Seit dem Jahr 2017 sind kapi­tal­markt­ori­en­tierte Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, ihre Nach­hal­tig­keit in Form eines jähr­li­chen Berich­tes zu ver­öf­fent­li­chen. Aus­schlag­ge­bend hier­für ist das so genannte „CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz“ (CSR-RUG) des Deut­schen Bun­des­ta­ges, bezie­hungs­weise eine 2014 ver­ab­schie­dete CSR-Richtlinie des Euro­päi­schen Parlaments.

Unter dem Begriff CSR, also Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity, ver­steht man die gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung von Unter­neh­men, nachhaltig(er) zu wirt­schaf­ten. Hierzu zäh­len bei­spiels­weise die Ver­bes­se­rung des öko­lo­gi­schen Fuß­ab­dru­ckes, der Fokus auf gesell­schaft­li­che Belange, die Berück­sich­ti­gung der Mitarbeiter*innenbedürfnisse sowie die Wahr­neh­mung einer Sorg­falts­pflicht in der Lie­fer­kette. Mit der Berichts­pflicht legen Unter­neh­men nun also regel­mä­ßig offen, inwie­fern sie ihre Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie (erfolg­reich) umge­setzt und ggf. posi­tiv wei­ter­ent­wi­ckelt haben.

Wer muss berichten?

Betrof­fen vom CSR-RUG sind kapi­tal­markt­ori­en­tierte Unter­neh­men sowie Kre­dit­in­sti­tute und Versicherungsunternehmen,

  • die im Schnitt eines Geschäfts­jah­res mehr als 500 Mitarbeiter*innen haben,
  • deren Umsatz­er­löse sich auf mehr als 40 Mil­lio­nen Euro belau­fen oder des­sen Bilanz­summe bei mehr als 20 Mil­lio­nen Euro liegt.

Quelle: IHK Frank­furt am Main

Kom­men Unter­neh­men ihrer Berichts­pflicht nicht nach, dann dro­hen Buß­gel­der, die sich je nach Umsatz­größe und Gewinn­höhe des Unter­neh­mens auf bis zu 10 Mil­lio­nen Euro belau­fen können.

Wer kann berichten?

Abge­se­hen von den gesetz­lich ver­pflich­te­ten Unter­neh­men kön­nen auch klei­nere und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men frei­wil­lig einen Nach­hal­tig­keits­be­richt ver­öf­fent­li­chen, um somit gezielt eine trans­pa­rente Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion mit Kund*innen, Mitarbeiter*innen und wei­te­ren Sta­ke­hol­dern zu fördern.

Deut­scher Nach­hal­tig­keits­ko­dex als Berichtshilfe Die 20 DNK-Kriterien

Mit dem Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex (DNK) ent­wi­ckelte der Rat für Nach­hal­tige Ent­wick­lung 2011 eine stan­dar­di­sierte und kos­ten­lose Ori­en­tie­rungs­hilfe für die Erstel­lung von Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten. Unter­neh­men kön­nen anhand 20 fest­ge­leg­ter DNK-Kriterien und ver­schie­de­ner Leis­tungs­in­di­ka­to­ren eine bereits vor­struk­tu­rierte Erklä­rung abgeben.

Das Büro Deut­scher Nach­hal­tig­keits­ko­dex bie­tet in die­sem Zusam­men­hang auch die Prü­fung der erstell­ten Erklä­rung sowie ein qua­li­fi­zier­tes Feed­back für Unter­neh­men an. Bei der Bericht­er­stat­tung kön­nen Betriebe zudem durch Schu­lungs­part­ner– und Mentor*innen des DNK unter­stützt werden.

Wel­che drei Fak­to­ren zeich­nen einen guten Nach­hal­tig­keits­be­richt aus?

Ein star­ker Nach­hal­tig­keits­be­richt berück­sich­tigt viele diverse Fak­to­ren, die den Bericht im Gesam­ten gut und aus­sa­ge­kräf­tig machen. Je nach Unter­neh­men und Bran­che kön­nen unter­schied­li­che The­men mehr oder eben weni­ger rele­vant sein. Diese drei Fak­to­ren haben gute Nach­hal­tig­keits­be­richte jedoch immer gemein:

1. Stra­te­gie

Der Nach­hal­tig­keits­be­richt sollte eine voll­stän­dige und nach­voll­zieh­bare Stra­te­gie beinhal­ten, wel­che zeigt, wo die wesent­li­chen Hebel des Unter­neh­mens lie­gen. Diese dar­ge­legte Stra­te­gie sollte dabei unter Ein­be­zug der Mitarbeiter*Innen ent­wi­ckelt wor­den sein.

2. Ziele 

Die im Bericht genann­ten Ziele soll­ten kon­kret und mess­bar sein. Nur so kann in den Fol­ge­jah­ren die erfolg­rei­che Umset­zung der Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie bewer­tet wer­den. Die Ziele soll­ten daher so klar wie mög­lich gesetzt wer­den und dar­le­gen, wel­che Nach­hal­tig­keits­the­men damit adres­siert wer­den, bei­spiels­weise, in dem die Wir­kung auf die Sus­tainable Deve­lop­ment Goals (SDGs) dar­ge­stellt wird. Außer­dem sollte auch der Sta­tus der Ziel­er­rei­chung kom­mu­ni­ziert wer­den, genauso das Nicht-Erreichen von Zie­len mit ent­spre­chen­der Begründung.

3. Maß­nah­men

Um die Ziele im Rah­men der Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie zu errei­chen, sollte auch der Weg dort­hin, also die Maß­nah­men zur Umset­zung, fest­ge­hal­ten wer­den. Die ein­zel­nen Maß­nah­men bezie­hen sich auf das jewei­lige Ziel bzw. die jewei­li­gen Ziele.  Neben den geplan­ten Maß­nah­men zur Ziel­er­rei­chung, sollte auch beschrie­ben sein, wel­che das Unter­neh­men bereits umge­setzt hat.

