An die­sem Diens­tag fand die größte regio­nale Wirt­schafts­messe in Nord­deutsch­land statt, die B2B Nord in den Mes­se­hal­len Ham­burg Schnel­sen. Zwei Mal im Jahr tref­fen sich hier die Ent­schei­der der nord­deut­schen Wirt­schaft, um sich aus­zu­tau­schen und neue Impulse für ihre täg­li­che Arbeit zu erhal­ten. Am 23. Okto­ber waren auch wir erst­mals dabei und wur­den prompt für den Grün­der­preis der Messe nomi­niert, der am Ende des Tages ver­lie­hen wurde.

Die Mes­se­be­su­cher, konn­ten am Mes­se­tag selbst und im Vor­feld über Face­book, von ins­ge­samt 15 Star­tups, für ihren Favo­ri­ten voten. Niels prä­sen­tierte auf der Messe unsere Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung und vor allem unse­ren  Nach­hal­tig­keits– & CSR-Check, mit dem Unter­neh­men ihren betrieb­li­chen Status-Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch erfas­sen können.

Wir konn­ten über­zeu­gen und haben den ers­ten Platz belegt! Was viel­leicht auch nicht zu Letzt an unse­rem Mes­se­stand lag, denn der wurde as nach­hal­tig as pos­si­ble gestal­tet :-) … da gab es sehr viel Lob. Eine Besu­che­rin meinte, bei uns am Stand kommt ein rich­ti­ges “Hygge-Gefühl” auf. Wie wunderbar!

 

Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics (CSE) steht für geprüfte Nach­hal­tig­keit in Unter­neh­men. Ein Sie­gel, wel­ches echte Pio­niere kenn­zeich­net, die kon­se­quent nach­hal­tig wirt­schaf­ten. Als ers­tes schleswig-holsteinische Unter­neh­men wur­den nun auch wir, durch Eco­Con­trol zertifiziert.

Mit unse­ren Bera­tungs­leis­tun­gen unter­stüt­zen wir Unter­neh­men dabei, Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch in ihren Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren zu ver­an­kern. Von der Stra­te­gie­ent­wick­lung, über die Gestal­tung nach­hal­ti­ger Lie­fer­ket­ten, bis hin zum Nach­hal­tig­keits­con­trol­ling beglei­ten wir Unter­neh­men auf dem Weg zu einem nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schaf­ten. Damit erfüllen bereits eine der wesent­li­chen Anfor­de­run­gen des CSE-Labels: Ein Geschäftsmodell, wel­ches einen Mehr­wert für das Gemein­wohl liefert.

Doch auch darüber hin­aus, stellt das Nach­hal­tig­keits­sie­gel hohe Anfor­de­run­gen an zer­ti­fi­zierte Unter­neh­men. So darf bei­spiels­weise aus­schließ­lich Strom aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien genutzt oder umwelt­freund­li­che Mate­ria­lien und grüne IT beschafft wer­den. Auch müssen durch Geschäftsreisen ent­stan­dene CO2-Emissionen aus­ge­gli­chen und Treib­haus­gas­emis­sio­nen nach­weis­lich redu­ziert wer­den. Ins­ge­samt sind die Tätigkeiten von CSE-zertifizierten Unter­neh­men res­sour­cen­scho­nend und sozial ausgerichtet.

Auch wenn sus­tai­ne­ra­tion als Unter­neh­mens­be­ra­tung dem End­ver­brau­cher eher unbe­kannt ist, haben wir uns für eine CSE-Zertifizierung ent­schie­den, um damit ein kla­res Zei­chen für einen nach­hal­ti­gen Wan­del in der Wirt­schaft zu set­zen. Wir freuen uns, wenn wei­tere Unter­neh­men aus Schleswig-Holstein die­sen Weg einschlagen.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu unse­rer Nach­hal­tig­keits­ar­beit gibt es hier.

Die wohl größte Her­aus­for­de­rung im Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment ist die Gestal­tung von umwelt­ge­rech­ten und fai­ren Lie­fer­ket­ten. Da Unter­neh­men nur indi­rekt Ein­fluss auf die Nach­hal­tig­keit ihrer Zulie­fe­rer und deren Zulie­fe­rer aus­üben kön­nen, wird das Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment nicht sel­ten etwas stief­müt­ter­lich behan­delt. Doch gerade dort ent­ste­hen häu­fig die bedeu­ten­den Umwelt­aus­wir­kun­gen von Unter­neh­men und somit auch enorme Potentiale.

Es gibt gute Gründe für ein nach­hal­ti­ges Lieferkettenmanagement

Zum einen bedeu­ten Miss­stände in der Lie­fer­kette, zugleich nega­tive Bericht­er­stat­tung und damit Repu­ta­ti­ons­schä­den. Wer seine Lie­fer­kette auf öko­lo­gi­schen und sozia­len Grund­sät­zen gestal­tet, ver­bes­sert damit seine Repu­ta­tion. Letzt­end­lich wird eine stär­kere Aus­ein­an­der­set­zung mit den sozia­len und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen ent­lang der Lie­fer­kette zuneh­mend von Kun­den, Inves­to­ren, Mit­ar­bei­tern, Bewer­bern und ande­ren Sta­ke­hol­dern erwartet.

Ein wei­te­rer Anlass zur Gestal­tung einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Lie­fer­kette ist die Pla­nungs­si­cher­heit bzw. Risi­ko­mi­ni­mie­rung. Wer­den die Res­sour­cen unter öko-sozialen Gesichts­punk­ten gewon­nen und pro­du­ziert, kön­nen Risi­ken wie Streiks und damit ein­her­ge­hende Pro­duk­ti­ons­aus­fälle oder Rechts­strei­tig­kei­ten ver­mie­den und eine zuver­läs­sige Ver­sor­gung durch den Lie­fe­ran­ten sicher­ge­stellt werden.

