Die Not­wen­dig­keit dass sich die Wirt­schaft öko­lo­gisch und sozi­al ver­träg­lich ent­wi­ckeln muss, ist in der Brei­te der Gesell­schaft ange­kom­men – somit auch in der Wirt­schaft selbst. Unter­neh­men ste­hen zuneh­mend vor der Her­aus­for­de­rung, ihre Wir­kung im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit zu ana­ly­sie­ren und eine Bestands­auf­nah­me durchzuführen.

Eine fun­dier­te Nach­hal­tig­keits­ana­ly­se bil­det die Grund­la­ge einer jeden Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie und soll­te im Wesent­li­chen drei ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven abbil­den:       

  • die Auf­nah­me des Sta­tus quos,      
  • die Iden­ti­fi­ka­ti­on eta­blier­ter Bran­chen­stan­dards sowie
  • die Ermitt­lung nach­hal­tig­keits­be­zo­ge­ner Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen sei­tens der Sta­ke­hol­der.
Sustaineration CSR SDG Nachhaltigkeitsanalyse Unternehmen

In die­sem Bei­trag zei­gen wir Ihnen, wie Sie eine sys­te­ma­ti­sche Nach­hal­tig­keits­ana­ly­se auf Basis die­ser drei Per­spek­ti­ven umsetzen.

1. Per­spek­ti­ve: Ermitt­lung des Sta­tus quos durch Bewer­tung der Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals

Um den Sta­tus quo der Nach­hal­tig­keits­leis­tung eines Unter­neh­mens abzu­bil­den, eig­net sich die Anwen­dung der Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals (SDGs). Die SDGs beschrei­ben 17 Zie­le, die eine glo­bal nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung aus­drü­cken. In der Ana­ly­se der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keit wird zunächst unter­sucht, wie ein Unter­neh­men auf die ein­zel­nen SDGs einwirkt.

Die Impact-Bewer­tung auf die SDGs wird aus drei Dimen­sio­nen vor­ge­nom­men, um ein mög­lichst dif­fe­ren­zier­tes Bild zu erhalten.

Bei der Bewer­tung spielt sowohl die posi­ti­ve als auch die nega­ti­ve Wir­kung durch das Unter­neh­men eine bedeu­ten­de Rol­le. Ein Anbie­ter von Out­door-Pro­duk­ten wirkt mit dem Geschäfts­mo­dell bei­spiels­wei­se posi­tiv auf das SDG 3 „Gesund­heit und Wohl­erge­hen“, da das Unter­neh­men mit ihrer Tätig­keit zu mehr Bewe­gung an der fri­schen Luft bei­trägt. Gleich­zei­tig för­dern die­se Pro­duk­te aber auch ein stär­ke­res Rei­se­ver­hal­ten bei den Kund*innen, wodurch rei­se­be­ding­te Treib­haus­gas­emis­sio­nen zuneh­men und damit eine nega­ti­ve Wir­kung auf das SDG 13 „Maß­nah­men zum Kli­ma­schutz“ einhergeht.

Sustaineration CSR SDG Nachhaltigkeitsanalyse Unternehmen Strategie SDG Radar

Das Ergeb­nis die­ser indi­vi­du­el­len Bewer­tung bil­det ein SDG-Radar. Die­ses stellt dar, wie groß der poten­zi­el­le Hebel eines Unter­neh­mens ist, einen posi­ti­ven Bei­trag zur Errei­chung der SDGs zu leisten. 

Wie stark ein Unter­neh­men auf das jewei­li­ge SDG ein­wirkt, wird durch Farb­bal­ken ver­deut­licht: Je aus­ge­präg­ter der Farb­bal­ken, des­to höher ist die Wir­kung und damit der poten­zi­el­le Hebel.

 

Bei der Bewer­tung des Impacts emp­fiehlt es sich, bereits zu erfas­sen, was ein Unter­neh­men zu dem jewei­li­gen SDG bei­trägt, also wel­che Leis­tung es bereits vor­wei­sen kann. Das hilft dabei fest­zu­stel­len, ob es zu kon­kre­ten SDGs noch Hand­lungs­be­darf gibt.

2. Per­spek­ti­ve: Ermitt­lung der Bran­chen­stan­dards durch eine Nachhaltigkeitsbenchmark

Eine Bench­mark-Ana­ly­se zeigt, wo der Markt steht, in dem sich ein Unter­neh­men bewegt und wel­che Nach­hal­tig­keits­stan­dards sich in der Bran­che bereits eta­bliert haben. Auch kann eine Bench­mark deut­lich machen, über wel­che The­men sich ein Unter­neh­men im Bereich der Nach­hal­tig­keit abhe­ben kann.

Wäh­rend des Erfas­sungs­pro­zes­ses ler­nen die Mitarbeiter*innen das Unter­neh­men im Kon­text zur Bran­che neu ken­nen. Die Ana­ly­se kann dabei wert­vol­le Impul­se zur Wei­ter­ent­wick­lung der eige­nen Nach­hal­tig­keits­ar­beit und zur zukünf­ti­gen Aus­rich­tung lie­fern. Die Nach­hal­tig­keits­bench­mark ist damit ein rele­van­ter Bestand­teil für die Ent­wick­lung oder Neu­aus­rich­tung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Als Vor­ge­hens­wei­se zum Bench­mar­ken von Nach­hal­tig­keit eig­net sich fol­gen­des Grundgerüst.

In der Pra­xis kann ein Bench­mark auf­grund der Daten­men­ge schnell kom­plex und sehr umfang­reich wer­den. Zur bes­se­ren Über­sicht­lich­keit bie­ten sich gut struk­tu­rier­te Excel-Tabel­len an. An einem sehr ver­ein­fach­ten Bei­spiel könn­te eine Nach­hal­tig­keits­bench­mark so aussehen: 

3. Per­spek­ti­ve: Erwar­tun­gen der Sta­ke­hol­der klä­ren durch eine Wesentlichkeitsanalyse

Die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen der Sta­ke­hol­der spie­len im betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment eine bedeu­ten­de Rol­le. Ein kon­struk­ti­ver Aus­tausch mit sei­nen Sta­ke­hol­dern kann dabei hel­fen, kom­ple­xe betrieb­li­che Nach­hal­tig­keits­fra­gen zu beant­wor­ten. Mit der Wesent­lich­keits­ana­ly­se steht ein stra­te­gi­sches Werk­zeug zur Ver­fü­gung, um die wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men von Unter­neh­men mit­hil­fe sei­ner Sta­ke­hol­der zu ermit­teln und visualisieren.

Das Zen­trum der Wesent­lich­keits­ana­ly­se bil­det die soge­nann­te Wesent­lich­keits­ma­trix, wel­che Nach­hal­tig­keits­the­men abhän­gig von den unter­neh­me­ri­schen Aus­wir­kun­gen und der Rele­vanz für Sta­ke­hol­der darstellt. 

