Über den eige­nen Tel­ler­rand hin­aus­zu­schauen ist zwei­fels­frei ein unter­neh­me­ri­sches Grund­ge­setz. Wer sich aber lang­fris­tig am Wirt­schafts­markt im Bereich Nach­hal­tig­keit eta­blie­ren möchte, geht noch einen ent­schei­den­den Schritt wei­ter: Das soge­nannte Nach­hal­tig­keits­bench­mar­king erlaubt es Unter­neh­men, ihren Blick ein­mal ganz gezielt auf den dyna­mi­schen Markt zu richten.

Das Bench­mar­king beant­wor­tet dabei vor allem Fra­gen hin­sicht­lich mög­li­cher Bran­chen­stan­dards, die sich im Bereich Nach­hal­tig­keit bereits eta­bliert haben, und die von Unter­neh­men gege­be­nen­falls auch erfüllt wer­den soll­ten. Denn erst wer sich die aktu­elle Markt­si­tua­tion auf­schlüs­selt, kann ver­ste­hen, wo das eigene Unter­neh­men gerade steht.

Was ist Bench­mar­king genau?

Das Gab­ler Wirt­schafts­le­xi­kon defi­niert Bench­mar­king wie folgt:

„Instru­ment der Wett­be­werbs­ana­lyse. Bench­mar­king ist der kon­ti­nu­ier­li­che Ver­gleich von Pro­duk­ten, Dienst­leis­tun­gen sowie Pro­zes­sen und Metho­den mit (meh­re­ren) Unter­neh­men, um die Leis­tungs­lü­cke zum sog. Klas­sen­bes­ten (Unter­neh­men, die Pro­zesse, Metho­den etc. her­vor­ra­gend beherr­schen) sys­te­ma­tisch zu schlie­ßen. Grund­idee ist es, fest­zu­stel­len, wel­che Unter­schiede beste­hen, warum diese Unter­schiede beste­hen und wel­che Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten es gibt.“

Wir spre­chen beim Bench­mar­king also von einer Markt­ana­lyse, die uns anhand von aktu­el­len Ver­gleichs­da­ten zeigt, wel­che Poten­ziale und Chan­cen wir als Unter­neh­men nut­zen kön­nen, um uns auf dem Markt zu posi­tio­nie­ren. Zum Bench­mar­king gehört also die per­fekte Mischung aus Rund­um­blick, Weit­sicht und kla­rem Fokus.

Vor­teile des Nachhaltigkeitsbenchmarks

Eine umfang­rei­che Ana­lyse des Mark­tes im Bereich Nach­hal­tig­keit? Das klingt zeit– und res­sour­cen­in­ten­siv — und das ist es auch. Zurecht kommt also die Frage auf: Wofür die ganze Arbeit?

Ein Nach­hal­tig­keits­bench­mark bie­tet Unter­neh­men einen exklu­si­ven Über­blick über beste­hende Bran­chen­stan­dards. Bis­he­rige Ver­mu­tun­gen zum Markt wer­den also mit den Bench­mark­da­ten bestä­tigt oder kor­ri­giert. Unternehmer*innen ver­mu­ten nicht mehr, wie sie im Ver­gleich zur Bran­che per­for­men, son­dern wis­sen genau, wo sie im Bereich Nach­hal­tig­keit ste­hen. Ein Wis­sen, wel­ches häu­fig deut­li­che Unter­schiede zu den vor­her getrof­fe­nen Ver­mu­tun­gen auf­zeigt und eine ideale Grund­lage für Ent­schei­dun­gen zu aktu­el­len Nach­hal­tig­keits­fra­gen darstellt.

Wäh­rend des Erfas­sungs­pro­zes­ses ler­nen zudem die Mitarbeiter*innen das Unter­neh­men im Kon­text zur Bran­che neu ken­nen. Die Ana­lyse kann dabei wert­volle Impulse zur Wei­ter­ent­wick­lung der eige­nen Nach­hal­tig­keits­ar­beit und zur zukünf­ti­gen Aus­rich­tung lie­fern. Das Nach­hal­tig­keits­bench­mark ist damit ein rele­van­ter Bestand­teil für die Ent­wick­lung oder Neu­aus­rich­tung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Vorteile Nachhaltigkeitsbenchmarking

Wie bench­marke ich Nachhaltigkeit?

Eine feste und vor­ge­ge­bene Vor­ge­hens­weise zum Bench­mar­ken der Nach­hal­tig­keit gibt es nicht. Natür­lich kann jede*r Unternehmer*in eine eigene Vor­ge­hens­weise ent­wi­ckeln. Als Grund­ge­rüst kann diese aber fest­ge­hal­ten werden:

  1. Indus­trie­re­cher­che

Nach einer inter­nen Abspra­che der eige­nen Bench­mar­king­ziele geht es an die Recher­che. Zuerst gilt es einen gene­rel­len Markt­über­blick der jewei­li­gen Bran­che zu erhal­ten, um die aktu­elle Markt­si­tua­tion, Pro­bleme sowie die mög­li­chen lang­fris­ti­gen Ent­wick­lun­gen im Bereich Nach­hal­tig­keit fest­zu­hal­ten. Die Indus­trie­re­cher­che sollte dabei auch die Frage klä­ren: Wel­che Her­aus­for­de­run­gen beschäf­tigt die Bran­che aktuell?

