working at sustaineration

30 Nov Eintauchen in die Arbeitswelt von sustaineration

Ein wenig über­spitzt, aber so kann das Arbei­ten bei sus­tai­ne­ra­tion tat­säch­lich aus­se­hen. Cafés, Strand­körbe, CoWorking-Spaces … unser Arbeits­platz ist dort wo wir sind.

Es errei­chen uns bereits viele Bewerbungen

Mitt­ler­weile errei­chen uns monat­lich viele Initia­tiv­be­wer­bun­gen und Anfra­gen von hoch-qualifizierten Per­so­nen. Wir freuen uns jedes Mal sehr dar­über, dass es Men­schen gibt die unsere Pas­sion tei­len und Lust haben sus­tai­ne­ra­tion als Arbeit­ge­ber ken­nen­zu­ler­nen – sowohl für Prak­tika, den Berufs­ein­stieg oder eben die Beratung.

Da sus­tai­ne­ra­tion noch ein jün­ge­res Bera­tungs­un­ter­neh­men ist (Grün­dung März 2014), haben wir der­zeit noch kei­nen Unter­stüt­zungs­be­darf – noch haben Ting und Niels Kapa­zi­tä­ten um die vor­han­de­nen Auf­träge zu bear­bei­ten. Wir sehen aller­dings auch, dass sich sus­tai­ne­ra­tion im ver­gan­ge­nem Jahr enorm ent­wi­ckelt hat und da sich der Unter­stüt­zungs­be­darf bereits durch den ein oder ande­ren grö­ße­ren Auf­trag ändern kann, kön­nen wir der­zeit nicht ein­schät­zen, wann der Zeit­punkt kommt, an dem wir einstellen.

Wie wir ausschreiben

Beson­ders wich­tig ist uns, das künf­tige sus­tai­ne­ra­tors die glei­che Lei­den­schaft zum Thema mit­brin­gen und mit Begeis­te­rung Teil einer Bewe­gung sein wol­len. Da wir ins­be­son­dere bei unse­ren Fol­lo­wern diese Pas­sion wie­der­fin­den, wer­den wir künf­tig Aus­schrei­bun­gen über unsere Social Media-Seiten google+ und face­book ver­öf­fent­li­chen – hier seid ihr immer up-to-date.

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sustaineration_auszeichnung_2015_regional_engagiert

02 Nov sustaineration freut sich über das Siegel „2015 REGIONAL ENGAGIERT

Auf der Land­karte des Enga­ge­ments sind sie zu fin­den: Unter­neh­men die sich in beson­de­rem Maße für ihre Region enga­gie­ren. Der Ver­ein Unter­neh­men für die Region, wel­cher die Land­karte des Enga­ge­ments betreibt zeich­net über­dies klein– und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men im Rah­men der Kam­pa­gne „REGIONAL ENGAGIERT“ aus. Bei­spiel­haft enga­gierte Unter­neh­men wer­den dabei für ihren Ein­satz gewür­digt, mit dem Ziel, eine höhere Sicht­bar­keit für das gemein­wohlo­ri­en­tierte Enga­ge­ment zu erzeugen.

Auch wir wur­den als „REGIONAL ENGAGIERTES“ Unter­neh­men aus­ge­zeich­net, für unsere gemein­nüt­zige Initia­tive an unse­rem Betriebs­sitz in Nord­fries­land. Mit dem Nord­fries­land Daag wol­len wir regio­nale Unter­neh­men ermu­ti­gen sich für Umwelt– und Gesell­schafts­her­aus­for­de­run­gen ihrer Region einzusetzen.

2015 fand der Nord­fries­land Daag erst­ma­lig statt. Es enga­gier­ten sich ins­ge­samt sie­ben Unter­neh­men, die ihre Mit­ar­bei­ter für einen Tag frei­stell­ten, um sich gemein­schaft­lich für gemein­nüt­zige Zwe­cke ein­zu­brin­gen. Wir sind den teil­neh­men­den Fir­men sehr dank­bar, dass sie sich auf diese Erfah­rung ein­ge­las­sen haben und wün­schen uns, dass die Aus­zeich­nung durch Unter­neh­men für die Region dazu bei­trägt, wei­tere Unter­neh­men aus Nord­fries­land für die Initia­tive gewin­nen zu können.

Wir freuen uns sehr, dass wir und die Idee die­ser Initia­tive durch Unter­neh­men für die Region aus­ge­zeich­net wurden.

