In dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!” wird in 8 Etap­pen dar­ge­legt, wie Unter­neh­men zu einem wirk­sa­men CSR– bzw. Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment kom­men. In die­sem Bei­trag wol­len wir einen Ein­blick in das Buch geben und zei­gen einen Aus­zug zu mög­li­chen Sze­na­rien zur Kom­mu­ni­ka­tion von CSR& Nachhaltigkeitaktivitäten.

Es gibt sicher­lich viele Beweg­gründe, sein Enga­ge­ment zum ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang mit Mensch und Pla­net zu kom­mu­ni­zie­ren, drei für wesent­li­che Gründe sol­len hier ein­mal skiz­ziert werden.

1. Sze­na­rio: Kunde will wis­sen was er kauft

Immer mehr Ver­brau­cher ent­wi­ckeln ein Bewusst­sein für ihren Waren­korb und wol­len wis­sen, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Pro­dukte, die sie kau­fen, her­ge­stellt wer­den. Die soge­nann­ten LOHAS (Life­style of Health and Sus­taina­bi­lity) ver­fol­gen einen ethisch kor­rek­ten Lebens­stil, der auf Gesund­heit und Nach­hal­tig­keit basiert. Inter­es­sant ist, diese Ver­brau­cher­ge­ne­ra­tion befin­det sich in einem ste­ti­gen Wachs­tum und ist durch ein über­durch­schnitt­li­ches Ein­kom­men charakterisiert.

Wer mit sei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen also Zugang zu die­sem Kreis haben möchte, muss nicht nur ver­ant­wor­tungs­be­wusst mit Res­sour­cen umge­hen, son­dern sei­nen ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Umgang auch trans­pa­rent kommunizieren.

Nach­hal­tig zu Han­deln und die­ses Han­deln ent­spre­chend zu kom­mu­ni­zie­ren, kann somit ein wesent­li­cher Bau­stein für die Zukunfts­fä­hig­keit von Unter­neh­men sein.

2. Sze­na­rio: Mit­ar­bei­ter will sich identifizieren

Die Gestal­tung einer attrak­ti­ven Arbeit­ge­ber­marke, hat sich unter dem Begriff „Employer Bran­ding“ zu einer eige­nen Dis­zi­plin ent­wi­ckelt. Hier­nach soll die Arbeit­ge­ber­marke sys­te­ma­tisch gestal­tet wer­den, um neue Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen und beste­hende zu halten.

Laut einer Stu­die von sus­tai­ne­ra­tion, kann gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment von Unter­neh­men, stark zum Auf­bau einer ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Arbeit­ge­ber­marke bei­tra­gen. Auch eine Stu­die von Deloitte stellte fest, dass sich Bewer­ber eher für enga­gierte Arbeit­ge­ber ent­schei­den (Chris­ti­an­sen & Lee 2016, & Deloitte, 2011).

Um poten­ti­el­len Mit­ar­bei­tern zu zei­gen, wel­che Werte das Unter­neh­men ver­tritt, müs­sen diese eben kom­mu­ni­ziert wer­den. Wird das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment nach innen und außen ent­spre­chend dar­ge­stellt, ermög­licht dies poten­ti­el­len und auch beste­hen­den Mit­ar­bei­tern sich stär­ker mit dem Unter­neh­men zu identifizieren.

3. Sze­na­rio: Trans­pa­renz als Teil der Nachhaltigkeit

Kun­den– oder Mit­ar­bei­ter ori­en­tierte CSR-Kommunikation ist Ihnen zu wirt­schaft­lich gedacht? Dann betrach­ten Sie die trans­pa­rente Dar­stel­lung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten gerne als Teil Ihres CSR-Engagements, denn das ist es auch. Betrieb­li­ches Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment umfasst sämt­li­che Unter­neh­mens­be­rei­che. Es fängt an mit dem An– bzw. Abbau von Roh­stof­fen, geht über die Her­stel­lung, inklu­sive aller Stu­fen der Lie­fer­kette, über die Arbeits­be­din­gun­gen in Ihrer Orga­ni­sa­tion, bis hin zur Nut­zung und Ent­sor­gung und mög­li­cher­weise Wie­der­ver­wer­tung von Pro­duk­ten. Trans­pa­renz zu schaf­fen, über alle rele­van­ten Aspekte inner­halb die­ser Berei­che, ist ein essen­ti­el­ler Teil der Nach­hal­tig­keits­ar­beit von Unternehmen.