 

sustaineration Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020Inte­gra­tion der Sus­tainable Deve­lop­ment Goals

Kaum eine andere poli­ti­sche Agenda genießt eine welt­weite Popu­la­ri­tät, wie die seit 2016 gel­ten­den Sus­tainable Deve­lop­ment Goals (SDGs) der Ver­ein­ten Natio­nen (UN). Ob in den sozia­len Netz­wer­ken, Fach­krei­sen für Nach­hal­tig­keit oder in den Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten deut­scher Unter­neh­men: Die 17 Ziele für nach­hal­tige Ent­wick­lung sind in aller Munde und bil­den das Rah­men­werk vie­ler unter­neh­me­ri­scher Nachhaltigkeitsstrategien.

Viele Bericht­er­stat­tungs­stan­dards bie­ten gute Mecha­nis­men, um die SDGs in die Nach­hal­tig­keits­be­richt­er­stat­tung zu inte­grie­ren. Da Sta­ke­hol­der zuneh­mend an dem unter­neh­me­ri­schen Bei­trag zum Errei­chen der SDGs inter­es­siert sind, kann ein Nach­hal­tig­keits­be­richt auf diese Weise deut­lich auf­ge­wer­tet werden.

Für unse­ren eige­nen Nach­hal­tig­keits­be­richt haben wir die SDGs in die DNK-Struktur inte­griert und zei­gen damit, wie sus­tai­ne­ra­tion auf die jewei­li­gen Ziele für nach­hal­tige Ent­wick­lung ein­wirkt und wel­chen Bei­trag wir zum Errei­chen der 17 Ziele leisten.

Als Schu­lungs­part­ner des Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex unter­stützt sus­tai­ne­ra­tion Unter­neh­men bei der Umset­zung ihres Nachhaltigkeitsberichtes.

 

Bei­trags­bild: Ralph Kerpa

Ganz neu war die Idee nicht. Bis 2017 haben wir jedes Jahr den soge­nann­ten Nord­fries­land Daag orga­ni­siert. Ein Akti­ons­tag, an dem sich die nord­frie­si­sche Wirt­schaft für gemein­nüt­zige Pro­jekte in der Region enga­giert hat. Da der Vor­be­rei­tungs­auf­wand mit den Jah­ren stark zunahm und die Kapa­zi­tä­ten bei uns hin­ge­gen san­ken, ist das Pro­jekt lei­der ein­ge­schla­fen. 2020 woll­ten wir es wie­der bele­ben und den Wir­kungs­be­reich erweitern.

Aus Nord­fries­land Daag wird gren­zen­løs Daag

In die­sem Jahr konn­ten wir der Initia­tive wie­der Leben ein­hau­chen. Als gren­zen­løs Daag rich­ten wir uns mit dem Pro­jekt nun an Unter­neh­men und gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen der deutsch-dänischen Grenz­re­gion und was uns beson­ders freut: Die Initia­tive wird nun von einer Trä­ger­schaft ver­schie­de­ner Unter­neh­men aus der Region gestemmt.

Ers­ter gren­zen­løs Daag am 18. September

Ver­gan­ge­nen Frei­tag war es dann soweit, 18 Unter­neh­men aus dem Grenz­land ver­lie­ßen mit ihren Mitarbeiter*innen ihren Arbeits­platz und enga­gier­ten sich in unter­schied­li­chen Umwelt– und Sozi­al­pro­jek­ten an Nord– und Ost­see, von Kap­peln über Flens­burg und Nord­strand bis nach Høyer. Auf­grund der Corona-Pandemie wur­den aus­schließ­lich Outdoor-Projekte rea­li­siert. Bei herr­li­chem Spätsommer-Wetter war dies jedoch eher ein Bonus und hat für eine gute Stim­mung gesorgt.

Wir sind zum Hol­mer Siel, auf Nord­strand gezo­gen, um den Deich von Plas­tik und ande­ren Unlieb­sam­kei­ten zu befreien.

grenzenloes Daag

Deich-CleanUp auf Nordstrand 

Es ist immer wie­der erstaun­lich, was sich in dem Spül­saum am Deich so ver­steckt. Neben Unter­wä­sche, Hundekot-Beutel, Ein­weg­ge­schirr, Netz­tei­len aus der Fische­rei, Plas­tik­fla­schen und ande­ren Ver­pa­ckun­gen, hat uns der Kranz einer See­be­stat­tung nicht zur Ruhe kom­men las­sen. Im Gespräch mit den ande­ren Helfer*innen, die auf Nord­strand mit uns sam­mel­ten, hat sich schnell gezeigt, dass es ein heik­les Thema ist und bestimmt nicht leicht, Ange­hö­rige und Hin­ter­blie­bene dahin­ge­hend zu sen­si­bi­li­sie­ren. Den­noch den­ken wir, dass Bestat­tungs­un­ter­neh­men bei der Vor­be­rei­tung einer See­be­stat­tung, Ange­hö­rige dar­auf hin­wie­sen soll­ten, dass Kränze nicht aus Sty­ro­por, Dräh­ten und Plas­ti­krin­gen son­dern aus abbau­ba­ren Mate­ria­lien beste­hen sollten.

IMG_20200918_111253Sam­meln was das Meer auskotzt

Im Ver­gleich zu dem was man sonst manch­mal an der Küste fin­det, war die gesam­melte Menge zwar über­schau­bar, aber den­noch statt­lich. Jen­ni­fer Tim­rott, vom Küste gegen Plas­tik e.V. erklärte uns, dass die Menge stark von den Strö­mun­gen abhängt und man nicht den­ken dürfe, dass nur weil weni­ger Müll als erwar­tet da liegt, das Pro­blem nicht mehr vor­han­den sei. Das ist ein Trug­schluss! Denn die Masse an Plas­tik­müll liegt dann ein­fach woan­ders. Dabei zeigte sie uns auf einem Bild, wie der Deich am Hol­mer Siel, an dem wir sam­mel­ten, nach einem Win­ter­sturm aussah.