  1. Iden­ti­fi­zie­rung der Peergroup

Im zwei­ten Schritt wird die Peer­group, also eine Liste mit rele­van­ten Mitbewerber*innen inner­halb der eige­nen Bran­che, defi­niert. Hier­bei ist vor allem wich­tig, dass Unter­neh­men / Orga­ni­sa­tio­nen gewählt wer­den, die einen beson­ders hohen Anspruch an ihre Nach­hal­tig­keit haben. Wie sagt man so schön: Man lernt nur von den Besten!

  1. Erstel­lung eines Benchmark-Designs

Besteht ein Markt­über­blick sowie eine Liste zur rele­van­ten Peer­group, kann nun ein indi­vi­du­el­les Benchmark-Design, wel­ches aus indi­vi­du­el­len Clus­tern, Kate­go­rien und Fra­gen zusam­men­ge­setzt ist, erstellt wer­den. Das Design gibt letzt­lich vor, wel­che Aspekte der Nach­hal­tig­keit im Detail beleuch­tet werden.

  1. Recher­che

Auf Basis des Designs wer­den die ein­zel­nen Nach­hal­tig­keits­as­pekte der Branchenteilnehmer*innen recher­chiert und doku­men­tiert. Dabei wird vor allem die externe Kom­mu­ni­ka­tion, also bei­spiels­weise die Web­seite, Nach­hal­tig­keits­be­richte, die Social-Media-Kanäle sowie Pres­se­mel­dun­gen, hin­sicht­lich der zu ver­glei­chen­den Kri­te­rien untersucht.

  1. Ablei­tun­gen & Auswertung

Sind alle Daten erfasst, steht die Aus­wer­tung der Daten bevor. An die­ser Stelle wird alles in Kon­text gesetzt und ver­gli­chen: Stär­ken und Schwä­chen der Peer­group, Trends zu den Ver­gleichs­kri­te­rien sowie Best Prac­tices. Anhand die­ses Ergeb­nis­ses erhält ein Unter­neh­men nun eine gute Grund­lage zur Ent­wick­lung oder Wei­ter­ent­wick­lung der Nachhaltigkeitsstrategie.

Vorgehensweise für gezieltes Nachhaltigkeitsbenchmarking

Benchmark-Beispiel:

In der Pra­xis kann ein Bench­mark auf­grund der Daten­menge schnell kom­plex und sehr umfang­reich wer­den. Zur bes­se­ren Über­sicht­lich­keit bie­ten sich gut struk­tu­rierte Excel-Tabellen an. An einem sehr ver­ein­fach­ten Bei­spiel könnte eine Nach­hal­tig­keits­bench­mark so aussehen:

Beispiel: Nachhaltigkeitsbenchmark

Im Rah­men unse­res Leis­tungs­an­ge­bo­tes beglei­tet sus­tai­ne­ra­tion unter ande­rem auch Unter­neh­men bei der Ent­wick­lung von Nach­hal­tig­keits­stra­te­gien. In die­sem Zusam­men­hang füh­ren wir umfas­sende Ana­ly­sen zur Erfas­sung des IST-Standes durch, wovon die Durch­füh­rung von Nach­hal­tig­keits­bench­marks einen wesent­li­chen Teil ausmacht.

Es war nicht nur das ers­tes Mal auf dem Wacken Open Air (W:O:A), son­dern auch der erste Festival-Besuch in die­ser Grö­ßen­ord­nung über­haupt. In die­sem Jahr durfte Niels in der Wacken Future Fac­tory mit­wir­ken und mit Fans und Besu­chern des Fes­ti­vals über die Zukunft des Metal-Events, ins­be­son­dere im Hin­blick auf die Nach­hal­tig­keit sprechen.

Die Her­aus­for­de­run­gen sind offensichtlich

Wenn über 75.000 Men­schen zum Fei­ern zusam­men­fin­den, ist es keine Über­ra­schung, dass ent­spre­chende Abfall­berge ent­ste­hen, was ins­be­son­dere bei der Abreise deut­lich wird, wenn die Hin­ter­las­sen­schaf­ten auf den Fel­dern und Wei­den sicht­bar wer­den. Das Wacken Open Air zieht zudem Men­schen aus allen Ecken der Welt an, per Flug­zeug, mit dem Bus, mit der Bahn, dem PKW oder Cam­per rei­sen tau­sende Metal­heads an. Stich­wort Kli­ma­schutz! Hinzu kommt der Ener­gie­ver­brauch für die Shows selbst.

In der Wacken Future Fac­tory konnte an der Zukunft mit gestal­tet werden

Im Rah­men der Fac­tory wurde genau über diese Her­aus­for­de­run­gen dis­ku­tiert und erste Lösungs­an­sätze wur­den erar­bei­tet, immer vor dem Hin­ter­grund, dass das Wacken-Erlebnis nicht dar­un­ter lei­den darf, immer­hin steht das unbe­schwerte Fei­ern im Vor­der­grund. Das bedeu­tet, dass Ver­än­de­run­gen in die­ser Hin­sicht eher sanft pas­sie­ren und keine „erho­be­ner Zeigefinger“-Wirkung haben soll­ten. Viele Fans haben Ideen ein­ge­bracht und ihre Vision für das Wacken der Zukunft platziert.

Unsere Top 5 – Ansätze mit Potential

  • Schon beim Ver­kauf der Tickets kann die Anreise mit der Bahn stär­ker geför­dert wer­den, indem bereits ent­spre­chende Bahn­ti­ckets mit ange­bo­ten wer­den oder es Ver­güns­ti­gun­gen für Bahn­ti­ckets gibt und die Anreise mit der Bahn dadurch ein­fach attrak­ti­ver wird. Wich­tig ist dabei natür­lich, dass es einen Shuttle-Service vom nächst gele­ge­nen Bahn­hof gibt, der für das W:O:A vor­han­den ist.