In die­sem Sinne, ist es emp­feh­lens­wert, die Kom­mu­ni­ka­tion der CSR& Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten als Teil der Nach­hal­tig­keit zu ver­ste­hen und in Akti­ons– und Maß­nah­men­pläne zu verankern.

Impulse zur Umset­zung der CSR& Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion gibt es in dem Buch “CSR muss keine Bürde sein!”.

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Wir freuen uns sehr, unser neues Online-Tool zur Erfas­sung unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit vor­stel­len zu kön­nen. Mit dem CSR-Check kön­nen Unter­neh­men Ihre Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity sys­te­ma­tisch erfassen.

 

Algo­rith­mus für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten bewer­tet die Nachhaltigkeitsleistung

Im Rah­men des Online-Checks wer­den 95 Fra­gen zu den Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens beant­wor­tet und der betrieb­li­che Status-Quo direkt ange­zeigt. Dabei wer­den die Anga­ben mit­hilfe eines Algo­rith­mus zur Bewer­tung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens aus­ge­le­sen und bewer­tet. Die­ser Algo­rith­mus dient zur Ana­lyse unter­neh­me­ri­scher Nach­hal­tig­keit und wurde unter Berück­sich­ti­gung bekann­ter Stan­dards und Nor­men ent­wi­ckelt, wie der Glo­bal Reporting Initia­tive, der Inter­na­tio­nal Labor Orga­niza­tion, dem Glo­bal Com­pact, der inter­na­tio­na­len Umwelt­ma­nagem­ent­norm ISO 14001 und dem Nach­hal­tig­keits­stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics.

Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei die Nach­hal­tig­keit zu verbessern

Wer den CSR-Check durch­führt erfährt, wie sein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Sozia­les, Arbeits­platz und Markt auf­ge­stellt ist, iden­ti­fi­ziert rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte inner­halb die­ser Hand­lungs­fel­der und deckt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf auf. Kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen hel­fen dabei, die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit des Unter­neh­mens schritt­weise zu verbessern.

Aus einem Kata­log von 114 Maß­nah­men, erhält der Nut­zer bis zu 69 Emp­feh­lun­gen, zur Ver­bes­se­rung des Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments und der Nach­hal­tig­keit des Unternehmens. 

Das Ergeb­nis des Checks wird direkt online ange­zeigt, zudem besteht die Mög­lich­keit einen Bericht des Checks zu gene­rie­ren sowie eine Info­gra­fik zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung per Mail zu erhal­ten. Die Info­gra­fik stellt die Gesamt­leis­tung der betrieb­li­chen Nach­hal­tig­keit dar und eig­net sich her­vor­ra­gend zur inter­nen und exter­nen Kom­mu­ni­ka­tion der betrieb­li­chen Nachhaltigkeitsleistung.

Enga­ge­ment für die Nord­see — Schon die Durch­füh­rung des Checks hat eine posi­tive Wirkung

Je CSR-Check wer­den 25€ an den Ver­ein Küste gegen Plas­tik aus Sankt Peter-Ording an der nord­frie­si­schen Nord­see­küste gespen­det. Charity_KüstegegenPlastikDer Ver­ein enga­giert sich poli­tisch für weni­ger Mee­res­müll und trägt auch mit Säu­be­rungs­ak­tio­nen aktiv dazu bei. Mit deren App Replace Plas­tic ver­schafft Küste gegen Plas­tik Ver­brau­chern zudem die Mög­lich­keit, Her­stel­lern mit­zu­tei­len, dass sie sich Pro­dukte anders bzw. bes­ser ver­packt wünschen.