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universität_mannheim

09 Okt sustaineration auf dem CSR-Wochenende der Universität Mannheim

Am 25. und 26. Sep­tem­ber 2015 fand das 15. CSR-Wochenende der Uni­ver­si­tät Mann­heim statt. Mit der halb­jäh­rig durch­ge­führ­ten Fach­ver­an­stal­tung rund um das Thema Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity ermög­licht die Uni­ver­si­tät inter­dis­zi­pli­när inter­es­sier­ten Stu­die­ren­den Zusatz­kom­pe­ten­zen zu erlan­gen. Beim 15. CSR-Wochenende waren Ting und Niels mit einem Work­shop zum Thema „Nach­hal­tig­keit mana­gen und berich­ten“ dabei und haben mit den Stu­die­ren­den die Nach­hal­tig­keits­leis­tung ver­schie­de­ner Unter­neh­men auf Basis der Bericht­er­stat­tung exem­pla­risch untersucht.

Nach­hal­tig­keit mana­gen – nicht nur kommunizieren

Bevor die Stu­die­ren­den in Klein­grup­pen die Nach­hal­tig­keits­leis­tung der Bei­spiel­un­ter­neh­men unter­such­ten, gab es zunächst eine kleine Ein­füh­rung ins betrieb­li­che Nachhaltigkeitsmanagement.

Ting Lee l sustaineration

Wich­tig hier­bei war, dass den Stu­die­ren­den die ganz­heit­li­che Ver­an­ke­rung von Nach­hal­tig­keit inner­halb einer Orga­ni­sa­tion ver­mit­telt wird, wel­che ent­spre­chend eines Mind-Maps dar­ge­stellt wurde.

Nachhaltigkeit managen

Damit Nach­hal­tig­keit ganz­heit­lich im Unter­neh­men imple­men­tiert wird müs­sen ent­spre­chende Werte in der Unter­neh­mens­stra­te­gie vor­han­den sein. Eine von der Unter­neh­mens­stra­te­gie los­ge­löste Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie darf nicht exis­tie­ren. Zudem sollte schon in der Vision oder im Leit­bild eines Unter­neh­mens die nach­hal­tige Aus­rich­tung ihrer Orga­ni­sa­tion erkenn­bar sein. Von hier aus, muss sich die Nach­hal­tig­keit durch sämt­li­che Unter­neh­mens­pro­zesse zie­hen und diese hin­sicht­lich ihrer Aus­wir­kun­gen auf Umwelt und Gesell­schaft beeinflussen.

Eine anre­gende Dis­kus­sion zur Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion führte dazu, dass sich die Teil­neh­mer mit der Frage aus­ein­an­der­setz­ten, was Unter­neh­men in Bezug auf ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung kom­mu­ni­zie­ren soll­ten und wel­chen Zweck die Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion erfül­len sollte. Die Dar­stel­lung der Unter­neh­mens­struk­tu­ren und der Auf­ga­ben der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion in Bezug auf das Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment, half den Stu­die­ren­den dabei die Kom­mu­ni­ka­tion der Nach­hal­tig­keits­leis­tung als blo­ßes Instru­ment zu ver­ste­hen, wel­ches genutzt wird, um die Trans­pa­renz zu gewähr­leis­ten und über die beste­hende Nach­hal­tig­keits­ar­beit zu informieren.

Was theo­re­tisch dis­ku­tiert wurde, sollte nun in die Pra­xis umge­setzt werden

Nach­dem die Stu­die­ren­den einen Ein­blick ins Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment erhal­ten haben und ein Ver­ständ­nis davon wie Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men ver­an­kert sein sollte, durf­ten sie sich ein Unter­neh­men aus­su­chen, bei dem sie die Nach­hal­tig­keits­leis­tung auf Basis der Bericht­er­stat­tung analysierten.

Mit kri­ti­schem Blick beur­teil­ten die Teil­neh­mer die dar­ge­stellte Leis­tung der Unter­neh­men und iden­ti­fi­zier­ten im glei­chen Zug Ver­bes­se­rungs­po­ten­tiale für die Nach­hal­tig­keits­ar­beit. Sie stell­ten nicht nur einige Dar­le­gun­gen der Unter­neh­men in Frage, son­dern konn­ten zugleich Mög­lich­kei­ten zur Ver­bes­se­rung ihrer Arbeit präsentieren.

Ergebnisse CSR Wochenende

Der Tag an der Uni­ver­si­tät Mann­heim war für uns sehr span­nend. Durch die inter­dis­zi­pli­näre Zusam­men­set­zung der Stu­die­ren­den sind beson­ders inter­es­sante Dis­kus­sio­nen zustande gekom­men, die den Work­shop sehr leben­dig gemacht haben.