Zur Ein­bin­dung der Sta­ke­hol­der in die­sen Pro­zess gibt es unter­schied­li­che Möglichkeiten:

  • Befra­gun­gen bie­ten den Vor­teil, dass kei­ne Ein­zel­mei­nun­gen ein­ge­holt wer­den, son­dern vie­le Per­so­nen befragt wer­den. Die Mög­lich­keit der Nach­fra­ge ist jedoch nicht vorhanden.
  • Inter­views bie­ten den Vor­teil, dass Sie mit Sta­ke­hol­dern in Dis­kus­si­on tre­ten kön­nen. Interviewpartner*innen kön­nen Nach­fra­gen stel­len und Unter­neh­men haben die Mög­lich­keit sich zu erklä­ren. Jedoch wer­den Ein­zel­mei­nun­gen ein­ge­holt, die im Zwei­fel nicht die Erwar­tun­gen der Sta­ke­hol­der­grup­pe widerspiegeln.
  • Dia­log­ver­an­stal­tun­gen bie­ten den Vor­teil, dass Sie mit Ihren Sta­ke­hol­dern und auch Ihre Sta­ke­hol­der unter­ein­an­der in den Aus­tausch kom­men und mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren. Es kann effek­tiv an der Wei­ter­ent­wick­lung der Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie gear­bei­tet werden.

Bei erst­ma­li­ger Durch­füh­rung emp­fiehlt sich eine Kom­bi­na­ti­on aus Inter­views und Befra­gung. Dia­log­ver­an­stal­tun­gen kön­nen dann eine Wei­ter­ent­wick­lung der Ein­bin­dung von Sta­ke­hol­dern dar­stel­len, um die­se bei kon­kre­ten Her­aus­for­de­run­gen einzubinden.

Die Nach­hal­tig­keits­ana­ly­se als Fun­da­ment der Nachhaltigkeitsstrategie

Das Zusam­men­spiel die­ser drei Betrach­tun­gen beleuch­tet ein Unter­neh­men aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln und bil­det eine idea­le Grund­la­ge für die Ablei­tung einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie mit kon­kre­ten Zie­len, Maß­nah­men und KPIs zur Eva­lua­ti­on des Erfolges.

Bei Fra­gen oder Unter­stüt­zungs­be­darf zur Ana­ly­se der Nach­hal­tig­keits­si­tua­ti­on in Ihrem Unter­neh­men, neh­men Sie ger­ne Kon­takt mit uns auf.

Foto Titel­bild: Ralph Kerpa

Seit dem 1. Janu­ar 2022 müs­sen berichts­pflich­ti­ge Unter­neh­men in Deutsch­land erst­ma­lig in ihrer nicht­fi­nan­zi­el­len Erklä­rung zur EU-Taxo­no­mie für Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten berich­ten. Wer genaue­res erfah­ren möch­te oder muss, liest sich die EU-Ver­ord­nung ein­mal durch. Aber zuge­ge­ben: Das knapp 600 Sei­ten lan­ge Doku­ment der EU-Taxo­no­mie durch­zu­ar­bei­ten, ist eine ech­te Fleiß­auf­ga­be. Und den­noch: Wer wis­sen will, was das eige­ne Unter­neh­men in den kom­men­den Jah­ren in Sachen Nach­hal­tig­keit zu erwar­ten hat (und wel­che Maß­nah­men bes­ser heu­te als mor­gen umge­setzt wer­den), kommt an der neu­en Ver­ord­nung nicht vor­bei. Wir haben wesent­li­che Punk­te ein­mal zusammengefasst. 

Was der Begriff „Taxo­no­mie“ im Rah­men der EU bedeutet

Kurz zur Defi­ni­ti­on: Das Wort Taxo­no­mie stammt aus dem alt­grie­chi­schen und steht für ein ein­heit­li­ches Ver­fah­ren, in dem Objek­te in bestimm­te Taxa, also Kate­go­rien oder Klas­sen, geord­net werden.

 

So eine ein­heit­li­che und nach­voll­zieh­ba­re Ein­ord­nung fin­det nun auch auf EU-Ebe­ne für den Bereich der Nach­hal­tig­keit statt. Denn im Rah­men des im Juni 2020 beschlos­se­nen Green Deals hat sich die EU ambi­tio­nier­te Nach­hal­tig­keits­zie­le gesteckt:

Bis 2030 soll eine Reduk­ti­on von 55% der Emis­sio­nen erreicht sein und 

bis zum Jahr 2050 soll die Kli­ma­neu­tra­li­tät in der EU erreicht werden. 

 

Da der gesam­te Umbau der Wirt­schaft von hohen staat­li­chen Inves­ti­ti­ons­sum­men abhängt, ist die EU auf Kapi­tal aus der Pri­vat­wirt­schaft ange­wie­sen. Hier kommt nun die EU-Taxo­no­mie ins Spiel: Mit der EU-Taxo­no­mie wur­de ein Rah­men­werk geschaf­fen, wel­ches Wirt­schafts­ak­ti­vi­tä­ten und deren Ein­fluss auf die Nach­hal­tig­keit klas­si­fi­ziert. In ande­ren Wor­ten: Die Taxo­no­mie lie­fert ein­heit­li­che Defi­ni­tio­nen dafür, was eigent­lich nach­hal­ti­ges Inves­tie­ren und Wirt­schaf­ten ist. Da sich die Finanzmarktakteur*innen alle an die glei­chen Defi­ni­tio­nen bin­den, soll so auch Green­wa­shing ver­hin­dert wer­den. In ande­ren Wor­ten: Wo „green“ drauf steht, muss also auch „green“ drin sein. 

 

Muss mein Unter­neh­men berichten?

Betrof­fen von der EU-Taxo­no­mie sind gene­rell kapi­tal­markt­ori­en­tier­te Unter­neh­men und Finanzmarktakteur*innen wie Ban­ken und Ver­si­che­run­gen. Mehr Details zu den Vor­aus­set­zun­gen der Bericht­erstat­tungs­plicht mit Fokus auf Unter­neh­men zeigt die fol­gen­de Grafik: 

Sustaineration_CSR_nachhaltigkeitsberatung_EU-Taxonomie_Wer ist betroffen

Grund­prin­zip und Klas­si­fi­zie­rung von Wirtschaftsaktivitäten

Bis­her wur­de das Regel­werk der Taxo­no­mie noch nicht für alle Berei­che der Nach­hal­tig­keit, d. h. in der Struk­tur „ESG“ (Envi­ron­men­tal – Social – Gover­nan­ce), ver­öf­fent­licht. Aktu­ell gibt es sechs EU-Zie­le für den Bereich „E“ (Envi­ron­men­tal bzw. Umwelt). In Zukunft soll die EU-Ver­ord­nung aber auch die Berei­che „SG“, also sozia­le The­men und gute Unter­neh­mens­füh­rung, abdecken.

Die Vor­aus­set­zung für eine taxo­no­mie­kon­for­me Wirt­schafts­ak­ti­vi­tät ist das Grund­prin­zip Do No Signi­fi­cant Harm(DNSH). Das bedeu­tet: Akti­vi­tä­ten in einem Bereich dür­fen kei­nen signi­fi­kan­ten Scha­den in einem ande­ren Bereich anrichten. 

Zukünf­tig kön­nen Unter­neh­men und ihre Wirt­schafts­ak­ti­vi­tä­ten nur als nach­hal­tig dekla­riert wer­den, wenn die­se auch die von der EU vor­ge­ge­be­nen Kri­te­ri­en ein­hal­ten. Die abge­bil­de­te Gra­fik lis­tet die von der EU defi­nier­ten Umwelt­zie­le auf und zeigt, wel­che Kri­te­ri­en den Wirt­schafts­ak­ti­vi­tä­ten unter­lie­gen, um als nach­hal­tig ein­ge­stuft wer­den zu können. 