 

  • Auf dem Fes­ti­val selbst, könn­ten sämt­li­che Food-Trucks und –Stände kom­pos­tier­ba­res Geschirr ver­wen­den, was im bes­ten Fall nur aus einem Mate­rial besteht, wie bspw. gepresste Bana­nen­blät­ter. Dann sollte der Abfall jedoch auch kon­se­quent getrennt wer­den, was man bereits beim Che­ckIn för­dern kann, indem anstelle von einem gro­ßen Müll­beu­tel, meh­rere Beu­tel, Papier­tü­ten und / oder Kis­ten für unter­schied­li­che Abfall­ar­ten aus­ge­ge­ben wer­den. Auch wurde der Wunsch nach mehr regio­na­len Food-Angeboten geäußert.

 

  • Sind die Fes­ti­val­be­su­cher abge­reist, wer­den die Hin­ter­las­sen­schaf­ten sicht­bar. Wie­sen vol­ler Zelte und Camping-Equipment. Auf den Cam­ping­grounds könn­ten Spen­den­sta­tio­nen ein­ge­rich­tet wer­den, bei denen die Metal­heads intakte Zelte etc. abge­ben kön­nen, die dann bspw. Orga­ni­sa­tio­nen der Obdach­lo­sen­hilfe über­reicht wer­den. Wir haben gehört, dass es in Wacken einen sol­chen Stand geben soll, doch fin­den konnte Niels den lei­der nicht. Zudem sind die Wege teil­weise sehr weit, so dass wir die Idee der Zelt­spende auf den Cam­ping­grounds sehr sinn­voll fin­den, da so für die Fes­ti­val­be­su­cher kein Mehr­auf­wand besteht.

 

  • Häu­fig wurde auch der Wunsch nach einer Green Cam­ping Area geäu­ßert, auf der auf Strom-Aggregate ver­zich­tet wird und Kom­post­toi­let­ten ste­hen. Auch wür­den sich gemein­schaft­lich nutz­bare Grill­plätze gut ein­fü­gen (was ver­mei­den könnte, dass Besu­cher ihre Grills bei der Abreise ste­hen las­sen) oder solar­be­trie­bene Lade­stel­len für mobile Endgeräte.

 

  • Nicht nur die Fans haben krea­tive Ideen ein­ge­bracht. Prof. Michael Braungart, Kopf des Cradle-to-Cradle Prin­zips, hat in der Future Fac­tory einen sehr inspi­rie­ren­den Vor­trag gehal­ten und u.a. dafür plä­diert, dass die Res­sour­cen des Fes­ti­vals im Festival-Kreislauf blei­ben, durch bspw. Papp­be­cher, die in dem einen Jahr gesam­melt und im nächs­ten Jahr als Klo­pa­pier ein­ge­setzt werden.

 

Unser Fazit

Wir mer­ken, dass die nach­hal­tige Gestal­tung von Fes­ti­vals die­ser Grö­ßen­ord­nung eine immense Auf­gabe ist, ins­be­son­dere vor dem Hin­ter­grund, dass das Fes­ti­val­er­leb­nis ein Unbe­schwer­tes blei­ben sollte. Doch neben den genann­ten Ideen, gab es noch eine Reihe wei­te­rer Anre­gun­gen und Ansätze, die uns zuver­sicht­lich stim­men, dass Fes­ti­vals die Welt ver­än­dern und dabei die Umwelt schüt­zen können.

Wir sind gespannt, wie das W:O:A der Zukunft tat­säch­lich aus­se­hen wird und wel­che Ansätze sich, aus der Future Fac­tory, dort wie­der­fin­den. Die Fac­tory selbst sehen wir dabei als Think Tank in dem der Nähr­bo­den für alles wei­tere entsteht.

Niels selbst hat übri­gens lange über­legt und ist die 80km dann doch mit einem gelie­he­nen Cam­per ange­reist. Dafür hat er die Gele­gen­heit genutzt und seine Ver­pfle­gung gut ein­ge­plant, über­wie­gend unver­packt ein­ge­kauft und einige Mahl­zei­ten bereits zuhause vor­ge­kocht. Als bei einem Gewit­ter das Gelände geräumt wurde und sich alle in ihre PKW bege­ben soll­ten, war er ziem­lich froh über diese Entscheidung.

In dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!” wird in 8 Etap­pen dar­ge­legt, wie Unter­neh­men zu einem wirk­sa­men CSR– bzw. Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment kom­men. In die­sem Bei­trag wol­len wir einen Ein­blick in das Buch geben und zei­gen einen Aus­zug zu mög­li­chen Sze­na­rien zur Kom­mu­ni­ka­tion von CSR& Nachhaltigkeitaktivitäten.

Es gibt sicher­lich viele Beweg­gründe, sein Enga­ge­ment zum ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit Mensch und Pla­net zu kom­mu­ni­zie­ren, drei für wesent­li­che Gründe sol­len hier ein­mal skiz­ziert werden.

