Energieklasse01

08 Mar Energie erfolgreich managen, mit einem Managementsystem nach ISO 50001

Plan, Do, Check, Act – Dahin­ter ver­birgt sich nicht bloß eine Flos­kel die den Ein­druck eines sys­te­ma­ti­schen Manage­ments beschreibt, son­dern viel­mehr eine Metho­dik um Leis­tungs­be­rei­che (z.B. die Qua­li­tät oder die Umwelt-Leistung) von Unter­neh­men kon­ti­nu­ier­lich zu verbessern.

Ener­gie­ma­nage­ment nach der DIN EN ISO 50001

Die welt­weit gül­tige ISO Norm zum Ener­gie­ma­nage­ment unter­stützt Unter­neh­men beim Auf­bau eines sys­te­ma­ti­schen Ener­gie­ma­nage­ments und kann nach erfolg­rei­cher Ein­füh­rung ent­spre­chend zer­ti­fi­ziert wer­den. Der Kern des Ener­gie­ma­nage­ments nach der 50001 besteht aus der Erfas­sung der Ener­gie­flüsse sowie der Bewer­tung des Ener­gie­ver­brau­ches und der Ener­gie­ef­fi­zi­enz, mit dem Ziel die ener­gie­be­zo­gene Leis­tung eines Unter­neh­mens ste­tig zu verbessern.

Was bringt ein zer­ti­fi­zier­tes Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem (EnMS)?

Vorteile eines Energiemanagementsystems

Die Ein­füh­rung eines EnMS nach der DIN EN ISO 50001 ist in vie­ler­lei Hin­sicht sinn­voll. Zunächst wird eine Ener­gie­ba­sis erstellt, die dabei unter­stützt, die Ent­wick­lung der Ener­gie­leis­tung zu beob­ach­ten und Poten­tiale zur Ver­bes­se­rung auf­zu­de­cken. Opti­mierte Pro­zesse und eine höhere Ener­gie­ef­fi­zi­enz füh­ren zudem zu teil­weise erheb­li­chen Ein­spa­run­gen der Ener­gie­kos­ten. Außer­dem führt die Ver­bes­se­rung der Ener­gie­leis­tung zu einer Reduk­tion der CO2-Emissionen und einer höhe­ren Sen­si­bi­li­tät der Mitarbeiter.

Viele Unter­neh­men sind aller­dings auch Impul­sen von Außen aus­ge­setzt, wie z.B. Zulie­fer­be­triebe, die durch Ihre Kun­den Anfor­de­rungs­ka­ta­loge bezüg­lich ihrer Umwelt– und Ener­gie­leis­tung erfül­len müs­sen oder auch recht­li­chen Anfor­de­run­gen aus­ge­setzt sind. Die EU Ener­gie­ef­fi­zi­enz­richt­li­nie bei­spiels­weise sieht vor, dass Unter­neh­men mit mehr als 250 Mit­ar­bei­tern und einem Jah­res­um­satz von mehr als 50 Mil­lio­nen EURO in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ein Ener­gie­au­dit durch­füh­ren und wer­den ent­spre­chend hierzu ver­pflich­tet. Ein EnMS nach der DIN EN ISO 50001 befreit Unter­neh­men von die­ser Audit-Pflicht und deckt zudem Ein­spar­po­ten­tiale auf. Damit trägt das EnMS auch zu einer bes­se­ren Wett­be­werbs­fä­hig­keit und einer höhe­ren Rechts­si­cher­heit bei.

In drei Schrit­ten zum sys­te­ma­ti­schen Energiemanagement

Schritt 1: IST-Analyse Energie

Im Rah­men einer ers­ten Bestands­auf­nahme soll­ten rele­vante recht­li­che Aspekte ermit­telt wer­den, wel­che das Unter­neh­men bezüg­lich ihrer Ener­gie­leis­tung ein­zu­hal­ten hat. Die Ermitt­lung der Ener­gie­quel­len, des Ener­gie­ein­sat­zes und –ver­brau­ches stellt die Grund­lage der ener­ge­ti­schen Aus­gangs­ba­sis dar. Zudem müs­sen Ener­gie­leis­tungs­kenn­zah­len auf­ge­stellt wer­den, auf des­sen Basis die Ent­wick­lung der Ener­gie­leis­tung bewer­tet wird.

Schritt 2: Kon­zep­tion des EnMS

In einem zwei­ten Schritt muss der Rah­men des künf­ti­gen Ener­gie­ma­nage­ments erar­bei­tet wer­den. Die­ser beinhal­tet eine Ener­gie­po­li­tik, wel­che eine Ver­pflich­tung zur stän­di­gen Ver­bes­se­rung der Ener­gie­leis­tung vor­sieht, sowie Ziele und Maß­nah­men zur Errei­chung der Verbesserung.

Schritt 3: Umset­zung des EnMS

Schließ­lich müs­sen erar­bei­tete Maß­nah­men umge­setzt und der Erfolg die­ser Maß­nah­men bewer­tet wer­den. Wich­tig hier­bei ist, dass ein Ver­fah­ren zur Mes­sung und Bewer­tung der Ener­gie­leis­tung erar­bei­tet wird, auf des­sen Grund­lage spä­tere Ver­bes­se­rungs– und Kor­rek­tur­maß­nah­men abglei­tet werden.

Nach­dem das Kon­zept zum Ener­gie­ma­nage­ment ganz­heit­lich umge­setzt wurde, kann das EnMS ent­spre­chend zer­ti­fi­ziert wer­den, wodurch auch die Außen­wahr­neh­mung ver­bes­sert wer­den kann.

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