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Nordfriesland Daag 2015

13 Jul Bollerwagen statt MacBook und wie wir den Nordfriesland Daag erlebten

Am 10. Juli tausch­ten wir unse­ren Arbeits­platz gegen den West­er­he­ver Deich an der Nord­see und sam­mel­ten gemein­sam mit dem Küste gegen Plas­tik e.V. und der Schutz­sta­tion Wat­ten­meer den am Deich ange­schwemm­ten Müll ein. Der ursprüng­li­che Plan war, auf die Sand­bank zu zie­hen, die etwa 2 Kilo­me­ter vor der Küste von West­er­he­ver liegt, um diese zu säu­bern – da es zwei Tage zuvor jedoch sehr stark stürmte und die Sand­bank über­spült wurde, lag der Müll nun am Deich.

Als wir um 9:40 Uhr in West­er­he­ver anka­men und dar­auf war­te­ten, dass sämt­li­che Hel­fer für den Tag ein­tra­fen, muss­ten wir uns erst mal ein wind­ge­schütz­tes Plätz­chen suchen, da es doch ordent­lich pus­tete – wie der Nord­friese so sagt. Ins­be­son­dere Ting  hatte mit der stei­fen Brise zu kämpfen.

Nach­dem wir mit einer Truppe von 15 Per­so­nen gestar­tet waren und den ers­ten Plastik-Schrott in unse­rem Bol­ler­wa­gen ver­staut hat­ten, war der Wind bereits ver­ges­sen. Fortan kon­zen­trier­ten wir uns nur noch auf eins: Den Müll, den wir sammelten.

Nordfriesland Daag Müll sammeln

Nordfriesland Daag sustainerators sammeln Müll

Sel­ten haben wir uns so sehr gefreut Müll zu fin­den, aber nun woll­ten wir ja auch eini­ges ein­sam­meln und viel hilft bekannt­lich viel. Das haben wir dann auch schnell gemerkt, denn unsere Müll­sä­cke und Bol­ler­wa­gen wur­den von Meter zu Meter vol­ler und natür­lich auch schwe­rer. Aber die Freude über den ein­ge­sam­mel­ten Müll über­wog dann doch und das Gewicht, wel­ches wir da mit uns umher­schlepp­ten, haben wir ein­fach ignoriert.

Ting und Niels beim sammeln

Nach­dem wir zwei­ein­halb Stun­den etwa 1500m West­er­he­ver Deich erkun­det und gesäu­bert hat­ten, mach­ten wir uns mit unse­ren Errun­gen­schaf­ten wie­der auf den Weg in Rich­tung des West­er­he­ver Leucht­turms, von wo aus wir mor­gens starteten.

Zufrie­den über den gan­zen Müll, den wir gemein­sam mit der 15-köpfigen Truppe ein­ge­sam­melt haben, waren wir über die Gesamt­menge am Ende doch ziem­lich erschro­cken. 15 Per­so­nen sam­mel­ten in 2,5 Stun­den einen gigan­ti­schen Hau­fen Müll ein. Es waren Fla­schen über Fla­schen, Klei­dungs­stü­cke, etli­che Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen, zahl­lose Luft­bal­lons, Klo­bürs­ten, Tele­skop­stan­gen, Eimer, Körbe, Kanis­ter und unzäh­lige Dinge, die für uns kaum iden­ti­fi­zier­bar waren, zu fin­den. Auch kreuzte eine tote Baby­robbe unse­ren Weg. Das hat uns schon sehr erschro­cken – da fragt man sich häu­fig, wie die Dinge ins Meer gelan­gen und was Men­schen dazu bewegt ihren Mist ein­fach in die Natur zu schmei­ßen. Erklä­ren kön­nen wir uns das nicht.

Nordfriesland Daag der gesammelte Müll

Am Ende hat uns die gigan­ti­sche Menge Müll stolz und trau­rig zu gleich gemacht. Stolz dar­auf, dass wir all die­sen Schrott und das Plas­tik ein­ge­sam­melt haben und dar­über dass es nicht wei­ter im Meer und an der Küste her­um­liegt. Trau­rig dar­über, dass so viel Müll unsere Meere ver­schmutzt und das wir nur wenige Stun­den sam­meln muss­ten, um so eine Menge zusam­men zu bekommen.