1. Sze­na­rio: Kunde will wis­sen was er kauft

Immer mehr Ver­brau­cher ent­wi­ckeln ein Bewusst­sein für ihren Waren­korb und wol­len wis­sen, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Pro­dukte, die sie kau­fen, her­ge­stellt wer­den. Die soge­nann­ten LOHAS (Life­style of Health and Sus­taina­bi­lity) ver­fol­gen einen ethisch kor­rek­ten Lebens­stil, der auf Gesund­heit und Nach­hal­tig­keit basiert. Inter­es­sant ist, diese Ver­brau­cher­ge­ne­ra­tion befin­det sich in einem ste­ti­gen Wachs­tum und ist durch ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men charakterisiert.

Wer mit sei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen also Zugang zu die­sem Kreis haben möchte, muss nicht nur ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit Res­sour­cen umge­hen, son­dern sei­nen ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang auch trans­pa­rent kommunizieren.

Nach­hal­tig zu Han­deln und die­ses Han­deln ent­spre­chend zu kom­mu­ni­zie­ren, kann somit ein wesent­li­cher Bau­stein für die Zukunfts­fä­hig­keit von Unter­neh­men sein.

2. Sze­na­rio: Mit­ar­bei­ter will sich identifizieren

Die Gestal­tung einer attrak­ti­ven Arbeit­ge­ber­marke, hat sich unter dem Begriff „Employer Bran­ding“ zu einer eige­nen Dis­zi­plin ent­wi­ckelt. Hier­nach soll die Arbeit­ge­ber­marke sys­te­ma­tisch gestal­tet wer­den, um neue Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen und beste­hende zu halten.

Laut einer Stu­die von sus­tai­ne­ra­tion, kann gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment von Unter­neh­men, stark zum Auf­bau einer ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Arbeit­ge­ber­marke bei­tra­gen. Auch eine Stu­die von Deloitte stellte fest, dass sich Bewer­ber eher für enga­gierte Arbeit­ge­ber ent­schei­den (Chris­ti­an­sen & Lee 2016, & Deloitte, 2011).

Um poten­ti­el­len Mit­ar­bei­tern zu zei­gen, wel­che Werte das Unter­neh­men ver­tritt, müs­sen diese eben kom­mu­ni­ziert wer­den. Wird das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment nach innen und außen ent­spre­chend dar­ge­stellt, ermög­licht dies poten­ti­el­len und auch beste­hen­den Mit­ar­bei­tern sich stär­ker mit dem Unter­neh­men zu identifizieren.

3. Sze­na­rio: Trans­pa­renz als Teil der Nachhaltigkeit

Kun­den– oder Mit­ar­bei­ter ori­en­tierte CSR-Kommunikation ist Ihnen zu wirt­schaft­lich gedacht? Dann betrach­ten Sie die trans­pa­rente Dar­stel­lung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten gerne als Teil Ihres CSR-Engagements, denn das ist es auch. Betrieb­li­ches Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment umfasst sämt­li­che Unter­neh­mens­be­rei­che. Es fängt an mit dem An– bzw. Abbau von Roh­stof­fen, geht über die Her­stel­lung, inklu­sive aller Stu­fen der Lie­fer­kette, über die Arbeits­be­din­gun­gen in Ihrer Orga­ni­sa­tion, bis hin zur Nut­zung und Ent­sor­gung und mög­li­cher­weise Wie­der­ver­wer­tung von Pro­duk­ten. Trans­pa­renz zu schaf­fen, über alle rele­van­ten Aspekte inner­halb die­ser Berei­che, ist ein essen­ti­el­ler Teil der Nach­hal­tig­keits­ar­beit von Unternehmen.

In die­sem Sinne, ist es emp­feh­lens­wert, die Kom­mu­ni­ka­tion der CSR& Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten als Teil der Nach­hal­tig­keit zu ver­ste­hen und in Akti­ons– und Maß­nah­men­pläne zu verankern.

Impulse zur Umset­zung der CSR& Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion gibt es in dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!”.

Logo mit Schrift CSR-Check transparent mit Text als Pfad

Wir freuen uns sehr, unser neues Online-Tool zur Erfas­sung unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Check kön­nen Unter­neh­men Ihre Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity sys­te­ma­tisch erfassen.

 

Algo­rith­mus für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten bewer­tet die Nachhaltigkeitsleistung

Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens beant­wor­tet und der betrieb­li­che Status-Quo direkt ange­zeigt. Dabei wer­den die Anga­ben mit­hilfe eines Algo­rith­mus zur Bewer­tung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens aus­ge­le­sen und bewer­tet. Die­ser Algo­rith­mus dient zur Ana­lyse unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit und wurde unter Berück­sich­ti­gung bekann­ter Stan­dards und Nor­men ent­wi­ckelt, wie der Glo­bal Reporting Initia­tive, der Inter­na­tio­nal Labor Orga­niza­tion, dem Glo­bal Com­pact, der inter­na­tio­na­len Umwelt­ma­nagem­ent­norm ISO 14001 und dem Nach­hal­tig­keits­stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics.

Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei die Nach­hal­tig­keit zu verbessern

Wer den CSR-Check durch­führt erfährt, wie sein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt auf­ge­stellt ist, iden­ti­fi­ziert rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte inner­halb die­ser Hand­lungs­fel­der und deckt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf auf. Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei, die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit des Unter­neh­mens schritt­weise zu verbessern.

Aus einem Kata­log von 114 Maß­nah­men, erhält der Nut­zer bis zu 69 Emp­feh­lun­gen, zur Ver­bes­se­rung des Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments und der Nach­hal­tig­keit des Unternehmens. 

