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08 May Mit „Corporate Social Responsibility (CSR)“ zum verantwortungs-bewussten Unternehmen

Der Begriff CSR ist heut­zu­tage all­ge­gen­wär­tig. Unzäh­lige Unter­neh­men prä­sen­tie­ren ihre CSR-Aktivitäten und stel­len sich als ver­ant­wor­tungs­be­wusst han­deln­des Unter­neh­men dar. Doch der Schein trügt. Viele nut­zen diese Stra­te­gie um die Repu­ta­tion ihres Unter­neh­mens künst­lich zu stei­gern, doch eine tat­säch­li­che CSR-Strategie ver­fol­gen die Wenigs­ten. Was bedeu­tet eigent­lich CSR? Zunächst stel­len sich viele Unter­neh­men, aber auch Ver­brau­cher, die Frage was sich hin­ter dem eng­li­schen Begriff „Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity“ ver­birgt. Kein Wun­der, denn bereits hier gehen die Mei­nun­gen der Fach­leute aus­ein­an­der. Wenn man die eng­li­sche Ter­mi­no­lo­gie betrach­tet, wird der soziale Aspekt stark her­vor­ge­ho­ben. Für einige Unter­neh­men bedeu­tet dies ein Fokus auf ihre soziale Ver­ant­wor­tung im Sinne von Spen­den oder Spon­so­ring. Doch das ist nur ein klei­ner Teil von CSR und wird i.d.R. durch den Begriff Cor­po­rate Citi­zenship dif­fe­ren­ziert dar­ge­stellt. Über­setzt man Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity ins Deut­sche spricht man von unter­neh­me­ri­scher Gesell­schafts­ver­ant­wor­tung. Die Ver­ant­wor­tung gegen­über der Gesell­schaft ist deut­lich wei­ter gefasst, als eine rein soziale Ver­ant­wor­tung. CSR sollte stra­te­gisch aus­ge­rich­tet sein, auf die Dimen­sio­nen Öko­lo­gie, Öko­no­mie und Sozia­les. CSR-Aktivitäten dür­fen zunächst nicht als Trend ver­stan­den wer­den, es geht dabei um eine dau­er­haft ver­ant­wor­tungs­be­wusste Aus­rich­tung sämt­li­cher Unter­neh­mens­ak­ti­vi­tä­ten. Unter­neh­men soll­ten in die­sem Zusam­men­hang ana­ly­sie­ren in wel­chen Berei­chen sie öko­no­mi­sche, soziale und öko­lo­gi­sche Effekte auf Umwelt und Gesell­schaft haben — sowohl posi­tive Effekte als auch nega­tive Effekte. Die gesamte Wert­schöp­fungs­kette kann anschlie­ßend nach­hal­tig aus­ge­rich­tet wer­den, indem gezielte Maß­nah­men ent­wi­ckelt wer­den, wel­che die nega­ti­ven Effekte besei­ti­gen oder zumin­dest mini­mie­ren und die posi­ti­ven Effekte ver­stär­ken. Um dies zu errei­chen, sollte CSR im Unter­neh­men als Pro­zess ver­stan­den wer­den, mit dem Ziel die­sen stän­dig zu ver­bes­sern. CSR-Prozess Dies bedeu­tet ein Umden­ken auf höchs­ter Ebene einer Orga­ni­sa­tion und außer­dem die Bereit­schaft ein­zel­ner Mit­ar­bei­ter Ver­än­de­run­gen im Pro­zess anzu­sto­ßen und durch­zu­füh­ren. Nur wenn ein Unter­neh­men von der Not­wen­dig­keit der Ver­än­de­rung über­zeugt und bereit ist tat­säch­lich Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, kann von einem ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Unter­neh­men gespro­chen wer­den. Davon pro­fi­tiert nicht nur das Unter­neh­men, son­dern ebenso die Gesell­schaft. Eine klas­si­sche Win-Win Situation!

 

AUTOR

Niels Chris­ti­an­sen ist Grün­der und Geschäfts­füh­rer von sus­tai­ne­ra­tion und berät Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen in sämt­li­chen Pha­sen des CSR-Prozesses.

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