Am Nach­mit­tag haben wir West­er­he­ver mit einem guten Gefühl ver­las­sen – für uns war es ein rich­tig tol­ler Tag. Es hat enorm viel Spaß gemacht, mit so viel  enga­gier­ten Leu­ten den Deich zu säu­bern. Es waren Begeg­nun­gen mit inter­es­san­ten Per­so­nen, die am Deich und auch anderswo Groß­ar­ti­ges leisten.

Wir freuen uns schon auf nächs­tes Mal und sind gespannt was der Nord­fries­land Daag 2016 zu bie­ten hat!

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04 Mai sustainerators portraitiert: Ting Lee, Gründerin und Geschäftsführerin

Bei sus­tai­ne­ra­tion arbei­ten nach­hal­tig­keits­be­geis­terte Men­schen, die eine klare Vision vor Augen haben: Eine wer­teo­ri­en­tierte Wirt­schaft die auf Nach­hal­tig­keit beruht. Hier erfah­ren Sie mehr – sus­tai­ne­ra­tors stel­len sich vor!

Ting, stell dich doch bitte unse­ren Lesern kurz vor

Gerne, ich bin Ting und habe zusam­men mit Niels wäh­rend einer Vor­le­sung sus­tai­ne­ra­tion gegrün­det. Wo ich her­komme ist immer eine kom­pli­zierte Frage, Welt­bür­ger trifft es ganz gut, auch wenn es total kit­schig klingt. Ich habe Wur­zeln in Tai­wan und San Fran­cisco, fühle mich aber auch Chi­cago und Mann­heim sehr ver­bun­den – mitt­ler­weile auch Ber­lin. Ich habe Inter­na­tio­nal Busi­ness Manage­ment mit Schwer­punkt China stu­diert und nach eini­gen Jah­ren in der Wirt­schaft, den Mas­ter in Nach­hal­tig­keits– und Qua­li­täts­ma­nage­ment gemacht, wo ich auch mei­nen Grün­dungs­part­ner Niels ken­nen­ge­lernt habe.

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Wie bist du zu sus­tai­ne­ra­tion gekommen?

Ein Kol­lege sagte ein­mal zu mir, ich werde nie mit mei­nem Job zufrie­den sein. Bis dato hatte er Recht, ich hatte für diverse Unter­neh­men in unter­schied­li­chen Rol­len gear­bei­tet. Es waren span­nende Auf­ga­ben, doch mir hat immer etwas gefehlt. Es hat einige Jahre gedau­ert, aber eines Tages konnte ich die Lücke defi­nie­ren. Mir hat die ganz­heit­li­che Betrach­tung in der Wirt­schaft gefehlt, nicht nur das eigene Wohl des Unter­neh­mens im Sinne von Pro­fit – wie man so schön sagt – zu „maxi­mie­ren“, son­dern auch das Wohl­er­ge­hen ande­rer, wie Mit­ar­bei­ter, Gesell­schaft und Umwelt, die man auch mit sei­nem „Wirt­schaf­ten“ beeinflusst/beeinträchtigt ebenso im Blick zu haben. Denn ein Unter­neh­men soll dem Men­schen die­nen und nicht umge­kehrt. Ich wollte nicht mehr ein Teil davon sein und gleich­zei­tig bewei­sen, dass es auch anders geht. Glück­li­cher­weise fand ich einen Gleich­ge­sinn­ten als Sitz­nach­bar in der Vor­le­sung (grins).

Was bedeu­tet dir die Arbeit bei sustaineration?

Arbeit ist nicht mehr nur „Arbeit“, ich lebe was ich mache, manch­mal auch zum Leid mei­ner Freunde und Fami­lie (grins). Ich beschäf­tige mich auch in mei­ner Frei­zeit mit Nach­hal­tig­keit und lebe bewusst, d.h. dar­über nach­den­ken wo Dinge her­kom­men, unter wel­chen Bedin­gun­gen sie pro­du­ziert und wel­che Res­sour­cen dafür ein­ge­setzt wur­den, wie ihre Nut­zung sich auf Umwelt und Gesell­schaft aus­wir­ken, was mit ihnen pas­siert wenn wir sie nicht mehr nut­zen und ob man auch dar­auf ver­zich­ten oder eine Sub­sti­tu­tion fin­den kann. Also all­ge­mein wie man sich ver­bes­sern kann, sodass alle lang­fris­tig was davon haben. Genau das machen wir auch für unsere Kunden.

Wel­che Bedeu­tung hat Nach­hal­tig­keit in dei­nem Privatleben?