Das Bild zeigt dabei sogar die Land­seite des Dei­ches. Sowieso liegt in den Win­ter­mo­na­ten mehr Müll an den Dei­chen und Strän­den, da die Sturm­flu­ten dann beson­ders viel Müll an unse­ren Küs­ten hinterlassen.

 

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 6: Den “Weg als Ziel” bestim­men und loslaufen

Sie ken­nen Ihren Sta­tus Quo und damit die rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pekte Ihres Unter­neh­mens (Etappe 1), Ihre Sta­ke­hol­der und deren Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen an Sie als Unter­neh­men und an Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit (Etappe 2) und ver­ste­hen den Markt und haben Kennt­nis darüber wie Ihre rele­van­ten Mit­be­wer­ber das Thema Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity behan­deln (Etappe 3). Des Wei­te­ren haben Sie, gemein­sam mit Ihren Mitarbeiter*innen einen wesent­li­chen Sockel für Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit her­vor­ge­bracht, indem ein gemein­sa­mes Leit­bild für Ihr Unter­neh­men ent­wi­ckelt wurde (Etappe 4) sowie Nach­hal­tig­keits­ziele (Etappe 5).

Bis hier­her haben Sie schon eine ganze Menge geschafft, um ein effek­ti­ves CSR-Management zu kre­ie­ren. Die vor­lie­gende Etappe lässt sich mit weni­gen Wor­ten erklä­ren: Erar­bei­ten Sie Maß­nah­men zu allen defi­nier­ten Zie­len. Diese las­sen sich eben­falls her­vor­ra­gend in einem Mit­ar­bei­ter­work­shop entwickeln.

Bear­bei­ten Sie sys­te­ma­tisch Ihre Ziele und beant­wor­ten die Frage: „Wie kön­nen wir die­ses Ziel erreichen?“.

Alleine kön­nen Sie diese Frage für sämt­li­che Nach­hal­tig­keits­ziele kaum beant­wor­ten, hierzu benö­ti­gen Sie die Exper­tise der­je­ni­gen Mitarbeiter*innen, die in den Pro­zes­sen arbei­ten und vor allem auch für die Umset­zung der Maß­nah­men und die Ziel­er­rei­chung ver­ant­wort­lich sind. Ihre Mit­ar­bei­ten­den soll­ten bei der Ent­wick­lung der Maß­nah­men zwin­gend mit ein­be­zo­gen werden.

In die­sem Zusam­men­hang kön­nen Sie auch direkt defi­nie­ren, bis wann die jewei­lige Maß­nahme umge­setzt wer­den soll und wer für die Umset­zung ver­ant­wort­lich ist.

Die Ent­wick­lung der Maß­nah­men sollte nicht zu has­tig vor­ge­nom­men wer­den. Es ist wich­tig, dass am Ende ein rea­lis­ti­scher Akti­ons­plan vor­liegt, mit schaff­ba­ren Maß­nah­men und rea­li­sier­ba­ren Zeitvorgaben.

Danach wis­sen Sie wo die Reise hin­geht und haben einen Weg erar­bei­tet um Ihr Rei­se­ziel zu erreichen!

Stel­len Sie sicher, dass Sie und Ihre Kolleg*innen die ent­spre­chen­den Res­sour­cen zur Ver­fü­gung haben. Da Sie ein straf­fes Pro­gramm vor sich haben, set­zen Sie einen Fuß vor den ande­ren und rea­li­sie­ren Sie die Maß­nah­men etappenweise.

Einen bei­spiel­hafte Akti­ons­plan, sowie wei­tere Infor­ma­tio­nen zur ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 5: Per­spek­ti­ven ent­wi­ckeln und Ziele stecken

Sie ken­nen Ihren Sta­tus Quo und damit die rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pekte Ihres Unter­neh­mens (Etappe 1), Ihre Sta­ke­hol­der und deren Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen an Sie als Unter­neh­men und an Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit (Etappe 2) und ver­ste­hen den Markt und haben Kennt­nis darüber wie Ihre rele­van­ten Mit­be­wer­ber das Thema Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity behan­deln (Etappe 3). Des Wei­te­ren haben Sie, gemein­sam mit Ihren Mitarbeiter*innen einen wesent­li­chen Sockel für Ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit her­vor­ge­bracht, indem ein gemein­sa­mes Leit­bild für Ihr Unter­neh­men ent­wi­ckelt wurde (Etappe 4).

Mit der umfas­sen­den Bestands­auf­nahme (Etappe 1 –3) und Ihrem Leit­bild sind Sie nun ideal ausgerüstet, um sich kon­krete Gedan­ken zu mehr Nach­hal­tig­keit in Ihrem Betrieb zu machen. Wo wol­len Sie hin? Sie brau­chen Ziele!

Da Sie nicht alleine für die Errei­chung Ihrer Ziele ver­ant­wort­lich sind, ist es wich­tig, dass Sie auch hier schon die Beleg­schaft bei der For­mu­lie­rung die­ser mit ein­be­zie­hen. Ins­be­son­dere wenn es darum geht in wel­chem Umfang kon­krete Ziel­vor­stel­lun­gen erreicht wer­den können, ist es den ver­ant­wort­li­chen Mitarbeiter*innen aus den jewei­li­gen Pro­zes­sen oft­mals eher möglich, eine rea­lis­ti­sche Einschätzung vor­zu­neh­men. Aber nicht nur zur realitätsnahen Beur­tei­lung des Möglichen, son­dern auch aus Gründen der Teil­habe und Mit­wir­kung ist es essen­zi­ell Mit­ar­bei­tende bei der Ziel-Formulierung mit ein­zu­be­zie­hen. Immer­hin wird es ihre Arbeits­be­rei­che teil­weise ganz wesent­lich beein­flus­sen und die Ziel­er­rei­chung nicht zuletzt von Ihnen abhängen.