Das Ergeb­nis des Checks wird direkt online ange­zeigt, zudem besteht die Mög­lich­keit einen Bericht des Checks zu gene­rie­ren sowie eine Info­gra­fik zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung per Mail zu erhal­ten. Die Info­gra­fik stellt die Gesamt­leis­tung der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keit dar und eig­net sich her­vor­ra­gend zur inter­nen und exter­nen Kom­mu­ni­ka­tion der betrieb­li­chen Nachhaltigkeitsleistung.

Enga­ge­ment für die Nord­see — Schon die Durch­füh­rung des Checks hat eine posi­tive Wirkung

Je CSR-Check wer­den 25€ an den Ver­ein Küste gegen Plas­tik aus Sankt Peter-Ording an der nord­frie­si­schen Nord­see­küste gespen­det. Charity_KüstegegenPlastikDer Ver­ein enga­giert sich poli­tisch für weni­ger Mee­res­müll und trägt auch mit Säu­be­rungs­ak­tio­nen aktiv dazu bei. Mit deren App Replace Plas­tic ver­schafft Küste gegen Plas­tik Ver­brau­chern zudem die Mög­lich­keit, Her­stel­lern mit­zu­tei­len, dass sie sich Pro­dukte anders bzw. bes­ser ver­packt wünschen.

Als in Nord­fries­land ansäs­si­ges Bera­tungs­un­ter­neh­men haben wir das Glück, die Kraft und Ener­gie der Nord­see im All­tag zu erfah­ren und nut­zen dies natür­lich zur Erho­lung und zum Laden unse­rer Akkus. Sor­gen macht uns die Plas­tik­flut, wel­che zuneh­mend an unse­ren Küs­ten ange­spült wird. Küste gegen Plas­tik enga­giert sich für sau­bere Meere, wes­halb wir uns für Küste gegen Plas­tik engagieren.

Wer erfah­ren will, wo sein Betrieb in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity steht,
hier geht’s zum CSR-Check.

 

Die wohl größte Her­aus­for­de­rung im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment ist die Gestal­tung von umwelt­ge­rech­ten und fai­ren Lie­fer­ket­ten. Da Unter­neh­men nur indi­rekt Ein­fluss auf die Nach­hal­tig­keit ihrer Zulie­fe­rer und deren Zulie­fe­rer aus­üben kön­nen, wird das Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment nicht sel­ten etwas stief­müt­ter­lich behan­delt. Doch gerade dort ent­ste­hen häu­fig die bedeu­ten­den Umwelt­aus­wir­kun­gen von Unter­neh­men und somit auch enorme Potentiale.

Es gibt gute Gründe für ein nach­hal­ti­ges Lieferkettenmanagement

Zum einen bedeu­ten Miss­stände in der Lie­fer­kette, zugleich nega­tive Bericht­er­stat­tung und damit Repu­ta­ti­ons­schä­den. Wer seine Lie­fer­kette auf öko­lo­gi­schen und sozia­len Grund­sät­zen gestal­tet, ver­bes­sert damit seine Repu­ta­tion. Letzt­end­lich wird eine stär­kere Aus­ein­an­der­set­zung mit den sozia­len und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen ent­lang der Lie­fer­kette zuneh­mend von Kun­den, Inves­to­ren, Mit­ar­bei­tern, Bewer­bern und ande­ren Sta­ke­hol­dern erwartet.

Ein wei­te­rer Anlass zur Gestal­tung einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Lie­fer­kette ist die Pla­nungs­si­cher­heit bzw. Risi­ko­mi­ni­mie­rung. Wer­den die Res­sour­cen unter öko-sozialen Gesichts­punk­ten gewon­nen und pro­du­ziert, kön­nen Risi­ken wie Streiks und damit ein­her­ge­hende Pro­duk­ti­ons­aus­fälle oder Rechts­strei­tig­kei­ten ver­mie­den und eine zuver­läs­sige Ver­sor­gung durch den Lie­fe­ran­ten sicher­ge­stellt werden.

Erste Schritte zum sys­te­ma­ti­schen Lieferkettenmanagement

Haben Sie sich bis­lang weni­ger mit Ihrer Lie­fer­kette aus­ein­an­der­ge­setzt, hel­fen Ihnen die fol­gen­den Emp­feh­lun­gen viel­leicht dabei, die ers­ten Stu­fen hinzu einem ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Beschaf­fungs­we­sen zu erklimmen.

  • Zunächst gilt, weni­ger ist mehr! Wer sich auf die Zusam­men­ar­beit mit weni­gen Lie­fe­ran­ten kon­zen­triert, kann einer­seits seine Lie­fer­kette leich­ter abbil­den und rele­vante Nach­hal­tig­keits­the­men iden­ti­fi­zie­ren und dar­über hin­aus ermög­licht die inten­si­vere Zusam­men­ar­beit auch Ver­bes­se­run­gen bezüg­lich des Qua­li­täts­ni­veaus und der Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit zu erreichen.
  • Die Grund­lage Ihres Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ments sollte eine umfas­sende Ana­lyse die­ser sein. Ermit­teln Sie die tat­säch­li­chen öko­lo­gi­schen und sozia­len Aus­wir­kun­gen, die im Zusam­men­hang mit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit ent­lang der Lie­fer­kette ent­ste­hen und bewer­ten Sie die damit ein­her­ge­hen­den Risiken.
  • Doku­men­tie­ren Sie Ihre Zulie­ferer­da­ten. Eine Auf­lis­tung Ihrer Lie­fe­ran­ten­da­ten sollte auch die Lie­fer­ket­ten­stufe beinhal­ten, ins­be­son­dere wenn die Lie­fer­kette kom­plex ist. Für unter­schied­li­che Lie­fer­ket­ten­stu­fen bedarf es häu­fig beson­dere Herangehensweisen.
  • Haben Sie Ihre Lie­fer­kette ent­spre­chend unter­sucht, berei­ten Sie die Ergeb­nisse visu­ell auf, das hilft Ihnen die Kom­ple­xi­tät Ihrer Lie­fer­kette stets im Blick zu haben, um adäquate Ziele und Maß­nah­men zu formulieren.