Erste Schritte zum sys­te­ma­ti­schen Lieferkettenmanagement

Haben Sie sich bis­lang weni­ger mit Ihrer Lie­fer­kette aus­ein­an­der­ge­setzt, hel­fen Ihnen die fol­gen­den Emp­feh­lun­gen viel­leicht dabei, die ers­ten Stu­fen hinzu einem ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Beschaf­fungs­we­sen zu erklimmen.

  • Zunächst gilt, weni­ger ist mehr! Wer sich auf die Zusam­men­ar­beit mit weni­gen Lie­fe­ran­ten kon­zen­triert, kann einer­seits seine Lie­fer­kette leich­ter abbil­den und rele­vante Nach­hal­tig­keits­the­men iden­ti­fi­zie­ren und dar­über hin­aus ermög­licht die inten­si­vere Zusam­men­ar­beit auch Ver­bes­se­run­gen bezüg­lich des Qua­li­täts­ni­veaus und der Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit zu erreichen.
  • Die Grund­lage Ihres Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ments sollte eine umfas­sende Ana­lyse die­ser sein. Ermit­teln Sie die tat­säch­li­chen öko­lo­gi­schen und sozia­len Aus­wir­kun­gen, die im Zusam­men­hang mit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit ent­lang der Lie­fer­kette ent­ste­hen und bewer­ten Sie die damit ein­her­ge­hen­den Risiken.
  • Doku­men­tie­ren Sie Ihre Zulie­ferer­da­ten. Eine Auf­lis­tung Ihrer Lie­fe­ran­ten­da­ten sollte auch die Lie­fer­ket­ten­stufe beinhal­ten, ins­be­son­dere wenn die Lie­fer­kette kom­plex ist. Für unter­schied­li­che Lie­fer­ket­ten­stu­fen bedarf es häu­fig beson­dere Herangehensweisen.
  • Haben Sie Ihre Lie­fer­kette ent­spre­chend unter­sucht, berei­ten Sie die Ergeb­nisse visu­ell auf, das hilft Ihnen die Kom­ple­xi­tät Ihrer Lie­fer­kette stets im Blick zu haben, um adäquate Ziele und Maß­nah­men zu formulieren.


Benö­ti­gen Sie Unter­stüt­zung bei der Unter­su­chung Ihrer Lie­fer­kette oder bei der Gestal­tung eines nach­hal­ti­gen Lie­fer­ket­ten­ma­nage­ment, spre­chen Sie und gerne an!

Das CSE-Label steht für geprüfte Nach­hal­tig­keit in Unter­neh­men. Wir beglei­ten den Stan­dard­ge­ber, die Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik (GfaW) bereits seit eini­gen Jah­ren in dem Arbeits­kreis “Leben­dige Nach­hal­tig­keit”, in dem der CSE-Standard kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wird.

Nun wird es Zeit, dass auch sus­tai­ne­ra­tion die­sen Weg beschreitet

Es ist unfass­bar span­nend, die Metho­den und Instru­mente, die wir nor­ma­ler­weise in der Bera­tung für unsere Kun­den ein­set­zen, nun mal bei uns selbst anzu­wen­den. Im ers­ten Schritt bedeu­tete dies, dass wir eine Bestands­auf­nahme unse­rer wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pekte durch­ge­führt haben, um zum einen zu erfah­ren, wel­che über­haupt rele­vant sind für uns und zum ande­ren, ob es ggf. Hand­lungs­be­darf zu unse­ren rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten gibt.

Hierzu haben wir unse­ren selbst ent­wi­ckel­ten CSR-Check genutzt, mit dem man die Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit ideal erfas­sen kann. Zu die­sem Zweck haben wir den Online-Fragenkatalog bear­bei­tet und die Daten in ein Indikatoren-Modell über­tra­gen, mit dem die Nachhaltigkeits-Performance ana­ly­siert und bewer­tet wird.

Voilà: Unser Status-Quo

Der Status-Quo ist keine Auf­lis­tung des­sen was alles gut gemacht wird, son­dern zeigt auf, wo Unter­neh­men ran müs­sen um sich zu ver­bes­sern. Unsere Bestands­auf­nahme ergab also, dass wir 17 rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte haben, wovon ins­ge­samt 8 Aspekte gerin­gen bis hohen Hand­lungs­be­darf auf­wei­sen. So wie unsere Kun­den, erhal­ten auch wir Tipps, wel­che nächs­ten Schritte wir bei den 8 Aspek­ten gehen können.

Wie geht es nun weiter?

Bis zum ers­ten Audit zur CSE-Zertifizierung ist es gar nicht mehr solange, wir haben also noch gut zu tun. Kon­kret wer­den wir

  • unsere dienst­li­chen Pkw-Reisen kom­pen­sie­ren. Grund­sätz­lich fah­ren wir mit der Bahn, jedoch grei­fen wir im länd­lich gepräg­ten Schleswig-Holstein auch mal auf das Auto zurück.
  • nach 4 Jah­ren noch­mals in die Stra­te­gie­ar­beit ein­tau­chen und unsere Arbeit mit der digi­ta­len Brille betrachten.
  • kon­krete Nach­hal­tig­keits­ziele zu unse­ren wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten for­mu­lie­ren und diese Schritt für Schritt umsetzen.
  • eine Ana­lyse unse­rer wesent­li­chen Sta­ke­hol­der durchführen.
  • eine Befra­gung unse­rer Sta­ke­hol­der vor­neh­men, um die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen die­ser bei unse­rer Arbeit zu berück­sich­ti­gen und um einen offe­nen Dia­log mit unse­ren Sta­ke­hol­dern zu schaffen.
  • über den Fort­schritt unse­rer Nach­hal­tig­keits­ar­beit trans­pa­ren­ter kom­mu­ni­zie­ren, ins­be­son­dere unsere Nach­hal­tig­keits­ziele und die Umset­zung dieser.

