7 Gründe, warum die (freiwillige) ESRS-Berichterstattung sinnvoll sein kann 🌍
In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen damit begonnen, ihre Berichterstattung nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) aufzubauen oder vorzubereiten – vor allem, um sich auf die verpflichtende Berichterstattung gemäß der europäischen CSRD-Richtlinie vorzubereiten. Doch mit dem Entwurf des Omnibusverfahrens wird deutlich, dass die verpflichtende Berichterstattung für viele Unternehmen wegfallen könnte.
Trotzdem: Unternehmen, die nun von der verpflichtenden Berichterstattung befreit werden, haben sich nicht umsonst mit den ESRS auseinandergesetzt! 💡 Im Gegenteil: Sie gewinnen durch die freiwillige Umsetzung der ESRS mehr Flexibilität und können ihre Nachhaltigkeitsstrategien weiter verbessern und transparent kommunizieren.
Die freiwillige ESRS-Berichterstattung ermöglicht nicht nur einen besseren Überblick über die eigene nachhaltige Entwicklung, sondern steigert auch das Vertrauen bei Stakeholdern und stärkt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit. 🌱
1. Die Wesentlichkeitsanalyse
Die Wesentlichkeitsanalyse ist für Unternehmen besonders sinnvoll, da sie es ihnen ermöglicht, die Auswirkungen ihrer Geschäftsaktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren und ein besseres Bewusstsein für die Wechselwirkungen ihres Geschäftsmodells zu entwickeln. Durch die Analyse, wie Faktoren wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust ihr Geschäftsmodell beeinflussen, erkennen Unternehmen sowohl die wirtschaftlichen Risiken als auch die Chancen, die sich daraus ergeben. Diese Erkenntnisse bilden eine solide Grundlage, um eine fundierte und zukunftsorientierte Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln.
2. Analyse von Klimarisiken
Die Auseinandersetzung mit Klimarisiken, wie sie die ESRS fordern, ist für Unternehmen sinnvoll, da die Klimarisikoanalyse aufzeigt, wie der Klimawandel die wirtschaftliche Lage beeinflussen kann. Finanzmarktakteure fordern zunehmend die Berücksichtigung von Klimarisiken, was Versicherungsbeiträge und Kreditkonditionen beeinflusst. Unternehmen, die Anpassungskonzepte entwickeln, sind langfristig besser aufgestellt und wirtschaftlich resilienter.
3. Glaubwürdigkeit durch Standardisierung
Die freiwillige Berichterstattung nach ESRS kann sinnvoller sein als nach dem VSME-Standard, da dieser nur einen geringen Detailgrad verlangt und keine klaren Vorgaben für zusätzliche Informationen bietet. Unternehmen, die über die Mindestanforderungen hinaus berichten wollen, haben keine einheitlichen Richtlinien, an denen sie sich orientieren können. Im Gegensatz dazu stellt ESRS klare, standardisierte Angaben bereit, die eine detaillierte und strukturierte Berichterstattung aller relevanten Nachhaltigkeitsaspekte ermöglichen. Dies fördert die Vergleichbarkeit der Informationen und steigert die Glaubwürdigkeit des gesamten Berichts.
4. Bessere Vergleichbarkeit
Die Anwendung der ESRS-Standards verbessert die Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung eines Unternehmens, sowohl mit anderen Unternehmen als auch mit Berichterstattung nach globalen Standards. Durch einheitliche Vorgaben wird eine konsistente und transparente Erfassung relevanter Daten ermöglicht, was den Vergleich erleichtert und die Transparenz erhöht.
5. Grundlage für ein Managementsystem
Die Anwendung der ESRS bietet eine ausgezeichnete Grundlage für die Implementierung eines Nachhaltigkeitsmanagements, da sie durch die Abfrage relevanter Datenpunkte wichtige Aspekte eines Managementsystems anregt. So werden Unternehmen dazu angeregt, Ziele zu entwickeln, Politiken festzulegen und Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung zu ergreifen.
6. Hohe Flexibilität bei freiwilliger Berichterstattung
Die freiwillige Berichterstattung bietet Unternehmen viel Flexibilität: Sie kann als eigenständiger Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht werden und muss nicht zwingend in den Lagebericht integriert werden. Fehlen bestimmte Datenpunkte, können Unternehmen erklären, warum diese nicht berichtet werden. So können sie sich auf bereits dokumentierte Daten konzentrieren oder gezielt eine Dokumentation für relevante Nachhaltigkeitsaspekte aufbauen.
7. Prüfung bei freiwilliger Berichterstattung
Bei der freiwilligen Berichterstattung ist eine Wirtschaftsprüfung nicht zwingend erforderlich. Sie kann jedoch sinnvoll sein, um die Glaubwürdigkeit des Berichts zu erhöhen und das Vertrauen von Stakeholdern zu stärken. Unternehmen haben die Möglichkeit, gezielt bestimmte Teile des Berichts prüfen zu lassen, anstatt den gesamten Bericht einer Prüfung zu unterziehen. Dies ermöglicht eine flexible und fokussierte Herangehensweise, um die relevanten Informationen verlässlich zu bestätigen.
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