Das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment zuguns­ten der Flücht­linge ist außer­or­dent­lich hoch, auch Unter­neh­men enga­gie­ren sich und wol­len sinn­volle Unter­stüt­zung liefern.

Die Inte­gra­tion in den Arbeits­markt: Eine große bevor­ste­hende Aufgabe

Viel wird über die Arbeits­markt­in­te­gra­tion dis­ku­tiert, wel­che Rah­men­be­din­gun­gen geschaf­fen wer­den müs­sen und wie Unter­neh­men Flücht­linge in ihren Betrie­ben anstel­len kön­nen. Die Geset­zes­lage ist da sehr dyna­misch – mal wer­den Rege­lun­gen getrof­fen, wel­che Flücht­lin­gen die Auf­nahme von Arbeit erleich­tern, dann wie­derum gibt es Rück­schritte, die ihnen eine Inte­gra­tion in den Arbeits­markt erschweren.

Ein lang­fris­tig aus­ge­leg­tes Vor­ge­hen, wie Flücht­linge zu einem Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis kom­men ist daher nicht mög­lich, doch nach dem aktu­el­len recht­li­chen Stand soll in 4 Schrit­ten erläu­tert wer­den, wie Unter­neh­men Flücht­linge in ihren Betrie­ben ein­stel­len kön­nen und wel­che Hür­den der­zeit zu neh­men sind. Das Netz­werk Land in Sicht – Arbeit für Flücht­linge in Schleswig-Holstein hat uns Anfang Dezem­ber im Rah­men einer Info-Veranstaltung erläu­tert wie das der­zei­tige Ver­fah­ren aussieht.

Schritt für Schritt zum Beschäftigungsverhältnis

Allem voran: Auf­grund der Bear­bei­tungs­zei­ten der Behör­den müs­sen Zeit­räume von 2 Wochen bis zu 2 Mona­ten beach­tet wer­den. Außer­dem sollte kein Arbeits­ver­trag geschlos­sen wer­den, sofern die Arbeits­er­laub­nis der Aus­län­der­be­hörde nicht vorliegt.

Schritt1 – Erklä­rung abgeben:

Hat ein Unter­neh­men einen nicht EU-Bürger den es gerne anstel­len will, muss die­ses zunächst eine Erklä­rung abge­ben, dass das Unter­neh­men diese Per­son anstel­len möchte. Die­ses Erklä­rungs­for­mu­lar erhält die jewei­lige Per­son bei der Aus­län­der­be­hörde. Viele Indus­trie– und Han­dels­kam­mern haben diese mitt­ler­weile auch vor­lie­gen, so dass Unter­neh­men die Erklä­rung auch über ihre zustän­dige IHK anfra­gen können.

Schritt2 – Erklä­rung einreichen:

Die Erklä­rung des Unter­neh­mens muss durch den Antrag­stel­ler bei der Aus­län­der­be­hörde ein­ge­reicht wer­den, wel­che anschlie­ßend eine Prü­fung vornimmt.

Schritt3 – Die Prüfung:

Die Aus­län­der­be­hörde prüft die Anstel­lungs­si­tua­tion. Dafür sind einige Fak­to­ren ganz wesentlich.

  1. Titel der Per­son: Zunächst muss eine War­te­zeit von 3 Mona­ten berück­sich­tigt wer­den – nach Ankunft in Deutsch­land und Aus­spra­che des Asyl­ge­suchs darf die jewei­lige Per­son ab dem 4ten Monat arbei­ten, auch wenn das Asyl­ver­fah­ren noch nicht abge­schlos­sen ist.
  2. Vor­rang­prü­fung: Der­zeit gibt es die Vor­rang­prü­fung, in der geschaut wird ob es vor Ort Arbeits­su­chende gibt, die diese Arbeit durch­füh­ren könn­ten. Dadurch ver­lang­samt sich die gesamte Prü­fung enorm und führt u.a. auch zu nega­ti­ven Beschei­den, da Arbeits­su­chende hier­für vor­han­den sind. Diese Prü­fung wird der­zeit jedoch sehr kon­tro­vers dis­ku­tiert und es beste­hen Über­le­gun­gen diese abzuschaffen.
  3. Her­kunfts­land: Ein wei­te­rer Aspekt ist der, der Her­kunft. Auf­grund der kürz­lich benann­ten „siche­ren Her­kunfts­län­dern“ gibt es ein Beschäf­ti­gungs­ver­bot, sofern der Asyl­an­trag nach dem 31.08.2015 gestellt wurde. Ein posi­ti­ver Aus­gang des Asyl­an­tra­ges ist der­zeit bei Men­schen aus Syrien, Iran, Irak und Eri­trea sehr wahrscheinlich.