 

Unsere Haus­auf­ga­ben ken­nen wir nun also, mal schauen was wir vor dem ers­ten Audit alles schaf­fen. Doch warum machen wir das?

Wir wol­len zu den Pio­nie­ren in Sachen Nach­hal­tig­keit zäh­len, Maß­stäbe set­zen und durch die Ein­füh­rung eines Manage­ment­sys­tems unsere eigene Arbeits­weise beleuch­ten, um uns zu ver­bes­sern. Kurzum, wir wol­len zukunfts­fä­hig sein!

 

Das neue Buch von Niels Chris­ti­an­sen, “CSR muss keine Bürde sein!” erklärt, wie Unter­neh­men in 8 Etap­pen ein wir­kungs­vol­les CSR-Management kre­ie­ren können.

Wenn das sys­te­mi­sche Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment abschreckt und ich trotz­dem „CSR machen“ will

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegenüber Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar überfordert fühlen.

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häufig kleine– und mittelständische Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befas­sen. Doch je mehr sie sich damit aus­ein­an­der­set­zen, desto kon­fu­ser wird es oft­mals. Sie wer­den kon­fron­tiert mit der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung, mit Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­ket­ten, mit umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, mit der Attraktivität als Arbeit­ge­ber, mit gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment und dann sol­len all diese Dinge auch noch in ein sys­te­mi­sches Manage­ment gegos­sen wer­den. Das hört sich nach einer ziem­lich gro­ßen Auf­gabe an, für die viel Zeit und per­so­nelle Res­sour­cen benötigt wer­den, die gerade in klei­ne­ren Betriebe häufig nicht vor­han­den sind.

Aber untätig blei­ben und die Hände in den Schoß zu legen ist auch keine Alter­na­tive, immer­hin soll der Betrieb ja auch zukunftsfähig gestal­tet wer­den und dass man da nicht um glo­bale Trends wie der Ener­gie– und Res­sour­cen­lage, dem Kli­ma­wan­del und der damit ein­her­ge­hen­den Ökologisierung, der Digi­ta­li­sie­rung und zuneh­men­den Indi­vi­dua­li­sie­rung sowie einer her­aus­for­dern­den Bevölkerungsentwicklung her­um­kommt, ist vie­len Unter­neh­men bereits klar. Immer­hin ist der Wan­del heute bereits spürbar, durch Kun­den die bewuss­ter auf die Umwelt– und Sozialverträglichkeit von Pro­duk­ten ach­ten oder auch durch Mit­ar­bei­ter die eine stärkere Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Job suchen, wodurch sich die Arbeits­welt schon jetzt maß­geb­lich verändert.

Es bleibt also die Frage nach dem „Wie?“. Wie können Unter­neh­men diese Flut an The­men, die für eine zukunftsfähige Ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­tion not­wen­dig sind, anpa­cken oder gar managen?

An die­ser Frage ori­en­tiert sich das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” und zwar ganz prak­tisch. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen können. Ziel die­ses Buches ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie sich Betriebe der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und in 8 Etap­pen zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in einem Betrieb ver­an­kert wer­den kann. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie die jewei­li­gen Etap­pen umge­setzt wer­den können.

Das Buch “CSR muss keine Bürde sein” ist auf dem Markt­platz fair­mondo zu finden.

Cor­porte Social Responsi­bi­lity (CSR), Diver­sity, Employer Bran­ding, Cor­po­rate Volun­tee­ring… der Anglizismen-Dschungel nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens ist schier unend­lich. Kein Wun­der, dass Unter­neh­men die sich erst­mals mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen häu­fig abge­schreckt sind und nicht wis­sen wie und wo sie star­ten sollen.

Der CSR-Check zeigt rele­van­ten Handlungsbedarf

Ganz ohne Fach­kennt­nisse und Angli­zis­men zeigt der Check den unter­neh­me­ri­schen Status-Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit. Viele Unter­neh­men unter­stüt­zen gemein­nüt­zige Zwe­cke durch Geld­spen­den oder auf ande­ren Wegen. Wenn jedoch das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment ganz­heit­lich aus­ge­legt wer­den soll, wis­sen sie oft­mals nicht wo sie eigent­lich ste­hen oder womit sie anfan­gen sol­len. Der CSR-Check ver­schafft hier Abhilfe! Er zeigt sys­te­ma­tisch auf wo ein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Lie­fer­kette, Arbeits­welt, Gesell­schaft, Markt und Manage­ment steht und ver­deut­licht ent­spre­chen­den Handlungsbedarf.

Es gibt viel zu tun, doch womit fängt man an?