Sustaineration CSR Nachhaltigkeitsberatung EU-Taxonomie Umweltziele Infografik

Legt ein Unter­neh­men die für sich rele­van­ten Akti­vi­tä­ten fest, dann wer­den im letz­ten Schritt drei „grü­ne KPIs“ ver­öf­fent­licht, die mit fol­gen­den Leit­fra­gen beant­wor­tet werden:

Sustaineration Nachhaltigkeitsberatung EU-Taxonomie Zusammenfassung CSR drei grüne KPIs Infografik

Mei­len­stei­ne der EU 2022

Die fol­gen­de Gra­fik zeigt die Mei­len­stei­ne sei­tens der EU, die im Jahr 2022 erreicht wer­den bzw. bereits erreicht wur­den sowie unse­re Umset­zungs­emp­feh­lun­gen für Unter­neh­men über die­sen Zeitraum.

Sustaineration Nachhaltigkeitsberatung CSR EU-Taxonomie Zusammenfassung Unternehmen Infografik Anleitung Tipps Vorgehensweise

Inte­gra­ti­on im Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex als Ansatz zur Umset­zung der Taxonomie

Um im Sin­ne der EU-Taxo­no­mie berich­ten zu kön­nen, wur­de der Deut­sche Nach­hal­tig­keits­ko­dex (DNK) um eine zusätz­li­che Berichts­op­ti­on erwei­tert. In der DNK-Daten­bank  kön­nen nun die Grü­nen KPIs (sie­he Gra­fik oben), Pro­zess­be­schrei­bun­gen (qua­li­ta­tiv) und je nach Unter­neh­men rele­van­te Anla­gen ein­ge­pflegt wer­den. In Zukunft kön­nen eben­so Leis­tungs­in­di­ka­to­ren und ande­re Indi­ka­to­ren über meh­re­re Berichts­jah­re abge­bil­det wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen bie­tet die Sei­te des DNKs.

Vor­tei­le der EU-Taxo­no­mie nutzen

Mit der EU-Taxo­no­mie kön­nen Unter­neh­men ihre Nach­hal­tig­keit gegen­über Sta­ke­hol­dern und Investor*innen trans­pa­rent kom­mu­ni­zie­ren. Eine früh­zei­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zung ermög­licht es, das ope­ra­ti­ve Geschäft recht­zei­tig vor­zu­be­rei­ten und für die Zukunft anzu­pas­sen. Sus­tai­nera­ti­on ist offi­zi­el­ler DNK-Schu­lungs­part­ner und unter­stützt Unter­neh­men bei der Bericht­erstat­tung, der Ent­wick­lung einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie sowie der Vor­be­rei­tung für Zer­ti­fi­zie­run­gen im Bereich Nachhaltigkeit. 

Quel­len: 

www.bmwi.de, www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de, www.ec.europa.eu/info/index_de, www.eur-lex.europa.eu, www.horvath-partners.com, www.datamaran.com

 

In der ana­lo­gen Bera­tung gehört die Ana­ly­se von Unter­neh­mens­aus­wir­kun­gen im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit zu unse­ren wesent­li­chen Tätig­kei­ten. Mit dem Relaunch unse­res Online-Tools CSR Check kön­nen wir nun auch end­lich unse­ren digi­ta­len Kund*innen eine Mög­lich­keit bie­ten, die bedeu­ten­den Hebel ihrer Unter­neh­mun­gen ken­nen­zu­ler­nen und Wesent­lich­keits- und SDG-Ana­ly­sen durchzuführen.

Die SDGs als Rah­men­werk unter­neh­me­ri­scher Entwicklung

Im Sep­tem­ber 2015 ver­ab­schie­de­ten die Ver­ein­ten Natio­nen die Agen­da 2030. Es wur­den 17 Zie­le — Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals (SDG) — für die nach­hal­ti­ge Entwick­lung der Welt for­mu­liert, bei denen die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung unter Berück­sich­ti­gung sozia­ler Gerech­tig­keit und der öko­lo­gi­schen Gren­zen der Erde gestal­tet wird. Unter­neh­men nut­zen die SDGs als Rah­men­werk, um zu ermit­teln, wel­che Wir­kung sie mit ihrer Geschäfts­tä­tig­keit im Sin­ne einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung erzielen.

Ergeb­nis die­ser Ana­ly­se ist ein SDG-Radar, wel­ches dar­stellt, wie stark ein Unter­neh­men durch sein Geschäfts­mo­dell, aber auch durch die Gestal­tung von Pro­zes­sen und sei­nem gesell­schaft­li­chen Enga­ge­ment auf das jewei­li­ge der 17 Zie­le ein­wirkt, unab­hän­gig davon, ob die­se Wir­kung posi­tiv oder nega­tiv ist.Die­se Per­spek­ti­ve wird mit dem Relaunch des Tools in einem Modul „Wesent­lich­keits­ana­ly­se“ abge­bil­det. Unter­neh­men wer­den sys­te­ma­tisch durch die Bewer­tung der 17 Nach­hal­tig­keits­zie­le geführt und beur­tei­len die Wir­kung ihres Geschäfts­mo­dells, der Unter­neh­mens­pro­zes­se und des gesell­schaft­li­chen Enga­ge­ments auf das jewei­li­ge Ziel. Eine Anlei­tung mit kon­kre­ten Hin­wei­sen gibt den Nutzer*innen eine gute Hil­fe­stel­lung, um eine fun­dier­te Bewer­tung der Unter­neh­mens­aus­wir­kun­gen vorzunehmen.

Iden­ti­fi­ka­ti­on der wesent­li­chen Nachhaltigkeitsthemen

Außer­dem beinhal­tet das neue Modul eine Ana­ly­se der für das Unter­neh­men wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­the­men. Hier­bei wer­den die Nutzer*innen durch die Metho­dik der Wesent­lich­keits­be­wer­tung geführt und ermit­teln die sozia­len und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen ihrer Unter­neh­mens­tä­tig­keit auf ver­schie­de­ne Nach­hal­tig­keits­the­men. Unter­neh­men kön­nen hier ent­we­der ein vor­ge­ge­be­nes The­men­set anwen­den, oder eige­ne Hand­lungs­fel­der und The­men erstel­len. Im Rah­men einer Umfra­ge, wel­che das Tool für die Unter­neh­men gene­riert, wer­den Sta­ke­hol­der zur Bewer­tung die­ser The­men ein­ge­la­den und kön­nen zudem kon­kre­te Erwar­tun­gen hin­sicht­lich der Nach­hal­tig­keits­ent­wick­lung des Unter­neh­mens äußern.

Wesent­lich­keits­ma­trix und SDG-Radar als Basis der Strategie

Die Ergeb­nis­se der online gestütz­ten Ana­ly­se sind eine Wesent­lich­keits­ma­trix, die dar­stellt, wel­che Nach­hal­tig­keits­the­men für das Unter­neh­men beson­ders bedeut­sam sind, sowie ein SDG-Radar, wel­ches dem Unter­neh­men zeigt, zu wel­chen der 17 Zie­le es einen rele­van­ten Bei­trag leis­ten kann. Damit bil­den die­se Ana­ly­sen die Grund­la­ge zur Ablei­tung einer Nachhaltigkeitsstrategie.

