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16 Nov Interdisziplinäre Wochen an der FH Kiel — Teil2 CR glaubwürdig kommunizieren

Nach unse­rem Work­shop rund um das Thema Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment am 11. Novem­ber, ging es die­sen Diens­tag wei­ter — was cha­rak­te­ri­siert eine glaub­wür­dige Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion und wie glaub­wür­dig sind die Nach­hal­tig­ks­be­haup­tun­gen aus­ge­wähl­ter Unter­neh­men? Hier­mit beschäf­tig­ten sich die Teil­neh­mer unse­res Work­shops “Nach­hal­tig­keit glaub­wür­dig kom­mu­ni­zie­ren”, im Rah­men der Inter­dis­zi­pli­nä­ren Wochen (IDW) der Fach­hoch­schule Kiel.

Nach einem kur­zen Rück­blick waren die Stu­die­ren­den auch schon gefordert

Ein kur­zer Exkurs auf den ers­ten Work­shop zeigte den Teil­neh­mern noch­mals, wor­auf es bei der sys­te­ma­ti­schen Ver­an­ke­rung von Nach­hal­tig­keit in einem Unter­neh­men ankommt. In zwei Klein­grup­pen beschäf­tig­ten sich die Teil­neh­mer mit den Unter­neh­men KIK und IKEA und haben zunächst an einer Bestands­auf­nahme zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung der bei­den Unter­neh­men gear­bei­tet. Hierzu nutz­ten sie die Nach­hal­tig­keits­be­richte, die online zur Ver­fü­gung standen.

Gruppenarbeit KIK Gruppenarbeit IKEA

Die Bericht­er­stat­tung exter­ner Akteure rela­ti­vierte das unter­neh­me­ri­sche Engagement 

Um die teil­weise sehr blu­mige Beschrei­bung der Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten sei­tens der Unter­neh­men bes­ser ein­ord­nen und bewer­ten zu kön­nen, haben die Stu­die­ren­den nach exter­ner Bericht­er­stat­tun­gen zu den Unter­neh­men recher­chiert. Skan­dale rela­ti­vier­ten das ver­ant­wor­tungs­be­wusste Han­deln der Fir­men ziem­lich schnell…  um auch den Aus­sa­gen der bericht­er­stat­ten­den Medien blind zu ver­trauen, wurde die Nega­tiv­be­richt­er­stat­tung sei­tens Drit­ter vali­diert, um beur­tei­len zu kön­nen, ob diese tat­säch­lich zutref­fen und zu recht ein “schlech­tes Licht” auf die jewei­li­gen Unter­neh­men wer­fen. Beson­ders span­nend erwies sich die Beur­tei­lung ver­schie­de­ner Vor­würfe, zu denen sich die Unter­neh­men aus­führ­lich geäu­ßert haben.

Ins­ge­samt wurde deut­lich, dass Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGO) mit ihrer Recher­che und Bericht­er­stat­tung zu den Arbeits­wei­sen der Unter­neh­men die Inter­es­sen unter­schied­li­cher Sta­ke­hol­der der Unter­neh­men ver­tre­ten, da diese durch das Han­deln der Unter­neh­men zum Teil nega­tive Aus­wir­kun­gen auf sie haben.

Nachhaltigkeitsbewertung IKEA Nachhaltigkeitsbewertung KIK

Was cha­rak­te­ri­siert eine glaub­wür­dige Nachhaltigkeitskommunikation?

Als sich der Workshop-Tag dem Ende neigte, dis­ku­tier­ten die Teil­neh­mer dar­über was eine glaub­wür­dige Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion aus­zeich­net. Wich­tig war den Stu­die­ren­den, dass Unter­neh­men Taten auf ihre Aus­sa­gen fol­gen las­sen — ehr­lich sind, auch wenn dies bedeu­tet, dass sie mal sagen müs­sen dass sie Ziele viel­leicht nicht erreicht haben — sich zu Miss­stän­den in ihrer Lie­fer­kette klar beken­nen — eine Rück­ver­folg­bar­keit ihrer Pro­dukte mög­lich machen  …  aber allen voran Trans­pa­renz über ihre Arbeits­wei­sen schaffen.

Nachhaltigkeit glaubwürdig kommunizierenEs macht uns jedes Mal unglaub­lich viel Spaß mit den Stu­die­ren­den der FH Kiel zu arbei­ten — immer wie­der sind sie mit viel Enga­ge­ment und Begeis­te­rung dabei, das ist ein­fach klasse und macht das Arbei­ten mit ihnen für uns immer sehr beson­ders. Wir freuen uns schon auf die Inter­dis­zi­pli­näre Wochen 2017.

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