Nicht jeder Nach­hal­tig­keits­as­pekt hat für jedes Unter­neh­men die glei­che Bedeu­tung, die wirk­lich rele­van­ten her­aus­zu­pi­cken ist da gar nicht so leicht. Auch hier­bei kann der Check Unter­stüt­zung lie­fern. Alle Aspekte, wie z.B. Ener­gie­ver­brauch, Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­kette, betrieb­li­ches Mit­ar­bei­te­r­en­ga­ge­ment und Arbeits­ge­be­rat­trak­ti­vi­tät wer­den hin­sicht­lich ihrer Rele­vanz bewer­tet. Ver­schie­dene Indi­ka­to­ren geben über­dies Aus­kunft dar­über in wel­chem Umfang rele­vante Aspekte in einem Unter­neh­men berück­sich­tigt wer­den. Hier­durch kann nicht nur eine Aus­sage dar­über getrof­fen wer­den ob bei­spiels­weise der Aspekt Ener­gie­ver­brauch eine hohe oder nied­rige Bedeu­tung für ein Unter­neh­men hat, son­dern ob es zu die­sem Aspekt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf gibt.

Was nach viel Arbeit klingt, dau­ert gerade mal 30 Minuten!

Unter­neh­men die Ihren Status-Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit auf den Prüf­stand stel­len wol­len, bear­bei­ten einen ent­spre­chen­den Fra­gen­ka­ta­log zu ver­schie­de­nen Indi­ka­to­ren nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens. Über ein Indikatoren-Modell wer­den die Anga­ben der Unter­neh­men sys­te­ma­tisch ana­ly­siert und bewer­tet, so dass der unter­neh­me­ri­sche Status-Quo am Ende als Bericht aus­ge­ge­ben wer­den kann. Die­ser ent­hält die ent­spre­chende Rele­vanz, sowie den Hand­lungs­be­darf der ein­zel­nen Aspekte und indi­vi­du­elle Nachhaltigkeits-Tipps, mit denen die Arbeit in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Lie­fer­kette, Arbeits­welt, Gesell­schaft, Markt und Manage­ment schritt­weise ver­bes­sert wer­den kann.

Hier geht’s zum Check!

Im Rah­men der Arbeits­gruppe „Leben­dige Nach­hal­tig­keit“ sind wir eines von meh­re­ren Unter­neh­men wel­ches gemein­sam mit der Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik an einem Stan­dard für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten für Han­dels– und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men arbei­tet. Was die GfaW mit ihrer Arbeit und dem Stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics (CSE) errei­chen möchte und wel­che Ziele sie ver­fol­gen, erläu­terte uns Sophie (Geschäfts­füh­re­rin GfaW) in einem Interview.

Liebe Sophie, vie­len Dank dass du dir Zeit für uns nimmst und uns einige Fra­gen zur GfaW und eurer Arbeit beant­wor­test. Bitte stell dich unse­ren Lesern doch kurz vor.

Danke für das Inter­esse. Ich bin allein­er­zie­hende Mut­ter von zwei wun­der­ba­ren Kin­dern, die nun ins inter­es­sante Alter der Puber­tät gelan­gen. Mit zuneh­men­den Alter der Kin­der wach­sen auch meine Frei­räume und ich kann mich schritt­weise mehr beruf­li­chen und ande­ren Gebie­ten wid­men, so nun auch die­sem Interview.

Nach mei­nem Schul­ab­schluss an der Wal­dorf­schule Frank­furt habe ich ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr absol­viert. (damals hieß das noch nicht so, war aber genau das. :-)) Ich habe mit Erwach­se­nen, die Ein­schrän­kun­gen wie Epi­lep­sie, Down-Syndrom, etc. haben, in einer anthro­po­so­phi­schen Ein­rich­tung gelebt. Diese Ein­rich­tung nennt sich Cam­phill und ist eine länd­li­che geprägte Gemein­schaft in der alle – Betreuer oder Betreu­ter, das macht dann irgend­wann kei­nen Unter­schied mehr — leben und nach ihren Mög­lich­kei­ten arbei­ten. Dort habe ich meine Liebe zum Garten/Landwirtschaft in Kom­bi­na­tion mit mensch­li­chen Ein­schrän­kun­gen aller Art ent­deckt. Nach einem fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such des Biologie-Studiums absol­vierte ich dann eine Aus­bil­dung zur Land­wir­tin und anschlie­ßend das Stu­dium der öko­lo­gi­schen Agrar­wis­sen­schaf­ten. Erfah­run­gen im Zer­ti­fi­zie­rungs­we­sen sam­melte ich dann bei einer Zer­ti­fi­zie­rungs­stelle in Göt­tin­gen. Der öko­lo­gi­sche non-food-Bereich übte schon damals einen Reiz auf mich aus. Hier gab und gibt es noch viele Pio­niere und die Moti­va­tion, etwas zu bewe­gen und Neues auf die Beine zu stel­len, impo­niert mir immer wie­der sehr.

Was genau macht die Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik und wel­che Ziele ver­folgt ihr mit eurer Arbeit als GfaW und mit dem CSE-Standard im speziellen?

Ouh, jetzt wird’s span­nend… Die GfaW möchte, dass nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zum Main­stream wird, es sich eta­bliert. Erfolgt ein Wirt­schaf­ten unter ethi­schen Gesichts­punk­ten, hat dies auto­ma­tisch Nach­hal­tig­keit zur Folge. Daher der Name der GfaW.

Unser Betä­ti­gungs­feld ist somit sehr viel­schich­tig. Alles, was nötig ist, damit nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zur guten fach­li­chen Pra­xis wird, ist unser Ziel. Aber aus Kapa­zi­täts­grün­den kon­zen­trie­ren wir uns auf das Herz­stück, den CSE-Standard. Ziel des CSE-Standards ist es, eine kon­krete Defi­ni­tion nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens zu lie­fern. In dem der CSE-Standard das wider­spie­gelt, was der­zeit schon umge­setzt wird – also auch mög­lich ist — set­zen wir damit einen Stan­dard, eine Mess­latte, einen Kri­te­ri­en­ka­ta­log. Wer nach den Kri­te­rien des CSE Stan­dards arbei­tet, der erfüllt den Anspruch, ein wirk­lich nach­hal­ti­ges Unter­neh­men zu sein.

