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04 Aug Corporate Responsibility steigert den Unternehmenswert von Startups

Kaum eine Bran­che ist so dyna­misch wie die Inter­net­wirt­schaft – Über­nah­men, Fusio­nen, Betei­li­gun­gen und Spin-offs gehö­ren hier zum Tagesgeschäft.

Die Devise: Aus­har­ren bis ein Inves­tor auf einen auf­merk­sam wird

Nahezu täg­lich wer­den in der deut­schen Startup-Welt Koope­ra­tio­nen ein­ge­gan­gen, die sich von der Betei­li­gung bis hin zur voll­stän­di­gen Über­nahme stre­cken. Da ist es nicht ver­wun­der­lich, dass der Unter­neh­mens­wert für viele Star­tups stark in den Fokus rückt. Häu­fig ist es ein schlich­tes aus­har­ren, bis pas­sende Inves­to­ren auf das Geschäfts­mo­dell auf­merk­sam wer­den und sich die Geschäfts­idee zu Eigen machen wol­len. Dort ange­kom­men, hat das War­ten zwar ein Ende, doch die Dis­kus­sio­nen um den Wert des Unter­neh­mens begin­nen damit häu­fig erst.

Nun dreht sich alles um den Unternehmenswert

Um das Unter­neh­men zu bewer­ten kann auf zahl­rei­che Metho­den zurück­ge­grif­fen wer­den, viele berück­sich­ti­gen weit­aus mehr als das Anlage– und Umlauf­ver­mö­gen eines Unter­neh­mens. Doch die Werte und Nach­hal­tig­keits­leis­tung der Unter­neh­men blei­ben davon zumeist unbe­rück­sich­tigt. Dabei sind dies ganz wesent­li­che Bau­steine, wenn es um die Zukunfts­fä­hig­keit eines Unter­neh­mens geht. Der häu­fig ange­wen­dete Share­hol­der Value Ansatz reicht heute nicht mehr aus, um den tat­säch­li­chen Wert eines Unter­neh­mens zu ermit­telt, denn der Wert von Unter­neh­men beinhal­tet mehr als ledig­lich finan­zi­elle Aspekte. Der Dow Jones Sus­taina­bi­lity Index bei­spiels­weise berück­sich­tigt neben bran­chen­spe­zi­fi­schen Kri­te­rien auch soziale und öko­lo­gi­sche Gesichts­punkte bei der Ermitt­lung des Wertes.

Cor­po­rate Responsi­bi­lity schafft mehr Wert

Res­sour­cen­ab­hän­gig­keit, Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit, Ver­trauen in die Marke sowie Kun­den­zu­frie­den­heit und Repu­ta­tion sind Fak­to­ren die einen erheb­li­chen Ein­fluss auf die Zukunfts­fä­hig­keit und damit auch auf den finan­zi­el­len Wert von Unter­neh­men haben. Lei­der wird die­sen Aspek­ten, in vie­len Star­tups zu wenig Auf­merk­sam­keit gewid­met. Wachs­tum ist häu­fig das über­ge­ord­nete Ziel. Doch schaf­fen es Unter­neh­men ein ver­ant­wor­tungs­vol­len Geschäfts­mo­dell zu rea­li­sie­ren und mit kon­kre­ten Wer­ten in Ver­bin­dung gebracht zu wer­den, hat dies immense Aus­wir­kun­gen auf die Wahr­neh­mung des Unter­neh­mens und nicht zuletzt auf den Unter­neh­mens­wert selbst.

Daher ist es wich­tig, den Unter­neh­mens­er­folg nicht allein an Wachs­tums­ra­ten und finan­zi­el­len Aspek­ten zu mes­sen, son­dern wei­che Fak­to­ren, die letzt­end­lich die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens mit­be­stim­men ein­zu­be­zie­hen. Ziel eines jeden Star­tups sollte es sein, ein wer­teo­ri­en­tier­tes Unter­neh­men zu schaf­fen, wel­ches aus mehr als einer Zahl besteht.

Foto: Copy­right weerapat1003

 

AUTOR

Niels Chris­ti­an­sen ist Grün­der und Geschäfts­füh­rer von sus­tai­ne­ra­tion und arbei­tet mit Lei­den­schaft daran Unter­neh­men auf dem Weg zu einem wer­teo­ri­en­tier­ten Wirt­schaf­ten zu beglei­ten und zu unterstützen.

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