Als in Nord­fries­land ansäs­si­ges Bera­tungs­un­ter­neh­men haben wir das Glück, die Kraft und Ener­gie der Nord­see im All­tag zu erfah­ren und nut­zen dies natür­lich zur Erho­lung und zum Laden unse­rer Akkus. Sor­gen macht uns die Plas­tik­flut, wel­che zuneh­mend an unse­ren Küs­ten ange­spült wird. Küste gegen Plas­tik enga­giert sich für sau­bere Meere, wes­halb wir uns für Küste gegen Plas­tik engagieren.

Wer erfah­ren will, wo sein Betrieb in Sachen Nach­hal­tig­keit bzw. Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity steht,
hier geht’s zum CSR-Check.

 

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegen­über Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar über­for­dert fühlen.

Am 15. und 16. März 2019 bie­ten wir eine CSR-Weiterbildung in Nord­fries­land an

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häu­fig kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befassen.

Und genau an die­sen Fra­gen ori­en­tiert sich das Semi­nar. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen kön­nen. Ziel des 2 tägi­gen Semi­nars ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie Sie sich mit Ihrem Betrieb der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und so zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in Ihrem Betrieb ver­an­kert wird. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie Sie die jewei­li­gen Schritte in Ihrem Betrieb umset­zen können.

Nut­zen der Weiterbildung

Sie erwer­ben Methoden-Kenntnisse und Fähig­kei­ten, die Sie benö­ti­gen, um ein wir­kungs­vol­les Sys­tem zur Steue­rung betrieb­li­cher CSR-Aktivitäten zu entwickeln.

Am Ende des Seminars

  • kön­nen Sie eine CSR-Bestandsaufnahme für Ihren Betrieb durchführen,
  • Ihre CSR-Strategie entwickeln,
  • Ein Kenn­zah­len­sys­tem zur Erfolgs­kon­trolle aufbauen,
  • Ihre CSR-Aktivitäten ziel­ge­recht kommunizieren.


Ein inter­ak­ti­ves Semi­nar, mit viel­fäl­ti­gen Methoden

Trainer-Inputs, Dis­kus­sio­nen und mode­rier­ter Erfah­rungs­aus­tausch, Ein­zel– und Grup­pen­ar­bei­ten, Fall­bei­spiele und prak­ti­sche Übungen.

Für wen ist die CSR-Weiterbildung gedacht?

Das Semi­nar rich­tet sich an Füh­rungs­kräfte aller Ebe­nen und Funk­ti­ons­be­rei­che, Selb­stän­dige, Assis­ten­tin­nen, Sachbearbeiter/innen und Teil­neh­mer aus ver­gleich­ba­ren Posi­tio­nen, die das Thema CSR bzw. Nach­hal­tig­keit stär­ker im eige­nen Unter­neh­men vor­an­trei­ben wollen.

Trai­ner, Niels Christiansen

Als stu­dier­ter Volks­wirt (B.A.) und Nach­hal­tig­keits­ma­na­ger (M.A.) beglei­tet er Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen bei der Ent­wick­lung und Umset­zung von CSR-Strategien. Der Nach­hal­tig­keits­ex­perte und Autor ist Inha­ber der nord­frie­si­schen Unter­neh­mens­be­ra­tung sustaineration.

Anmel­dung beim Chris­tian Jen­sen Kolleg

Die Anmel­dung zum 2 tägi­gen CSR-Seminar erfolgt über das Chris­tian Jen­sen Kol­leg. Dort fin­det auch die Wei­ter­bil­dung statt. Wer also eine Über­nach­tungs­mög­lich­keit wünscht, kann auch direkt dort ein Zim­mer buchen.

Die Teil­neh­mer­ge­bühr beträgt 195€, in der die Ver­pfle­gung für die Semi­nar­zeit ein­ge­schlos­sen ist.

Das Semi­nar star­tet am 15. März um 10:00 Uhr und endet am 16. März um 14:00 Uhr.

Wer Inter­esse an einer Teil­nahme hat, mel­det sich bei info@christianjensenkolleg.de oder 04671 9112–0, die Teil­neh­mer­an­zahl ist auf 15 Per­so­nen begrenzt.

 

Das CSE-Label steht für geprüfte Nach­hal­tig­keit in Unter­neh­men. Wir beglei­ten den Stan­dard­ge­ber, die Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik (GfaW) bereits seit eini­gen Jah­ren in dem Arbeits­kreis “Leben­dige Nach­hal­tig­keit”, in dem der CSE-Standard kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wird.