Ziel­ge­recht zu for­mu­lie­ren ist jedoch gar nicht so leicht. Ähnlich wie bei der Vision, sollte man sich wirk­lich Zeit neh­men, um sein Ziel möglichst smart zu for­mu­lie­ren. Was sich im ers­ten Moment viel­leicht etwas sinn­frei anhört wird mit einem Bei­spiel ver­mut­lich deut­li­cher..
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Bei­spiel: Ver­bes­se­rung des Umweltschutzes

Auf den ers­ten Blick scheint dies durch­aus ein posi­ti­ves Ziel zu sein, immer­hin tun wir ja was für die Umwelt. Doch was eigent­lich? Erhöhen wir den Anteil der genutz­ten Abwärme und redu­zie­ren im Umkehr­schluss den Anteil, der in die Luft ent­weicht? Ver­rin­gern wir unser Abfall­auf­kom­men bei gleich­blei­ben­dem Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men? Oder nut­zen wir Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gien? Sich vor­zu­neh­men, mehr für den Umwelt­schutz zu tun reicht als Ziel­for­mu­lie­rung nicht aus. Wir müssen also kon­kret benen­nen, was wir errei­chen wol­len. Ziele müssen SMART sein.


Doch was bedeu­tet SMARTe Zielformulierung?

Laut Win­dolp (2014) soll die SMARTe Ziel­for­mu­lie­rung für Mitarbeiter*innen beson­ders ermu­ti­gend sein, da sie kon­kret und dadurch klar sind. Ein SMAR­Tes Ziel ist:

  • S — spezifisch,
  • M — messbar,
  • A — anspruchsvoll,
  • R — rea­lis­tisch und
  • T — terminiert.
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Nicht jedes Ziel kann sämtliche Kri­te­rien eines SMAR­Ten Ziels erfüllen, den­noch können for­mu­lierte Ziele SMART sein. Auch gibt es Ziel­for­mu­lie­run­gen, in denen sich die Kri­te­rien überlappen, also sowohl „spe­zi­fisch“ sind als auch durch die For­mu­lie­rung bereits „ter­mi­niert“ sind. Es sollte also nicht auf Krampf ver­sucht wer­den, zusätzliche Bau­steine hinzuzufügen.
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Wie kann die Ver­bes­se­rung des Umwelt­schut­zes nun aber SMART for­mu­liert werden?
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Zunächst ein­mal müssen wir einen kon­kre­ten Umwelt­as­pekt betrach­ten, den wir ver­bes­sern wol­len, um das Ziel spe­zi­fisch zu machen. Neh­men wir an wir wol­len weni­ger Abfall erzeu­gen. Wie viel? 3% im Jahr 2020. Damit haben wir bereits gleich zwei Kri­te­rien erfüllt mess­bar und ter­mi­niert. Wenn wir nun anneh­men, dass Sie Ihre Nach­hal­tig­keits­ziele gemein­sam mit Ihren Mitarbeiter+innen erar­bei­ten, die in den jewei­li­gen Pro­zes­sen tätig sind, bekom­men Sie zudem eine Einschätzung über die rea­li­sier­bare Abfall­ver­mei­dung und können auch damit sowohl ein anspruchs­vol­les als auch rea­lis­ti­sches Ziel im Sinne der SMAR­Ten Ziel­for­mu­lie­rung erarbeiten.
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Das SMARTe Ziel würde also lau­ten: Redu­zie­rung des Abfall­auf­kom­mens um 3% im Jahr 2019!

Die­ses Ziel ist spe­zi­fisch, mess­bar und ter­mi­niert und sollte es gemein­sam mit den Mit­ar­bei­tern erar­bei­tet wor­den sein, ist es sicher­lich rea­lis­tisch und wird von den Betei­lig­ten akzeptiert.

Wol­len Sie sich nun die Ver­bes­se­rung des betrieb­li­chen Umwelt­schut­zes auf die Fah­nen schrei­ben, bedeu­tet dies eine Reihe an SMAR­Ter Ziele, mit denen Sie Ihre Vorsätze zu sämtlichen Umwelt­as­pek­ten beschrei­ben, zu denen Sie kon­krete Ver­bes­se­run­gen anvi­sie­ren, wie hier zum Abfall, aber auch zu Was­ser, Strom, CO2-Emissionen, etc. Die Ver­bes­se­rung des Umwelt­schut­zes ist kein Ziel, son­dern ein Vor­ha­ben, wel­ches eine Reihe an Zie­len beinhaltet.

Kon­krete Kon­troll­fra­gen zur Ent­wick­lung SMAR­Ter Ziele, sowie wei­tere Infor­ma­tio­nen zur ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 2: Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen kennen

Wenn im Zusam­men­hang mit Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity von Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen gespro­chen wird, geht es im Wesent­li­chen um recht­li­che Anfor­de­run­gen, sowie Erwar­tun­gen sei­tens der Sta­ke­hol­der eines Unter­neh­mens. Mit Sta­ke­hol­der sind alle Akteure, bzw. Par­teien gemeint, die in irgend­ei­ner Form ein Inter­esse an einem Unter­neh­men haben kön­nen. Dies kön­nen interne Inter­es­sen­grup­pen sein, wie Mit­ar­bei­ter, Füh­rungs­kräfte und Eigen­tü­mer, aber auch externe Akteure wie Kun­den, Nach­barn, Lie­fe­ran­ten, Dienst­leis­ter, Medien, Ver­eine und Ver­bände oder auch Städte und Kom­mu­nen. Eine enge Ein­bin­dung der eige­nen Sta­ke­hol­der ist für die Ent­wick­lung von Unter­neh­men beson­ders wich­tig und kann als lang­fris­ti­ges Erfolgs­kri­te­rium ver­stan­den wer­den – ins­be­son­dere bei der Aus­ge­stal­tung der Nach­hal­tig­keits­ar­beit von Unternehmen.

