Nach­hal­tig­keit ist heut­zu­tage fes­ter Bestand­teil vie­ler Unter­neh­mens­stra­te­gien. Dabei wird immer wie­der deut­lich, dass viele Unter­neh­men eine nach­hal­tige Ent­wick­lung durch Inno­va­tio­nen errei­chen wol­len. Inno­va­tio­nen haben für Unter­neh­men dahin­ge­hend eine dop­pelte Bedeu­tung. Zum einen kön­nen sie ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit stär­ken und mit neuen und zukunfts­wei­sen­den Pro­duk­ten auf den Markt tre­ten, zum ande­ren kön­nen dadurch effi­zi­en­tere und res­sour­cen­scho­nen­dere Pro­dukte und Pro­duk­ti­ons­me­tho­den geschaf­fen werden.

Inno­va­tion als Motor für mehr Nachhaltigkeit

Um glo­bale Her­aus­for­de­run­gen wie der stei­gen­den Armut, Res­sour­cen­knapp­heit oder auch des demo­gra­fi­schen Wan­dels zu begeg­nen, stellt die erfolg­rei­che Ver­knüp­fung von Nach­hal­tig­keit und Inno­va­ti­ons­ent­wick­lung zukünf­tig eine immer bedeu­ten­dere Rolle dar. Zahl­rei­che Unter­neh­men nut­zen diese Mög­lich­keit bereits, um ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch inno­va­tive Lösungs­an­sätze, wel­che eine nach­hal­tige Ent­wick­lung adres­sie­ren, zu stär­ken. Damit kann aber nicht nur die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens gesi­chert wer­den, son­dern durch Pro­dukt– und Pro­zes­sin­no­va­tio­nen, die bei­spiels­weise einen effi­zi­en­te­ren Res­sour­cen­ein­satz mit sich brin­gen kön­nen, wird ebenso ein wich­ti­ger Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung geleis­tet. Dies ist ins­be­son­dere in Ent­wick­lungs– und Schwel­len­län­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Denn hier kön­nen Inno­va­tio­nen dazu bei­tra­gen, dass eine nicht nach­hal­tige Wirt­schafts­weise — wie zu Zei­ten der Indus­tria­li­sie­rung in Europa — über­sprun­gen wird und der Ent­wick­lungs­pro­zess die­ser Län­der nach­hal­ti­ger gestal­tet wer­den kann.

Wie kann Nach­hal­tig­keit in Inno­va­ti­ons­pro­zes­sen inte­griert werden?

Um ein erfolg­rei­ches und mög­lichst nach­hal­ti­ges Pro­dukt zu ent­wi­ckeln und auf den Markt zu brin­gen, muss die Pro­dukt­idee zunächst einen Pro­zess durch­lau­fen. Ange­fan­gen bei der Ideen­ent­wick­lung und Aus­wahl, über die Ent­wick­lung und Erpro­bung des Pro­dukts bis hin zur Markt­ein­füh­rung und Dif­fu­sion durch­läuft das Pro­dukt einen Inno­va­ti­ons­pro­zess. Wich­tig ist, dass in allen Pha­sen des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses nach­hal­tige Aspekte berück­sich­tigt und inte­griert werden.

Nachhaltigkeit_Innovationsprozess

Die Abbil­dung zeigt einen klas­si­schen Inno­va­ti­ons­pro­zess, mit unter­schied­li­chen Sze­na­rien wann Nach­hal­tig­keit inner­halb des Pro­zes­ses berück­sich­tigt wird. Wird von Beginn des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses, also schon bei der Ide­en­ge­ne­rie­rung dar­auf abge­zielt eine nach­hal­tige Inno­va­tion zu ent­wi­ckeln, ist die Wahr­schein­lich­keit, ein sol­che zu erhal­ten sehr hoch. Ist Nach­hal­tig­keit nicht Ziel der Inno­va­tion, kann den­noch eine „Nach­hal­tig­keit­sin­no­va­tion“ ent­ste­hen, jedoch ist es dann in der Regel eine zufäl­lige Ent­de­ckung. So oder so, kön­nen inno­va­tive Pro­dukte und Pro­zesse nach­hal­ti­ger, also umwelt– und sozi­al­ver­träg­li­cher gestal­tet werden.