Benö­ti­gen Sie Unter­stüt­zung bei der Unter­su­chung Ihrer Lie­fer­kette oder bei der Gestal­tung eines nach­hal­ti­gen Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment, spre­chen Sie und gerne an!

Das neue Buch von Niels Chris­ti­an­sen, “CSR muss keine Bürde sein!” erklärt, wie Unter­neh­men in 8 Etap­pen ein wir­kungs­vol­les CSR-Management kre­ie­ren können.

Wenn das sys­te­mi­sche Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment abschreckt und ich trotz­dem „CSR machen“ will

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegenüber Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar überfordert fühlen.

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häufig kleine– und mittelständische Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befas­sen. Doch je mehr sie sich damit aus­ein­an­der­set­zen, desto kon­fu­ser wird es oft­mals. Sie wer­den kon­fron­tiert mit der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung, mit Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­ket­ten, mit umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, mit der Attraktivität als Arbeit­ge­ber, mit gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment und dann sol­len all diese Dinge auch noch in ein sys­te­mi­sches Manage­ment gegos­sen wer­den. Das hört sich nach einer ziem­lich gro­ßen Auf­gabe an, für die viel Zeit und per­so­nelle Res­sour­cen benötigt wer­den, die gerade in klei­ne­ren Betriebe häufig nicht vor­han­den sind.

Aber untätig blei­ben und die Hände in den Schoß zu legen ist auch keine Alter­na­tive, immer­hin soll der Betrieb ja auch zukunftsfähig gestal­tet wer­den und dass man da nicht um glo­bale Trends wie der Ener­gie– und Res­sour­cen­lage, dem Kli­ma­wan­del und der damit ein­her­ge­hen­den Ökologisierung, der Digi­ta­li­sie­rung und zuneh­men­den Indi­vi­dua­li­sie­rung sowie einer her­aus­for­dern­den Bevölkerungsentwicklung her­um­kommt, ist vie­len Unter­neh­men bereits klar. Immer­hin ist der Wan­del heute bereits spürbar, durch Kun­den die bewuss­ter auf die Umwelt– und Sozialverträglichkeit von Pro­duk­ten ach­ten oder auch durch Mit­ar­bei­ter die eine stärkere Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Job suchen, wodurch sich die Arbeits­welt schon jetzt maß­geb­lich verändert.

Es bleibt also die Frage nach dem „Wie?“. Wie können Unter­neh­men diese Flut an The­men, die für eine zukunftsfähige Ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­tion not­wen­dig sind, anpa­cken oder gar managen?

An die­ser Frage ori­en­tiert sich das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” und zwar ganz prak­tisch. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen können. Ziel die­ses Buches ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie sich Betriebe der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und in 8 Etap­pen zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in einem Betrieb ver­an­kert wer­den kann. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie die jewei­li­gen Etap­pen umge­setzt wer­den können.

Das Buch “CSR muss keine Bürde sein” ist auf dem Markt­platz fair­mondo zu fin­den.

Nach­hal­tig­keit ist heut­zu­tage fes­ter Bestand­teil vie­ler Unter­neh­mens­stra­te­gien. Dabei wird immer wie­der deut­lich, dass viele Unter­neh­men eine nach­hal­tige Ent­wick­lung durch Inno­va­tio­nen errei­chen wol­len. Inno­va­tio­nen haben für Unter­neh­men dahin­ge­hend eine dop­pelte Bedeu­tung. Zum einen kön­nen sie ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit stär­ken und mit neuen und zukunfts­wei­sen­den Pro­duk­ten auf den Markt tre­ten, zum ande­ren kön­nen dadurch effi­zi­en­tere und res­sour­cen­scho­nen­dere Pro­dukte und Pro­duk­ti­ons­me­tho­den geschaf­fen werden.

Inno­va­tion als Motor für mehr Nachhaltigkeit

Um glo­bale Her­aus­for­de­run­gen wie der stei­gen­den Armut, Res­sour­cen­knapp­heit oder auch des demo­gra­fi­schen Wan­dels zu begeg­nen, stellt die erfolg­rei­che Ver­knüp­fung von Nach­hal­tig­keit und Inno­va­ti­ons­ent­wick­lung zukünf­tig eine immer bedeu­ten­dere Rolle dar. Zahl­rei­che Unter­neh­men nut­zen diese Mög­lich­keit bereits, um ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch inno­va­tive Lösungs­an­sätze, wel­che eine nach­hal­tige Ent­wick­lung adres­sie­ren, zu stär­ken. Damit kann aber nicht nur die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens gesi­chert wer­den, son­dern durch Pro­dukt– und Pro­zes­sin­no­va­tio­nen, die bei­spiels­weise einen effi­zi­en­te­ren Res­sour­cen­ein­satz mit sich brin­gen kön­nen, wird ebenso ein wich­ti­ger Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung geleis­tet. Dies ist ins­be­son­dere in Ent­wick­lungs– und Schwel­len­län­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Denn hier kön­nen Inno­va­tio­nen dazu bei­tra­gen, dass eine nicht nach­hal­tige Wirt­schafts­weise — wie zu Zei­ten der Indus­tria­li­sie­rung in Europa — über­sprun­gen wird und der Ent­wick­lungs­pro­zess die­ser Län­der nach­hal­ti­ger gestal­tet wer­den kann.