Will ein Unter­neh­men zukunfts­fä­hig auf­ge­stellt sein, ist es also not­wen­dig Vor­stel­lun­gen und Erwar­tun­gen sei­ner Sta­ke­hol­der zu ken­nen und zu berück­sich­ti­gen. Auch kann ein kon­struk­ti­ver Aus­tausch mit sei­nen Sta­ke­hol­dern bei der Beant­wor­tung kom­ple­xer Nachhaltigkeits-Herausforderungen hel­fen und ist in die­sem Zusam­men­hang ein wich­ti­ger Bau­stein bei der Ent­wick­lung und Pla­nung sei­ner CSR-Aktivitäten.

Sie wis­sen nicht, was Ihre Sta­ke­hol­der erwarten?

Fra­gen Sie sie! Tre­ten Sie in einen Dia­log mit Ihren Sta­ke­hol­dern und fra­gen Sie diese nach ihren Erwar­tun­gen. Hier gibt es zahl­rei­che Wege wie Sie dies tun kön­nen, ein mög­li­cher Weg ist die Befra­gung anhand eines Fra­ge­bo­gens. Wozu Ihre Sta­ke­hol­der darin befragt wer­den steht Ihnen frei. Was wür­den Sie denn gerne mal von Ihren Kun­den, Ihren Mit­ar­bei­tern oder auch Ihren Lie­fe­ran­ten erfahren?

Für die Gestal­tung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ar­beit, den­ken Sie daran, die Nach­hal­tig­keits­as­pekte (aus Etappe 1) dort ein­flie­ßen zu las­sen. Sie kön­nen Ihre Sta­ke­hol­der z.B. Aus­kunft zu den iden­ti­fi­zier­ten Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten geben las­sen, die Sie in der 1. Etappe erfasst haben. Fra­gen Sie diese doch mal, wie rele­vant die Aspekte aus den Berei­chen Umwelt, Lie­fer­kette, Arbeits­welt, etc. für sie sind und fra­gen Sie in die­sem Zusam­men­hang auch, wie inten­siv Ihre Anspruchs­grup­pen die Bear­bei­tung die­ser Aspekte durch Sie wahr­neh­men. Dar­aus las­sen sich viele Rück­schlüsse zie­hen! Zum einen erfah­ren Sie in wel­chen Berei­chen Ihre Sta­ke­hol­der Hand­lungs­be­darf sehen oder sich mehr Enga­ge­ment Ihrer­seits wün­schen, zum ande­ren kön­nen Sie aber auch fest­stel­len, ob Ihre Bemü­hun­gen über­haupt wahr­ge­nom­men wer­den, sollte es wel­che geben. Dar­aus wür­den sich wie­derum Rück­schlüsse auf die Wirk­sam­keit der Kom­mu­ni­ka­tion Ihrer Nach­hal­tig­keits­be­mü­hun­gen zie­hen las­sen. Auch erhal­ten Sie die Infor­ma­tion, wel­che Nach­hal­tig­keits­as­pekte oder –the­men über­haupt als rele­vant betrach­tet werden.

Eine Befra­gung ist ledig­lich ein mög­li­cher Weg von vie­len und stellt eher ein ana­ly­ti­sches Vor­ge­hen dar, in dem sys­te­ma­tisch zu aus­ge­wähl­ten The­men und/oder Aspek­ten Aus­kunft ein­ge­holt wird.

Ein ande­res denk­ba­res For­mat wäre z.B. eine Dialog-Veranstaltung, bei der Sie Ihre Sta­ke­hol­der ein­la­den und sich im Rah­men eines vor­be­rei­te­ten Tref­fens zu unter­schied­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men aus­tau­schen. Hier­bei emp­fiehlt es sich eine externe Mode­ra­tion für den Tag bzw. den Aus­tausch ein­zu­be­zie­hen, wel­che die Vor­be­rei­tung und vor allem die Beglei­tung des Tages übernimmt.

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Die Abbil­dung stellt die bei­den For­mate ver­glei­chend gegen­über und soll bei der Ent­schei­dungs­fin­dung helfen.

Haben Sie die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen Ihrer Sta­ke­hol­der erfasst, ver­glei­chen Sie die Ergeb­nisse mit dem erar­bei­te­ten Sta­tus Quo, denn ggf. sind Aspekte denen eine gerin­gere Rele­vanz beige­mes­sen wurde, nun doch wich­ti­ger oder umge­kehrt. In die­sen Fäl­len müsste die Rele­vanz kor­ri­giert wer­den, was sich eben­falls auf den Hand­lungs­be­darf auswirkt.

Auch kön­nen aus der Stakeholder-Analyse bereits kon­krete Hand­lungs­be­darfe bzw. Maß­nah­men abge­lei­tet wer­den, die Sie bei der spä­te­ren Gestal­tung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ziele und bei einem Maß­nah­men– oder Akti­ons­plan berück­sich­ti­gen sollten.

