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09 Okt sustaineration auf dem CSR-Wochenende der Universität Mannheim

Am 25. und 26. Sep­tem­ber 2015 fand das 15. CSR-Wochenende der Uni­ver­si­tät Mann­heim statt. Mit der halb­jäh­rig durch­ge­führ­ten Fach­ver­an­stal­tung rund um das Thema Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity ermög­licht die Uni­ver­si­tät inter­dis­zi­pli­när inter­es­sier­ten Stu­die­ren­den Zusatz­kom­pe­ten­zen zu erlan­gen. Beim 15. CSR-Wochenende waren Ting und Niels mit einem Work­shop zum Thema „Nach­hal­tig­keit mana­gen und berich­ten“ dabei und haben mit den Stu­die­ren­den die Nach­hal­tig­keits­leis­tung ver­schie­de­ner Unter­neh­men auf Basis der Bericht­er­stat­tung exem­pla­risch untersucht.

Nach­hal­tig­keit mana­gen – nicht nur kommunizieren

Bevor die Stu­die­ren­den in Klein­grup­pen die Nach­hal­tig­keits­leis­tung der Bei­spiel­un­ter­neh­men unter­such­ten, gab es zunächst eine kleine Ein­füh­rung ins betrieb­li­che Nachhaltigkeitsmanagement.

Ting Lee l sustaineration

Wich­tig hier­bei war, dass den Stu­die­ren­den die ganz­heit­li­che Ver­an­ke­rung von Nach­hal­tig­keit inner­halb einer Orga­ni­sa­tion ver­mit­telt wird, wel­che ent­spre­chend eines Mind-Maps dar­ge­stellt wurde.

Nachhaltigkeit managen

Damit Nach­hal­tig­keit ganz­heit­lich im Unter­neh­men imple­men­tiert wird müs­sen ent­spre­chende Werte in der Unter­neh­mens­stra­te­gie vor­han­den sein. Eine von der Unter­neh­mens­stra­te­gie los­ge­löste Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie darf nicht exis­tie­ren. Zudem sollte schon in der Vision oder im Leit­bild eines Unter­neh­mens die nach­hal­tige Aus­rich­tung ihrer Orga­ni­sa­tion erkenn­bar sein. Von hier aus, muss sich die Nach­hal­tig­keit durch sämt­li­che Unter­neh­mens­pro­zesse zie­hen und diese hin­sicht­lich ihrer Aus­wir­kun­gen auf Umwelt und Gesell­schaft beeinflussen.

Eine anre­gende Dis­kus­sion zur Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion führte dazu, dass sich die Teil­neh­mer mit der Frage aus­ein­an­der­setz­ten, was Unter­neh­men in Bezug auf ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung kom­mu­ni­zie­ren soll­ten und wel­chen Zweck die Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion erfül­len sollte. Die Dar­stel­lung der Unter­neh­mens­struk­tu­ren und der Auf­ga­ben der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion in Bezug auf das Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment, half den Stu­die­ren­den dabei die Kom­mu­ni­ka­tion der Nach­hal­tig­keits­leis­tung als blo­ßes Instru­ment zu ver­ste­hen, wel­ches genutzt wird, um die Trans­pa­renz zu gewähr­leis­ten und über die beste­hende Nach­hal­tig­keits­ar­beit zu informieren.

Was theo­re­tisch dis­ku­tiert wurde, sollte nun in die Pra­xis umge­setzt werden

Nach­dem die Stu­die­ren­den einen Ein­blick ins Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment erhal­ten haben und ein Ver­ständ­nis davon wie Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men ver­an­kert sein sollte, durf­ten sie sich ein Unter­neh­men aus­su­chen, bei dem sie die Nach­hal­tig­keits­leis­tung auf Basis der Bericht­er­stat­tung analysierten.

Mit kri­ti­schem Blick beur­teil­ten die Teil­neh­mer die dar­ge­stellte Leis­tung der Unter­neh­men und iden­ti­fi­zier­ten im glei­chen Zug Ver­bes­se­rungs­po­ten­tiale für die Nach­hal­tig­keits­ar­beit. Sie stell­ten nicht nur einige Dar­le­gun­gen der Unter­neh­men in Frage, son­dern konn­ten zugleich Mög­lich­kei­ten zur Ver­bes­se­rung ihrer Arbeit präsentieren.

Ergebnisse CSR Wochenende

Der Tag an der Uni­ver­si­tät Mann­heim war für uns sehr span­nend. Durch die inter­dis­zi­pli­näre Zusam­men­set­zung der Stu­die­ren­den sind beson­ders inter­es­sante Dis­kus­sio­nen zustande gekom­men, die den Work­shop sehr leben­dig gemacht haben.

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28 Sep Flüchtlingshilfe Teil I – Wie Unternehmen helfen können

Häu­fig errei­chen die Men­schen Deutsch­land bzw. Europa mit dem was in eine Plas­tik­tüte passt. Die aktu­elle Situa­tion erfor­dert es, dass viele Akteure zusam­men arbei­ten und Unter­stüt­zung leis­ten – der Staat allein kann diese Auf­gabe kaum bewäl­ti­gen. Unzäh­lige Frei­wil­lige grei­fen hier ein und unter­stütz­ten Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen bei ver­schie­dens­ten Auf­ga­ben. Auch die Wirt­schaft ist in die­ser Aus­nah­me­si­tua­tion gefragt und sollte sich aktiv einbringen.

Die Mög­lich­kei­ten des unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ments sind sehr viel­fäl­tig. Will ein Unter­neh­men eine posi­tive Wir­kung in der Flücht­lings­hilfe erzie­len oder grund­sätz­lich gesell­schaft­lich einen posi­ti­ven Bei­trag leis­ten, sind unter­schied­lichste For­men denkbar.

Hier wer­den einige Mög­lich­kei­ten des unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ments vor­ge­stellt, sowie am Ende auf bun­des­weite Orga­ni­sa­tio­nen ver­wie­sen, die in der Flücht­lings­hilfe aktiv sind.

Unter­neh­mens­spende

Finanz­mit­tel wer­den sei­tens der Gemein­nüt­zi­gen immer benö­tigt, ins­be­son­dere in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen wie der aktu­el­len – auch wenn die Unter­neh­mens­spende ein klas­si­sches Instru­ment unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ments dar­stellt, so bleibt sie doch zeit­los. Die Spende darf jedoch nicht als Spon­so­ring ver­stan­den wer­den, für die es eine Gegen­leis­tung in Form einer Wer­be­mög­lich­keit gibt, wie z.B. die Dar­stel­lung des Unter­neh­mens auf einem Ban­ner bei einem Event der gemein­nüt­zi­gen Einrichtung.

Matching Fund

In Deutsch­land noch rela­tiv wenig prak­ti­ziert, dabei ist das Prin­zip sehr sim­pel und die Wir­kung dop­pelt gut. Mit dem Matching Fund ist eine Spen­den­ver­viel­fa­chung gemeint, bei der Kun­den oder Mit­ar­bei­ter für eine Spen­den­ak­tion ein­be­zo­gen wer­den. Die Matching Fund-Aktion kann auch wie­der auf unter­schied­li­che Weise durch­ge­führt wer­den. Bei­spiels­weise kön­nen Unter­neh­men einen Spen­den­be­trag in Aus­sicht stel­len, unter der Vor­aus­set­zung das Kun­den oder Mit­ar­bei­ter eine vor­her defi­nierte Summe sam­meln. Beson­ders wirk­sam ist es, wenn ver­schie­dene Stu­fen ein­ge­baut wer­den, ab der die gesam­melte Summe ver­dop­pelt, ver­drei­facht oder ver­vier­facht wird.

Wird eine sol­che Aktion inner­halb des Unter­neh­mens mit der Beleg­schaft geplant, lässt sich dar­aus eine tolle interne Fundraising-Aktion gestal­ten, bei der die Mit­ar­bei­ter aktiv ein­ge­bun­den werden.

