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Warum wir unsere Signatur geändert haben

Den tatsächlichen Wert eines Workshops kann man an der Umsetzung der Inhalte messen.  Zu diesem Fazit sind wir als Team gekommen – und haben unsere E‑Mail-Signatur geändert. Der Grund: Eine Weiterbildung zum Thema „Fair Language“.

Im Oktober hat das Team von sustaineration gemeinsam an einem digitalen Workshop zur gendergerechten Kommunikation von Fair Language teilgenommen. Ziel war es, unsere interne und externe Kommunikation zukünftig noch weiter in Richtung Offenheit und Diskriminierungsfreiheit zu gestalten. Das Ergebnis für uns: Mehr Sicherheit im gendergerechten Sprachumgang – und eine neue Signatur.

Alles auf Anfang: Fragen, Fragen, Fragen …

Wie kamen wir eigentlich auf eine Fortbildung zur gerechteren Sprache? In den vergangenen Monaten, mit dem Wachstum des Unternehmens und dem aktuellen Relaunch der Webseite, sind in unseren Meetings immer wieder Fragen zur bewussten Kommunikation aufgekommen. In den meisten Fällen waren es die gleichen Fragen, die wiederholt auftraten, beispielsweise zur richtigen Ansprache oder zur bewussten Inklusion in unserer Kommunikation.

Der Workshop „Grundlagen der gendergerechten Kommunikation“ 

Mit der Teilnahme an einer Weiterbildung zur sogenannte „Gendersprache“ sollte dann endlich mehr Klarheit herrschen. Unser Ziel war dabei nicht primär zu erfahren, was man sagen „darf“ oder „sollte“; unser Bedürfnis war es, mehr Sicherheit im Umgang mit gerechter Sprache zu erhalten. Dabei liegt der Fokus sowohl auf die gefühlte Wertschätzung der angesprochenen Person als auch auf unser eigenes Wohlgefühl als Sprechende*r.

In dem Workshop bekamen wir dann endlich Antworten auf unsere Fragen rund um das große Thema Gender und Kommunikation. Neben den Grundlagen zu Definitionen beinhaltete die Weiterbildung diverse praktische Übungen, die uns verdeutlichten, wie relevant die Verwendung einer gerechteren Sprache für unseren alltäglichen Umgang miteinander und die Förderung von sozialer Gerechtigkeit ist. Die Übungen zeigten uns auch: Selbst wenn die Anpassung des Sprachgebrauchs zuerst gewöhnungsbedürftig ist; sie ist es wert – und weitaus nicht so kompliziert wie erwartet.

Schließen wir Personengruppen in unserem Sprachgebrauch aus, dann verhindern wir zeitgleich auch die Möglichkeit auf eine positive soziale Entwicklung in Richtung weniger Ungleichheiten. Ein Thema, mit dem sich auch die beiden Sustainable Development Goals „Weniger Ungleichheiten“ (Ziel 10) und „Geschlechtergleichheit“ (Ziel 5) beschäftigen.

Und jetzt? Ran an die Signatur! 

Der Workshop hat uns verdeutlicht, dass wir insbesondere in der erstmaligen Ansprache von Personen mutmaßen, ob die Person männlich oder weiblich ist und diese demnach ansprechen. Das wollen wir ändern! Ab jetzt verabschieden wir uns von „Sehr geehrte Damen und Herren“, „Hallo Herr xy“ oder „Liebe Frau xy“. Wir wollen Schluss machen mit Mutmaßungen zum Geschlecht und durch unsere Art und Weise, wie wir kommunizieren, deutlich machen, dass es eine Geschlechtervielfalt gibt, die nicht binär ist.

Deshalb sprechen wir Menschen in der erstmaligen Kommunikation nun einfach mit einem „Hallo“ oder „Moin“ an und laden unsere Gesprächspartner*innen ein, uns mitzuteilen, mit welchen/m Pronomen wir sie ansprechen dürfen.

Dazu haben wir in unserer Signatur einen Hinweis ergänzt:

„* Respektvolle Kommunikation beginnt mit der richtigen Ansprache 

– lassen Sie uns gerne wissen, mit welchen Pronomen Sie angesprochen werden möchten.“

Die bewusste Auseinandersetzung mit einer gendergerechten Sprache hat uns sehr gutgetan und wir konnten als Team einen gemeinsamen Weg definieren, wie es sich in unserer Arbeit umsetzen lässt und es sich für alle gut anfühlt.

Wir wollen den sensiblen Umgang von Sprache auch weiterhin stärken, weshalb eine Weiterbildung zur gendergerechten Sprache nun auch für alle künftigen Mitarbeiter*innen Pflicht ist.