Beach­ten Sie, nicht alle Stakeholder-Gruppen haben die glei­che Rele­vanz für Ihr Unter­neh­men. Wei­tere Infor­ma­tio­nen und bei­spiel­hafte Metho­den zur Erfas­sung und Bewer­tung von Sta­ke­hol­der­grup­pen sowie der ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 1: Sta­tus Quo erfassen

Wo ste­hen wir eigent­lich und was machen wir bereits in Sachen CSR? Womit fan­gen wir nun kon­kret an, wenn wir nach­hal­ti­ger wer­den wol­len? Dies sind typi­scher­weise Fra­gen die sich kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men stel­len, wenn sie sich erst­mals mit dem Thema Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity beschäf­ti­gen. Auch wenn die Moti­va­tion groß und der Ehr­geiz hoch ist, sofort zu star­ten und direkt Aktio­nen zu rea­li­sie­ren, sollte sich zunächst ein Über­blick über die Gesamt­si­tua­tion ver­schafft wer­den. Die Erfas­sung aller rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten und
–Aspekte stel­len den Sta­tus Quo eines Unter­neh­mens struk­tu­riert dar und bil­den eine her­vor­ra­gende Grund­lage zur Pla­nung und Umset­zung der CSR-Aktivitäten.

Eine sol­che Bestands­auf­nahme zeigt einem Unter­neh­men, wel­che Aspekte für die­ses rele­vant sind und wie inten­siv sie diese in ihrer täg­li­chen Arbeit ggf. schon berück­sich­ti­gen. Unter­neh­men erfah­ren wo sie ste­hen, was sie bereits machen und in wel­chen Berei­chen ein Ein­grei­fen nötig ist. Gerade da, wo per­so­nelle Res­sour­cen knapp sind, hilft ein Sta­tus Quo dabei, diese gezielt ein­zu­set­zen und die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit des Unter­neh­mens, in dem eige­nen Tempo schritt­weise zu verbessern.

Um den Sta­tus Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit zu erhal­ten, beste­hen im Wesent­li­chen drei ver­schie­dene Möglichkeiten:

  1. Nut­zung von Selbstbewertungs-Tools (Checks)
  2. Erstel­lung durch Beratungsunternehmen
  3. Selbst­stän­dige Erstel­lung in Eigenleistung

 

Im Fol­gen­den wer­den die jewei­li­gen Mög­lich­kei­ten näher erläu­tert sowie in der nach­ste­hen­den Tabelle ver­glei­chend dargestellt.

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Selbst­be­wer­tungs­in­stru­mente kön­nen eigen­stän­dig vom jewei­li­gen Unter­neh­men ange­wandt wer­den. Hier­bei müs­sen Unter­neh­men ihre rele­van­ten Daten sam­meln und ent­spre­chend ein­pfle­gen, so dass sie abschlie­ßend einen Über­blick zum Sta­tus Quo erhal­ten. Einige Checks lie­fern hier­bei auch Ana­ly­sen und Aus­wer­tun­gen, anhand derer ersicht­lich wer­den, wie das Unter­neh­men in Bezug auf Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity auf­ge­stellt ist. Dar­über hin­aus decken die Checks zumeist not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf auf und lie­fern teil­weise kon­krete Emp­feh­lun­gen zur Ver­bes­se­rung der CSR-Arbeit.

Ein paar aus­ge­wählte Instru­mente sol­len an die­ser Stelle kurz erwähnt wer­den. Der CSR-Self-Check des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les (BMAS) ist bei­spiels­weise ein Instru­ment, mit dem Unter­neh­men ein Bild zu ihrem CSR-Engagement erhal­ten. Die­ser Check geht nicht beson­ders in die Tiefe und ist daher als Methode zur Bestands­auf­nahme eher unge­eig­net, aber als Rich­tungs­wei­ser kann die­ser durch­aus Impulse lie­fern, wie nächste Schritte aus­se­hen könnten.

Neben Ansät­zen, die eher zur Ori­en­tie­rung ver­hel­fen, exis­tie­ren auch Checks, wel­che deut­lich dif­fe­ren­zier­ter und umfäng­li­cher sind und einen gesam­ten Über­blick über die CSR-Aktivitäten ver­schaf­fen und sich somit auch wun­der­bar zur Bestands­auf­nahme eig­nen. Der CSR-Check von uns bei­spiels­weise und der CSR-Checkup von UPJ sind Instru­mente, die bei der Erfas­sung des Sta­tus Quo gezielt unter­stüt­zen. Beide basie­ren auf einer Selbst­aus­kunft, wobei durch das Unter­neh­men jeweils ver­schie­dene Hand­lungs­fel­der, in Form von Fra­ge­bö­gen bear­bei­tet wer­den müs­sen. Die darin skiz­zier­ten Daten wer­den wer­den beim CSR-Check durch einen Algo­rith­mus direkt aus­ge­wer­tet und beim CSR-Checkup durch den Anbie­ter ana­ly­siert und ent­spre­chend auf­be­rei­tet. So erhal­ten Unter­neh­men zum einen ihren Sta­tus Quo, wel­cher ihnen auf­zeigt was sie im Bereich CSR bereits leis­ten und zudem Hand­lungs­emp­feh­lun­gen, mit denen sie ihre Nach­hal­tig­keits­ar­beit prio­ri­sie­ren und schritt­weise ver­bes­sern können.

Eine dif­fe­ren­zier­tere Bestands­auf­nahme kann ebenso durch eine ent­spre­chende Nach­hal­tig­keits– oder CSR-Beratung vor­ge­nom­men wer­den. Wer aller­dings auf die Bera­tungs­leis­tung ver­zich­ten und selbst­stän­dig zu einer fun­dier­ten Arbeits­grund­lage kom­men will, kann selbst­ver­ständ­lich auch eigen­stän­dig eine Bestands­auf­nahme durch­füh­ren. Wer selbst­stän­dig die Erfas­sung sämt­li­cher Aspekte und Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten vor­neh­men will, kann sich bei­spiels­weise an den fol­gen­den vier Punk­ten orientieren:

  1. Erfas­sen Sie alle rele­van­ten Nachhaltigkeitsaspekte
  2. Bewer­ten Sie die Rele­vanz der Aspekte
  3. Ermit­teln Sie den Grad der Umsetzung
  4. Hand­lungs­be­darf festlegen