Spen­den statt Schenken

Der Som­mer ist noch gar nicht rich­tig vor­bei und doch gibt es bereits wie­der Leb­ku­chen, Pfef­fer­nüsse und andere Weih­nachts­le­cke­reien in den Super­märk­ten zu kau­fen. Damit beginnt nun wie­der die Zeit des Schen­kens. Kun­den und Geschäfts­part­ner erhal­ten häu­fig kleine Auf­merk­sam­kei­ten um wohl­ge­son­nen in Erin­ne­rung blei­ben. Wirk­lich sinn­volle Prä­sente las­sen sich jedoch oft­mals schwer finden.

Doch es gibt schöne und sinn­volle Alter­na­ti­ven. Bei „Spen­den statt schenken“-Aktionen inves­tie­ren Unter­neh­men ihr Geschenke-Budgets in eine Spende, für die es i.d.R. dann ein Dan­kes­schrei­ben gibt, wel­ches prima den Weih­nachts­grü­ßen an die Kun­den und Geschäfts­part­ner beige­legt wer­den kann, um dadurch über das Enga­ge­ment zu informieren.

Pay­roll Giving

Ver­die­nen wir nicht alle 1755 und ein paar Zer­quetschte? Und genau um die geht es, um die Zer­quetsch­ten. Die Cent-Beträge des aus­ge­wie­se­nen Brut­to­ein­kom­mens wer­den hier­bei ein­be­hal­ten und kom­men einer aus­ge­wähl­ten gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tion zugute. Die monat­li­che Spende wird auf dem Gehalts­strei­fen aus­ge­wie­sen wodurch sie auch steu­er­be­güns­tigt wirkt. Diese sehr ein­fa­che Spen­den­form wird in Deutsch­land noch rela­tiv wenig gehand­habt, wobei sie sich bei einer hohen Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gung durch­aus rechnet.

Cor­po­rate Volunteering

Frei­wil­lige Hel­fer wer­den aktu­ell beson­ders drin­gend benö­tigt. Cor­po­rate Volun­tee­ring wird von vie­len Unter­neh­men bereits in Form eines jähr­lich statt­fin­den­den Akti­ons­ta­ges durch­ge­führt, an dem die Beleg­schaft ihren Arbeits­platz gegen ein gemein­nüt­zi­ges Pro­jekt ein­tauscht. Doch Cor­po­rate Volun­tee­ring funk­tio­niert auch im klei­ne­ren Umfang. Unter­neh­men kön­nen bei­spiels­weise ein­zelne Mit­ar­bei­ter über einen län­ge­ren Zeit­raum regel­mä­ßig frei­stel­len, damit diese bei­spiels­weise in den Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen unter­stüt­zen können.

Benefiz-Firmenevent

Ob es das Jubi­läum, die Betriebs– oder Weih­nachts­feier ist – Unter­neh­men fin­den immer geeig­nete Anlässe um mit­ein­an­der anzu­sto­ßen. Auch weil dadurch die Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Arbeit­ge­ber und die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ter geför­dert wer­den soll. Wel­cher freu­dige Anlass auch besteht – die­ser kann sinn­voll abge­run­det wer­den, in dem das Event zuguns­ten der Flücht­lings­hilfe aus­ge­rich­tet wird. Auch hier­bei sind der Krea­ti­vi­tät keine Gren­zen gesetzt – bei­spiels­weise kann ein posi­ti­ver Bei­trag durch den Ver­kauf von Geträn­ken, einer Ver­stei­ge­rung oder auch den Ver­zicht auf Geschenke geleis­tet werden.

Sach­spende

Neben finan­zi­el­len Mit­teln wer­den natür­lich auch viele Sach­mit­tel benö­tigt. Häu­fig errei­chen die Men­schen Deutsch­land mit dem was in eine Plas­tik­tüte passt. Hier fehlt es an allem – Klei­dung, Mobi­liar, Hygie­ne­ar­ti­kel, Medi­ka­mente etc. Unter­neh­men soll­ten sich ihr Kern­ge­schäft anse­hen und schauen, wel­che Unter­stüt­zung sie leis­ten kön­nen. Ein Dro­ge­rie­markt ver­kauft täg­lich hun­derte Hygie­ne­ar­ti­kel die beson­ders drin­gend benö­tigt wer­den, ein Tex­til­un­ter­neh­men wie­derum kann auf ganz andere Weise unter­stüt­zen und bei­spiel­weise Unterwäsche-Lieferungen spen­den. Aber auch orga­ni­sierte Aktio­nen inner­halb des Unter­neh­mens loh­nen sich, wie z.B. einen Auf­ruf unter der Beleg­schaft zur gemein­sa­men Kleiderspende.

Abschlie­ßend noch einige Orga­ni­sa­tio­nen die sich bun­des­weit für die Ver­bes­se­rung der Situa­tion von geflo­he­nen Men­schen einsetzten.

UNO-Flüchtlingshilfe

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deut­sche Spen­den­part­ner von UNHCR — dem Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen. Seit 1980 för­dern sie Hilfs­pro­jekte für Flücht­linge im In– und Ausland.

www.uno-fluechtlingshilfe.de

PRO ASYL

PRO ASYL ist eine unab­hän­gige Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tion, die sich seit mehr als 25 Jah­ren für die Rechte ver­folg­ter Men­schen in Deutsch­land und Europa einsetzt.

www.proasyl.de

Aktion Deutsch­land hilft

Aktion Deutsch­land Hilft ist das 2001 gegrün­dete Bünd­nis von 24 renom­mier­ten deut­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen. Gemein­sam hel­fen sie Men­schen, die durch große Kata­stro­phen alles ver­lo­ren haben.

www.aktion-deutschland-hilft.de

Dar­über hin­aus sind auf dem Infor­ma­ti­ons­por­tal über Hilfs­pro­jekte für Flücht­linge in Deutsch­land unter­stüt­zens­werte Pro­jekte in allen Regio­nen Deutsch­lands zu finden.

Wie kann ich helfen

http://wie-kann-ich-helfen.info/karte

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Nordfriesland Daag 2015

13 Jul Bollerwagen statt MacBook und wie wir den Nordfriesland Daag erlebten

Am 10. Juli tausch­ten wir unse­ren Arbeits­platz gegen den West­er­he­ver Deich an der Nord­see und sam­mel­ten gemein­sam mit dem Küste gegen Plas­tik e.V. und der Schutz­sta­tion Wat­ten­meer den am Deich ange­schwemm­ten Müll ein. Der ursprüng­li­che Plan war, auf die Sand­bank zu zie­hen, die etwa 2 Kilo­me­ter vor der Küste von West­er­he­ver liegt, um diese zu säu­bern – da es zwei Tage zuvor jedoch sehr stark stürmte und die Sand­bank über­spült wurde, lag der Müll nun am Deich.

Als wir um 9:40 Uhr in West­er­he­ver anka­men und dar­auf war­te­ten, dass sämt­li­che Hel­fer für den Tag ein­tra­fen, muss­ten wir uns erst mal ein wind­ge­schütz­tes Plätz­chen suchen, da es doch ordent­lich pus­tete – wie der Nord­friese so sagt. Ins­be­son­dere Ting  hatte mit der stei­fen Brise zu kämpfen.

Nach­dem wir mit einer Truppe von 15 Per­so­nen gestar­tet waren und den ers­ten Plastik-Schrott in unse­rem Bol­ler­wa­gen ver­staut hat­ten, war der Wind bereits ver­ges­sen. Fortan kon­zen­trier­ten wir uns nur noch auf eins: Den Müll, den wir sammelten.

Nordfriesland Daag Müll sammeln

Nordfriesland Daag sustainerators sammeln Müll

Sel­ten haben wir uns so sehr gefreut Müll zu fin­den, aber nun woll­ten wir ja auch eini­ges ein­sam­meln und viel hilft bekannt­lich viel. Das haben wir dann auch schnell gemerkt, denn unsere Müll­sä­cke und Bol­ler­wa­gen wur­den von Meter zu Meter vol­ler und natür­lich auch schwe­rer. Aber die Freude über den ein­ge­sam­mel­ten Müll über­wog dann doch und das Gewicht, wel­ches wir da mit uns umher­schlepp­ten, haben wir ein­fach ignoriert.