Unter­neh­men die Nach­hal­tig­keit ganz­heit­lich ver­ste­hen und ihre Arbeit danach aus­rich­ten, haben die Mög­lich­keit sich nach dem CSE-Standard zer­ti­fi­zie­ren zu las­sen. Worin unter­schei­det sich die­ser Stan­dard von ande­ren beste­hen­den Zer­ti­fi­zie­run­gen und warum soll­ten sich Unter­neh­men nach CSE zer­ti­fi­zie­ren lassen?

Gehen wir von einem Ver­ständ­nis der star­ken Nach­hal­tig­keit aus, in dem die drei Dimen­sio­nen Öko­lo­gie, Sozia­les und Öko­no­mie im gesam­ten Unter­neh­men nicht nur gleich­be­rech­tigt vor­kom­men, son­dern auch in deren posi­tive Ent­wick­lung inves­tiert wird, dann komme ich immer wie­der zu dem Schluss, dass es der­zeit nur unsere Zer­ti­fi­zie­rung gibt, die alles das abdeckt. Andere Zer­ti­fi­zie­run­gen aus dem Bereich Nach­hal­tig­keit behan­deln jeweils immer nur Teil­be­rei­che der Nach­hal­tig­keit (z.B. Fair­trade für Ökonomie/Soziales aber keine Öko­lo­gie oder Bio-Lebensmittel für Öko­lo­gie, aber kein Sozia­les, geschweige denn Öko­no­mie) oder Teil­be­rei­che des Unter­neh­mens (z.B. die Pro­dukt­zer­ti­fi­zie­run­gen wie Natur­kos­me­tik oder ein­zelne Cradle to Cradle Pro­dukte oder das Manage­ment­sys­tem wie ISO 14001) oder Teil­be­rei­che der Wirt­schaft, meint: Pro­dukte (z.B. FSC nur für Holz-Erzeugnisse).

Mit einer CSE-Zertifizierung kön­nen Unter­neh­men sich von den der­zei­ti­gen Teilbereichs-Zertifizierungen abgren­zen und damit zei­gen wie kon­se­quent und wahr­haf­tig sie es mei­nen. Außer­dem bie­tet die Mit­ar­beit in der Arbeits­gruppe „Leben­dige Nach­hal­tig­keit“ eine gute Mög­lich­keit, sich mit Pio­nie­ren auf einem ähn­li­chen Niveau aus­zu­tau­schen und aktu­elle Nachhaltigkeits-Themen zu diskutieren.

Wie schätzt du den Nut­zen des CSE-Standards für den Ver­brau­cher ein? Hilft es ihm eine bes­sere Kauf­ent­schei­dung zu tref­fen oder trägt ein wei­te­rer Stan­dard viel­leicht zur Ver­un­si­che­rung inner­halb des vor­han­de­nen Label-Dschungels bei?

Hier würde ich gerne unter­schei­den zwi­schen CSE-Standard und CSE-Label. Der CSE-Standard hat für End­ver­brau­cher direkt erst­mal kei­nen so gro­ßen Nut­zen. Viel­leicht erst die Kin­der oder Kin­des­kin­der der Ver­brau­cher, so wie jedes nach­hal­tige Wirt­schaf­ten. Natür­lich kann sich jeder inter­es­sierte Ver­brau­cher unse­ren Stan­dard her­un­ter­la­den und durch­le­sen. Ich habe ver­sucht alles so zu for­mu­lie­ren, dass die Kri­te­rien für jeden ver­ständ­lich sind und man nicht erst einen Dok­tor in Zer­ti­fi­zie­run­gen haben muss. Wir arbei­ten wei­ter­hin an einer ver­ständ­li­chen Kom­mu­ni­ka­tion und haben noch diverse Pro­jekte im Auge. 

Das CSE-Label ist jedoch für den End­ver­brau­cher von gro­ßem Nut­zen. Als Resul­tat der CSE-Zertifizierung darf es auf jedem Pro­dukt erschei­nen, das aus einem CSE-Unternehmen her­vor­geht. Dadurch, dass er nicht nur eine Bran­che abdeckt, ist er für den Ver­brau­cher eine zuver­läs­sige Kenn­zeich­nung von nach­hal­tig erzeug­ten Pro­duk­ten bzw. jetzt dem­nächst auch von Dienst­leis­tun­gen. Es geht also nicht mehr nur um das Pro­dukt, son­dern um die Nach­hal­tig­keit bei der Erzeu­gung des Produktes.

Jaja, der Labeld­schun­gel – Label sind ein­fach unschlag­bar, weil sie als ver­dich­te­tes Mar­ke­ting am Point of Sale viel trans­por­tie­ren kön­nen. Daher blei­ben wir bei dem Label. Was den Dschun­gel angeht muss ich aller­dings sagen, dass wir uns im Gebiet von CSE – also ganz­heit­li­che zer­ti­fi­zierte Nach­hal­tig­keit sowas von gar nicht in einem Dschun­gel bewe­gen. Wir ste­hen eher allein auf wei­ter Flur. Neh­men wir als Bei­spiel das Por­tal Label-online.de (http://label-online.de/suche/ ). Hier sind von ins­ge­samt 573 Label 125 nach­hal­tig, 8 davon kate­go­ri­en­über­grei­fend, von denen wie­derum 7 weg­fal­len, da sie ent­we­der eine Han­dels­aus­zeich­nung sind wie Pro­Pla­net – das fin­det man nur bei Rewe und das nützt mir gar nichts, wenn ich im Edeka stehe — oder wie­der nur Sozia­les abde­cken, wie Fair Trade oder keine Kenn­zeich­nung auf einem Pro­dukt sind. Somit bleibt nur eines, näm­lich CSE.

