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5 Dinge die Onlineshops für’s Klima tun können

Der Online-Handel boomt! Laut sta­tista hat der Online-Handel im Jahr 2018 in Deutsch­land einen Umsatz von 53,6 Mil­li­ar­den Euro erwirt­schaf­tet. 2008 waren es gerade ein­mal 12,6 Mil­li­ar­den Euro, womit sich der Sek­tor in den ver­gan­ge­nen 10 Jah­ren mehr als ver­vier­facht hat.

Es ist höchste Zeit!

Das Wachs­tum des Online-Handels hat eine enorme Wir­kung auf unser Klima. Ins­be­son­dere durch den indi­vi­du­el­len Ver­sand und die hohen Rück­sen­de­quo­ten weist der Online-Handel eine beson­ders schlechte CO2-Bilanz auf. Höchste Zeit, dass Online-Händler ihre Kli­ma­wir­kung unter die Lupe neh­men und ihren Aus­stoß reduzieren.

5 Dinge die Online­shops für’s Klima tun können

Der Schutz unse­res Pla­ne­ten und damit auch das Ein­däm­men der Kli­ma­er­wär­mung ist eine der wohl größ­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit. Wie Online­shops die­ser Her­aus­for­de­rung begeg­nen und etwas für’s Klima tun kön­nen, sol­len die fol­gen­den 5 Punkte darlegen:

1. Logis­tik­ket­ten ver­bes­sern
Die Logis­tik ist einer der gro­ßen Hebel, wenn es um die Opti­mie­rung der CO2-Bilanzen von Online­shops geht. In der Logis­tik kommt der Phrase “Aktion statt Reak­tion” eine wesent­li­che Bedeu­tung zu, denn ein nach­hal­ti­ger Logistik-Ansatz muss kon­zep­tio­nell geplant wer­den, um unnö­tige Emis­sio­nen zu ver­mei­den. Die Lie­fer­ket­ten und damit ver­bun­dene Logis­tik soll­ten hin­sicht­lich ihrer Poten­tiale ana­ly­siert wer­den, um Opti­mie­rungs­maß­nah­men zu iden­ti­fi­zie­ren. Dies kann bei­spiels­weise die Reduk­tion von Fahr­ten sein, der Umstieg auf alter­na­tive Ener­gie­quel­len bzw. Kraft­stoffe oder auch die Elek­tri­fi­zie­rung der eige­nen Flotte, sofern eine vor­han­den ist. Aber auch Ser­vices wie Express­lie­fe­run­gen soll­ten Online­shops hier­bei berück­sich­ti­gen und in Frage stel­len, denn diese füh­ren nicht sel­ten dazu, dass Kapa­zi­tä­ten von Lie­fer­fahr­zeu­gen nicht aus­ge­nutzt wer­den.

2. Ver­pa­ckun­gen opti­mie­ren

Viele ken­nen es! Ein gro­ßes Paket liegt vor der Haus­tür und ent­hal­ten ist, neben dem bestell­ten Pro­dukt, viel Füll­ma­te­rial. Zusätz­lich zu dem unnö­ti­gen Müll der dabei ent­steht, pas­sen logi­scher­weise auch nicht so viele Kar­tons in den Lie­fer­wa­gen, wenn diese über­mä­ßig viel Luft und Füll­ma­te­rial beinhal­ten. Dadurch wer­den letzt­end­lich mehr Lie­fer­fahr­zeuge benö­tigt, die wie­derum mehr CO2 emit­tie­ren. Online­shops soll­ten dar­auf ach­ten, dass Ver­sand­ver­pa­ckun­gen gut zu den Pro­duk­ten pas­sen, damit Res­sour­cen nicht unnö­tig ver­geu­det wer­den und der Aus­stoß von Treib­haus­ga­sen mini­miert wird. Auch die ver­wen­de­ten Mate­ria­lien soll­ten mit Blick auf die Umwelt­aus­wir­kun­gen bewusst gewählt wer­den, häu­fig lässt sich bei­spiels­weise Plas­tik durch Papier oder Pappe ersetzen.

3. Retou­ren­auf­kom­men mini­mie­ren
Laut Ver­brau­cher­zen­trale wird jedes zweite Paket beim Klei­dungs­kauf (online) als Retoure an den Händ­ler zurück­ge­schickt. Am Tag kom­men da ca. 800.000 Pakete zusam­men, die etwa 400 Ton­nen CO2 aus­sto­ßen. Ziem­lich viel, wenn man bedenkt, dass die­sen aus­ge­sto­ße­nen Emis­sio­nen nicht ein­mal Kon­sum gegen­über steht. Hinzu kommt, dass zurück geschickte Waren von Händ­lern nicht sel­ten ent­sorgt wer­den, weil das Prü­fen auf Funk­tio­na­li­tät und erneu­tes Ver­pa­cken teil­weise teu­rer ist als die Ent­sor­gung, so die Ver­brau­cher­zen­trale. Ent­ge­gen­wir­ken kön­nen Online­shops die­sem Trend, in dem sie hoch­wer­tige und vor allem rea­lis­ti­sche Bil­der der Pro­dukte bereit­stel­len und genaue Grö­ßen und For­men ange­ben. Wer sei­nem Umwelt­be­wusst­sein beson­de­ren Aus­druck ver­lei­hen möchte, weist seine Kun­den dar­auf hin, dass die Bestel­lung von meh­re­ren Grö­ßen und Far­ben die Umwelt belas­tet oder ver­zich­tet viel­leicht sogar auf den kos­ten­lo­sen Rück­ver­sand. 

4. Kli­ma­neu­tral Ver­sen­den
Diverse Paket­zu­stel­ler bie­ten bereits Mög­lich­kei­ten zum kli­ma­neu­tra­len Ver­sand, wobei die trans­port­be­ding­ten CO2-Emissionen, meist gegen einen klei­nen Auf­preis durch den Ver­sand­dienst­leis­ter aus­ge­gli­chen wer­den. Wer noch einen Schritt wei­ter­ge­hen will, ermit­telt sei­nen unter­neh­me­ri­schen CO2-Fußabdruck und gleicht die­sen aus. Mit ent­spre­chen­der Zer­ti­fi­zie­rung kön­nen Online-Händler ihren Kun­den damit zei­gen, dass ihr Online­shop kli­ma­neu­tral betrie­ben wird. Wer vor­her sei­nen Strom­an­bie­ter wech­selt und auf Öko­strom umsteigt, hat übri­gens weni­ger zu kompensieren.

5. Nach­hal­ti­ges Sor­ti­ment
Die Erwar­tun­gen vie­ler Online-Kunden gehen deut­lich wei­ter als das kli­ma­neu­trale Ver­sen­den — Sie legen Wert auf ein nach­hal­ti­ges Sor­ti­ment, mit lang­le­bi­gen und fai­ren Pro­duk­ten. Die Wahl der Pro­dukte, die Online­shops ver­trei­ben, hat sowohl eine Wir­kung auf das Klima, als auch auf die Umwelt und die Gesell­schaft im gro­ßen Ganzen.

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