Wie kann Nach­hal­tig­keit in Inno­va­ti­ons­pro­zes­sen inte­griert werden?

Um ein erfolg­rei­ches und mög­lichst nach­hal­ti­ges Pro­dukt zu ent­wi­ckeln und auf den Markt zu brin­gen, muss die Pro­dukt­idee zunächst einen Pro­zess durch­lau­fen. Ange­fan­gen bei der Ideen­ent­wick­lung und Aus­wahl, über die Ent­wick­lung und Erpro­bung des Pro­dukts bis hin zur Markt­ein­füh­rung und Dif­fu­sion durch­läuft das Pro­dukt einen Inno­va­ti­ons­pro­zess. Wich­tig ist, dass in allen Pha­sen des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses nach­hal­tige Aspekte berück­sich­tigt und inte­griert werden.

Nachhaltigkeit_Innovationsprozess

Die Abbil­dung zeigt einen klas­si­schen Inno­va­ti­ons­pro­zess, mit unter­schied­li­chen Sze­na­rien wann Nach­hal­tig­keit inner­halb des Pro­zes­ses berück­sich­tigt wird. Wird von Beginn des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses, also schon bei der Ide­en­ge­ne­rie­rung dar­auf abge­zielt eine nach­hal­tige Inno­va­tion zu ent­wi­ckeln, ist die Wahr­schein­lich­keit, ein sol­che zu erhal­ten sehr hoch. Ist Nach­hal­tig­keit nicht Ziel der Inno­va­tion, kann den­noch eine „Nach­hal­tig­keit­sin­no­va­tion“ ent­ste­hen, jedoch ist es dann in der Regel eine zufäl­lige Ent­de­ckung. So oder so, kön­nen inno­va­tive Pro­dukte und Pro­zesse nach­hal­ti­ger, also umwelt– und sozi­al­ver­träg­li­cher gestal­tet werden.

Inno­va­tio­nen nach­hal­tig entwickeln

Sie ste­hen vor der Ent­wick­lung von inno­va­ti­ven Pro­duk­ten oder Pro­zes­sen und wol­len diese mög­lichst nach­hal­tig gestal­ten? Oder Sie haben sich bereits auf den Weg zur Ent­wick­lung von Inno­va­tio­nen gemacht und wol­len nun nach­hal­tige Aspekte in Ihrem Inno­va­ti­ons­pro­zess inte­grie­ren? Spre­chen Sie uns gerne an!

Mit unse­ren zuge­schnit­te­nen Innovations-Workshops stei­gen wir gerne in jeder Phase des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses ein, um das Maxi­mum für Ihre betrieb­li­che Nach­hal­tig­keits­leis­tung raus­zu­ho­len, unab­hän­gig davon ob Sie am Anfang ste­hen und Nach­hal­tig­keit als Ziel Ihrer Inno­va­tion sehen, oder ob Sie sich bereits in der Ent­wick­lung und Rea­li­sie­rung befinden.

Die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen von Sta­ke­hol­der spie­len im betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment eine bedeu­tende Rolle. Ein kon­struk­ti­ver Aus­tausch mit sei­nen Sta­ke­hol­dern kann dabei hel­fen, kom­plexe betrieb­li­che Nach­hal­tig­keits­fra­gen zu beant­wor­ten. Mit der Wesent­lich­keits­ana­lyse steht ein stra­te­gi­sches Werk­zeug zur Ver­fü­gung, um die wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men von Unter­neh­men mit­hilfe sei­ner Sta­ke­hol­der zu ermit­teln und visualisieren.

Woher kommt der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz?

Der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz ent­wi­ckelte sich aus den Defi­zi­ten her­aus, die der klas­si­sche Shareholder-Ansatz mit sich brachte. Hier­nach wer­den in der Unter­neh­mens­füh­rung ledig­lich die Inter­es­sen der Anteils­eig­ner berück­sich­tigt. Doch da Unter­neh­men, die nach dem Shareholder-Ansatz han­deln, lang­fris­tig kaum über­le­bens­fä­hig sind, hat sich ein Management-Ansatz eta­bliert, der die Inter­es­sen sämt­li­cher Anspruchs­grup­pen eines Unter­neh­mens berück­sich­tigt – der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz.

Der Begriff Sta­ke­hol­der beinhal­tet viele unter­schied­li­che Inter­es­sen­grup­pen, die sich zum Teil inner­halb eines Unter­neh­mens befin­den (Mit­ar­bei­ter, Füh­rungs­kräfte und Eigen­tü­mer), aber dar­über hin­aus auch externe Grup­pen (Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Gläu­bi­ger, Gesell­schaft, Umwelt, Staat, Medien und NGOs) umfasst. Eine enge Ein­bin­dung der eige­nen Sta­ke­hol­der, sowie der sys­te­ma­ti­sche Dia­log mit die­sen, ist wich­ti­ger denn je und für viele Unter­neh­men ein lang­fris­ti­ges Erfolgskriterium.