Der­zeit arbei­tet ihr ja an dem CSE-Standard für Han­dels– und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men. Wie lange exis­tiert bereits der CSE-Standard für Indus­trie­un­ter­neh­men und wie ist euer ers­tes Resümee?

CSE ist 2012 aus einem Pilot­pro­jekt her­vor­ge­gan­gen, zu dem es schon jah­re­lange Vor­ar­beit gab. Auf Wunsch von Natur­kos­me­tik– und Natur­pro­duk­te­her­stel­ler haben Dr. Banz­haf von Eco­Con­trol (Zer­ti­fi­zie­rungs­stelle für öko­lo­gi­sche non-food-Produkte) und ich zu einem ers­ten Tref­fen ein­ge­la­den. Die meis­ten der teil­neh­men­den Unter­neh­men hat­ten schon ca. 6 Jahre die von Eco­Con­trol ange­bo­tene Fir­men­zer­ti­fi­zie­rung genutzt. Basie­rend auf den ethi­schen Grund­sät­zen von Eco­Con­trol, erstel­len sich Fir­men ihre eige­nen Kri­te­rien und las­sen diese durch Eco­Con­trol prü­fen. Nun bestand 2011 der Wunsch, von einer drit­ten Stelle diese Kri­te­rien gene­ra­li­sie­ren und kon­kre­ti­sie­ren zu las­sen. Dem Wunsch bin ich gerne nach­ge­kom­men und habe die vor­han­de­nen jewei­li­gen Kri­te­rien mit Kri­te­rien der dama­li­gen exis­tie­ren­den Nach­hal­tig­keits­an­sätze ver­gli­chen, ange­passt. Aus­ge­hend mei­ner Recher­chen und einer Idee, wie nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten funk­tio­nie­ren kann habe ich diese Kri­te­rien noch ergänzt und in einen grö­ße­ren Kon­text gestellt. Der so ent­stan­dene Vor­schlag wurde dann in Arbeits­grup­pen­tref­fen dis­ku­tiert und in Test-Audits erprobt. 2012 stand dann der CSE-Standard und hatte sei­nen Markt­ein­tritt bei der Bio­F­ach. Wir sind sehr froh, dass der Ansatz, ein bran­chen­über­grei­fen­des Nach­hal­tig­keits­sie­gel zu schaf­fen durch die Aus­wei­tung auf Dienst­leis­tung und Han­del Wahr­heit gewor­den ist. Es ist nun in der Tat mög­lich, alle Pro­dukte des täg­li­chen Bedarfs nach­hal­tig zu pro­du­zie­ren und zer­ti­fi­zie­ren zu lassen.

Unser Resü­mee ist: Es geht gar nicht mehr anders. Unter­neh­men, die CSE nut­zen, haben es deut­lich leich­ter in der gesam­ten Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion und fin­den eine Art Rück­halt im Stan­dard, sowie darin, dass andere Unter­neh­men ihn auch nut­zen und die­ses hohe Niveau des Wirt­schaf­tens „schaf­fen“. Natür­lich wür­den wir uns wün­schen, dass mehr Unter­neh­men diese Zer­ti­fi­zie­rung nut­zen und als Chance begreifen.

Was hat dich per­sön­lich dazu bewo­gen, dein Arbeits­le­ben der Nach­hal­tig­keit zu wid­men und einen Stan­dard auf den Weg zu brin­gen der nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zertifiziert?

Wie schon vor­her erwähnt schlägt mein Herz für die Muti­gen, die neue Wege gehen hin zu einer bes­se­ren Welt. Ich habe einen Hei­den­re­spekt vor den Men­schen, die in den CSE-Unternehmen ste­hen und mit dazu bei­tra­gen die Vision einer nach­hal­ti­gen, men­schen­freund­li­chen und umwelt­ge­rech­ten Wirt­schaft wahr wer­den zu las­sen. Als Grün­de­rin der GfaW weiß ich ja, dass es nicht so ein­fach ist, Schritte zu gehen, die viel­leicht noch nie jemand vor­her gegan­gen ist und man somit auch auf keine Bera­tung oder Erfah­rung zurück grei­fen kann. Wenn das alles auch noch in einer nicht-eigennützigen Inten­tion geschieht, dann ist es nötig, dass die Mensch­heit davon erfährt und ich möchte mei­nen Bei­trag dazu leisten.

Vie­len Dank für das tolle Inter­view und den Ein­blick in eure Arbeit. Für die wei­tere Ent­wick­lung eures Stan­dards wün­schen wir euch viel Erfolg!

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik sowie zum CSE-Standard sind unter www.angewandte-wirtschaftsethik.org zu finden.

Nach­hal­tig­keit ist heut­zu­tage fes­ter Bestand­teil vie­ler Unter­neh­mens­stra­te­gien. Dabei wird immer wie­der deut­lich, dass viele Unter­neh­men eine nach­hal­tige Ent­wick­lung durch Inno­va­tio­nen errei­chen wol­len. Inno­va­tio­nen haben für Unter­neh­men dahin­ge­hend eine dop­pelte Bedeu­tung. Zum einen kön­nen sie ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit stär­ken und mit neuen und zukunfts­wei­sen­den Pro­duk­ten auf den Markt tre­ten, zum ande­ren kön­nen dadurch effi­zi­en­tere und res­sour­cen­scho­nen­dere Pro­dukte und Pro­duk­ti­ons­me­tho­den geschaf­fen werden.