 

Die­ses Vor­ge­hen ver­schafft Ihnen einen guten Über­blick über Ihren Sta­tus Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. CSR und ein soli­des Fun­da­ment für alle wei­te­ren Nach­hal­tig­keits­be­mü­hun­gen. Zur bes­se­ren Über­sicht­lich­keit, fas­sen Sie die ein­zel­nen Daten zu Ihren Aspek­ten noch­mals als Sta­tus Quo in einer Dar­stel­lung zusammen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Durch­füh­rung einer CSR-Bestandsaufnahme sowie ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

In dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!” wird in 8 Etap­pen dar­ge­legt, wie Unter­neh­men zu einem wirk­sa­men CSR– bzw. Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment kom­men. In die­sem Bei­trag wol­len wir einen Ein­blick in das Buch geben und zei­gen einen Aus­zug zu mög­li­chen Sze­na­rien zur Kom­mu­ni­ka­tion von CSR& Nachhaltigkeitaktivitäten.

Es gibt sicher­lich viele Beweg­gründe, sein Enga­ge­ment zum ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit Mensch und Pla­net zu kom­mu­ni­zie­ren, drei für wesent­li­che Gründe sol­len hier ein­mal skiz­ziert werden.

1. Sze­na­rio: Kunde will wis­sen was er kauft

Immer mehr Ver­brau­cher ent­wi­ckeln ein Bewusst­sein für ihren Waren­korb und wol­len wis­sen, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Pro­dukte, die sie kau­fen, her­ge­stellt wer­den. Die soge­nann­ten LOHAS (Life­style of Health and Sus­taina­bi­lity) ver­fol­gen einen ethisch kor­rek­ten Lebens­stil, der auf Gesund­heit und Nach­hal­tig­keit basiert. Inter­es­sant ist, diese Ver­brau­cher­ge­ne­ra­tion befin­det sich in einem ste­ti­gen Wachs­tum und ist durch ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men charakterisiert.

Wer mit sei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen also Zugang zu die­sem Kreis haben möchte, muss nicht nur ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit Res­sour­cen umge­hen, son­dern sei­nen ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang auch trans­pa­rent kommunizieren.

Nach­hal­tig zu Han­deln und die­ses Han­deln ent­spre­chend zu kom­mu­ni­zie­ren, kann somit ein wesent­li­cher Bau­stein für die Zukunfts­fä­hig­keit von Unter­neh­men sein.

2. Sze­na­rio: Mit­ar­bei­ter will sich identifizieren

Die Gestal­tung einer attrak­ti­ven Arbeit­ge­ber­marke, hat sich unter dem Begriff „Employer Bran­ding“ zu einer eige­nen Dis­zi­plin ent­wi­ckelt. Hier­nach soll die Arbeit­ge­ber­marke sys­te­ma­tisch gestal­tet wer­den, um neue Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen und beste­hende zu halten.

Laut einer Stu­die von sus­tai­ne­ra­tion, kann gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment von Unter­neh­men, stark zum Auf­bau einer ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Arbeit­ge­ber­marke bei­tra­gen. Auch eine Stu­die von Deloitte stellte fest, dass sich Bewer­ber eher für enga­gierte Arbeit­ge­ber ent­schei­den (Chris­ti­an­sen & Lee 2016, & Deloitte, 2011).

Um poten­ti­el­len Mit­ar­bei­tern zu zei­gen, wel­che Werte das Unter­neh­men ver­tritt, müs­sen diese eben kom­mu­ni­ziert wer­den. Wird das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment nach innen und außen ent­spre­chend dar­ge­stellt, ermög­licht dies poten­ti­el­len und auch beste­hen­den Mit­ar­bei­tern sich stär­ker mit dem Unter­neh­men zu identifizieren.

3. Sze­na­rio: Trans­pa­renz als Teil der Nachhaltigkeit

Kun­den– oder Mit­ar­bei­ter ori­en­tierte CSR-Kommunikation ist Ihnen zu wirt­schaft­lich gedacht? Dann betrach­ten Sie die trans­pa­rente Dar­stel­lung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten gerne als Teil Ihres CSR-Engagements, denn das ist es auch. Betrieb­li­ches Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment umfasst sämt­li­che Unter­neh­mens­be­rei­che. Es fängt an mit dem An– bzw. Abbau von Roh­stof­fen, geht über die Her­stel­lung, inklu­sive aller Stu­fen der Lie­fer­kette, über die Arbeits­be­din­gun­gen in Ihrer Orga­ni­sa­tion, bis hin zur Nut­zung und Ent­sor­gung und mög­li­cher­weise Wie­der­ver­wer­tung von Pro­duk­ten. Trans­pa­renz zu schaf­fen, über alle rele­van­ten Aspekte inner­halb die­ser Berei­che, ist ein essen­ti­el­ler Teil der Nach­hal­tig­keits­ar­beit von Unternehmen.

In die­sem Sinne, ist es emp­feh­lens­wert, die Kom­mu­ni­ka­tion der CSR& Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten als Teil der Nach­hal­tig­keit zu ver­ste­hen und in Akti­ons– und Maß­nah­men­pläne zu verankern.

Impulse zur Umset­zung der CSR& Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion gibt es in dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!”.

Logo mit Schrift CSR-Check transparent mit Text als Pfad

Wir freuen uns sehr, unser neues Online-Tool zur Erfas­sung unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Check kön­nen Unter­neh­men Ihre Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity sys­te­ma­tisch erfassen.

