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28 Jul EEG-Novelle erhöht Anforderungen für Energie-Großverbraucher

Am 27. Juni 2014 wurde die, lang dis­ku­tierte EEG-Novelle vom Bun­des­tag beschlos­sen. Die Frage nach dem Umgang mit ener­gie­in­ten­si­ven Unter­neh­men erhitzte die Gemü­ter – nach lan­gen Dis­kus­sio­nen wurde sich dann jedoch auf eine Aus­gleichs­re­ge­lung geeinigt.

EEG-Novelle 2014 — lang wurde diskutiert 

Obwohl zunächst schär­fere Rege­lun­gen erwar­tet und ver­han­delt wur­den, hat der Bun­des­tag nun beschlos­sen, dass ener­gie­in­ten­sive Unter­neh­men, die mehr als 5 GWh Strom im Jahr ver­brau­chen, künf­tig ein zer­ti­fi­zier­tes Ener­gie– oder Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem rea­li­sie­ren müs­sen. Die EEG-Novelle tritt am 01. August 2014 in Kraft. Für die davon betrof­fe­nen Unter­neh­men ist die Ein­füh­rung eines Sys­tems nach der DIN EN ISO 50001 (für Ener­gie), der DIN EN ISO 14001 (für Umwelt) oder das so genannte Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) die beste Basis, um die Anfor­de­run­gen vom Gesetz­ge­ber zu erfüllen.

EMAS und ISO 14001 in der Pra­xis stark verbreitet

In der Pra­xis haben sich die Umwelt­ma­nage­ment­sys­teme (UMS) nach der DIN EN ISO 14001 und nach EMAS stark durch­ge­setzt. Durch die Ein­füh­rung eines Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems wird, abhän­gig von der Art des Sys­tems  zum einen die Rechts­si­cher­heit eines Unter­neh­mens gewähr­leis­tet, dar­über hin­aus bie­ten Umwelt­ma­nage­ment­sys­teme aber noch viele wei­tere Vorteile.

_Unfall– und Haf­tungs­ri­si­ken kön­nen ver­min­dert wer­den und dadurch auch diverse Ver­si­che­rungs­bei­träge
_Versicherungs– und Kre­dit­wür­dig­keit, aber auch die Glaub­wür­dig­keit eines Unter­neh­mens steigt
_möglichen Repu­ta­ti­ons­schä­den wird vor­ge­beugt
_Wettbewerbsfähigkeit steigt, da bei Auf­trags­ver­gabe häu­fig ein UMS erwar­tet wird
_Kosten wer­den ein­ge­spart, durch effi­zi­en­tere Ener­gie– und Stoff­ströme
_Mitarbeiter wer­den für einen sorg­sa­men Umgang mit der Umwelt sen­si­bi­li­siert
_Umweltschadstoffe und damit ver­bun­dene Umwelt­be­las­tun­gen wer­den redu­ziert
_Und nicht zuletzt wird die unter­neh­me­ri­sche Sorg­falts­pflicht sichergestellt

Auch KMUs pro­fi­tie­ren von Umweltmanagementsystemen

Das Betrei­ben eines UMS ist somit nicht aus­schließ­lich für ener­gie­in­ten­sive Unter­neh­men rele­vant, die mit in Kraft tre­ten der EEG-Novelle ein Sys­tem betrei­ben müs­sen, son­dern ebenso für KMUs die ihre Umwelt­aus­wir­kun­gen ver­rin­gern wol­len, um ihre Markt­po­si­tion zu stärken.

Foto: Copy­right  blobbotronic

 

AUTOR

Niels Chris­ti­an­sen ist Grün­der und Geschäfts­füh­rer von sus­tai­ne­ra­tion und beglei­tet Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen bei der Ein­füh­rung von Managementsystemen.

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