Inno­va­tion als Motor für mehr Nachhaltigkeit

Um glo­bale Her­aus­for­de­run­gen wie der stei­gen­den Armut, Res­sour­cen­knapp­heit oder auch des demo­gra­fi­schen Wan­dels zu begeg­nen, stellt die erfolg­rei­che Ver­knüp­fung von Nach­hal­tig­keit und Inno­va­ti­ons­ent­wick­lung zukünf­tig eine immer bedeu­ten­dere Rolle dar. Zahl­rei­che Unter­neh­men nut­zen diese Mög­lich­keit bereits, um ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch inno­va­tive Lösungs­an­sätze, wel­che eine nach­hal­tige Ent­wick­lung adres­sie­ren, zu stär­ken. Damit kann aber nicht nur die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens gesi­chert wer­den, son­dern durch Pro­dukt– und Pro­zes­sin­no­va­tio­nen, die bei­spiels­weise einen effi­zi­en­te­ren Res­sour­cen­ein­satz mit sich brin­gen kön­nen, wird ebenso ein wich­ti­ger Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung geleis­tet. Dies ist ins­be­son­dere in Ent­wick­lungs– und Schwel­len­län­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Denn hier kön­nen Inno­va­tio­nen dazu bei­tra­gen, dass eine nicht nach­hal­tige Wirt­schafts­weise — wie zu Zei­ten der Indus­tria­li­sie­rung in Europa — über­sprun­gen wird und der Ent­wick­lungs­pro­zess die­ser Län­der nach­hal­ti­ger gestal­tet wer­den kann.

Wie kann Nach­hal­tig­keit in Inno­va­ti­ons­pro­zes­sen inte­griert werden?

Um ein erfolg­rei­ches und mög­lichst nach­hal­ti­ges Pro­dukt zu ent­wi­ckeln und auf den Markt zu brin­gen, muss die Pro­dukt­idee zunächst einen Pro­zess durch­lau­fen. Ange­fan­gen bei der Ideen­ent­wick­lung und Aus­wahl, über die Ent­wick­lung und Erpro­bung des Pro­dukts bis hin zur Markt­ein­füh­rung und Dif­fu­sion durch­läuft das Pro­dukt einen Inno­va­ti­ons­pro­zess. Wich­tig ist, dass in allen Pha­sen des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses nach­hal­tige Aspekte berück­sich­tigt und inte­griert werden.

Nachhaltigkeit_Innovationsprozess

Die Abbil­dung zeigt einen klas­si­schen Inno­va­ti­ons­pro­zess, mit unter­schied­li­chen Sze­na­rien wann Nach­hal­tig­keit inner­halb des Pro­zes­ses berück­sich­tigt wird. Wird von Beginn des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses, also schon bei der Ide­en­ge­ne­rie­rung dar­auf abge­zielt eine nach­hal­tige Inno­va­tion zu ent­wi­ckeln, ist die Wahr­schein­lich­keit, ein sol­che zu erhal­ten sehr hoch. Ist Nach­hal­tig­keit nicht Ziel der Inno­va­tion, kann den­noch eine „Nach­hal­tig­keit­sin­no­va­tion“ ent­ste­hen, jedoch ist es dann in der Regel eine zufäl­lige Ent­de­ckung. So oder so, kön­nen inno­va­tive Pro­dukte und Pro­zesse nach­hal­ti­ger, also umwelt– und sozi­al­ver­träg­li­cher gestal­tet werden.

Inno­va­tio­nen nach­hal­tig entwickeln

Sie ste­hen vor der Ent­wick­lung von inno­va­ti­ven Pro­duk­ten oder Pro­zes­sen und wol­len diese mög­lichst nach­hal­tig gestal­ten? Oder Sie haben sich bereits auf den Weg zur Ent­wick­lung von Inno­va­tio­nen gemacht und wol­len nun nach­hal­tige Aspekte in Ihrem Inno­va­ti­ons­pro­zess inte­grie­ren? Spre­chen Sie uns gerne an!

Mit unse­ren zuge­schnit­te­nen Innovations-Workshops stei­gen wir gerne in jeder Phase des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses ein, um das Maxi­mum für Ihre betrieb­li­che Nach­hal­tig­keits­leis­tung raus­zu­ho­len, unab­hän­gig davon ob Sie am Anfang ste­hen und Nach­hal­tig­keit als Ziel Ihrer Inno­va­tion sehen, oder ob Sie sich bereits in der Ent­wick­lung und Rea­li­sie­rung befinden.

Eine zukunfts­fä­hige Aus­rich­tung von Unter­neh­men bedingt eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den Vor­stel­lun­gen und Erwar­tun­gen der Sta­ke­hol­der. Ein kon­struk­ti­ver Aus­tausch mit sei­nen Sta­ke­hol­dern kann in die­sem Zusam­men­hang  kom­plexe Nachhaltigkeits-Fragen beantworten.

Woher kommt der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz?

Der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz ent­wi­ckelte sich aus den Defi­zi­ten her­aus, die der klas­si­sche Shareholder-Ansatz mit sich brachte. Hier­nach wer­den in der Unter­neh­mens­füh­rung ledig­lich die Inter­es­sen der Anteils­eig­ner berück­sich­tigt. Doch da Unter­neh­men, die nach dem Shareholder-Ansatz han­deln, lang­fris­tig kaum über­le­bens­fä­hig sind, hat sich ein Management-Ansatz eta­bliert, der die Inter­es­sen sämt­li­cher Anspruchs­grup­pen eines Unter­neh­mens berück­sich­tigt – der Sta­ke­hol­der Management-Ansatz.