Nach­hal­tig­keit gewinnt von Tag zu Tag an Bedeu­tung. Ich lerne täg­lich etwas Neues dazu. Als Bei­spiel, ich dachte ich hätte schon alle Hand­lungs­fel­der in mei­nem Leben umge­stellt, da lese ich eines Tages über „grüne“ Ver­si­che­run­gen (die Umwelt– und sozi­al­ver­träg­li­che Pro­jekte för­dern). An Bank­kon­ten hatte ich schon lange gedacht, aber Ver­si­che­run­gen? Dann infor­miert man sich natür­lich und freut sich über diese Mög­lich­keit und möchte auch jedem gleich davon erzäh­len, damit sie auch was tun kön­nen… Da wären wir dann wie­der beim Leid mei­ner Freunde und Fami­lie ange­kom­men – denn nicht jeder freut sich so dar­über wie ich (lach).

Gibt es etwas das dir beson­ders viel Freude berei­tet oder etwas was du an dei­ner Arbeit gar nicht magst?

Ich freue mich jedes mal wie­der wenn wir mit Kun­den oder poten­ti­el­len Kun­den im Gespräch sind und sie voll dabei sind – Fra­gen stel­len, immer mehr wis­sen und tie­fer in die Mate­rie gehen wol­len. Es ist die­ser Moment, indem man merkt und sieht, dass neue Ver­knüp­fun­gen in ihrer Denk­weise statt­fin­den und schein­bar zusam­men­hangs­lo­ses schlag­ar­tig ver­knüpft wird und „Nach­hal­tig­keit“ plötz­lich Sinn macht oder sie ein ande­res Ver­ständ­nis dafür ent­wi­ckelt haben.

Was wünscht du dir für die Zukunft bei und mit sustaineration?

Ich hoffe, dass wir mit unse­rer Arbeit zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Wirt­schaft bei­tra­gen kön­nen und auch Men­schen dazu anre­gen über Nach­hal­tig­keit nach­zu­den­ken und umzu­den­ken. Denn wie ein Graf­fiti Spruch an der Hal­te­stelle S Stor­ko­wer Str. tref­fend sagt: „the least I can do is care“.

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10 Mrz sustaineration stellt aus — sustainable is the new black

Unsere erste Messe – wenn dann richtig

Am 11. und 12. März stel­len wir erst­mals auf einer Wirt­schafts­messe aus – der fair4business in den Neu­müns­ter Hols­ten­hal­len. Wir sind sehr gespannt, uns der nord­deut­schen Wirt­schaft zu prä­sen­tie­ren und unsere Leis­tun­gen vor­zu­stel­len. Beson­ders freuen wir uns dar­über im Rah­men­pro­gramm ver­tre­ten zu sein und zum Thema „Nur noch kurz die Welt ret­ten – Wie Unter­neh­men nach­hal­tige Akzente set­zen kön­nen“ Anre­gun­gen zu geben und Dis­kus­sio­nen zu einer nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schafts­weise zu füh­ren. Die Gestal­tung unse­res Mes­se­auf­tritts hat uns beson­ders viel Freude berei­tet und auch hier haben wir auf eine bewusste Gestal­tung und Durch­füh­rung sehr viel Wert gelegt.

Der Tre­sen – Ein Baum, ein Sturm, ein Unikat

Wer erin­nert sich nicht? Im Herbst 2013 durch­wüs­tete Sturm Chris­tian ganz Deutsch­land und hat ins­be­son­dere im Nor­den enorme Schä­den hin­ter­las­sen – viele Bäume kos­tete die­ser Sturm das Leben. So auch Bir­kie, die wun­der­schöne Birke an unse­rem nord­deut­schen Stand­ort in Nord­fries­land. Knapp ein­ein­halb Jahre lag sie da, doch nun fand sich noch eine Ver­wen­dung für unsere Bir­kie. Ein paar Run­den in der Säge­rei gedreht, hier und da geschraubt und Bir­kie wurde zu einem ein­zig­ar­ti­gen Tre­sen – ein Uni­kat für unse­ren Messestand.

Tresen

Ein Gau­men­schmaus und Kalt­ge­tränke für Bio-Genießer

Was darf es sein? Wer diese Frage an unse­rem Stand gestellt bekommt, darf echte Lecke­reien genie­ßen und mit gutem Gewis­sen ver­zeh­ren. Selbst geba­ckene Man­del­hörn­chen (100% Bio), die nicht nur zu Weih­nach­ten gut ankom­men. Küh­les Was­ser, laut (mit Spru­del) oder leise (ohne Spru­del) von Viva con Aqua, wel­ches sogar in Nord­fries­land abge­füllt wird und Pro­jekte zur Ver­bes­se­rung der Trink­was­ser­ver­sor­gung in Ent­wick­lungs­län­dern unter­stützt. Und um auch unse­ren Ber­li­ner Wur­zeln Raum zu ver­schaf­fen, gibt es Hipster-Brause von Pro­vi­ant Ber­lin – für alle die es etwas fruch­ti­ger mögen, alles Bio ver­steht sich. Auf Becher, Stro­halme und Ser­vi­et­ten ver­zich­ten wir gerne, zur Not kann man sich die Fin­ger auch mal abschlecken.