Ting und Niels beim sammeln

Nach­dem wir zwei­ein­halb Stun­den etwa 1500m West­er­he­ver Deich erkun­det und gesäu­bert hat­ten, mach­ten wir uns mit unse­ren Errun­gen­schaf­ten wie­der auf den Weg in Rich­tung des West­er­he­ver Leucht­turms, von wo aus wir mor­gens starteten.

Zufrie­den über den gan­zen Müll, den wir gemein­sam mit der 15-köpfigen Truppe ein­ge­sam­melt haben, waren wir über die Gesamt­menge am Ende doch ziem­lich erschro­cken. 15 Per­so­nen sam­mel­ten in 2,5 Stun­den einen gigan­ti­schen Hau­fen Müll ein. Es waren Fla­schen über Fla­schen, Klei­dungs­stü­cke, etli­che Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen, zahl­lose Luft­bal­lons, Klo­bürs­ten, Tele­skop­stan­gen, Eimer, Körbe, Kanis­ter und unzäh­lige Dinge, die für uns kaum iden­ti­fi­zier­bar waren, zu fin­den. Auch kreuzte eine tote Baby­robbe unse­ren Weg. Das hat uns schon sehr erschro­cken – da fragt man sich häu­fig, wie die Dinge ins Meer gelan­gen und was Men­schen dazu bewegt ihren Mist ein­fach in die Natur zu schmei­ßen. Erklä­ren kön­nen wir uns das nicht.

Nordfriesland Daag der gesammelte Müll

Am Ende hat uns die gigan­ti­sche Menge Müll stolz und trau­rig zu gleich gemacht. Stolz dar­auf, dass wir all die­sen Schrott und das Plas­tik ein­ge­sam­melt haben und dar­über dass es nicht wei­ter im Meer und an der Küste her­um­liegt. Trau­rig dar­über, dass so viel Müll unsere Meere ver­schmutzt und das wir nur wenige Stun­den sam­meln muss­ten, um so eine Menge zusam­men zu bekommen.

Am Nach­mit­tag haben wir West­er­he­ver mit einem guten Gefühl ver­las­sen – für uns war es ein rich­tig tol­ler Tag. Es hat enorm viel Spaß gemacht, mit so viel  enga­gier­ten Leu­ten den Deich zu säu­bern. Es waren Begeg­nun­gen mit inter­es­san­ten Per­so­nen, die am Deich und auch anderswo Groß­ar­ti­ges leisten.

Wir freuen uns schon auf nächs­tes Mal und sind gespannt was der Nord­fries­land Daag 2016 zu bie­ten hat!

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04 Mai sustainerators portraitiert: Ting Lee, Gründerin und Geschäftsführerin

Bei sus­tai­ne­ra­tion arbei­ten nach­hal­tig­keits­be­geis­terte Men­schen, die eine klare Vision vor Augen haben: Eine wer­teo­ri­en­tierte Wirt­schaft die auf Nach­hal­tig­keit beruht. Hier erfah­ren Sie mehr – sus­tai­ne­ra­tors stel­len sich vor!

Ting, stell dich doch bitte unse­ren Lesern kurz vor

Gerne, ich bin Ting und habe zusam­men mit Niels wäh­rend einer Vor­le­sung sus­tai­ne­ra­tion gegrün­det. Wo ich her­komme ist immer eine kom­pli­zierte Frage, Welt­bür­ger trifft es ganz gut, auch wenn es total kit­schig klingt. Ich habe Wur­zeln in Tai­wan und San Fran­cisco, fühle mich aber auch Chi­cago und Mann­heim sehr ver­bun­den – mitt­ler­weile auch Ber­lin. Ich habe Inter­na­tio­nal Busi­ness Manage­ment mit Schwer­punkt China stu­diert und nach eini­gen Jah­ren in der Wirt­schaft, den Mas­ter in Nach­hal­tig­keits– und Qua­li­täts­ma­nage­ment gemacht, wo ich auch mei­nen Grün­dungs­part­ner Niels ken­nen­ge­lernt habe.

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Wie bist du zu sus­tai­ne­ra­tion gekommen?

Ein Kol­lege sagte ein­mal zu mir, ich werde nie mit mei­nem Job zufrie­den sein. Bis dato hatte er Recht, ich hatte für diverse Unter­neh­men in unter­schied­li­chen Rol­len gear­bei­tet. Es waren span­nende Auf­ga­ben, doch mir hat immer etwas gefehlt. Es hat einige Jahre gedau­ert, aber eines Tages konnte ich die Lücke defi­nie­ren. Mir hat die ganz­heit­li­che Betrach­tung in der Wirt­schaft gefehlt, nicht nur das eigene Wohl des Unter­neh­mens im Sinne von Pro­fit – wie man so schön sagt – zu „maxi­mie­ren“, son­dern auch das Wohl­er­ge­hen ande­rer, wie Mit­ar­bei­ter, Gesell­schaft und Umwelt, die man auch mit sei­nem „Wirt­schaf­ten“ beeinflusst/beeinträchtigt ebenso im Blick zu haben. Denn ein Unter­neh­men soll dem Men­schen die­nen und nicht umge­kehrt. Ich wollte nicht mehr ein Teil davon sein und gleich­zei­tig bewei­sen, dass es auch anders geht. Glück­li­cher­weise fand ich einen Gleich­ge­sinn­ten als Sitz­nach­bar in der Vor­le­sung (grins).

Was bedeu­tet dir die Arbeit bei sustaineration?

Arbeit ist nicht mehr nur „Arbeit“, ich lebe was ich mache, manch­mal auch zum Leid mei­ner Freunde und Fami­lie (grins). Ich beschäf­tige mich auch in mei­ner Frei­zeit mit Nach­hal­tig­keit und lebe bewusst, d.h. dar­über nach­den­ken wo Dinge her­kom­men, unter wel­chen Bedin­gun­gen sie pro­du­ziert und wel­che Res­sour­cen dafür ein­ge­setzt wur­den, wie ihre Nut­zung sich auf Umwelt und Gesell­schaft aus­wir­ken, was mit ihnen pas­siert wenn wir sie nicht mehr nut­zen und ob man auch dar­auf ver­zich­ten oder eine Sub­sti­tu­tion fin­den kann. Also all­ge­mein wie man sich ver­bes­sern kann, sodass alle lang­fris­tig was davon haben. Genau das machen wir auch für unsere Kunden.

Wel­che Bedeu­tung hat Nach­hal­tig­keit in dei­nem Privatleben?

Nach­hal­tig­keit gewinnt von Tag zu Tag an Bedeu­tung. Ich lerne täg­lich etwas Neues dazu. Als Bei­spiel, ich dachte ich hätte schon alle Hand­lungs­fel­der in mei­nem Leben umge­stellt, da lese ich eines Tages über „grüne“ Ver­si­che­run­gen (die Umwelt– und sozi­al­ver­träg­li­che Pro­jekte för­dern). An Bank­kon­ten hatte ich schon lange gedacht, aber Ver­si­che­run­gen? Dann infor­miert man sich natür­lich und freut sich über diese Mög­lich­keit und möchte auch jedem gleich davon erzäh­len, damit sie auch was tun kön­nen… Da wären wir dann wie­der beim Leid mei­ner Freunde und Fami­lie ange­kom­men – denn nicht jeder freut sich so dar­über wie ich (lach).

Gibt es etwas das dir beson­ders viel Freude berei­tet oder etwas was du an dei­ner Arbeit gar nicht magst?

Ich freue mich jedes mal wie­der wenn wir mit Kun­den oder poten­ti­el­len Kun­den im Gespräch sind und sie voll dabei sind – Fra­gen stel­len, immer mehr wis­sen und tie­fer in die Mate­rie gehen wol­len. Es ist die­ser Moment, indem man merkt und sieht, dass neue Ver­knüp­fun­gen in ihrer Denk­weise statt­fin­den und schein­bar zusam­men­hangs­lo­ses schlag­ar­tig ver­knüpft wird und „Nach­hal­tig­keit“ plötz­lich Sinn macht oder sie ein ande­res Ver­ständ­nis dafür ent­wi­ckelt haben.

