz, aver dann geiht dat oft­muls barg­dool mit de Vör­sätze vun’d niege Johr. Dat mag allens good sien un wear foa­moost wenn wi dat jüm­mers schaf­fen, aver de Wohr­schien­lich­keit dat wi neggste oder över­neggste Johr wed­der mit de glieke Vör­satz loos­gahn is doch teem­lich hooch.

Mien Vör­satz 2018 - Fööt hooch leg­gen un deep döratmen!

… un dat jeden Daag. Kuun pasee­ren dat ik dat aff un an ok mol ver­gett, denn wenn de Fööt boben sünd slop ik teem­lich gau in.