Check und Bench­mark kom­plet­tie­ren die Bestandsaufnahme

Mit dem bereits bestehen­den Basis­mo­dul „Check“ kön­nen Nutzer*innen durch ein Self-Assess­ment ihren betrieb­li­chen Sta­tus Quo zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung erfas­sen und die­sen im Rah­men einer Bench­mark mit Unter­neh­men ihrer Bran­che, Grö­ße und Regi­on vergleichen.

Durch Inte­gra­ti­on der Wesent­lich­keits- und SDG-Ana­ly­se in unser bestehen­des Online-Tool, erhal­ten Unter­neh­men nun eine voll­stän­di­ge Bestands­auf­nah­me zur Nach­hal­tig­keit und schaf­fen damit ein idea­les Fun­da­ment zur Ent­wick­lung einer Nachhaltigkeitsstrategie.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Online-Tool sowie die Mög­lich­keit zur Regis­trie­rung für eine kos­ten­lo­se Demo­ver­si­on gibt es unter https://csr-check.com/.

Den tat­säch­li­chen Wert eines Work­shops kann man an der Umset­zung der Inhal­te mes­sen.  Zu die­sem Fazit sind wir als Team gekom­men – und haben unse­re E‑Mail-Signa­tur geän­dert. Der Grund: Eine Wei­ter­bil­dung zum The­ma „Fair Language“.

Im Okto­ber hat das Team von sus­tai­nera­ti­on gemein­sam an einem digi­ta­len Work­shop zur gen­der­ge­rech­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on von Fair Lan­guage teil­ge­nom­men. Ziel war es, unse­re inter­ne und exter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zukünf­tig noch wei­ter in Rich­tung Offen­heit und Dis­kri­mi­nie­rungs­frei­heit zu gestal­ten. Das Ergeb­nis für uns: Mehr Sicher­heit im gen­der­ge­rech­ten Sprach­um­gang – und eine neue Signatur.

Alles auf Anfang: Fra­gen, Fra­gen, Fragen …

Wie kamen wir eigent­lich auf eine Fort­bil­dung zur gerech­te­ren Spra­che? In den ver­gan­ge­nen Mona­ten, mit dem Wachs­tum des Unter­neh­mens und dem aktu­el­len Relaunch der Web­sei­te, sind in unse­ren Mee­tings immer wie­der Fra­gen zur bewuss­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on auf­ge­kom­men. In den meis­ten Fäl­len waren es die glei­chen Fra­gen, die wie­der­holt auf­tra­ten, bei­spiels­wei­se zur rich­ti­gen Anspra­che oder zur bewuss­ten Inklu­si­on in unse­rer Kommunikation.

Der Work­shop „Grund­la­gen der gen­der­ge­rech­ten Kommunikation“ 

Mit der Teil­nah­me an einer Wei­ter­bil­dung zur soge­nann­te „Gen­der­spra­che“ soll­te dann end­lich mehr Klar­heit herr­schen. Unser Ziel war dabei nicht pri­mär zu erfah­ren, was man sagen „darf“ oder „soll­te“; unser Bedürf­nis war es, mehr Sicher­heit im Umgang mit gerech­ter Spra­che zu erhal­ten. Dabei liegt der Fokus sowohl auf die gefühl­te Wert­schät­zung der ange­spro­che­nen Per­son als auch auf unser eige­nes Wohl­ge­fühl als Sprechende*r.

In dem Work­shop beka­men wir dann end­lich Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen rund um das gro­ße The­ma Gen­der und Kom­mu­ni­ka­ti­on. Neben den Grund­la­gen zu Defi­ni­tio­nen beinhal­te­te die Wei­ter­bil­dung diver­se prak­ti­sche Übun­gen, die uns ver­deut­lich­ten, wie rele­vant die Ver­wen­dung einer gerech­te­ren Spra­che für unse­ren all­täg­li­chen Umgang mit­ein­an­der und die För­de­rung von sozia­ler Gerech­tig­keit ist. Die Übun­gen zeig­ten uns auch: Selbst wenn die Anpas­sung des Sprach­ge­brauchs zuerst gewöh­nungs­be­dürf­tig ist; sie ist es wert – und weit­aus nicht so kom­pli­ziert wie erwartet.

Schlie­ßen wir Per­so­nen­grup­pen in unse­rem Sprach­ge­brauch aus, dann ver­hin­dern wir zeit­gleich auch die Mög­lich­keit auf eine posi­ti­ve sozia­le Ent­wick­lung in Rich­tung weni­ger Ungleich­hei­ten. Ein The­ma, mit dem sich auch die bei­den Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals „Weni­ger Ungleich­hei­ten“ (Ziel 10) und „Geschlech­ter­gleich­heit“ (Ziel 5) beschäftigen.

Und jetzt? Ran an die Signatur! 

Der Work­shop hat uns ver­deut­licht, dass wir ins­be­son­de­re in der erst­ma­li­gen Anspra­che von Per­so­nen mut­ma­ßen, ob die Per­son männ­lich oder weib­lich ist und die­se dem­nach anspre­chen. Das wol­len wir ändern! Ab jetzt ver­ab­schie­den wir uns von „Sehr geehr­te Damen und Her­ren“, „Hal­lo Herr xy“ oder „Lie­be Frau xy“. Wir wol­len Schluss machen mit Mut­ma­ßun­gen zum Geschlecht und durch unse­re Art und Wei­se, wie wir kom­mu­ni­zie­ren, deut­lich machen, dass es eine Geschlech­ter­viel­falt gibt, die nicht binär ist.

Des­halb spre­chen wir Men­schen in der erst­ma­li­gen Kom­mu­ni­ka­ti­on nun ein­fach mit einem „Hal­lo“ oder „Moin“ an und laden unse­re Gesprächspartner*innen ein, uns mit­zu­tei­len, mit welchen/m Pro­no­men wir sie anspre­chen dürfen.

Dazu haben wir in unse­rer Signa­tur einen Hin­weis ergänzt:

* Respekt­vol­le Kom­mu­ni­ka­ti­on beginnt mit der rich­ti­gen Ansprache 

– las­sen Sie uns ger­ne wis­sen, mit wel­chen Pro­no­men Sie ange­spro­chen wer­den möchten.“

 

Die bewuss­te Aus­ein­an­der­set­zung mit einer gen­der­ge­rech­ten Spra­che hat uns sehr gut­ge­tan und wir konn­ten als Team einen gemein­sa­men Weg defi­nie­ren, wie es sich in unse­rer Arbeit umset­zen lässt und es sich für alle gut anfühlt.

Wir wol­len den sen­si­blen Umgang von Spra­che auch wei­ter­hin stär­ken, wes­halb eine Wei­ter­bil­dung zur gen­der­ge­rech­ten Spra­che nun auch für alle künf­ti­gen Mitarbeiter*innen Pflicht ist.