Mandelhörnchen

Getränke

Ein biss­chen Wer­bung muss auch sein

Wir wol­len ja auch zei­gen was wir kön­nen! Dabei soll uns unsere neue Bro­schüre hel­fen, wel­che die Leis­tun­gen von sus­tai­ne­ra­tion erläu­tert und einen klei­nen Ein­blick in unsere Arbeits­wei­sen gewährt. Gedruckt wurde die Bro­schüre in der Umwelt­dru­cke­rei, wel­che aus­schließ­lich Recy­cling­pa­pier ver­wen­det und pflanzenöl-basierte Druck­far­ben einsetzt.

Für eine so beson­dere Bro­schüre musste auch ein Ehren­platz auf dem Mes­se­stand geschaf­fen wer­den, daher wurde ein alter Baum­stumpf zweck­ent­frem­det, wel­cher am 11. und 12. März als Ablage für unsere Info-Broschüre dient.

Stamm

Wir freuen uns auf anre­gende Gesprä­che 

Unsere Mis­sion: Zwei Tage im Auf­trag der Nach­hal­tig­keit. Falls Sie sich also mit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keits­leis­tung aus­ein­an­der­set­zen wol­len und noch nicht so rich­tig wis­sen wie Sie sich dem Thema anneh­men sol­len, oder falls Sie bereits ein auf Nach­hal­tig­keit basie­ren­des Geschäfts­mo­dell haben, wel­ches Sie kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckeln möch­ten – spre­chen Sie uns an. Gerne über­le­gen wir mit Ihnen gemein­sam, wie wir die Zukunfts­fä­hig­keit Ihrer Orga­ni­sa­tion stär­ken können.

Übri­gens: Wir selbst rei­sen selbst­ver­ständ­lich mit der Bahn an, Biir­kie kommt mit dem Sprin­ter. Doch der ent­ste­hende CO2-Ausstoß wird sowohl für uns, als auch für Biir­kie kom­pen­siert – unser Part­ner atmos­fair kom­pen­siert unsere CO2-Emissionen und unter­stützt dabei UNO-zertifizierte Umwelt­pro­jekte in Entwicklungsländern.

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Mitarbeiter_sustaineration

09 Feb sustainerators portraitiert: Niels Christiansen, Gründer und Geschäftsführer

Bei sus­tai­ne­ra­tion arbei­ten nach­hal­tig­keits­be­geis­terte Men­schen, die eine klare Vision vor Augen haben: Eine werte-orientierte Wirt­schaft die auf Nach­hal­tig­keit beruht. Hier erfah­ren Sie mehr – sus­tai­ne­ra­tors stel­len sich vor!

Niels, stell dich doch bitte unse­ren Lesern kurz vor

Sehr gerne! Ich heiße Niels und bin seit der ers­ten Stern­stunde von sus­tai­ne­ra­tion mit dabei (lacht). Ich bin, noch 29 Jahre alt und komme ursprüng­lich aus Nord­fries­land. Von dort aus hat meine Reise begon­nen und führte mich in diverse ver­schla­gene Ört­chen, u.a. Göt­tin­gen und Ber­lin, wo ich Volks­wirt­schafts­lehre und Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment stu­dierte und gemein­sam mit Ting den Grund­stein für sus­tai­ne­ra­tion legte. Als das „Deich­kind“ unter den sus­tai­ne­ra­tors (grinst) bin ich heute über­wie­gend in Ber­lin und Nord­deutsch­land für sus­tai­ne­ra­tion aktiv.

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Wie bist du zu sus­tai­ne­ra­tion gekommen?

