Nachhaltigkeit_Arbeitsplatz_Gesundheit

01 Sep Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz: Der Gesundheit zu Liebe

Jeder kennt die Situa­tion, wenn man nach einem lan­gen Büro­tag total gerä­dert den Arbeits­platz ver­lässt und für nichts wei­ter zu gebrau­chen ist. Das muss nicht sein. Es gibt ein­fa­che Tricks, die einem ein gesun­den Arbeits­all­tag besche­ren und vor allem das kör­per­li­che Wohl­be­fin­den steigern.

Bewe­gung und Ent­span­nung zwi­schen Mee­tings und Deadlines

Durch den Büro­all­tag wer­den viele zu Sit­zen­blei­bern – ein gesund­heits­för­dern­der Arbeits­all­tag ist hier umso wich­ti­ger. Ins­be­son­dere Augen und Rücken­be­reich wer­den enorm bean­sprucht, wes­halb hier auch die meis­ten Gesund­heits­be­schwer­den auf­tre­ten. Dabei kön­nen viele Beschwer­den durch ein wenig mehr Bewe­gung umgan­gen werden.

Aus die­sem Grund ist es wich­tig, dass Schreib­tisch­tä­ter ihren Arbeits­all­tag mög­lichst bewe­gungs­reich gestal­ten, indem sie bei­spiels­weise Trep­pen stei­gen, anstatt Fahr­stuhl zu fah­ren oder zum Kol­le­gen gehen, anstelle einer Mail zu schrei­ben. Auch die Mit­tags­pause kann genutzt wer­den, um ein wenig in Bewe­gung zu kom­men. Essen am Arbeits­platz ist daher nicht sehr emp­feh­lens­wert, auch aus gesund­heit­li­chen Grün­den ist es nicht zu emp­feh­len, da man meist dabei arbei­tet und nicht bewusst isst. Am bes­ten ver­lässt man das Büro und geht ein paar Schritte, dann hat man sich die Mahl­zeit auch red­lich verdient.

Gesunde Ernäh­rung – nicht nur in den eige­nen vier Wänden

Auch eine aus­ge­wo­gene Ernäh­rung spielt eine wich­tige Rolle für einen gesün­de­ren Arbeits­all­tag – kommt in vie­len Büros jedoch zu kurz. Viele neh­men ihr Essen direkt am Arbeits­platz, zwi­schen Ord­nern und Tele­fon zu sich, doch eine Erho­lungs­pause ist dies so gar nicht. Eine Außer-Haus-Pause hilft nicht nur den Bewe­gungs­ap­pa­rat am Lau­fen zu hal­ten son­dern ermög­licht auch eine feste Mit­tags­pause und Mahl­zeit. Außer­dem ent­ste­hen dadurch auch weni­ger Heiß­hun­ger­pha­sen, in der Knab­be­reien neben­her geges­sen wer­den. Auch der Gang in die fir­men­ei­gene Kan­tine kann durch­aus sinn­voll sein. Auch hier sollte natür­lich dar­auf geach­tet wer­den, was geges­sen wird. Wählt man bei­spiels­weise regel­mä­ßig ein vege­ta­ri­sches Gericht, tut man auch der Umwelt etwas Gutes. Ein fleisch­freier Tag in der Woche, bedeu­tet etwa 600.000 ha freie Flä­che weni­ger, da die Erzeu­gung von Fut­ter­mit­tel enorme Areale in Anspruch nimmt.

Ein Tag vor dem Bild­schirm ohne dass die Augen schmerzen

10 Stun­den im Büro füh­ren nicht sel­ten dazu, dass die Augen am Abend schmer­zen. Doch auch hier­für gibt es kleine Tipps, die wenn man sie beach­tet, dazu füh­ren, dass die Bild­schirm­ar­beit nicht zur Qual für die Augen wird. Die Haupt­ur­sa­chen für gerö­tete und schmer­zende Augen ist feh­lende Trä­nen­flüs­sig­keit. Jeder Lid­schlag führt dazu, dass Trä­nen­flüs­sig­keit auf der Ober­flä­che des Auges ver­teilt wird. Da viele Schreib­tisch­tä­ter oft­mals aber mono­ton auf den Bild­schirm bli­cken, ohne zu blin­zeln, bleibt die Trä­nen­flüs­sig­keit aus und die Augen wer­den gerö­tet. Es emp­fiehlt sich daher, öfter bewusst zu blin­zeln oder den Blick in die Ferne schwei­fen zu las­sen. Ein regel­mä­ßi­ger Blick aus dem Fens­ter hilft z.B. die Anpas­sungs­fä­hig­keit der Augen zu erhal­ten. Um Kopf­schmer­zen vor­zu­beu­gen kann es ebenso hilf­reich sein, die Hel­lig­keit des Bild­schirms mehr­mals am Tag zu ver­än­dern, da auch hier­durch die Anpas­sung der Augen gefor­dert und geför­dert wird.

„Sum­mer­time Sad­ness“ bei 30°

Ein oft­mals unter­schätz­ter Fak­tor am Arbeits­platz ist die Raum­tem­pe­ra­tur. Nach län­ge­rem Arbei­ten im Büro wird die Luft schnell ein wenig muf­fig – wodurch mehr Koh­len­di­oxid in der Raum­luft ent­hal­ten ist. Dies führt zu Kopf­schmer­zen und Müdig­keit.  Für die eigene Gesund­heit und Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit ist aus­rei­chen­der Sau­er­stoff daher beson­ders wich­tig, wes­halb es rat­sam ist die Räum­lich­kei­ten regel­mä­ßig (alle ein bis zwei Stun­den) zu lüf­ten, auch im Win­ter. Dabei soll­ten Fens­ter nicht dau­er­haft gekippt sein – bes­ser ist es, Räume regel­mä­ßig stoß zu lüf­ten. Dadurch erfolgt auch ein bes­se­rer Luft­aus­tausch.  Eine opti­male Raum­tem­pe­ra­tur liegt bei 20 – 22 °Celsius.

Gerä­dert vom Büro­all­tag – nicht mit mir!

Bei Beach­tung ein­fa­cher Tipps, gelingt es rela­tiv sim­pel den eige­nen Arbeits­all­tag so zu gestal­ten, dass selbst nach Fei­er­abend Ener­gie vor­han­den ist. Ach­tet man bewusst auf Bewe­gung, eine gute Ernäh­rung, Abwechs­lung für die Augen und ein gutes Raum­klima fühlt man sich selbst nach einem 10-Stundentag im Büro noch fit.

 

AUTOR

Niels Chris­ti­an­sen ist Grün­der und Geschäfts­füh­rer von sus­tai­ne­ra­tion und mag es im Büro lie­ber kühl.

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