 

Algo­rith­mus für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten bewer­tet die Nachhaltigkeitsleistung

Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens beant­wor­tet und der betrieb­li­che Status-Quo direkt ange­zeigt. Dabei wer­den die Anga­ben mit­hilfe eines Algo­rith­mus zur Bewer­tung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens aus­ge­le­sen und bewer­tet. Die­ser Algo­rith­mus dient zur Ana­lyse unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit und wurde unter Berück­sich­ti­gung bekann­ter Stan­dards und Nor­men ent­wi­ckelt, wie der Glo­bal Reporting Initia­tive, der Inter­na­tio­nal Labor Orga­niza­tion, dem Glo­bal Com­pact, der inter­na­tio­na­len Umwelt­ma­nagem­ent­norm ISO 14001 und dem Nach­hal­tig­keits­stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics.

Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei die Nach­hal­tig­keit zu verbessern

Wer den CSR-Check durch­führt erfährt, wie sein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt auf­ge­stellt ist, iden­ti­fi­ziert rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte inner­halb die­ser Hand­lungs­fel­der und deckt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf auf. Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei, die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit des Unter­neh­mens schritt­weise zu verbessern.

Aus einem Kata­log von 114 Maß­nah­men, erhält der Nut­zer bis zu 69 Emp­feh­lun­gen, zur Ver­bes­se­rung des Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments und der Nach­hal­tig­keit des Unternehmens. 

Das Ergeb­nis des Checks wird direkt online ange­zeigt, zudem besteht die Mög­lich­keit einen Bericht des Checks zu gene­rie­ren sowie eine Info­gra­fik zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung per Mail zu erhal­ten. Die Info­gra­fik stellt die Gesamt­leis­tung der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keit dar und eig­net sich her­vor­ra­gend zur inter­nen und exter­nen Kom­mu­ni­ka­tion der betrieb­li­chen Nachhaltigkeitsleistung.

Enga­ge­ment für die Nord­see — Schon die Durch­füh­rung des Checks hat eine posi­tive Wirkung

Je CSR-Check wer­den 25€ an den Ver­ein Küste gegen Plas­tik aus Sankt Peter-Ording an der nord­frie­si­schen Nord­see­küste gespen­det. Charity_KüstegegenPlastikDer Ver­ein enga­giert sich poli­tisch für weni­ger Mee­res­müll und trägt auch mit Säu­be­rungs­ak­tio­nen aktiv dazu bei. Mit deren App Replace Plas­tic ver­schafft Küste gegen Plas­tik Ver­brau­chern zudem die Mög­lich­keit, Her­stel­lern mit­zu­tei­len, dass sie sich Pro­dukte anders bzw. bes­ser ver­packt wünschen.

Als in Nord­fries­land ansäs­si­ges Bera­tungs­un­ter­neh­men haben wir das Glück, die Kraft und Ener­gie der Nord­see im All­tag zu erfah­ren und nut­zen dies natür­lich zur Erho­lung und zum Laden unse­rer Akkus. Sor­gen macht uns die Plas­tik­flut, wel­che zuneh­mend an unse­ren Küs­ten ange­spült wird. Küste gegen Plas­tik enga­giert sich für sau­bere Meere, wes­halb wir uns für Küste gegen Plas­tik engagieren.

Wer erfah­ren will, wo sein Betrieb in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity steht,
hier geht’s zum CSR-Check.

 

Das neue Buch von Niels Chris­ti­an­sen, “CSR muss keine Bürde sein!” erklärt, wie Unter­neh­men in 8 Etap­pen ein wir­kungs­vol­les CSR-Management kre­ie­ren können.

Wenn das sys­te­mi­sche Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment abschreckt und ich trotz­dem „CSR machen“ will

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegenüber Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar überfordert fühlen.

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häufig kleine– und mittelständische Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befas­sen. Doch je mehr sie sich damit aus­ein­an­der­set­zen, desto kon­fu­ser wird es oft­mals. Sie wer­den kon­fron­tiert mit der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung, mit Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­ket­ten, mit umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, mit der Attraktivität als Arbeit­ge­ber, mit gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment und dann sol­len all diese Dinge auch noch in ein sys­te­mi­sches Manage­ment gegos­sen wer­den. Das hört sich nach einer ziem­lich gro­ßen Auf­gabe an, für die viel Zeit und per­so­nelle Res­sour­cen benötigt wer­den, die gerade in klei­ne­ren Betriebe häufig nicht vor­han­den sind.

Aber untätig blei­ben und die Hände in den Schoß zu legen ist auch keine Alter­na­tive, immer­hin soll der Betrieb ja auch zukunftsfähig gestal­tet wer­den und dass man da nicht um glo­bale Trends wie der Ener­gie– und Res­sour­cen­lage, dem Kli­ma­wan­del und der damit ein­her­ge­hen­den Ökologisierung, der Digi­ta­li­sie­rung und zuneh­men­den Indi­vi­dua­li­sie­rung sowie einer her­aus­for­dern­den Bevölkerungsentwicklung her­um­kommt, ist vie­len Unter­neh­men bereits klar. Immer­hin ist der Wan­del heute bereits spürbar, durch Kun­den die bewuss­ter auf die Umwelt– und Sozialverträglichkeit von Pro­duk­ten ach­ten oder auch durch Mit­ar­bei­ter die eine stärkere Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Job suchen, wodurch sich die Arbeits­welt schon jetzt maß­geb­lich verändert.

Es bleibt also die Frage nach dem „Wie?“. Wie können Unter­neh­men diese Flut an The­men, die für eine zukunftsfähige Ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­tion not­wen­dig sind, anpa­cken oder gar managen?

An die­ser Frage ori­en­tiert sich das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” und zwar ganz prak­tisch. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen können. Ziel die­ses Buches ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie sich Betriebe der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und in 8 Etap­pen zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in einem Betrieb ver­an­kert wer­den kann. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie die jewei­li­gen Etap­pen umge­setzt wer­den können.

Das Buch “CSR muss keine Bürde sein” ist auf dem Markt­platz fair­mondo zu fin­den.