Was wünscht du dir für die Zukunft bei und mit sustaineration?

Ich hoffe, dass wir mit unse­rer Arbeit zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Wirt­schaft bei­tra­gen kön­nen und auch Men­schen dazu anre­gen über Nach­hal­tig­keit nach­zu­den­ken und umzu­den­ken. Denn wie ein Graf­fiti Spruch an der Hal­te­stelle S Stor­ko­wer Str. tref­fend sagt: „the least I can do is care“.

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Wildblumenwiese in voller Blüte

14 Apr Biodiversity Balanced Scorecard – Biodiversität strategisch verankern

Ohne Bio­di­ver­si­tät kein Business

Bio­lo­gi­sche Viel­falt und die damit ein­her­ge­hen­den Öko­sys­tem­leis­tun­gen sind Grund­lage mensch­li­chen Wohl­er­ge­hens und gleich­zei­tig das Fun­da­ment wirt­schaft­li­cher Tätig­keit. Dabei ist die bio­lo­gi­sche Viel­falt ganz wesent­lich dafür ver­ant­wort­lich, dass Öko­sys­tem­leis­tun­gen nicht abreißen.

Biodiversität_und_Business

Da bio­lo­gi­sche Viel­falt die Wert­schöp­fung unzäh­li­ger Unter­neh­men unter­stützt, wird die Natur häu­fig als Kapi­tal betrach­tet, des­sen Leis­tun­gen die Divi­dende sind, wel­che von Unter­neh­men nicht sel­ten maxi­miert wird. Doch genau die­ses Ver­hal­ten führt dazu, dass der Bio­di­ver­si­täts­ver­lust wei­ter zunimmt und dadurch auch Öko­sys­tem­leis­tun­gen abrei­ßen. Dabei soll­ten Unter­neh­men ver­sucht sein, den Kapi­tal­stock der Natur und die Grund­lage mensch­li­chen Wohl­er­ge­hens und wirt­schaft­li­cher Tätig­keit nicht auf­zu­zeh­ren. Hierzu muss der Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt jedoch fest in einer Orga­ni­sa­tion ver­an­kert wer­den, um die rele­van­ten Bio­di­ver­si­täts­as­pekte eines Unter­neh­mens zu ope­ra­tio­na­li­sie­ren und hand­hab­bar zu machen.

Bio­di­ver­si­täts­as­pekte stra­te­gisch im Unter­neh­men verankern

Aus­gangs­punkt, um Bio­di­ver­si­tät stra­te­gisch im Unter­neh­men ein­zu­füh­ren ist eine Basis­ana­lyse, in der die Wir­kungs­zu­sam­men­hänge zwi­schen einem Unter­neh­men und der Bio­di­ver­si­tät, sowie sämt­li­che Hand­lungs­fel­der iden­ti­fi­ziert und dar­aus rele­vante Bio­di­ver­si­täts­as­pekte abge­lei­tet wer­den. Da Bio­di­ver­si­tät auf­grund der drei Ebe­nen (Arten, Genen und Lebens­räume) sehr kom­plex ist, wird für die Iden­ti­fi­ka­tion der Wir­kungs­zu­sam­men­hänge natur­wis­sen­schaft­li­che Exper­tise benö­tigt. Um eine ste­tige Ver­bes­se­rung der Bio­di­ver­si­täts­leis­tung errei­chen zu kön­nen, müs­sen rele­vante Bio­di­ver­si­täts­as­pekte fest in den Manage­ment­struk­tu­ren ver­an­kert wer­den. Trotz umfas­sen­der Nor­men zum Umwelt­ma­nage­ment wer­den Bio­di­ver­si­täts­as­pekte bei der Ein­füh­rung sol­cher Manage­ment­sys­teme häu­fig ver­nach­läs­sigt oder nur unzu­rei­chend berücksichtigt.

Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card (BBSC)

Die Idee der Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card setzt hier an und basiert auf dem Kon­zept der tra­di­tio­nel­len Balan­ced Score­card von Kaplan und Nor­ton, die damit 1996 ein betriebs­wirt­schaft­li­ches Instru­ment zur Leis­tungs­mes­sung geschaf­fen haben. Bis heute hat sich das Kon­zept der Balan­ced Score­card fest in der Unter­neh­mens­welt eta­bliert und wird zudem nicht sel­ten im Manage­ment zur Steue­rung von Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten ein­ge­setzt. Die tra­di­tio­nelle Balan­ced Score­card von Kaplan und Nor­ton beinhal­tet eine Finanz-, Kunden-, Poten­tial– und Pro­zes­s­per­spek­tive, wobei der Finanz­per­spek­tive eine dop­pelte Bedeu­tung zukommt, da sämt­li­che Ziele der übri­gen Per­spek­ti­ven mit die­ser ver­bun­den sein müs­sen. Für die Ent­wick­lung einer BBSC wur­den die klas­si­schen Per­spek­ti­ven umbe­nannt in Erfolg, Markt, Pro­zesse und Mit­ar­bei­ter, sowie eine fünfte Per­spek­tive Bio­di­ver­si­tät hin­zu­ge­fügt. Für jede der fünf Per­spek­ti­ven gilt es nun stra­te­gi­sche Ziele zu formulieren.

Die Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwi­schen den stra­te­gi­schen Zie­len soll­ten in einer Stra­tegy Map ver­deut­licht wer­den, um zum einen die Zusam­men­hänge zwi­schen den Unter­neh­mens­zie­len und den Zie­len zum Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt zu iden­ti­fi­zie­ren, aber auch um die hohe Rele­vanz ein­zel­ner Ziele erkenn­bar zu machen.

Strategy Map

Die Stra­tegy Map sollte anschlie­ßend sinn­voll doku­men­tiert wer­den, da es nicht leicht ist ein­zelne Gedan­ken im Nach­gang voll­stän­dig nach­zu­voll­zie­hen. Dafür soll­ten die Zusam­men­hänge zwi­schen den Ursa­chen, als beein­flus­sen­des Ziel und den Wir­kun­gen als beein­flusste Ziele for­mu­liert und doku­men­tiert wer­den. Das Aus­for­mu­lie­ren der Ursache-Wirkungs-Beziehungen ver­deut­licht noch­mals die Zusam­men­hänge zwi­schen der Unter­neh­mens­tä­tig­keit und der Bio­di­ver­si­tät und hilft dabei geeig­nete Maß­nah­men zu ent­wi­ckeln, um die Bio­di­ver­si­täts­leis­tung eines Unter­neh­mens zu ver­bes­sern. Nach­dem sämt­li­che Wir­kungs­ket­ten sys­te­ma­tisch doku­men­tiert und beschrie­ben wur­den, fällt es leich­ter dar­aus kon­krete Ziele abzu­lei­ten. Für alle fünf Per­spek­ti­ven der BBSC wer­den, auf Basis der Ursache-Wirkungs-Analyse ent­spre­chende Ziele mit adäqua­ten Mess­grö­ßen abge­lei­tet, sowie Maß­nah­men zur Errei­chung der Ziele erarbeitet.

Imple­men­tie­rung der Bio­di­ver­sity Balan­ced Scorecard

Die BBSC kann jedoch nur dann als Steue­rungs­in­stru­ment fun­gie­ren, wenn sie voll­stän­dig in einem Unter­neh­men imple­men­tiert wird. Das bedeu­tet sie muss in einem Unter­neh­men kom­mu­ni­ziert wer­den, damit die Ein­füh­rungs­gründe sei­tens der Geschäfts­lei­tung für die gesamte Orga­ni­sa­tion deut­lich wer­den. Zusätz­lich sollte die BBSC mit geziel­ten Steue­rungs­in­stru­men­ten des Unter­neh­mens zusam­men­ge­führt wer­den. Dabei gibt es im Wesent­li­chen drei Schritte, die eine erfolg­rei­che Imple­men­tie­rung der BBSC ausmachen.

