CSR Benchmark

csr: Erfahren wo andere stehen

In der Reihe zum Buch CSR muss keine Bürde sein! stel­len wir die 8 wesent­li­chen Etap­pen zur Ein­füh­rung eines Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments vor.

Etappe 3: Erfah­ren wo andere stehen

Wis­sen Sie wie nach­hal­tig Ihre Wett­be­wer­ber sind und was diese unter­neh­men um nach­hal­ti­ger zu werden?

Die erste Frage, die man sich da viel­leicht stel­len mag ist, ob es über­haupt rele­vant ist, zu wis­sen was andere machen. Ja und nein! Natür­lich soll­ten Sie Ihre Nach­hal­tig­keits­be­mü­hun­gen indi­vi­du­ell gestal­ten und gezielt schauen, wie Sie die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit ver­bes­sern kön­nen. Es ist ganz sicher nicht ziel­füh­rend zu schauen, was die Wett­be­wer­ber machen, um seine eigene Nach­hal­tig­keits­ar­beit danach aus­zu­rich­ten und diese ent­spre­chend zu kopie­ren. Schluss­end­lich geht es ja darum, dass Ihr Unter­neh­men zukunfts­fä­hig ist und dass Sie wis­sen wie Ihr Unter­neh­men für die Zukunft auf­ge­stellt sein sollte. Hier­für ist der Blick auf Ihre Wett­be­wer­ber und damit auf den Markt jedoch sehr wich­tig. Es könnte bei­spiels­weise sein, dass es Anfor­de­run­gen gibt, die sämt­li­che Wett­be­wer­ber erfül­len und sich somit als Markt­stan­dards bereits eta­bliert haben oder auf dem Weg dahin sind. Sol­che Anfor­de­run­gen soll­ten Sie ken­nen und vor allem bei der Aus­ge­stal­tung Ihrer Nach­hal­tig­keits­be­mü­hun­gen mit ein­be­zie­hen. Daher ist es wich­tig, dass Sie bei einem Bench­mark, also einer ver­glei­chen­den Ana­lyse der Nach­hal­tig­keits­ar­beit sowohl die Wett­be­wer­ber mit ein­be­zie­hen, die Sie als rele­van­ten Wett­be­werb, für Ihr Unter­neh­men betrach­ten, aber auch die­je­ni­gen, von denen Sie den Ein­druck haben, diese spie­len ganz vorne mit in Sachen Nach­hal­tig­keit und könn­ten die Anfor­de­run­gen am Markt ent­spre­chend beeinflussen.

In vier Schrit­ten zum CSR Benchmark

1. Zu tref­fende Vorbereitungen

Defi­nie­ren Sie den Teil­neh­mer­kreis und die zu ver­glei­chen­den Aspekte. Das klingt zunächst recht sim­pel, erfor­dert jedoch rela­tiv viel Recher­che. Neh­men Sie sich diese Zeit, denn je umfas­sen­der Daten vor­lie­gen, desto aus­sa­ge­kräf­ti­ger wird Ihr Bench­mark. Schauen Sie hier­bei ganz genau hin, wel­che Unter­neh­men im Rah­men eines Bench­marks ver­gli­chen wer­den sol­len und ach­ten Sie dar­auf sowohl die­je­ni­gen Unter­neh­men zu neh­men, mit denen Sie sich im direk­ten Wett­be­werb sehen, aber auch Unter­neh­men, von denen Sie den Ein­druck haben, sie geben Markt­stan­dards vor. Außer­dem füh­ren Sie sich noch­mals Ihre Nach­hal­tig­keits­as­pekte aus Etappe 1 vor Augen und legen fest zu wel­chen Kri­te­rien Sie Infor­ma­tio­nen wol­len. Das kön­nen bei­spiels­weise all­ge­meine The­men sein, wie „Gibt es Nach­hal­tig­keits­ziele?“ oder kon­krete, wie „Gibt es Ange­bote zur Kin­der­be­treu­ung?“ oder „Gibt es einen Nachhaltigkeitsbericht?“.

2. Beschaf­fung der Daten

Sämt­li­che Infor­ma­tio­nen zu erhal­ten, die Sie für eine ver­glei­chende Ana­lyse benö­ti­gen ist tat­säch­lich eine Krux. Da Sie die Ergeb­nisse des Bench­marks aber mit ein­be­zie­hen bei der Aus­rich­tung Ihrer Nach­hal­tig­keits­ar­beit, ist es essen­ti­ell hier beson­ders umfas­send zu recher­chie­ren. Dafür eig­nen sich bei­spiels­weise Nach­hal­tig­keits­be­richte, die Web­site, spe­zi­ell der Bereich auf dem die Arbeits­welt prä­sen­tiert wird, aber auch der Pres­se­be­reich, sowie Pres­se­mel­dun­gen. Nichts­des­to­trotz kann es sein, dass einige der von Ihnen gesuch­ten Infor­ma­tio­nen nicht auf­find­bar sind. Das kann hei­ßen, dass es keine Infor­ma­tion dazu gibt und somit auch das Kri­te­rium vom Wett­be­wer­ber nicht erfüllt wird oder dass die Infor­ma­tion ein­fach nicht kom­mu­ni­ziert wird.

3. Bestim­mung des Benchmarks

Sind alle oder wei­test­ge­hend alle Daten bzw. Infor­ma­tio­nen beschafft, stel­len Sie diese ver­glei­chend zu Ihrem Betrieb auf. Neben Ihrem Unter­neh­men, wer­den die zu ver­glei­chen­den Unter­neh­men auf­ge­lis­tet, so dass Sie zu allen Punk­ten einen indi­vi­du­el­len Ver­gleich anstel­len können.

4. Ana­lyse & Erkenntnisse

Der Bench­mark sollte unbe­dingt bei der Aus­ge­stal­tung des CSR-Engagements berück­sich­tigt wer­den. Wurde bei­spiels­weise Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten inner­halb der Sta­tus Quo-Erfassung eine eher geringe Rele­vanz beige­mes­sen und sollte im Bench­mark ersicht­lich sein, dass diese Aspekte von Wett­be­wer­bern deut­lich umfas­sen­der bear­bei­tet wer­den, muss geprüft wer­den, ob der ein­gangs iden­ti­fi­zierte Hand­lungs­be­darf rea­lis­tisch ist oder noch­mal ange­passt wer­den muss.

Neben der Erar­bei­tung des Bench­marks, um einen Fahr­plan für seine Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten zu erar­bei­ten, macht es Sinn, den Bench­mark als Pro­zess zu ver­ste­hen und in gere­gel­ten Abstän­den einen ver­glei­chen­den Blick auf Wett­be­wer­ber und damit vor allem auf den Markt zu wer­fen. Da der Markt und die darin agie­ren­den Akteure nicht starr sind, kann es dazu kom­men, dass Ver­än­de­run­gen am Markt auch Ver­än­de­run­gen Ihres CSR-Managements bedeuten.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen und bei­spiel­hafte Metho­den zur Erstel­lung des CSR Bench­marks sowie der ganz­heit­li­chen Imple­men­tie­rung von CSR sind in dem Buch CSR muss keine Bürde sein! zu finden.

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