Der Begriff Sta­ke­hol­der beinhal­tet viele unter­schied­li­che Inter­es­sen­grup­pen, die sich zum Teil inner­halb eines Unter­neh­mens befin­den (Mit­ar­bei­ter, Füh­rungs­kräfte und Eigen­tü­mer), aber dar­über hin­aus auch externe Grup­pen (Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Gläu­bi­ger, Gesell­schaft, Umwelt, Staat, Medien und NGOs) umfasst. Eine enge Ein­bin­dung der eige­nen Sta­ke­hol­der, sowie der sys­te­ma­ti­sche Dia­log mit die­sen, ist wich­ti­ger denn je und für viele Unter­neh­men ein lang­fris­ti­ges Erfolgskriterium.

Doch woher weiß ich, wer meine Sta­ke­hol­der sind?

Eine engere Bezie­hung zu den Sta­ke­hol­dern kann zum einen eine höhere Akzep­tanz in der Gesell­schaft mit sich brin­gen,  zum ande­ren aber auch die Leis­tungs­fä­hig­keit eines Unter­neh­mens ver­bes­sern. Doch wich­tig hier­bei ist, dass die wesent­li­chen Inter­es­sen­grup­pen zunächst iden­ti­fi­ziert und die Rele­vanz der jewei­li­gen Grup­pen bewer­tet wer­den. Die Iden­ti­fi­zie­rung und Bewer­tung der Sta­ke­hol­der kann aber nicht durch die Geschäfts­füh­rung allein gesche­hen. Es sollte eine Arbeits­gruppe gebil­det wer­den, die alle Unter­neh­mens­be­rei­che und damit auch sämt­li­che Blick­win­kel des Unter­neh­mens abdeckt. Meis­tens denkt jeder an sei­nen eige­nen Funk­ti­ons­be­reich, wes­halb auch häu­fig nur die Sta­ke­hol­der inner­halb die­ses Funk­ti­ons­be­rei­ches in den Kopf kom­men. Durch eine funk­ti­ons­über­grei­fende Arbeits­gruppe wird letzt­end­lich das Risiko, einen rele­van­ten Sta­ke­hol­der zu ver­ges­sen minimiert.

Eine Rele­vanz­ana­lyse hilft dabei die Sta­ke­hol­der zu bewerten

Nach­dem, die für ein Unter­neh­men rele­van­ten Sta­ke­hol­der iden­ti­fi­ziert wur­den, müs­sen diese hin­sicht­lich ihrer Rele­vanz bewer­tet wer­den. Da es nur schwer mög­lich ist, jedem Sta­ke­hol­der die glei­che Auf­merk­sam­keit zukom­men zu las­sen, sollte her­aus­ge­ar­bei­tet wer­den, wel­chen Ein­fluss das Unter­neh­men auf die jewei­li­gen Grup­pen hat, aber auch wel­chen Ein­fluss die ein­zel­nen Sta­ke­hol­der auf das Unter­neh­men aus­üben kön­nen. Dadurch zeigt sich wel­chen Sta­ke­hol­dern eine beson­ders starke Auf­merk­sam­keit zukom­men sollte – die auch bei der Ent­wick­lung einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie zwin­gend berück­sich­tigt wer­den müssen.

In den Dia­log treten

Wer nun seine Sta­ke­hol­der kennt und sich auch über die Wich­tig­keit der ein­zel­nen Inter­es­sen­grup­pen bewusst ist, sollte mit den rele­van­ten Sta­ke­hol­dern in einen Dia­log tre­ten. Dafür gibt es unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten. Einige Unter­neh­men nut­zen Social Media-Kanäle um die Bedürf­nisse ihrer Inter­es­sen­grup­pen zu erfah­ren und um sich mit ihnen aus­zu­tau­schen, andere set­zen auf einen klas­si­schen Stakeholder-Dialog.  Ein Stakeholder-Dialog ist dabei als Instru­ment zu ver­ste­hen und ein ein­ma­li­ges, struk­tu­rier­tes Gespräch zwi­schen einem Ver­tre­ter des Unter­neh­mens und der Anspruchs­grup­pen. Ziel eines Stakeholder-Dialogs sollte es sein, die Inter­es­sen­kon­stel­la­tio­nen der Sta­ke­hol­der zu ermit­teln sowie deren sub­jek­tive Wahr­neh­mung des Unter­neh­mens zu erhalten.Um einen sach­li­chen Aus­tausch durch­zu­füh­ren, aus dem sowohl das Unter­neh­men als auch die Sta­ke­hol­der einen Mehr­wert spü­ren, sollte der Dia­log durch eine unpar­tei­ische dritte Orga­ni­sa­tion durch­ge­führt und mode­riert wer­den. Stakeholder-Dialoge wer­den heute zum Teil auch als Event durch­ge­führt, bei dem sämt­li­che Inter­es­sen­grup­pen, gemein­sam mit den Unter­neh­mens­ver­tre­tern unter­schied­li­che The­men­be­rei­che bear­bei­ten, die das Unter­neh­men und deren zukünf­tige Ent­wick­lung betref­fen. Die Mög­lich­kei­ten um sich mit sei­nen Sta­ke­hol­dern aus­zu­tau­schen sind sehr vielfältig.

Ler­nen Sie Ihre Sta­ke­hol­der kennen!

Gerne unter­stüt­zen wir Sie beim Auf­bau eines sys­te­ma­ti­schen Sta­ke­hol­der Manage­ments — der Anfang könnte unser Stakeholder-Workshop sein. Spre­chen Sie uns gerne an!