      I.         Ver­knüp­fung mit beste­hen­den Instru­men­ten des Controllings

Die BBSC sollte im bes­ten Fall von Beginn an in das vor­han­dene Con­trol­lingsys­tem ver­an­kert wer­den. Häu­fig wird bei der Inte­gra­tion von Score­cards der Feh­ler gemacht, ein eigen­stän­di­ges Reporting auf­zu­bauen, wel­ches nicht aus­rei­chend in die beste­hen­den Reporting­struk­tu­ren des Unter­neh­mens imple­men­tiert wird. Dies kann ver­hin­dert wer­den, in dem die BBSC in das beste­hende Con­trol­lingsys­tem inte­griert wird. Die Errei­chung der BBSC-Ziele bekommt dadurch eine stär­kere Bedeutung.

     II.         IT-Unterstützung

Dar­über hin­aus sollte eine BBSC durch die gege­bene Infor­ma­ti­ons­tech­nik (IT) unter­stützt wer­den. Die IT-Unterstützung ist für den Erfolg der BBSC ein wich­ti­ges Kri­te­rium, da erst dann die Nut­zen­po­ten­tiale die­ses Instru­ments voll­stän­dig aus­ge­schöpft wer­den kön­nen. Kon­kret kön­nen durch eine gezielte IT-Unterstützung Effi­zi­enz­po­ten­tiale in der Doku­men­ta­tion und im Reporting erreicht wer­den, da ins­be­son­dere die Daten­kon­sis­tenz und Daten­si­cher­heit sicher­ge­stellt wer­den kann.

   III.         Idee der Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card muss gelebt werden

Ein ganz bedeu­ten­der Erfolgs­fak­tor der BBSC ist die Ver­zah­nung im Ver­hal­ten der­Or­ga­ni­sa­tion, d.h. die BBSC muss gelebt wer­den. Die Ver­knüp­fung mit dem Con­trol­ling und die IT-Unterstützung ist hier­für bereits eine gute Basis. Aller­dings müs­sen die Ein­füh­rung der BBSC, sowie die Gründe zur Ein­füh­rung in der gesam­ten Orga­ni­sa­tion kom­mu­ni­ziert wer­den. Um die Akzep­tanz und die Berück­sich­ti­gung der Ziel­set­zun­gen der BBSC im Ver­hal­ten und in den Ent­schei­dun­gen der Mit­ar­bei­ter zu ver­an­kern, bie­tet sich dar­über hin­aus ein Anreiz­sys­tem an. Wich­tig ist, dass die gesamte Orga­ni­sa­tion für das Errei­chen der Ziele der BBSC sen­si­bi­li­siert und wenn nötig geschult wird.

Fazit

Auf­grund der hohen Fle­xi­bi­li­tät der Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card kön­nen Bio­di­ver­si­täts­as­pekte und ent­spre­chende Unter­neh­mens­ziele ein­fach in beste­hende Manage­ment­struk­tu­ren inte­griert wer­den. Da sich das Vor­ge­hen bei der Ent­wick­lung einer BBSC an dem Plan-Do-Check-Act Zyklus ori­en­tiert, kann sie ohne gro­ßen Auf­wand in beste­hende Manage­ment­struk­tu­ren inte­griert wer­den. Die BBSC kann dem­nach auch sehr gut als Ergän­zung zu einem gän­gi­gen Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem nach DIN EN ISO 14001 oder EMAS betrie­ben wer­den. Da die Anfor­de­run­gen die­ser Umwelt­ma­nage­ment­sys­teme bezüg­lich bio­lo­gi­scher Viel­falt zum Teil sehr schwach for­mu­liert bzw. nicht vor­han­den sind, ist es sinn­voll eine BBSC als Ergän­zung ein­zu­füh­ren und in das beste­hende Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem zu inte­grie­ren. Um eine ste­tige Ver­bes­se­rung der Bio­di­ver­si­täts­leis­tung eines Unter­neh­mens zu errei­chen, müs­sen jedoch sämt­li­che Unter­neh­mens­pro­zesse hin­sicht­lich ihres Ein­wir­kens auf die bio­lo­gi­sche Viel­falt unter­sucht wer­den – dies kann die BBSC nicht leis­ten. Doch um iden­ti­fi­zierte Bio­di­ver­si­täts­as­pekte eines Unter­neh­mens in den Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren stra­te­gisch zu ver­an­kern, bie­tet die Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card ein hilf­rei­ches Vorgehen.

 

AUTOR

Niels Chris­ti­an­sen ist Grün­der und Geschäfts­füh­rer der sus­tai­ne­ra­tion UG. Im Rah­men sei­ner Mas­ter­ar­beit ent­wi­ckelte er die Idee der Bio­di­ver­sity balan­ced Scorecard.

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stand

10 Mrz sustaineration stellt aus — sustainable is the new black

Unsere erste Messe – wenn dann richtig

Am 11. und 12. März stel­len wir erst­mals auf einer Wirt­schafts­messe aus – der fair4business in den Neu­müns­ter Hols­ten­hal­len. Wir sind sehr gespannt, uns der nord­deut­schen Wirt­schaft zu prä­sen­tie­ren und unsere Leis­tun­gen vor­zu­stel­len. Beson­ders freuen wir uns dar­über im Rah­men­pro­gramm ver­tre­ten zu sein und zum Thema „Nur noch kurz die Welt ret­ten – Wie Unter­neh­men nach­hal­tige Akzente set­zen kön­nen“ Anre­gun­gen zu geben und Dis­kus­sio­nen zu einer nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schafts­weise zu füh­ren. Die Gestal­tung unse­res Mes­se­auf­tritts hat uns beson­ders viel Freude berei­tet und auch hier haben wir auf eine bewusste Gestal­tung und Durch­füh­rung sehr viel Wert gelegt.

Der Tre­sen – Ein Baum, ein Sturm, ein Unikat

Wer erin­nert sich nicht? Im Herbst 2013 durch­wüs­tete Sturm Chris­tian ganz Deutsch­land und hat ins­be­son­dere im Nor­den enorme Schä­den hin­ter­las­sen – viele Bäume kos­tete die­ser Sturm das Leben. So auch Bir­kie, die wun­der­schöne Birke an unse­rem nord­deut­schen Stand­ort in Nord­fries­land. Knapp ein­ein­halb Jahre lag sie da, doch nun fand sich noch eine Ver­wen­dung für unsere Bir­kie. Ein paar Run­den in der Säge­rei gedreht, hier und da geschraubt und Bir­kie wurde zu einem ein­zig­ar­ti­gen Tre­sen – ein Uni­kat für unse­ren Messestand.

Tresen

Ein Gau­men­schmaus und Kalt­ge­tränke für Bio-Genießer

Was darf es sein? Wer diese Frage an unse­rem Stand gestellt bekommt, darf echte Lecke­reien genie­ßen und mit gutem Gewis­sen ver­zeh­ren. Selbst geba­ckene Man­del­hörn­chen (100% Bio), die nicht nur zu Weih­nach­ten gut ankom­men. Küh­les Was­ser, laut (mit Spru­del) oder leise (ohne Spru­del) von Viva con Aqua, wel­ches sogar in Nord­fries­land abge­füllt wird und Pro­jekte zur Ver­bes­se­rung der Trink­was­ser­ver­sor­gung in Ent­wick­lungs­län­dern unter­stützt. Und um auch unse­ren Ber­li­ner Wur­zeln Raum zu ver­schaf­fen, gibt es Hipster-Brause von Pro­vi­ant Ber­lin – für alle die es etwas fruch­ti­ger mögen, alles Bio ver­steht sich. Auf Becher, Stro­halme und Ser­vi­et­ten ver­zich­ten wir gerne, zur Not kann man sich die Fin­ger auch mal abschlecken.

Mandelhörnchen

Getränke

Ein biss­chen Wer­bung muss auch sein

Wir wol­len ja auch zei­gen was wir kön­nen! Dabei soll uns unsere neue Bro­schüre hel­fen, wel­che die Leis­tun­gen von sus­tai­ne­ra­tion erläu­tert und einen klei­nen Ein­blick in unsere Arbeits­wei­sen gewährt. Gedruckt wurde die Bro­schüre in der Umwelt­dru­cke­rei, wel­che aus­schließ­lich Recy­cling­pa­pier ver­wen­det und pflanzenöl-basierte Druck­far­ben einsetzt.