Nun wird es Zeit, dass auch sus­tai­ne­ra­tion die­sen Weg beschreitet

Es ist unfass­bar span­nend, die Metho­den und Instru­mente, die wir nor­ma­ler­weise in der Bera­tung für unsere Kun­den ein­set­zen, nun mal bei uns selbst anzu­wen­den. Im ers­ten Schritt bedeu­tete dies, dass wir eine Bestands­auf­nahme unse­rer wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pekte durch­ge­führt haben, um zum einen zu erfah­ren, wel­che über­haupt rele­vant sind für uns und zum ande­ren, ob es ggf. Hand­lungs­be­darf zu unse­ren rele­van­ten Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten gibt.

Hierzu haben wir unse­ren selbst ent­wi­ckel­ten CSR-Check genutzt, mit dem man die Aus­gangs­si­tua­tion in Sachen Nach­hal­tig­keit ideal erfas­sen kann. Zu die­sem Zweck haben wir den Online-Fragenkatalog bear­bei­tet und die Daten in ein Indikatoren-Modell über­tra­gen, mit dem die Nachhaltigkeits-Performance ana­ly­siert und bewer­tet wird.

Voilà: Unser Status-Quo

Der Status-Quo ist keine Auf­lis­tung des­sen was alles gut gemacht wird, son­dern zeigt auf, wo Unter­neh­men ran müs­sen um sich zu ver­bes­sern. Unsere Bestands­auf­nahme ergab also, dass wir 17 rele­vante Nach­hal­tig­keits­as­pekte haben, wovon ins­ge­samt 8 Aspekte gerin­gen bis hohen Hand­lungs­be­darf auf­wei­sen. So wie unsere Kun­den, erhal­ten auch wir Tipps, wel­che nächs­ten Schritte wir bei den 8 Aspek­ten gehen können.

Wie geht es nun weiter?

Bis zum ers­ten Audit zur CSE-Zertifizierung ist es gar nicht mehr solange, wir haben also noch gut zu tun. Kon­kret wer­den wir

  • unsere dienst­li­chen Pkw-Reisen kom­pen­sie­ren. Grund­sätz­lich fah­ren wir mit der Bahn, jedoch grei­fen wir im länd­lich gepräg­ten Schleswig-Holstein auch mal auf das Auto zurück.
  • nach 4 Jah­ren noch­mals in die Stra­te­gie­ar­beit ein­tau­chen und unsere Arbeit mit der digi­ta­len Brille betrachten.
  • kon­krete Nach­hal­tig­keits­ziele zu unse­ren wesent­li­chen Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten for­mu­lie­ren und diese Schritt für Schritt umsetzen.
  • eine Ana­lyse unse­rer wesent­li­chen Sta­ke­hol­der durchführen.
  • eine Befra­gung unse­rer Sta­ke­hol­der vor­neh­men, um die Erwar­tun­gen und Anfor­de­run­gen die­ser bei unse­rer Arbeit zu berück­sich­ti­gen und um einen offe­nen Dia­log mit unse­ren Sta­ke­hol­dern zu schaffen.
  • über den Fort­schritt unse­rer Nach­hal­tig­keits­ar­beit trans­pa­ren­ter kom­mu­ni­zie­ren, ins­be­son­dere unsere Nach­hal­tig­keits­ziele und die Umset­zung dieser.

 

Unsere Haus­auf­ga­ben ken­nen wir nun also, mal schauen was wir vor dem ers­ten Audit alles schaf­fen. Doch warum machen wir das?

Wir wol­len zu den Pio­nie­ren in Sachen Nach­hal­tig­keit zäh­len, Maß­stäbe set­zen und durch die Ein­füh­rung eines Manage­ment­sys­tems unsere eigene Arbeits­weise beleuch­ten, um uns zu ver­bes­sern. Kurzum, wir wol­len zukunfts­fä­hig sein!

 

Das neue Buch von Niels Chris­ti­an­sen, “CSR muss keine Bürde sein!” erklärt, wie Unter­neh­men in 8 Etap­pen ein wir­kungs­vol­les CSR-Management kre­ie­ren können.