Doch woher weiß ich, wer meine Sta­ke­hol­der sind?

Eine engere Bezie­hung zu den Sta­ke­hol­dern kann zum einen eine höhere Akzep­tanz in der Gesell­schaft mit sich brin­gen, zum ande­ren aber auch die Leis­tungs­fä­hig­keit eines Unter­neh­mens ver­bes­sern. Doch wich­tig hier­bei ist, dass die Inter­es­sen­grup­pen zunächst iden­ti­fi­ziert und die Rele­vanz der jewei­li­gen Grup­pen bewer­tet wer­den. Die Iden­ti­fi­zie­rung und Bewer­tung der Sta­ke­hol­der kann aber nicht durch die Geschäfts­füh­rung allein gesche­hen. Es sollte eine Arbeits­gruppe gebil­det wer­den, die alle Unter­neh­mens­be­rei­che und damit auch sämt­li­che Blick­win­kel des Unter­neh­mens abdeckt. Meis­tens denkt jeder an sei­nen eige­nen Funk­ti­ons­be­reich, wes­halb auch häu­fig nur die Sta­ke­hol­der inner­halb die­ses Funk­ti­ons­be­rei­ches gese­hen wer­den. Durch eine funk­ti­ons­über­grei­fende Arbeits­gruppe wird letzt­end­lich das Risiko, einen rele­van­ten Sta­ke­hol­der zu ver­ges­sen minimiert.

Eine Rele­vanz­ana­lyse hilft dabei die Sta­ke­hol­der zu bewerten

Nach­dem, die für ein Unter­neh­men vor­lie­gen­den Sta­ke­hol­der iden­ti­fi­ziert wur­den, soll­ten diese hin­sicht­lich ihrer Rele­vanz bewer­tet wer­den. Da es nur schwer mög­lich ist, jedem Sta­ke­hol­der die glei­che Auf­merk­sam­keit zukom­men zu las­sen, sollte her­aus­ge­ar­bei­tet wer­den, wel­chen Ein­fluss das Unter­neh­men auf die jewei­li­gen Grup­pen hat, aber auch wel­chen Ein­fluss die ein­zel­nen Sta­ke­hol­der auf das Unter­neh­men aus­üben kön­nen. Dadurch zeigt sich wel­chen Sta­ke­hol­dern eine beson­ders starke Auf­merk­sam­keit zukom­men sollte – die auch bei der Ent­wick­lung einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie zwin­gend berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Ins­be­son­dere wenn sich im Ver­lauf der Sta­ke­hol­der­ana­lyse Kon­flikte bei den Erwar­tun­gen ver­schie­de­ner Sta­ke­hol­der­grup­pen erge­ben, hilft es einen Blick auf die Rele­vanz der jewei­li­gen Grup­pen zu werfen.

Mit der Wesent­lich­keits­ana­lyse Sta­ke­hol­der in die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie ein­bin­den
WesentlichkeitsanalyseDas Zen­trum der Wesent­lich­keits­ana­lyse bil­det die soge­nannte Wesent­lich­keits­ma­trix, wel­che Nach­hal­tig­keit­ste­he­men abhän­gig von der Geschäfts– und Sta­ke­hol­der­re­le­vanz dar­stellt. Nach­dem die Sta­ke­hol­der iden­ti­fi­ziert und bewer­tet wur­den, sollte mit ihnen in einen Dia­log getre­ten wer­den, um die wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men des Unter­neh­mens zu ermit­teln. Dafür gibt es unter­schied­li­che Möglichkeiten:

  • Befra­gun­gen bie­ten den Vor­teil, dass keine Ein­zel­mei­nun­gen ein­ge­holt wer­den, son­dern viele Per­so­nen befragt wer­den. Die Mög­lich­keit der Nach­frage ist jedoch nicht vorhanden.
  • Inter­views bie­ten den Vor­teil, dass Sie mit Sta­ke­hol­dern in Dis­kus­sion tre­ten kön­nen. Inter­view­part­ner kön­nen Nach­fra­gen stel­len und Unter­neh­men haben die Mög­lich­keit sich zu erklä­ren. Jedoch wer­den Ein­zel­mei­nun­gen ein­ge­holt, die im Zwei­fel nicht die Erwar­tun­gen der Sta­ke­hol­der­gruppe widerspiegeln.
  • Dia­log­ver­an­stal­tun­gen bie­ten den Vor­teil, dass Sie mit Ihren Sta­ke­hol­dern und auch Ihre Sta­ke­hol­der unter­ein­an­der in den Aus­tausch kom­men und mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren. Es kann effek­tiv an der Wei­ter­ent­wick­lung der Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie gear­bei­tet werden.

 

Unsere Emp­feh­lung: Nut­zen Sie ent­we­der Dia­log­ver­an­stal­tun­gen oder eine Kom­bi­na­tion aus Befra­gung und Exper­ten­in­ter­views und wie­der­ho­len Sie die Ana­lyse nach eini­gen Jah­ren. Für die erst­ma­lige Durch­füh­rung nut­zen wir gerne die Kom­bi­na­tion aus Befra­gung und Inter­views und set­zen die Dia­log­ver­an­stal­tung zur Wei­ter­ent­wick­lung des Stakeholder-Dialoges ein. Gerne unter­stüt­zen wir Sie beim Auf­bau eines sys­te­ma­ti­schen Sta­ke­hol­der Manage­ments. Spre­chen Sie uns gerne an!