Für eine so beson­dere Bro­schüre musste auch ein Ehren­platz auf dem Mes­se­stand geschaf­fen wer­den, daher wurde ein alter Baum­stumpf zweck­ent­frem­det, wel­cher am 11. und 12. März als Ablage für unsere Info-Broschüre dient.

Stamm

Wir freuen uns auf anre­gende Gesprä­che 

Unsere Mis­sion: Zwei Tage im Auf­trag der Nach­hal­tig­keit. Falls Sie sich also mit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keits­leis­tung aus­ein­an­der­set­zen wol­len und noch nicht so rich­tig wis­sen wie Sie sich dem Thema anneh­men sol­len, oder falls Sie bereits ein auf Nach­hal­tig­keit basie­ren­des Geschäfts­mo­dell haben, wel­ches Sie kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckeln möch­ten – spre­chen Sie uns an. Gerne über­le­gen wir mit Ihnen gemein­sam, wie wir die Zukunfts­fä­hig­keit Ihrer Orga­ni­sa­tion stär­ken können.

Übri­gens: Wir selbst rei­sen selbst­ver­ständ­lich mit der Bahn an, Biir­kie kommt mit dem Sprin­ter. Doch der ent­ste­hende CO2-Ausstoß wird sowohl für uns, als auch für Biir­kie kom­pen­siert – unser Part­ner atmos­fair kom­pen­siert unsere CO2-Emissionen und unter­stützt dabei UNO-zertifizierte Umwelt­pro­jekte in Entwicklungsländern.

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Innovation und Nachhaltigkeit

05 Mrz Innovationen als Antrieb für mehr Nachhaltigkeit

Nach­hal­tig­keit ist heut­zu­tage fes­ter Bestand­teil vie­ler Unter­neh­mens­stra­te­gien. Dabei wird immer wie­der deut­lich, dass viele Unter­neh­men eine nach­hal­tige Ent­wick­lung durch Inno­va­tio­nen errei­chen wol­len. Inno­va­tio­nen haben für Unter­neh­men dahin­ge­hend eine dop­pelte Bedeu­tung. Zum einen kön­nen sie ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit stär­ken und mit neuen und zukunfts­wei­sen­den Pro­duk­ten auf den Markt tre­ten, zum ande­ren kön­nen dadurch effi­zi­en­tere und res­sour­cen­scho­nen­dere Pro­dukte und Pro­duk­ti­ons­me­tho­den geschaf­fen werden.

Inno­va­tio­nen als Motor für mehr Nachhaltigkeit

Um glo­bale Her­aus­for­de­run­gen wie der stei­gen­den Armut, Res­sour­cen­knapp­heit oder auch des demo­gra­fi­schen Wan­dels zu begeg­nen, stellt die erfolg­rei­che Ver­knüp­fung von Nach­hal­tig­keit und Inno­va­ti­ons­ent­wick­lung zukünf­tig eine immer bedeu­ten­dere Rolle dar. Zahl­rei­che Unter­neh­men nut­zen diese Mög­lich­keit bereits, um ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch inno­va­tive Lösungs­an­sätze, wel­che eine nach­hal­tige Ent­wick­lung adres­sie­ren, zu stär­ken. Damit kann aber nicht nur die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens gesi­chert wer­den, son­dern durch Pro­dukt– und Pro­zes­sin­no­va­tio­nen, die bei­spiels­weise einen effi­zi­en­te­ren Res­sour­cen­ein­satz mit sich brin­gen kön­nen, wird ebenso ein wich­ti­ger Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung geleis­tet. Dies ist ins­be­son­dere in Ent­wick­lungs– und Schwel­len­län­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Denn hier kön­nen Inno­va­tio­nen dazu bei­tra­gen, dass eine nicht nach­hal­tige Wirt­schafts­weise — wie zu Zei­ten der Indus­tria­li­sie­rung in Europa — über­sprun­gen wird und der Ent­wick­lungs­pro­zess die­ser Län­der nach­hal­ti­ger gestal­tet wer­den kann.

Wie kann Nach­hal­tig­keit in Inno­va­ti­ons­pro­zes­sen inte­griert werden?

Um ein erfolg­rei­ches und mög­lichst nach­hal­ti­ges Pro­dukt zu ent­wi­ckeln und auf den Markt zu brin­gen, muss die Pro­dukt­idee zunächst einen Pro­zess durch­lau­fen. Ange­fan­gen bei der Ideen­ent­wick­lung und Aus­wahl, über die Ent­wick­lung und Erpro­bung des Pro­dukts bis hin zur Markt­ein­füh­rung und Dif­fu­sion durch­läuft das Pro­dukt einen Inno­va­ti­ons­pro­zess. Wich­tig ist, dass in allen Pha­sen des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses nach­hal­tige Aspekte berück­sich­tigt und inte­griert werden.

Nachhaltigkeit_Innovationsprozess

Die Abbil­dung zeigt einen klas­si­schen Inno­va­ti­ons­pro­zess, mit unter­schied­li­chen Sze­na­rien wann Nach­hal­tig­keit inner­halb des Pro­zes­ses berück­sich­tigt wird. Wird von Beginn des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses, also schon bei der Ide­en­ge­ne­rie­rung dar­auf abge­zielt eine nach­hal­tige Inno­va­tion zu ent­wi­ckeln, ist die Wahr­schein­lich­keit, ein sol­che zu erhal­ten sehr hoch. Ist Nach­hal­tig­keit nicht Ziel der Inno­va­tion, kann den­noch eine „Nach­hal­tig­keit­sin­no­va­tion“ ent­ste­hen, jedoch ist es dann in der Regel eine zufäl­lige Entdeckung.

Nach­hal­tige Inno­va­tio­nen – Bei­spiele aus der Praxis

Der Tado Hei­zungs­reg­ler ist das smarte Ther­mo­stat für die Hei­zung in den eige­nen vier Wän­den. Durch die intel­li­gente Steue­rung der Hei­zungs­an­lage über das Smart­phone, kön­nen Nut­zer die Wärme zuhause regu­lie­ren und die gewünschte Tem­pe­ra­tur ein­stel­len bevor sie nach Hause kom­men. Dies ist ins­be­son­dere für Per­so­nen, die ihre eige­nen vier Wände warm haben möch­ten sobald sie zuhause sind, eine inno­va­tive Lösung. Dadurch muss die Hei­zung nicht mehr stän­dig lau­fen, son­dern kann gezielt 30–60 Minu­ten vor der Ankunft hoch­ge­stellt wer­den. Laut Erfah­rungs­be­rich­ten von Tado-Kunden konn­ten damit bis 60% Ein­spa­run­gen bei den Heiz­kos­ten erreicht werden.

Ein beson­de­res High­light gibt es für Fans der kabel­lo­sen Ver­net­zung. Kabel­lose Tas­ta­tu­ren haben heut­zu­tage in vie­len Büros und Eigen­hei­men ihren Platz gefun­den. Doch sehr umwelt­freund­lich sind die auf­grund der stän­di­gen Bat­te­rie­wech­sel nicht. Logi­tech ent­wi­ckelte hier eine  solar­be­trie­bene Tas­ta­tur, die selbst bei künst­li­chem Licht einen betriebs­fä­hi­gen Lade­stand erreicht. Damit wer­den der Bat­te­rie­wech­sel über­flüs­sig und die Öko­bi­lanz der Tas­ta­tur erheb­lich ver­bes­sert. Eine volle Ladung, hält laut Logi­tech selbst bei völ­li­ger Dun­kel­heit, bis zu drei Monaten.

Nach­hal­tige Inno­va­tio­nen bezie­hen sich jedoch nicht aus­schließ­lich auf Pro­dukt­in­no­va­tio­nen. Auch bei Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen müs­sen Unter­neh­men ori­gi­nelle Lösun­gen ent­wi­ckeln, um die Umwelt– und Sozi­al­ver­träg­lich­keit ihrer Arbeit zu ver­bes­sern. So betreibt bei­spiels­weise Faber Cas­tel am Pro­duk­ti­ons­stand­ort Stein eine eigene Pel­le­tier­an­lage wel­che Holz­ab­fälle aus der Pro­duk­tion presst. Diese wer­den im ehe­ma­li­gen Koh­le­bun­ker ein­ge­la­gert, um damit im Win­ter die Öfen zu behei­zen. Durch die instal­lierte Pelle­t­hei­zung kann ins­ge­samt 25% der benö­tig­ten Wär­men umwelt­scho­nend bereit­ge­stellt werden.