Wenn das sys­te­mi­sche Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment abschreckt und ich trotz­dem „CSR machen“ will

Nach­hal­tig­keit, Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity (CSR), unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung oder gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment: Die Palette an Begriff­lich­kei­ten, mit denen Unter­neh­men auf ihre Ver­ant­wor­tung gegenüber Mensch und Natur hin­ge­wie­sen wer­den, fin­det kein Ende. Kein Wun­der, dass sich Unter­neh­men, die sich bis­lang wenig mit dem Thema befasst haben, schnell erschla­gen oder gar überfordert fühlen.

Wo und wie fange ich an? Diese Frage stel­len sich häufig kleine– und mittelständische Unter­neh­men, die sich erst­mals mit ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keit befas­sen. Doch je mehr sie sich damit aus­ein­an­der­set­zen, desto kon­fu­ser wird es oft­mals. Sie wer­den kon­fron­tiert mit der Pro­dukt­ver­ant­wor­tung, mit Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­ket­ten, mit umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, mit der Attraktivität als Arbeit­ge­ber, mit gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment und dann sol­len all diese Dinge auch noch in ein sys­te­mi­sches Manage­ment gegos­sen wer­den. Das hört sich nach einer ziem­lich gro­ßen Auf­gabe an, für die viel Zeit und per­so­nelle Res­sour­cen benötigt wer­den, die gerade in klei­ne­ren Betriebe häufig nicht vor­han­den sind.

Aber untätig blei­ben und die Hände in den Schoß zu legen ist auch keine Alter­na­tive, immer­hin soll der Betrieb ja auch zukunftsfähig gestal­tet wer­den und dass man da nicht um glo­bale Trends wie der Ener­gie– und Res­sour­cen­lage, dem Kli­ma­wan­del und der damit ein­her­ge­hen­den Ökologisierung, der Digi­ta­li­sie­rung und zuneh­men­den Indi­vi­dua­li­sie­rung sowie einer her­aus­for­dern­den Bevölkerungsentwicklung her­um­kommt, ist vie­len Unter­neh­men bereits klar. Immer­hin ist der Wan­del heute bereits spürbar, durch Kun­den die bewuss­ter auf die Umwelt– und Sozialverträglichkeit von Pro­duk­ten ach­ten oder auch durch Mit­ar­bei­ter die eine stärkere Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Job suchen, wodurch sich die Arbeits­welt schon jetzt maß­geb­lich verändert.

Es bleibt also die Frage nach dem „Wie?“. Wie können Unter­neh­men diese Flut an The­men, die für eine zukunftsfähige Ent­wick­lung ihrer Orga­ni­sa­tion not­wen­dig sind, anpa­cken oder gar managen?

An die­ser Frage ori­en­tiert sich das Buch “CSR muss keine Bürde sein!” und zwar ganz prak­tisch. Es wird dar­ge­legt wie Unter­neh­men mit Ihrer CSR-Arbeit begin­nen können. Ziel die­ses Buches ist es, anschau­lich und kon­kret auf­zu­zei­gen, wie sich Betriebe der The­ma­tik schritt­weise nähern kön­nen und in 8 Etap­pen zu einem effek­ti­ven Sys­tem kom­men, mit dem der CSR-Gedanke fest in einem Betrieb ver­an­kert wer­den kann. Kon­krete Vor­ge­hens­wei­sen und Metho­den zei­gen dabei wie die jewei­li­gen Etap­pen umge­setzt wer­den können.

Das Buch “CSR muss keine Bürde sein” ist auf dem Markt­platz fair­mondo zu finden.

Seit gut 1,5 Jah­ren beglei­ten wir nun das CSR Unter­neh­mens­früh­stück, wel­ches von der Kie­ler Wirt­schafts­för­de­rung initi­iert wurde. Die Idee: Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer aus der Region tref­fen sich regel­mä­ßig zu einem Schwer­punkt­thema rund um den The­men­kom­plex Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity und tau­schen ihre Erfah­run­gen und Erwar­tun­gen aus, um mit neuen Impul­sen nach­hal­ti­ge­res Arbei­ten in ihre Betriebe zu tra­gen. Orga­ni­siert wird diese Ver­an­stal­tung durch einen infor­mel­len Arbeits­kreis, bei dem eine Reihe an Kie­ler Insti­tu­tio­nen mitwirken.