Ein­mal jähr­lich ver­an­stal­ten wir mit wei­te­ren Unter­neh­men aus der deutsch-däni­schen Grenz­re­gi­on den soge­nann­ten gren­zen­løs Daag. Ein Akti­ons­tag an dem sich Unter­neh­men und ihre Mitarbeiter*innen für gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen in der Regi­on stark machen. Als Mit-Initia­to­ren die­ser Cor­po­ra­te Vol­un­tee­ring-Initia­ti­ve packen wir selbst natür­lich auch mit an. In die­sem Jahr, auf dem Kin­der­frei­zeit­hof in Joldelund.

Mit vol­lem Taten­drang nach Joldelund

Als wir am Frei­tag, gegen 9:20 Uhr auf dem ehe­ma­li­gen Bau­ern­hof von Chris­ti­an Chris­ti­an­sen ange­kom­men sind, saß er bereits im alten Stall, mit weit geöff­ne­tem Scheu­nen­tor und war­te­te freu­dig auf sei­ne Helfer*innen. Seit 40 Jah­ren betreibt er auf sei­nem Land­gut einen Frei­zeit­hof für Kin­der, wel­cher mit viel Lie­be zum Detail gestal­tet wur­de. Davon durf­ten wir uns direkt bei einer klei­nen Füh­rung über die Anla­ge überzeugen.

grenzenlosDaag Kinderfreizeithof JoldelundgrenzenlosDaag sustaineration KinderfreizeithofAls wir mit Herrn Chris­ti­an­sen und den ande­ren Helfer*innen des Tages durch das Foy­er des Frei­zeit­ho­fes geführt wur­den, haben uns etwa 4.000 Ted­dy­bär-Augen beob­ach­tet. Wer Angst vor Clowns hat, soll­te hier defi­ni­tiv nicht sein Nach­la­ger auf­schla­gen. Hier gab es enorm viel zu entdecken.

Da der Hof seit der Pan­de­mie geschlos­sen ist, wur­den die alten Rasen­mä­her-Trak­to­ren, die ansons­ten, mit einer mit Flam­men bemal­ten Milch­kan­ne auf Rädern, über eine Renn­bahn düsen, nicht mehr viel bewegt. Daher konn­te Saman­ta den Rent­ner sofort davon über­zeu­gen, einen der Trak­to­ren aus sei­nem Coro­na-Schlaf zu wecken und gönn­te sich eine exklu­si­ve Pro­be­fahrt über den Kin­der­frei­zeit­hof, womit er ihr eine gro­ße Freu­de gemacht hat.

Nach dem Ver­gnü­gen kommt die Arbeit

Doch wir waren ja nicht nur zum Spaß hier. Also mach­ten wir uns an die Arbeit, um dem 84-Jäh­ri­gen bei den ange­fal­le­nen Auf­ga­ben unter die Arme zu grei­fen. Mit Heck­sche­ren aus­ge­rüs­tet erklär­ten wir dem Efeu den grenzenlosDaag_sustaineration_Niels ChristiansenKampf. Das gesam­te Gebäu­de, ein­schließ­lich Fens­ter war von dem Grün­zeug umhüllt.  Auf einem alten David Brown mit selbst gebau­ter Hebe­büh­ne, ging es für Niels hoch hin­aus. Wäh­rend Niels etwa drei­ein­halb Stun­den in der wacke­li­gen Box mit sei­ner Höhen­angst und dem Efeu kämpf­te, rief Herr Chris­ti­an­sen bei jedem Mal, wo er um die Ecke kam „HÖHER, HÖHER!“ … Niels war es bereits hoch genug.

Wäh­rend­des­sen über­nah­men Anje und Saman­ta die Boden­ar­beit und sind dem Efeu, mit bei­den Bei­nen auf der Erde, zu Lei­be gerückt. Es wur­de geschnit­ten, gekehrt und geschuf­tet. Als Herr Chris­ti­an­sen erfuhr, dass Saman­ta irgend­was im Büro macht, frag­te er ob sie „com­pu­tern“ kön­ne und nut­ze die Gele­gen­heit sei­ne Haus-IT auf Vor­der­mann zu bringen.

grenzenlosDaag 2021 Kinderfreizeithof JoldelundNach geta­ner Arbeit sollst du ruhen

Nach­dem das Efeu gebän­digt wur­de, haben wir im alten Kuh­stall als Dan­ke­schön eine klei­ne Stär­kung bekom­men. Bei Kaf­fee, beleg­ten Bröt­chen und Eis erzähl­te uns der Hof­be­sit­zer Chris­ti­an Geschich­ten und Mythen zu sei­nem Hof und dem Dorf Jol­de­lund, natür­lich auf platt. Einer der Momen­te unse­res gren­zen­lø­sen Ein­sat­zes, der den Tag zu etwas Beson­de­rem gemacht hat. Eine will­kom­me­ne Abwechs­lung zu unse­rem sonst so digi­tal gepräg­ten Arbeitsalltag.

Im Übri­gen ist Chris­ti­an Chris­ti­an­sen nicht ver­wandt mit unse­rem Geschäfts­füh­rer Niels Chris­ti­an­sen … Chris­ti­an­sens fin­de man in Nord­fries­land, wie Scha­fe am Deich.

Seit dem Jahr 2017 sind kapi­tal­markt­ori­en­tier­te Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, ihre Nach­hal­tig­keit in Form eines jähr­li­chen Berich­tes zu ver­öf­fent­li­chen. Aus­schlag­ge­bend hier­für ist das so genann­te „CSR-Richt­li­nie-Umset­zungs­ge­setz“ (CSR-RUG) des Deut­schen Bun­des­ta­ges, bezie­hungs­wei­se eine 2014 ver­ab­schie­de­te CSR-Richt­li­nie des Euro­päi­schen Parlaments.

Unter dem Begriff CSR, also Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty, ver­steht man die gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung von Unter­neh­men, nachhaltig(er) zu wirt­schaf­ten. Hier­zu zäh­len bei­spiels­wei­se die Ver­bes­se­rung des öko­lo­gi­schen Fuß­ab­dru­ckes, der Fokus auf gesell­schaft­li­che Belan­ge, die Berück­sich­ti­gung der Mitarbeiter*innenbedürfnisse sowie die Wahr­neh­mung einer Sorg­falts­pflicht in der Lie­fer­ket­te. Mit der Berichts­pflicht legen Unter­neh­men nun also regel­mä­ßig offen, inwie­fern sie ihre Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie (erfolg­reich) umge­setzt und ggf. posi­tiv wei­ter­ent­wi­ckelt haben.

Wer muss berichten?

Betrof­fen vom CSR-RUG sind kapi­tal­markt­ori­en­tier­te Unter­neh­men sowie Kre­dit­in­sti­tu­te und Versicherungsunternehmen,

  • die im Schnitt eines Geschäfts­jah­res mehr als 500 Mitarbeiter*innen haben,
  • deren Umsatz­er­lö­se sich auf mehr als 40 Mil­lio­nen Euro belau­fen oder des­sen Bilanz­sum­me bei mehr als 20 Mil­lio­nen Euro liegt.

Quel­le: IHK Frank­furt am Main

Kom­men Unter­neh­men ihrer Berichts­pflicht nicht nach, dann dro­hen Buß­gel­der, die sich je nach Umsatz­grö­ße und Gewinn­hö­he des Unter­neh­mens auf bis zu 10 Mil­lio­nen Euro belau­fen können.

Wer kann berichten? 