 

AUTOR

Niels Chris­ti­an­sen ist Grün­der und Geschäfts­füh­rer der sus­tai­ne­ra­tion UG. Aus sei­ner Sicht kön­nen echte Nach­hal­tig­keit­sin­no­va­tio­nen nur erreicht wer­den, wenn man den eige­nen Tel­ler ver­lässt und mal einen Blick über den Rand wagt.

 

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Mitarbeiter_sustaineration

09 Feb sustainerators portraitiert: Niels Christiansen, Gründer und Geschäftsführer

Bei sus­tai­ne­ra­tion arbei­ten nach­hal­tig­keits­be­geis­terte Men­schen, die eine klare Vision vor Augen haben: Eine werte-orientierte Wirt­schaft die auf Nach­hal­tig­keit beruht. Hier erfah­ren Sie mehr – sus­tai­ne­ra­tors stel­len sich vor!

Niels, stell dich doch bitte unse­ren Lesern kurz vor

Sehr gerne! Ich heiße Niels und bin seit der ers­ten Stern­stunde von sus­tai­ne­ra­tion mit dabei (lacht). Ich bin, noch 29 Jahre alt und komme ursprüng­lich aus Nord­fries­land. Von dort aus hat meine Reise begon­nen und führte mich in diverse ver­schla­gene Ört­chen, u.a. Göt­tin­gen und Ber­lin, wo ich Volks­wirt­schafts­lehre und Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment stu­dierte und gemein­sam mit Ting den Grund­stein für sus­tai­ne­ra­tion legte. Als das „Deich­kind“ unter den sus­tai­ne­ra­tors (grinst) bin ich heute über­wie­gend in Ber­lin und Nord­deutsch­land für sus­tai­ne­ra­tion aktiv.

niels_mitarbeiterportrait

Wie bist du zu sus­tai­ne­ra­tion gekommen?

Ich wurde in der Vor­le­sung rekru­tiert (lacht). Im Prin­zip ist da sogar was dran. Ting und ich haben zusam­men stu­diert und in den Vor­le­sun­gen viel dar­über gespro­chen, was in der Wirt­schaft alles nicht so ganz rich­tig läuft, wie z.B. das ver­lo­ren gegan­gene Wer­te­be­wusst­sein. Frü­her war der Begriff des ehr­ba­ren Kauf­mann noch was wert, heute ken­nen ihn viele nicht ein­mal mehr. Uns war immer klar, soll­ten wir irgend­wann mal Chef sein, läuft das bei uns anders. Das war einer der Gründe wes­halb wir auch über eine gemein­same Unter­neh­mung dis­ku­tiert haben. Es dau­erte nicht lange und die Ent­schei­dung war gefal­len – wir grün­de­ten eine Bera­tung spe­zia­li­siert auf Nachhaltigkeit.

Was bedeu­tet dir die Arbeit bei sustaineration?

Es ist nicht ein­fach „nur“ Arbeit. Ich bin ein sus­tai­ne­ra­tor (lacht) und sus­tai­ne­ra­tion, und alles wofür es steht, ist ein Teil mei­nes Lebens gewor­den. Seit Beginn des VWL-Studiums war für mich klar, dass ich einen Job möchte, bei dem es um mehr geht, als nur Ver­trieb und monat­li­che Sales – es muss ein­fach sinn­stif­tend sein. Mit der Grün­dung von sus­tai­ne­ra­tion ist es uns gelun­gen, etwas auf die Beine zu stel­len, mit dem wir andere auf den Weg in eine nach­hal­ti­gere Zukunft beglei­ten. Das fühlt sich ein­fach rich­tig an. Genau das bedeu­tet mir meine Arbeit bei sus­tai­ne­ra­tion: Etwas zu machen, wovon ich denke, dass es rich­tig sei!

Wel­che Bedeu­tung hat Nach­hal­tig­keit in dei­nem Privatleben?

Ich kann mich gar nicht mehr an den Zeit­punkt zurück­er­in­nern, an dem es ange­fan­gen hat, dass ich beim Kon­sum auf bestimmte Kri­te­rien geach­tet habe … (denkt). Es liegt zumin­dest schon einige Jahre zurück. Ange­fan­gen hat es – wie bei vie­len – mit dem Kauf von fair gehan­del­tem Kaf­fee und fair gehan­del­ter Scho­ko­lade, dem folg­ten meh­rere Jahre Vege­ta­ris­mus. Heute geht es schon viel wei­ter. Ob bei Klei­dung, Elek­tro­nik, Lebens­mit­tel, Mobi­li­tät oder auch Rei­sen – beginnt man ein­mal damit sei­nen Lebens­stil zu hin­ter­fra­gen und ein­zelne Aspekte zu ändern, sind die lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen enorm. Man setzt einen nie enden­den Ver­än­de­rungs­pro­zess in Gang. So war es zumin­dest bei mir und so ist es heute noch. Es macht auch rich­tig viel Spaß! Jedes Mal wenn ich wie­der einen neuen Punkt in mei­nem All­tag finde, den ich posi­tiv ver­än­dern kann, freue ich mich. Häu­fig kom­men die Anreize auch von ande­ren, die sind beson­ders hilf­reich, da es nicht sel­ten Dinge sind, auf die ich nie gekom­men wäre. Zumin­dest hätte es eine kleine Ewig­keit gedau­ert (lacht). Nach­hal­tig­keit spielt in mei­nem Leben also eine große Rolle – unab­hän­gig  davon ob es pri­vat oder bei der Arbeit ist.

Gibt es etwas das dir beson­ders viel Freude berei­tet oder etwas was du an dei­ner Arbeit gar nicht magst?

Es gibt unheim­lich viele Punkte, die ich an mei­ner Arbeit liebe. Ich denke aber, dass die meis­ten Punkte daher rüh­ren, dass ich selbst­stän­dig bin. Mit der Selbst­stän­dig­keit bekam Arbeit einen völ­li­gen neuen Wert für mich.

Was wünscht du dir für die Zukunft bei und mit sustaineration?

Ich wün­sche mir viele span­nende Pro­jekte und Kol­le­gen, die für das Thema bren­nen und Lust haben sus­tai­ne­ra­tion mitzugestalten.

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22 Dez Rückblick 2014 – It’s just the beginning!

Nach­dem wir das ganze Jahr Bei­träge rund um das Thema Nach­hal­tig­keit und nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten gepos­tet haben, wol­len wir unse­ren Lesern nun auch Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen von sus­tai­ne­ra­tion geben. In der Kate­go­rie Inside sus­tai­ne­ra­tion berich­ten sus­tai­ne­ra­tors über sich und ihre Pro­jekte – ange­fan­gen mit einem Rück­blick auf das Jahr der Grün­dung von sustaineration.

Wie alles begann…

Februar 2014, Ting und Niels saßen in der Vor­le­sung Qua­li­täts­ma­nage­ment und tausch­ten, wie so oft, ihre Ideen zu einem nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schafts­mo­dell aus. Auch die gemein­same Grün­dung eines Star­tups wurde bei ihrem tra­di­tio­nel­len Gedan­ken­aus­tausch dis­ku­tiert. Es dau­erte nicht lange und die Ent­schei­dung war gefal­len – eine Bera­tung spe­zia­li­siert auf Nach­hal­tig­keit soll es sein.