Inno­va­tio­nen nach­hal­tig entwickeln

Sie ste­hen vor der Ent­wick­lung von inno­va­ti­ven Pro­duk­ten oder Pro­zes­sen und wol­len diese mög­lichst nach­hal­tig gestal­ten? Oder Sie haben sich bereits auf den Weg zur Ent­wick­lung von Inno­va­tio­nen gemacht und wol­len nun nach­hal­tige Aspekte in Ihrem Inno­va­ti­ons­pro­zess inte­grie­ren? Spre­chen Sie uns gerne an!

Mit unse­ren zuge­schnit­te­nen Innovations-Workshops stei­gen wir gerne in jeder Phase des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses ein, um das Maxi­mum für Ihre betrieb­li­che Nach­hal­tig­keits­leis­tung raus­zu­ho­len, unab­hän­gig davon ob Sie am Anfang ste­hen und Nach­hal­tig­keit als Ziel Ihrer Inno­va­tion sehen, oder ob Sie sich bereits in der Ent­wick­lung und Rea­li­sie­rung befinden.

Die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen von Sta­ke­hol­der spie­len im betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment eine bedeu­tende Rolle. Ein kon­struk­ti­ver Aus­tausch mit sei­nen Sta­ke­hol­dern kann dabei hel­fen, kom­plexe betrieb­li­che Nach­hal­tig­keits­fra­gen zu beant­wor­ten. Mit der Wesent­lich­keits­ana­lyse steht ein stra­te­gi­sches Werk­zeug zur Ver­fü­gung, um die wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men von Unter­neh­men mit­hilfe sei­ner Sta­ke­hol­der zu ermit­teln und visualisieren.

Woher kommt der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz?

Der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz ent­wi­ckelte sich aus den Defi­zi­ten her­aus, die der klas­si­sche Shareholder-Ansatz mit sich brachte. Hier­nach wer­den in der Unter­neh­mens­füh­rung ledig­lich die Inter­es­sen der Anteils­eig­ner berück­sich­tigt. Doch da Unter­neh­men, die nach dem Shareholder-Ansatz han­deln, lang­fris­tig kaum über­le­bens­fä­hig sind, hat sich ein Management-Ansatz eta­bliert, der die Inter­es­sen sämt­li­cher Anspruchs­grup­pen eines Unter­neh­mens berück­sich­tigt – der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz.

Der Begriff Sta­ke­hol­der beinhal­tet viele unter­schied­li­che Inter­es­sen­grup­pen, die sich zum Teil inner­halb eines Unter­neh­mens befin­den (Mit­ar­bei­ter, Füh­rungs­kräfte und Eigen­tü­mer), aber dar­über hin­aus auch externe Grup­pen (Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Gläu­bi­ger, Gesell­schaft, Umwelt, Staat, Medien und NGOs) umfasst. Eine enge Ein­bin­dung der eige­nen Sta­ke­hol­der, sowie der sys­te­ma­ti­sche Dia­log mit die­sen, ist wich­ti­ger denn je und für viele Unter­neh­men ein lang­fris­ti­ges Erfolgskriterium.

Doch woher weiß ich, wer meine Sta­ke­hol­der sind?

Eine engere Bezie­hung zu den Sta­ke­hol­dern kann zum einen eine höhere Akzep­tanz in der Gesell­schaft mit sich brin­gen, zum ande­ren aber auch die Leis­tungs­fä­hig­keit eines Unter­neh­mens ver­bes­sern. Doch wich­tig hier­bei ist, dass die Inter­es­sen­grup­pen zunächst iden­ti­fi­ziert und die Rele­vanz der jewei­li­gen Grup­pen bewer­tet wer­den. Die Iden­ti­fi­zie­rung und Bewer­tung der Sta­ke­hol­der kann aber nicht durch die Geschäfts­füh­rung allein gesche­hen. Es sollte eine Arbeits­gruppe gebil­det wer­den, die alle Unter­neh­mens­be­rei­che und damit auch sämt­li­che Blick­win­kel des Unter­neh­mens abdeckt. Meis­tens denkt jeder an sei­nen eige­nen Funk­ti­ons­be­reich, wes­halb auch häu­fig nur die Sta­ke­hol­der inner­halb die­ses Funk­ti­ons­be­rei­ches gese­hen wer­den. Durch eine funk­ti­ons­über­grei­fende Arbeits­gruppe wird letzt­end­lich das Risiko, einen rele­van­ten Sta­ke­hol­der zu ver­ges­sen minimiert.