Abge­se­hen von den gesetz­lich ver­pflich­te­ten Unter­neh­men kön­nen auch klei­ne­re und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men frei­wil­lig einen Nach­hal­tig­keits­be­richt ver­öf­fent­li­chen, um somit gezielt eine trans­pa­ren­te Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­ti­on mit Kund*innen, Mitarbeiter*innen und wei­te­ren Sta­ke­hol­dern zu fördern.

Deut­scher Nach­hal­tig­keits­ko­dex als Berichtshilfe Die 20 DNK-Kriterien

Mit dem Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex (DNK) ent­wi­ckel­te der Rat für Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung 2011 eine stan­dar­di­sier­te und kos­ten­lo­se Ori­en­tie­rungs­hil­fe für die Erstel­lung von Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten. Unter­neh­men kön­nen anhand 20 fest­ge­leg­ter DNK-Kri­te­ri­en und ver­schie­de­ner Leis­tungs­in­di­ka­to­ren eine bereits vor­struk­tu­rier­te Erklä­rung abgeben.

Das Büro Deut­scher Nach­hal­tig­keits­ko­dex bie­tet in die­sem Zusam­men­hang auch die Prü­fung der erstell­ten Erklä­rung sowie ein qua­li­fi­zier­tes Feed­back für Unter­neh­men an. Bei der Bericht­erstat­tung kön­nen Betrie­be zudem durch Schu­lungs­part­ner- und Mentor*innen des DNK unter­stützt werden.

Wel­che drei Fak­to­ren zeich­nen einen guten Nach­hal­tig­keits­be­richt aus?

Ein star­ker Nach­hal­tig­keits­be­richt berück­sich­tigt vie­le diver­se Fak­to­ren, die den Bericht im Gesam­ten gut und aus­sa­ge­kräf­tig machen. Je nach Unter­neh­men und Bran­che kön­nen unter­schied­li­che The­men mehr oder eben weni­ger rele­vant sein. Die­se drei Fak­to­ren haben gute Nach­hal­tig­keits­be­rich­te jedoch immer gemein:

1. Stra­te­gie

Der Nach­hal­tig­keits­be­richt soll­te eine voll­stän­di­ge und nach­voll­zieh­ba­re Stra­te­gie beinhal­ten, wel­che zeigt, wo die wesent­li­chen Hebel des Unter­neh­mens lie­gen. Die­se dar­ge­leg­te Stra­te­gie soll­te dabei unter Ein­be­zug der Mitarbeiter*Innen ent­wi­ckelt wor­den sein.

2. Zie­le 

Die im Bericht genann­ten Zie­le soll­ten kon­kret und mess­bar sein. Nur so kann in den Fol­ge­jah­ren die erfolg­rei­che Umset­zung der Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie bewer­tet wer­den. Die Zie­le soll­ten daher so klar wie mög­lich gesetzt wer­den und dar­le­gen, wel­che Nach­hal­tig­keits­the­men damit adres­siert wer­den, bei­spiels­wei­se, in dem die Wir­kung auf die Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals (SDGs) dar­ge­stellt wird. Außer­dem soll­te auch der Sta­tus der Ziel­er­rei­chung kom­mu­ni­ziert wer­den, genau­so das Nicht-Errei­chen von Zie­len mit ent­spre­chen­der Begründung.

3. Maß­nah­men

Um die Zie­le im Rah­men der Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie zu errei­chen, soll­te auch der Weg dort­hin, also die Maß­nah­men zur Umset­zung, fest­ge­hal­ten wer­den. Die ein­zel­nen Maß­nah­men bezie­hen sich auf das jewei­li­ge Ziel bzw. die jewei­li­gen Zie­le.  Neben den geplan­ten Maß­nah­men zur Ziel­er­rei­chung, soll­te auch beschrie­ben sein, wel­che das Unter­neh­men bereits umge­setzt hat.

 

sustaineration Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020Inte­gra­ti­on der Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals

Kaum eine ande­re poli­ti­sche Agen­da genießt eine welt­wei­te Popu­la­ri­tät, wie die seit 2016 gel­ten­den Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals (SDGs) der Ver­ein­ten Natio­nen (UN). Ob in den sozia­len Netz­wer­ken, Fach­krei­sen für Nach­hal­tig­keit oder in den Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten deut­scher Unter­neh­men: Die 17 Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung sind in aller Mun­de und bil­den das Rah­men­werk vie­ler unter­neh­me­ri­scher Nachhaltigkeitsstrategien.

Vie­le Bericht­erstat­tungs­stan­dards bie­ten gute Mecha­nis­men, um die SDGs in die Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung zu inte­grie­ren. Da Sta­ke­hol­der zuneh­mend an dem unter­neh­me­ri­schen Bei­trag zum Errei­chen der SDGs inter­es­siert sind, kann ein Nach­hal­tig­keits­be­richt auf die­se Wei­se deut­lich auf­ge­wer­tet werden.

Für unse­ren eige­nen Nach­hal­tig­keits­be­richt haben wir die SDGs in die DNK-Struk­tur inte­griert und zei­gen damit, wie sus­tai­nera­ti­on auf die jewei­li­gen Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ein­wirkt und wel­chen Bei­trag wir zum Errei­chen der 17 Zie­le leisten.

Als Schu­lungs­part­ner des Deut­schen Nach­hal­tig­keits­ko­dex unter­stützt sus­tai­nera­ti­on Unter­neh­men bei der Umset­zung ihres Nachhaltigkeitsberichtes.

 

Bei­trags­bild: Ralph Ker­pa

Ganz neu war die Idee nicht. Bis 2017 haben wir jedes Jahr den soge­nann­ten Nord­fries­land Daag orga­ni­siert. Ein Akti­ons­tag, an dem sich die nord­frie­si­sche Wirt­schaft für gemein­nüt­zi­ge Pro­jek­te in der Regi­on enga­giert hat. Da der Vor­be­rei­tungs­auf­wand mit den Jah­ren stark zunahm und die Kapa­zi­tä­ten bei uns hin­ge­gen san­ken, ist das Pro­jekt lei­der ein­ge­schla­fen. 2020 woll­ten wir es wie­der bele­ben und den Wir­kungs­be­reich erweitern.

Aus Nord­fries­land Daag wird gren­zen­løs Daag

In die­sem Jahr konn­ten wir der Initia­ti­ve wie­der Leben ein­hau­chen. Als gren­zen­løs Daag rich­ten wir uns mit dem Pro­jekt nun an Unter­neh­men und gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen der deutsch-däni­schen Grenz­re­gi­on und was uns beson­ders freut: Die Initia­ti­ve wird nun von einer Trä­ger­schaft ver­schie­de­ner Unter­neh­men aus der Regi­on gestemmt.

Ers­ter gren­zen­løs Daag am 18. September

Ver­gan­ge­nen Frei­tag war es dann soweit, 18 Unter­neh­men aus dem Grenz­land ver­lie­ßen mit ihren Mitarbeiter*innen ihren Arbeits­platz und enga­gier­ten sich in unter­schied­li­chen Umwelt- und Sozi­al­pro­jek­ten an Nord- und Ost­see, von Kap­peln über Flens­burg und Nord­strand bis nach Høy­er. Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie wur­den aus­schließ­lich Out­door-Pro­jek­te rea­li­siert. Bei herr­li­chem Spät­som­mer-Wet­ter war dies jedoch eher ein Bonus und hat für eine gute Stim­mung gesorgt.

