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16 Sep Nachhaltigkeit treibt uns um, auch privat – Niels macht den Energie-Check

Drau­ßen ist es nun noch­mal hoch­som­mer­lich warm, ja fast schon heiß gewor­den, genau der rich­tige Zeit­punkt sich auf den Herbst und damit auf die kalte Jah­res­zeit vor­zu­be­rei­ten. Da Niels mit sei­ner letz­ten Heiz­kos­ten­ab­rech­nung nicht beson­ders zufrie­den war, hat er einen Energie-Check bei sich durch­füh­ren las­sen. Hierzu kam ein Inge­nieur der Ver­brau­cher­zen­trale Schleswig-Holstein und hat Niels Energie-Abrechnungen, sein Nut­zungs­ver­hal­ten, Elek­tro­ge­räte und die Woh­nung selbst mal unter die Lupe genommen.

Niels sein Strom­ver­brauch liegt bei 935 kWh jährlich

Laut dem Ener­gie­be­ra­ter ist sein Strom­ver­brauch deut­lich unter dem Bun­des­durch­schnitt… es wur­den in die­sem Zusam­men­hang keine beson­de­ren Strom­fres­ser in sei­ner Woh­nung gefun­den und auch nur geringe Ein­spar­po­ten­tiale auf­ge­deckt. Zwei sei­ner Design-Leuchtmittel könn­ten aus­ge­tauscht wer­den gegen spar­same LED-Leuchten. Eine wei­tere Hand­lungs­op­tion wurde beim Strom­an­bie­ter ent­deckt bei dem Niels noch etwas spa­ren könnte, erläu­terte der Ener­gie­be­ra­ter – doch den Anbie­ter hat er aus Über­zeu­gung gewählt und bezahlt die 20EURO mehr im Jahr gerne! Außer­dem will er sei­nem Kühl­schrank im kom­men­den Win­ter mal einen Urlaub gön­nen und plant die­sen von Dezem­ber bis Februar aus­zu­schal­ten. Die weni­gen Dinge die gekühlt wer­den müs­sen, kom­men dann in eine Box auf den Balkon.

Gerin­ger Ver­brauch beim Hei­zen – doch da geht noch was

Bei der Über­prü­fung der Heiz­kos­ten hat Niels nicht schlecht gestaunt – die etwas höhere Nach­zah­lung aus dem Vor­jahr hat ihn schon an sich und sei­nem Heiz­ver­hal­ten zwei­feln las­sen. Gemein­sam mit dem Ener­gie­be­ra­ter hat er nun ent­deckt, dass der monat­li­che Abschlag für die Heiz­kos­ten (in den Neben­kos­ten ent­hal­ten) so gering ist, dass gerade mal die Grund­kos­ten abge­deckt sind – die im Übri­gen auch ent­ste­hen, wenn die Hei­zung das gesamte Jahr aus ist.

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Viel Ein­spar­po­ten­tial sah der Ener­gie­be­ra­ter hier nicht. Das Haus habe zwar einen sehr hohen Ener­gie­ver­brauch beim Hei­zen, doch Niels im Ver­gleich zu den ande­ren Bewoh­nern des Hau­ses, wie­derum einen deut­lich gerin­ge­ren Ver­brauch. Die­ser liegt bei 76 kWh/qm im Jahr.

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Die Berech­nung hierzu wurde ihm durch seine Heiz­kos­ten­ab­rech­nung gezeigt. Auch wenn der Ver­brauch gering ist, könn­ten jedoch kleine Ein­spa­run­gen im Schlaf­zim­mer erreicht wer­den – eine erneute Haus­auf­gabe für Niels.

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Nicht ganz dicht? Tür und Fens­ter wer­den unter die Lupe genommen

Zur Vor­be­rei­tung auf den Win­ter hatte Niels sich vor­ge­nom­men Ein­gangs­tür und Fens­ter im Wohn­zim­mer neu abzu­dich­ten – „zieht ja wie Hecht­suppe!“. Er wurde eines bes­se­ren belehrt, naja zumin­dest teil­weise. Auch wenn die Fens­ter in sei­nem Wohn­zim­mer sehr alt und ener­ge­tisch in einem schlech­ten Zustand sind, dicht sind sie. Geprüft wurde dies ein­fach mit einem Blatt Papier. Man klemmt die­ses ins Fens­ter, schließt das Fens­ter und ver­sucht das Papier her­aus­zu­zie­hen. Geht das mühe­los, sollte die Dich­tung erneu­ert werden.

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Die Dich­tun­gen der Wohn­zim­mer­fens­ter sind ein­wand­frei, doch die Kas­set­ten unter dem Fens­ter sind undicht – nur kann Niels hier lei­der nichts dran ändern. Dazu müss­ten die Fens­ter saniert wer­den. Auch geht eini­ges an Wärme über die Schei­ben ver­lo­ren. Das Fens­ter im Schlaf­zim­mer dage­gen ist tipptopp.

Ändern kann er jedoch etwas an der Bal­kon– und der Ein­gangs­tür, diese sind beide nicht beson­ders gut abge­dich­tet und ver­ur­sa­chen zum Teil hohe Wär­me­ver­luste – na viel­leicht kann Niels seine Heiz­kos­ten ja doch noch etwas senken.

Wie bitte, was ist denn ein hydrau­li­scher Abgleich?

Um es mal nicht mit den Wor­ten des Inge­nieurs zu erklä­ren – ein hydrau­li­scher Abgleich führt letzt­end­lich dazu, dass Wärme gleich­mä­ßig und effi­zi­ent im gan­zen Haus ver­teilt wird und alle Heiz­kör­per exakt regu­liert wer­den kön­nen. Ob dies not­wen­dig ist, kann auch ganz ein­fach getes­tet wer­den. Hierzu müs­sen unter­schied­li­che Heiz­kör­per auf ein glei­ches Tem­pe­ra­tur­ni­veau gestellt wer­den – sind diese ver­schie­den warm, emp­fiehlt es sich den Ver­mie­ter zu kon­tak­tie­ren damit die­ser einen hydrau­li­schen Abgleich durch­füh­ren lässt. Also hat Niels nun auch noch eine Haus­auf­gabe für den Beginn der Heiz­sai­son – denn das will er defi­ni­tiv mal testen.

Der Besuch des Ener­gie­be­ra­ters hat eine gute Stunde gedau­ert und war für Niels tat­säch­lich sehr auf­schluss­reich, obgleich er sich schon inten­siv mit sei­nem Nut­zungs­ver­hal­ten aus­ein­an­der­setzt. Dadurch dass die Bera­tung durch das Bun­des­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft und Ener­gie geför­dert wird, betrug der Eigen­an­teil für Niels gerade mal 10 EURO.

Mehr Infor­ma­tio­nen zur Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­trale fin­det ihr unter www.energieberatung-verbraucherzentrale.de.

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