Kie­ler Wirt­schaft zu Gast in der ALTEN MU

Da jeder Gast auch Gast­ge­ber sein darf, wech­selt die Loca­tion jedes Mal. Am 10. Okto­ber waren wir zu Gast in der ALTEN MU, ein Gemein­schafts­pro­jekt, wel­ches sich als soli­da­ri­schen Ort zur Krea­tion einer zukunfts­fä­hi­gen Gesell­schaft versteht.

Bevor wir uns unse­rem Thema des Tages wid­me­ten, hat Felix von der Think­farm Kiel ein paar Ein­bli­cke in das Pro­jekt ALTE MU gewährt und allen Gäs­ten berich­tet, wie sich das Gemein­schafts­pro­jekt ent­wi­ckelt hat und wie die Vision für die Zukunft aus­sieht. Bei­spiels­weise wird neben Cowor­king– und Werk­statt­räu­men auch Platz und Raum zum Woh­nen entstehen.

CSR & selbst­be­stimm­tes Arbeiten

Inspi­riert von der beson­de­ren Atmo­sphäre in der ALTEN MU dis­ku­tier­ten die Gäste bei einem Früh­stück Mög­lich­kei­ten selbst­be­stimm­tes Arbei­ten in ihren Unter­neh­men und Betrie­ben zu för­dern. In die­sem Zusam­men­hang wurde dar­über debat­tiert, was selbst­be­stimm­tes Arbei­ten in den jewei­li­gen Unter­neh­men bedeute und wel­che Eigen­schaf­ten sich dahin­ter verbergen.

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Bei Schnitt­chen, Tee und Kaf­fee wurde inten­siv dis­ku­tiert, wobei eine Reihe an The­men und Her­aus­for­de­run­gen ange­spro­chen wur­den, die sich für ein­zelne Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer ergeben.

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Um diese Hemm­schuhe (so nannte einer der Teil­neh­men­den die Her­aus­for­de­run­gen denen sie sich stel­len müs­sen) auf den Grund zu gehen, haben die Teil­neh­mer gezielt The­men aus­ge­wählt die sie in klei­ner Runde aus­wer­te­ten. Da selbst­be­stimm­tes Arbei­ten nicht für alle Unter­neh­men und Betriebe glei­cher­ma­ßen rea­li­sier­bar ist, wurde in der Klein­gruppe bespro­chen, was die jewei­li­gen Unter­neh­men und die Mit­ar­bei­ter brau­chen diese The­men stär­ker zu fokussieren.

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Ist selbst­be­stimm­tes Arbei­ten ohne wei­te­res möglich?

Schnell wurde klar, dass alle Unter­neh­men das Thema im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten ange­hen kön­nen, für viele geht es also weni­ger um ein selbst­be­stimm­tes, als mehr um ein selbst­be­stimm­te­res Arbei­ten. Deut­lich wurde auch, dass bevor ent­spre­chende Ver­än­de­run­gen bewirkt wer­den, in den Betrie­ben ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis geschaf­fen wer­den muss. Die Vor­stel­lun­gen, was unter dem doch recht gewal­ti­gen Begriff “selbst­be­stimm­tes Arbei­ten” zu ver­ste­hen sei, sind zum Teil eher dif­fus. Doch die Not­wen­dig­keit dies im Unter­neh­men oder Betrieb zu för­dern wurde schnell klar — die Ver­än­de­run­gen der Arbeits­welt ist den Teil­neh­mern bereits heute zugegen.

Fazit!

Für die­je­ni­gen die nach der Ver­an­stal­tung zurück ins Büro oder den Betrieb gefah­ren sind, gab es noch ein paar Impulse wie sie selbst­be­stimm­te­res Arbei­ten direkt ermög­li­chen kön­nen, wie z.B. in dem Räume geschaf­fen wer­den, sowohl zeit­lich als auch plastisch.