Wir sind zum Hol­mer Siel, auf Nord­strand gezo­gen, um den Deich von Plas­tik und ande­ren Unlieb­sam­kei­ten zu befreien.

grenzenloes Daag

Deich-CleanUp auf Nordstrand 

Es ist immer wie­der erstaun­lich, was sich in dem Spül­saum am Deich so ver­steckt. Neben Unter­wä­sche, Hun­de­kot-Beu­tel, Ein­weg­ge­schirr, Netz­tei­len aus der Fische­rei, Plas­tik­fla­schen und ande­ren Ver­pa­ckun­gen, hat uns der Kranz einer See­be­stat­tung nicht zur Ruhe kom­men las­sen. Im Gespräch mit den ande­ren Helfer*innen, die auf Nord­strand mit uns sam­mel­ten, hat sich schnell gezeigt, dass es ein heik­les The­ma ist und bestimmt nicht leicht, Ange­hö­ri­ge und Hin­ter­blie­be­ne dahin­ge­hend zu sen­si­bi­li­sie­ren. Den­noch den­ken wir, dass Bestat­tungs­un­ter­neh­men bei der Vor­be­rei­tung einer See­be­stat­tung, Ange­hö­ri­ge dar­auf hin­wie­sen soll­ten, dass Krän­ze nicht aus Sty­ro­por, Dräh­ten und Plas­tik­rin­gen son­dern aus abbau­ba­ren Mate­ria­li­en bestehen sollten.

IMG_20200918_111253Sam­meln was das Meer auskotzt

Im Ver­gleich zu dem was man sonst manch­mal an der Küs­te fin­det, war die gesam­mel­te Men­ge zwar über­schau­bar, aber den­noch statt­lich. Jen­ni­fer Tim­rott, vom Küs­te gegen Plas­tik e.V. erklär­te uns, dass die Men­ge stark von den Strö­mun­gen abhängt und man nicht den­ken dür­fe, dass nur weil weni­ger Müll als erwar­tet da liegt, das Pro­blem nicht mehr vor­han­den sei. Das ist ein Trug­schluss! Denn die Mas­se an Plas­tik­müll liegt dann ein­fach woan­ders. Dabei zeig­te sie uns auf einem Bild, wie der Deich am Hol­mer Siel, an dem wir sam­mel­ten, nach einem Win­ter­sturm aussah.

Das Bild zeigt dabei sogar die Land­sei­te des Dei­ches. Sowie­so liegt in den Win­ter­mo­na­ten mehr Müll an den Dei­chen und Strän­den, da die Sturm­flu­ten dann beson­ders viel Müll an unse­ren Küs­ten hinterlassen.

 

In dem Buch “CSR muss kei­ne Bür­de sein!” wird in 8 Etap­pen dar­ge­legt, wie Unter­neh­men zu einem wirk­sa­men CSR- bzw. Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment kom­men. In die­sem Bei­trag wol­len wir einen Ein­blick in das Buch geben und zei­gen einen Aus­zug zu mög­li­chen Sze­na­ri­en zur Kom­mu­ni­ka­ti­on von CSR- & Nachhaltigkeitaktivitäten.

Es gibt sicher­lich vie­le Beweg­grün­de, sein Enga­ge­ment zum ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit Mensch und Pla­net zu kom­mu­ni­zie­ren, drei für wesent­li­che Grün­de sol­len hier ein­mal skiz­ziert werden.

1. Sze­na­rio: Kun­de will wis­sen was er kauft

Immer mehr Ver­brau­cher ent­wi­ckeln ein Bewusst­sein für ihren Waren­korb und wol­len wis­sen, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Pro­duk­te, die sie kau­fen, her­ge­stellt wer­den. Die soge­nann­ten LOHAS (Life­style of Health and Sus­taina­bi­li­ty) ver­fol­gen einen ethisch kor­rek­ten Lebens­stil, der auf Gesund­heit und Nach­hal­tig­keit basiert. Inter­es­sant ist, die­se Ver­brau­cher­ge­nera­ti­on befin­det sich in einem ste­ti­gen Wachs­tum und ist durch ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men charakterisiert.

Wer mit sei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen also Zugang zu die­sem Kreis haben möch­te, muss nicht nur ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit Res­sour­cen umge­hen, son­dern sei­nen ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang auch trans­pa­rent kommunizieren.

Nach­hal­tig zu Han­deln und die­ses Han­deln ent­spre­chend zu kom­mu­ni­zie­ren, kann somit ein wesent­li­cher Bau­stein für die Zukunfts­fä­hig­keit von Unter­neh­men sein.

2. Sze­na­rio: Mit­ar­bei­ter will sich identifizieren

Die Gestal­tung einer attrak­ti­ven Arbeit­ge­ber­mar­ke, hat sich unter dem Begriff „Employ­er Bran­ding“ zu einer eige­nen Dis­zi­plin ent­wi­ckelt. Hier­nach soll die Arbeit­ge­ber­mar­ke sys­te­ma­tisch gestal­tet wer­den, um neue Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen und bestehen­de zu halten.

Laut einer Stu­die von sus­tai­nera­ti­on, kann gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment von Unter­neh­men, stark zum Auf­bau einer ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Arbeit­ge­ber­mar­ke bei­tra­gen. Auch eine Stu­die von Deloit­te stell­te fest, dass sich Bewer­ber eher für enga­gier­te Arbeit­ge­ber ent­schei­den (Chris­ti­an­sen & Lee 2016, & Deloit­te, 2011).

Um poten­ti­el­len Mit­ar­bei­tern zu zei­gen, wel­che Wer­te das Unter­neh­men ver­tritt, müs­sen die­se eben kom­mu­ni­ziert wer­den. Wird das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment nach innen und außen ent­spre­chend dar­ge­stellt, ermög­licht dies poten­ti­el­len und auch bestehen­den Mit­ar­bei­tern sich stär­ker mit dem Unter­neh­men zu identifizieren.

3. Sze­na­rio: Trans­pa­renz als Teil der Nachhaltigkeit 

Kun­den- oder Mit­ar­bei­ter ori­en­tier­te CSR-Kom­mu­ni­ka­ti­on ist Ihnen zu wirt­schaft­lich gedacht? Dann betrach­ten Sie die trans­pa­ren­te Dar­stel­lung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten ger­ne als Teil Ihres CSR-Enga­ge­ments, denn das ist es auch. Betrieb­li­ches Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment umfasst sämt­li­che Unter­neh­mens­be­rei­che. Es fängt an mit dem An- bzw. Abbau von Roh­stof­fen, geht über die Her­stel­lung, inklu­si­ve aller Stu­fen der Lie­fer­ket­te, über die Arbeits­be­din­gun­gen in Ihrer Orga­ni­sa­ti­on, bis hin zur Nut­zung und Ent­sor­gung und mög­li­cher­wei­se Wie­der­ver­wer­tung von Pro­duk­ten. Trans­pa­renz zu schaf­fen, über alle rele­van­ten Aspek­te inner­halb die­ser Berei­che, ist ein essen­ti­el­ler Teil der Nach­hal­tig­keits­ar­beit von Unternehmen.