Ich wurde in der Vor­le­sung rekru­tiert (lacht). Im Prin­zip ist da sogar was dran. Ting und ich haben zusam­men stu­diert und in den Vor­le­sun­gen viel dar­über gespro­chen, was in der Wirt­schaft alles nicht so ganz rich­tig läuft, wie z.B. das ver­lo­ren gegan­gene Wer­te­be­wusst­sein. Frü­her war der Begriff des ehr­ba­ren Kauf­mann noch was wert, heute ken­nen ihn viele nicht ein­mal mehr. Uns war immer klar, soll­ten wir irgend­wann mal Chef sein, läuft das bei uns anders. Das war einer der Gründe wes­halb wir auch über eine gemein­same Unter­neh­mung dis­ku­tiert haben. Es dau­erte nicht lange und die Ent­schei­dung war gefal­len – wir grün­de­ten eine Bera­tung spe­zia­li­siert auf Nachhaltigkeit.

Was bedeu­tet dir die Arbeit bei sustaineration?

Es ist nicht ein­fach „nur“ Arbeit. Ich bin ein sus­tai­ne­ra­tor (lacht) und sus­tai­ne­ra­tion, und alles wofür es steht, ist ein Teil mei­nes Lebens gewor­den. Seit Beginn des VWL-Studiums war für mich klar, dass ich einen Job möchte, bei dem es um mehr geht, als nur Ver­trieb und monat­li­che Sales – es muss ein­fach sinn­stif­tend sein. Mit der Grün­dung von sus­tai­ne­ra­tion ist es uns gelun­gen, etwas auf die Beine zu stel­len, mit dem wir andere auf den Weg in eine nach­hal­ti­gere Zukunft beglei­ten. Das fühlt sich ein­fach rich­tig an. Genau das bedeu­tet mir meine Arbeit bei sus­tai­ne­ra­tion: Etwas zu machen, wovon ich denke, dass es rich­tig sei!

Wel­che Bedeu­tung hat Nach­hal­tig­keit in dei­nem Privatleben?

Ich kann mich gar nicht mehr an den Zeit­punkt zurück­er­in­nern, an dem es ange­fan­gen hat, dass ich beim Kon­sum auf bestimmte Kri­te­rien geach­tet habe … (denkt). Es liegt zumin­dest schon einige Jahre zurück. Ange­fan­gen hat es – wie bei vie­len – mit dem Kauf von fair gehan­del­tem Kaf­fee und fair gehan­del­ter Scho­ko­lade, dem folg­ten meh­rere Jahre Vege­ta­ris­mus. Heute geht es schon viel wei­ter. Ob bei Klei­dung, Elek­tro­nik, Lebens­mit­tel, Mobi­li­tät oder auch Rei­sen – beginnt man ein­mal damit sei­nen Lebens­stil zu hin­ter­fra­gen und ein­zelne Aspekte zu ändern, sind die lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen enorm. Man setzt einen nie enden­den Ver­än­de­rungs­pro­zess in Gang. So war es zumin­dest bei mir und so ist es heute noch. Es macht auch rich­tig viel Spaß! Jedes Mal wenn ich wie­der einen neuen Punkt in mei­nem All­tag finde, den ich posi­tiv ver­än­dern kann, freue ich mich. Häu­fig kom­men die Anreize auch von ande­ren, die sind beson­ders hilf­reich, da es nicht sel­ten Dinge sind, auf die ich nie gekom­men wäre. Zumin­dest hätte es eine kleine Ewig­keit gedau­ert (lacht). Nach­hal­tig­keit spielt in mei­nem Leben also eine große Rolle – unab­hän­gig  davon ob es pri­vat oder bei der Arbeit ist.

Gibt es etwas das dir beson­ders viel Freude berei­tet oder etwas was du an dei­ner Arbeit gar nicht magst?

Es gibt unheim­lich viele Punkte, die ich an mei­ner Arbeit liebe. Ich denke aber, dass die meis­ten Punkte daher rüh­ren, dass ich selbst­stän­dig bin. Mit der Selbst­stän­dig­keit bekam Arbeit einen völ­li­gen neuen Wert für mich.

Was wünscht du dir für die Zukunft bei und mit sustaineration?

Ich wün­sche mir viele span­nende Pro­jekte und Kol­le­gen, die für das Thema bren­nen und Lust haben sus­tai­ne­ra­tion mitzugestalten.

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22 Dez Rückblick 2014 – It’s just the beginning!

Nach­dem wir das ganze Jahr Bei­träge rund um das Thema Nach­hal­tig­keit und nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten gepos­tet haben, wol­len wir unse­ren Lesern nun auch Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen von sus­tai­ne­ra­tion geben. In der Kate­go­rie Inside sus­tai­ne­ra­tion berich­ten sus­tai­ne­ra­tors über sich und ihre Pro­jekte – ange­fan­gen mit einem Rück­blick auf das Jahr der Grün­dung von sustaineration.