Unser ers­ter Notartermin

Im März mach­ten wir uns dann auch schon an die Arbeit: Rechts­form, Bera­tungs­leis­tun­gen, Namen, Finan­zie­rung, es gab viel zu tun bevor wir offi­zi­ell grün­den konn­ten. Doch getrö­delt haben wir nicht! Die Rechts­form und Finan­zie­rung war rela­tiv schnell geklärt und die Leis­tun­gen, die unsere gemein­same Bera­tung zukünf­tig anbie­ten sollte, waren auch schnell gefun­den. Beson­ders viel Freude hat­ten wir bei der Suche nach einem geeig­ne­ten Namen. Nach­dem uns die ers­ten Vor­schläge nicht über­zeu­gen konn­ten, haben wir begon­nen Begriff­lich­kei­ten zu matchen. Aus sus­taina­bi­lity und gene­ra­tion wurde letzt­lich sus­tai­ne­ra­tion und uns war klar: Ja, das ist er! Schnell noch einen Gesell­schaf­ter­ver­trag auf­ge­setzt und schon saßen wir beim Notar.

Lan­ge­weile kam da nie so rich­tig auf

Bereits im Mai konn­ten wir erste Kun­den gewin­nen und star­te­ten mit klei­ne­ren Pro­jek­ten für ImmobilienScout24, ebbe+flut zaun­sys­teme und dem Bun­des­ver­band Deut­sche Tafel. Das hat uns in unse­rer Ent­schei­dung sus­tai­ne­ra­tion zu grün­den noch­mals bestärkt. Bis Ende Sep­tem­ber stu­dier­ten wir wei­ter­hin berufs­be­glei­tend Nach­hal­tig­keits– und Qua­li­täts­ma­nage­ment an der HWR Ber­lin und waren im Wesent­li­chen damit beschäf­tigt unsere Mas­ter­ar­bei­ten zu ver­fas­sen. Dar­über hin­aus stan­den wir vor der Auf­gabe unsere eige­nen Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren zu schaf­fen und auf­zu­bauen. Es gab also viel zu tun. Nach­dem wir im Sep­tem­ber unsere Mas­ter­ar­bei­ten abge­ge­ben haben, konn­ten wir ein wenig durch­at­men. Nicht lange, und wir hat­ten den ers­ten grö­ße­ren Auf­trag, den wir gemein­sam mit kaneo-greenIT solu­ti­ons durch­füh­ren. Seit Okto­ber imple­men­tie­ren wir gemein­sam ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem nach DIN EN ISO 14001 bei einem mit­tel­stän­di­schen Pharmaunternehmen.

Ein auf­re­gen­des Jahr neigt sich dem Ende

2014 war für uns ein groß­ar­ti­ges Jahr. Viele Dis­kus­sio­nen und Brain­stor­mings haben sus­tai­ne­ra­tion zu dem gemacht was es jetzt ist – eine Firma von Ting und Niels, die ihre Wur­zeln in Ber­lin geschla­gen hat und des­sen Hei­mat Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Kali­for­nien und Tai­wan ist. Hier wol­len wir auch in Zukunft wir­ken und nach­hal­tige Akzente in Wirt­schaft und Gesell­schaft set­zen. Wir arbei­ten kon­ti­nu­ier­lich an krea­ti­ven Projektideen.

Wir freuen uns nun auf ein paar erhol­same Fei­er­tage, um uns im nächs­ten Jahr mit viel Ener­gie in die kom­men­den Pro­jekte zu stür­zen. Und es wird eini­ges anste­hen, wir stel­len erst­mals auf der Fair4Business in Neu­müns­ter aus, füh­ren den ers­ten Nordfriesland-Daag durch und wol­len mehr Unter­neh­men für uns gewin­nen, um gemein­sam wir­kungs­volle Nach­hal­tig­keits­lö­sun­gen zu erarbeiten.

Wir freuen uns auf das kom­mende Jahr!

Foto: Foto­lia

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Nordfriesland_Daag_Blog_v2

17 Dez Unternehmen für den guten Zweck am Nordfriesland Daag

Nord­fries­land bekommt eine neue Platt­form für gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment – den Nord­fries­land Daag. Ein Tag, an dem sich nord­frie­si­sche Unter­neh­men für die nord­frie­si­sche Umwelt– und Sozi­al­pro­jekte engagieren.

Nord­fries­land Daag – Eine Initia­tive stellt sich vor

De Idee vun de Nord­fries­land Daag is ganz een­fach! Ünner­neh­men un seehrs Mit­ar­bei­ter enga­gie­ren sik een Daag geme­en­sam för de nord­frie­si­sche Gemeenschaft.

Gemein­sam mit gemein­nüt­zi­gen Ein­rich­tun­gen in Nord­fries­land plant sus­tai­ne­ra­tion einen Akti­ons­tag, an dem unter­schied­li­che Gesell­schaft för­dernde Pro­jekte ange­bo­ten wer­den. Von der Gar­ten­ar­beit und Reno­vie­rung in Senio­ren­hei­men, bis hin zum Bau von Insek­ten­ho­tels oder ande­ren Umwelt­schutz­pro­jek­ten – die Viel­falt der nord­frie­si­schen Gesell­schaft und Natur ist die Basis des „Nord­fries­land Daags“.

sus­tai­ne­ra­tion initi­iert und orga­ni­siert den ers­ten Nord­fries­land Daag 2015

Der Nord­fries­land Daag wird 2015 erst­ma­lig durch­ge­führt und soll künf­tig ein fes­ter Akti­ons­tag in Nord­fries­land wer­den, mit dem die sus­tai­ne­ra­tion UG, in Part­ner­schaft wei­te­rer nord­frie­si­scher Unter­neh­men einen posi­ti­ven Bei­trag für Umwelt und Gesell­schaft leis­ten möchte.

Die­ses Pro­jekt soll gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen in Nord­fries­land eine höhere Sicht­bar­keit ver­schaf­fen. Unsere Gesell­schaft würde ohne den Ein­satz der gemein­nüt­zi­gen Ein­rich­tun­gen nicht funk­tio­nie­ren, doch häu­fig gerät dies lei­der in Ver­ges­sen­heit oder wird erst gar nicht gese­hen. Durch die Teil­nahme am Nord­fries­land Daag wird den Orga­ni­sa­tio­nen einer­seits eine Platt­form gebo­ten, sich und ihre Arbeit zu prä­sen­tie­ren, ande­rer­seits erhal­ten sie tat­kräf­tige Unter­stüt­zung aus der Wirt­schaft und damit auch eine Aner­ken­nung für ihre wert­volle Arbeit die sie täg­lich leisten.

Dar­über hin­aus bie­tet der Nord­fries­land Daag regio­na­len Unter­neh­men die Gele­gen­heit, sich aktiv für die Umwelt und Gesell­schaft ein­zu­set­zen, ihr gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment zu kom­mu­ni­zie­ren und ihren Mit­ar­bei­tern die Gele­gen­heit zu ver­schaf­fen, den Arbeits­platz für einen Tag gegen ein gemein­nüt­zi­ges Pro­jekt ein­zu­tau­schen. Damit ermög­li­chen die Unter­neh­men ihren Mit­ar­bei­tern, Ein­bli­cke in neue Lebens– und Wir­kungs­wel­ten zu erhal­ten und för­dern zudem die Stär­kung des Teamgefühls.

Außer­dem soll der Nord­fries­land Daag dazu die­nen, ein stär­ke­res Bewusst­sein für Umwelt– und Gesell­schafts­the­men zu för­dern. Zum einen bei Unter­neh­men, die sich mit ver­ant­wort­li­chem Wirt­schaf­ten im Sinne einer Nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung bis­lang wenig aus­ein­an­der­setz­ten. Zum ande­ren auch bei deren Mit­ar­bei­tern, die dadurch neue Erfah­run­gen mit gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen sam­meln kön­nen. Aber auch dar­über hin­aus soll der Nord­fries­land Daag Wir­kung zei­gen und in der Öffent­lich­keit ein stär­ke­res Bewusst­sein für Mensch und Pla­net bewirken.

 

AUTOR

Niels Chris­ti­an­sen, Nord­friese und Geschäfts­füh­rer der sua­tai­ne­ra­tion UG freut sich auf den ers­ten regio­na­len Enga­ge­ment­tag und wünscht sich, die­ses Pro­jekt lang­fris­tig in Nord­fries­land zu etabilieren.

 

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