In die­sem Sin­ne, ist es emp­feh­lens­wert, die Kom­mu­ni­ka­ti­on der CSR- & Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten als Teil der Nach­hal­tig­keit zu ver­ste­hen und in Akti­ons- und Maß­nah­men­plä­ne zu verankern.

Impul­se zur Umset­zung der CSR- & Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­ti­on gibt es in dem Buch “CSR muss kei­ne Bür­de sein!”.

Logo mit Schrift CSR-Check transparent mit Text als Pfad

Wir freu­en uns sehr, unser neu­es Online-Tool zur Erfas­sung unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Check kön­nen Unter­neh­men Ihre Aus­gangs­si­tua­ti­on in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty sys­te­ma­tisch erfassen.

 

Algo­rith­mus für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten bewer­tet die Nachhaltigkeitsleistung

Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens beant­wor­tet und der betrieb­li­che Sta­tus-Quo direkt ange­zeigt. Dabei wer­den die Anga­ben mit­hil­fe eines Algo­rith­mus zur Bewer­tung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens aus­ge­le­sen und bewer­tet. Die­ser Algo­rith­mus dient zur Ana­ly­se unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit und wur­de unter Berück­sich­ti­gung bekann­ter Stan­dards und Nor­men ent­wi­ckelt, wie der Glo­bal Repor­ting Initia­ti­ve, der Inter­na­tio­nal Labor Orga­niz­a­ti­on, dem Glo­bal Com­pact, der inter­na­tio­na­len Umwelt­ma­nagement­norm ISO 14001 und dem Nach­hal­tig­keits­stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainab­le Eco­no­mics.

Kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei die Nach­hal­tig­keit zu verbessern

Wer den CSR-Check durch­führt erfährt, wie sein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt auf­ge­stellt ist, iden­ti­fi­ziert rele­van­te Nach­hal­tig­keits­aspek­te inner­halb die­ser Hand­lungs­fel­der und deckt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf auf. Kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei, die Umwelt- und Sozi­al­ver­träg­lich­keit des Unter­neh­mens schritt­wei­se zu verbessern.

Aus einem Kata­log von 114 Maß­nah­men, erhält der Nut­zer bis zu 69 Emp­feh­lun­gen, zur Ver­bes­se­rung des Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments und der Nach­hal­tig­keit des Unternehmens. 

Das Ergeb­nis des Checks wird direkt online ange­zeigt, zudem besteht die Mög­lich­keit einen Bericht des Checks zu gene­rie­ren sowie eine Info­gra­fik zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung per Mail zu erhal­ten. Die Info­gra­fik stellt die Gesamt­leis­tung der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keit dar und eig­net sich her­vor­ra­gend zur inter­nen und exter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on der betrieb­li­chen Nachhaltigkeitsleistung.

Enga­ge­ment für die Nord­see — Schon die Durch­füh­rung des Checks hat eine posi­ti­ve Wirkung

Je CSR-Check wer­den 25€ an den Ver­ein Küs­te gegen Plas­tik aus Sankt Peter-Ord­ing an der nord­frie­si­schen Nord­see­küs­te gespen­det. Charity_KüstegegenPlastikDer Ver­ein enga­giert sich poli­tisch für weni­ger Mee­res­müll und trägt auch mit Säu­be­rungs­ak­tio­nen aktiv dazu bei. Mit deren App Replace Plastic ver­schafft Küs­te gegen Plas­tik Ver­brau­chern zudem die Mög­lich­keit, Her­stel­lern mit­zu­tei­len, dass sie sich Pro­duk­te anders bzw. bes­ser ver­packt wünschen.

Als in Nord­fries­land ansäs­si­ges Bera­tungs­un­ter­neh­men haben wir das Glück, die Kraft und Ener­gie der Nord­see im All­tag zu erfah­ren und nut­zen dies natür­lich zur Erho­lung und zum Laden unse­rer Akkus. Sor­gen macht uns die Plas­tik­flut, wel­che zuneh­mend an unse­ren Küs­ten ange­spült wird. Küs­te gegen Plas­tik enga­giert sich für sau­be­re Mee­re, wes­halb wir uns für Küs­te gegen Plas­tik engagieren.

Wer erfah­ren will, wo sein Betrieb in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty steht,
hier geh­t’s zum CSR-Check.

 

Das neue Buch von Niels Chris­ti­an­sen, “CSR muss kei­ne Bür­de sein!” erklärt, wie Unter­neh­men in 8 Etap­pen ein wir­kungs­vol­les CSR-Manage­ment kre­ieren können.

Wenn das sys­te­mi­sche Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment abschreckt und ich trotz­dem „CSR machen“ will

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palet­te an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegenüber Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem The­ma befasst haben, schnell erschla­gen oder gar überfordert fühlen.

Wo und wie fan­ge ich an? Die­se Fra­ge stel­len sich häufig klei­ne- und mittelständische Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befas­sen. Doch je mehr sie sich damit aus­ein­an­der­set­zen, des­to kon­fu­ser wird es oft­mals. Sie wer­den kon­fron­tiert mit der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung, mit Umwelt- und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­ket­ten, mit umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, mit der Attraktivität als Arbeit­ge­ber, mit gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment und dann sol­len all die­se Din­ge auch noch in ein sys­te­mi­sches Manage­ment gegos­sen wer­den. Das hört sich nach einer ziem­lich gro­ßen Auf­ga­be an, für die viel Zeit und per­so­nel­le Res­sour­cen benötigt wer­den, die gera­de in klei­ne­ren Betrie­be häufig nicht vor­han­den sind.

Aber untätig blei­ben und die Hände in den Schoß zu legen ist auch kei­ne Alter­na­ti­ve, immer­hin soll der Betrieb ja auch zukunftsfähig gestal­tet wer­den und dass man da nicht um glo­ba­le Trends wie der Ener­gie- und Res­sour­cen­la­ge, dem Kli­ma­wan­del und der damit ein­her­ge­hen­den Ökologisierung, der Digi­ta­li­sie­rung und zuneh­men­den Indi­vi­dua­li­sie­rung sowie einer her­aus­for­dern­den Bevölkerungsentwicklung her­um­kommt, ist vie­len Unter­neh­men bereits klar. Immer­hin ist der Wan­del heu­te bereits spürbar, durch Kun­den die bewuss­ter auf die Umwelt- und Sozialverträglichkeit von Pro­duk­ten ach­ten oder auch durch Mit­ar­bei­ter die eine stärkere Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Job suchen, wodurch sich die Arbeits­welt schon jetzt maß­geb­lich verändert.

Es bleibt also die Fra­ge nach dem „Wie?“. Wie können Unter­neh­men die­se Flut an The­men, die für eine zukunftsfähige Ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­ti­on not­wen­dig sind, anpa­cken oder gar managen?

An die­ser Fra­ge ori­en­tiert sich das Buch “CSR muss kei­ne Bür­de sein!” und zwar ganz prak­tisch. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen können. Ziel die­ses Buches ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie sich Betrie­be der The­ma­tik schritt­wei­se nähern kön­nen und in 8 Etap­pen zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedan­ke fest in einem Betrieb ver­an­kert wer­den kann. Kon­kre­te Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie die jewei­li­gen Etap­pen umge­setzt wer­den können.

Das Buch “CSR muss kei­ne Bür­de sein” ist auf dem Markt­platz fair­mondo zu fin­den.