Wie alles begann…

Februar 2014, Ting und Niels saßen in der Vor­le­sung Qua­li­täts­ma­nage­ment und tausch­ten, wie so oft, ihre Ideen zu einem nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schafts­mo­dell aus. Auch die gemein­same Grün­dung eines Star­tups wurde bei ihrem tra­di­tio­nel­len Gedan­ken­aus­tausch dis­ku­tiert. Es dau­erte nicht lange und die Ent­schei­dung war gefal­len – eine Bera­tung spe­zia­li­siert auf Nach­hal­tig­keit soll es sein.

Unser ers­ter Notartermin

Im März mach­ten wir uns dann auch schon an die Arbeit: Rechts­form, Bera­tungs­leis­tun­gen, Namen, Finan­zie­rung, es gab viel zu tun bevor wir offi­zi­ell grün­den konn­ten. Doch getrö­delt haben wir nicht! Die Rechts­form und Finan­zie­rung war rela­tiv schnell geklärt und die Leis­tun­gen, die unsere gemein­same Bera­tung zukünf­tig anbie­ten sollte, waren auch schnell gefun­den. Beson­ders viel Freude hat­ten wir bei der Suche nach einem geeig­ne­ten Namen. Nach­dem uns die ers­ten Vor­schläge nicht über­zeu­gen konn­ten, haben wir begon­nen Begriff­lich­kei­ten zu matchen. Aus sus­taina­bi­lity und gene­ra­tion wurde letzt­lich sus­tai­ne­ra­tion und uns war klar: Ja, das ist er! Schnell noch einen Gesell­schaf­ter­ver­trag auf­ge­setzt und schon saßen wir beim Notar.

Lan­ge­weile kam da nie so rich­tig auf

Bereits im Mai konn­ten wir erste Kun­den gewin­nen und star­te­ten mit klei­ne­ren Pro­jek­ten für ImmobilienScout24, ebbe+flut zaun­sys­teme und dem Bun­des­ver­band Deut­sche Tafel. Das hat uns in unse­rer Ent­schei­dung sus­tai­ne­ra­tion zu grün­den noch­mals bestärkt. Bis Ende Sep­tem­ber stu­dier­ten wir wei­ter­hin berufs­be­glei­tend Nach­hal­tig­keits– und Qua­li­täts­ma­nage­ment an der HWR Ber­lin und waren im Wesent­li­chen damit beschäf­tigt unsere Mas­ter­ar­bei­ten zu ver­fas­sen. Dar­über hin­aus stan­den wir vor der Auf­gabe unsere eige­nen Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren zu schaf­fen und auf­zu­bauen. Es gab also viel zu tun. Nach­dem wir im Sep­tem­ber unsere Mas­ter­ar­bei­ten abge­ge­ben haben, konn­ten wir ein wenig durch­at­men. Nicht lange, und wir hat­ten den ers­ten grö­ße­ren Auf­trag, den wir gemein­sam mit kaneo-greenIT solu­ti­ons durch­füh­ren. Seit Okto­ber imple­men­tie­ren wir gemein­sam ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem nach DIN EN ISO 14001 bei einem mit­tel­stän­di­schen Pharmaunternehmen.

Ein auf­re­gen­des Jahr neigt sich dem Ende

2014 war für uns ein groß­ar­ti­ges Jahr. Viele Dis­kus­sio­nen und Brain­stor­mings haben sus­tai­ne­ra­tion zu dem gemacht was es jetzt ist – eine Firma von Ting und Niels, die ihre Wur­zeln in Ber­lin geschla­gen hat und des­sen Hei­mat Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Kali­for­nien und Tai­wan ist. Hier wol­len wir auch in Zukunft wir­ken und nach­hal­tige Akzente in Wirt­schaft und Gesell­schaft set­zen. Wir arbei­ten kon­ti­nu­ier­lich an krea­ti­ven Projektideen.

Wir freuen uns nun auf ein paar erhol­same Fei­er­tage, um uns im nächs­ten Jahr mit viel Ener­gie in die kom­men­den Pro­jekte zu stür­zen. Und es wird eini­ges anste­hen, wir stel­len erst­mals auf der Fair4Business in Neu­müns­ter aus, füh­ren den ers­ten Nordfriesland-Daag durch und wol­len mehr Unter­neh­men für uns gewin­nen, um gemein­sam wir­kungs­volle Nach­hal­tig­keits­lö­sun­gen zu erarbeiten.

Wir freuen uns auf das kom­mende Jahr!

Foto: Foto­lia

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