Eine Rele­vanz­ana­lyse hilft dabei die Sta­ke­hol­der zu bewerten

Nach­dem, die für ein Unter­neh­men vor­lie­gen­den Sta­ke­hol­der iden­ti­fi­ziert wur­den, soll­ten diese hin­sicht­lich ihrer Rele­vanz bewer­tet wer­den. Da es nur schwer mög­lich ist, jedem Sta­ke­hol­der die glei­che Auf­merk­sam­keit zukom­men zu las­sen, sollte her­aus­ge­ar­bei­tet wer­den, wel­chen Ein­fluss das Unter­neh­men auf die jewei­li­gen Grup­pen hat, aber auch wel­chen Ein­fluss die ein­zel­nen Sta­ke­hol­der auf das Unter­neh­men aus­üben kön­nen. Dadurch zeigt sich wel­chen Sta­ke­hol­dern eine beson­ders starke Auf­merk­sam­keit zukom­men sollte – die auch bei der Ent­wick­lung einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie zwin­gend berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Ins­be­son­dere wenn sich im Ver­lauf der Sta­ke­hol­der­ana­lyse Kon­flikte bei den Erwar­tun­gen ver­schie­de­ner Sta­ke­hol­der­grup­pen erge­ben, hilft es einen Blick auf die Rele­vanz der jewei­li­gen Grup­pen zu werfen.

Mit der Wesent­lich­keits­ana­lyse Sta­ke­hol­der in die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie ein­bin­den
WesentlichkeitsanalyseDas Zen­trum der Wesent­lich­keits­ana­lyse bil­det die soge­nannte Wesent­lich­keits­ma­trix, wel­che Nach­hal­tig­keit­ste­he­men abhän­gig von der Geschäfts– und Sta­ke­hol­der­re­le­vanz dar­stellt. Nach­dem die Sta­ke­hol­der iden­ti­fi­ziert und bewer­tet wur­den, sollte mit ihnen in einen Dia­log getre­ten wer­den, um die wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men des Unter­neh­mens zu ermit­teln. Dafür gibt es unter­schied­li­che Möglichkeiten:

  • Befra­gun­gen bie­ten den Vor­teil, dass keine Ein­zel­mei­nun­gen ein­ge­holt wer­den, son­dern viele Per­so­nen befragt wer­den. Die Mög­lich­keit der Nach­frage ist jedoch nicht vorhanden.
  • Inter­views bie­ten den Vor­teil, dass Sie mit Sta­ke­hol­dern in Dis­kus­sion tre­ten kön­nen. Inter­view­part­ner kön­nen Nach­fra­gen stel­len und Unter­neh­men haben die Mög­lich­keit sich zu erklä­ren. Jedoch wer­den Ein­zel­mei­nun­gen ein­ge­holt, die im Zwei­fel nicht die Erwar­tun­gen der Sta­ke­hol­der­gruppe widerspiegeln.
  • Dia­log­ver­an­stal­tun­gen bie­ten den Vor­teil, dass Sie mit Ihren Sta­ke­hol­dern und auch Ihre Sta­ke­hol­der unter­ein­an­der in den Aus­tausch kom­men und mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren. Es kann effek­tiv an der Wei­ter­ent­wick­lung der Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie gear­bei­tet werden.

 

Unsere Emp­feh­lung: Nut­zen Sie ent­we­der Dia­log­ver­an­stal­tun­gen oder eine Kom­bi­na­tion aus Befra­gung und Exper­ten­in­ter­views und wie­der­ho­len Sie die Ana­lyse nach eini­gen Jah­ren. Für die erst­ma­lige Durch­füh­rung nut­zen wir gerne die Kom­bi­na­tion aus Befra­gung und Inter­views und set­zen die Dia­log­ver­an­stal­tung zur Wei­ter­ent­wick­lung des Stakeholder-Dialoges ein. Gerne unter­stüt­zen wir Sie beim Auf­bau eines sys­te­ma­ti­schen Sta­ke­hol­der Manage­ments. Spre­chen Sie uns gerne an!