 

Schritt4 – Ertei­lung der Arbeitserlaubnis

Nach­dem die Aus­län­der­be­hörde die Prü­fung der Anstel­lungs­si­tua­tion vor­ge­nom­men hat, wird die Arbeits­er­laub­nis erteilt und es kann ein Arbeits­ver­trag zwi­schen Unter­neh­men und Flücht­ling geschlos­sen werden.

Unter­neh­men die ihre Arbeits­plätze gezielt geflüch­te­ten Men­schen anbie­ten wol­len, kön­nen auch ihre Stel­len auf workeer, der Job­börse für Flücht­linge anbie­ten: http://www.workeer.de

Ein wenig über­spitzt, aber so kann das Arbei­ten bei sus­tai­ne­ra­tion tat­säch­lich aus­se­hen. Cafés, Strand­körbe, CoWorking-Spaces … unser Arbeits­platz ist dort wo wir sind.

Es errei­chen uns bereits viele Bewerbungen

Mitt­ler­weile errei­chen uns monat­lich viele Initia­tiv­be­wer­bun­gen und Anfra­gen von hoch-qualifizierten Per­so­nen. Wir freuen uns jedes Mal sehr dar­über, dass es Men­schen gibt die unsere Pas­sion tei­len und Lust haben sus­tai­ne­ra­tion als Arbeit­ge­ber ken­nen­zu­ler­nen – sowohl für Prak­tika, den Berufs­ein­stieg oder eben die Beratung.

Da sus­tai­ne­ra­tion noch ein jün­ge­res Bera­tungs­un­ter­neh­men ist (Grün­dung März 2014), haben wir der­zeit noch kei­nen Unter­stüt­zungs­be­darf – noch haben Ting und Niels Kapa­zi­tä­ten um die vor­han­de­nen Auf­träge zu bear­bei­ten. Wir sehen aller­dings auch, dass sich sus­tai­ne­ra­tion im ver­gan­ge­nem Jahr enorm ent­wi­ckelt hat und da sich der Unter­stüt­zungs­be­darf bereits durch den ein oder ande­ren grö­ße­ren Auf­trag ändern kann, kön­nen wir der­zeit nicht ein­schät­zen, wann der Zeit­punkt kommt, an dem wir einstellen.

Wie wir ausschreiben

Beson­ders wich­tig ist uns, das künf­tige sus­tai­ne­ra­tors die glei­che Lei­den­schaft zum Thema mit­brin­gen und mit Begeis­te­rung Teil einer Bewe­gung sein wol­len. Da wir ins­be­son­dere bei unse­ren Fol­lo­wern diese Pas­sion wie­der­fin­den, wer­den wir künf­tig Aus­schrei­bun­gen über unsere Social Media-Seiten google+ und face­book ver­öf­fent­li­chen – hier seid ihr immer up-to-date.

Auf der Land­karte des Enga­ge­ments sind sie zu fin­den: Unter­neh­men die sich in beson­de­rem Maße für ihre Region enga­gie­ren. Der Ver­ein Unter­neh­men für die Region, wel­cher die Land­karte des Enga­ge­ments betreibt zeich­net über­dies klein– und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men im Rah­men der Kam­pa­gne „REGIONAL ENGAGIERT“ aus. Bei­spiel­haft enga­gierte Unter­neh­men wer­den dabei für ihren Ein­satz gewür­digt, mit dem Ziel, eine höhere Sicht­bar­keit für das gemein­wohlo­ri­en­tierte Enga­ge­ment zu erzeugen.

Auch wir wur­den als „REGIONAL ENGAGIERTES“ Unter­neh­men aus­ge­zeich­net, für unsere gemein­nüt­zige Initia­tive an unse­rem Betriebs­sitz in Nord­fries­land. Mit dem Nord­fries­land Daag wol­len wir regio­nale Unter­neh­men ermu­ti­gen sich für Umwelt– und Gesell­schafts­her­aus­for­de­run­gen ihrer Region einzusetzen.

2015 fand der Nord­fries­land Daag erst­ma­lig statt. Es enga­gier­ten sich ins­ge­samt sie­ben Unter­neh­men, die ihre Mit­ar­bei­ter für einen Tag frei­stell­ten, um sich gemein­schaft­lich für gemein­nüt­zige Zwe­cke ein­zu­brin­gen. Wir sind den teil­neh­men­den Fir­men sehr dank­bar, dass sie sich auf diese Erfah­rung ein­ge­las­sen haben und wün­schen uns, dass die Aus­zeich­nung durch Unter­neh­men für die Region dazu bei­trägt, wei­tere Unter­neh­men aus Nord­fries­land für die Initia­tive gewin­nen zu können.

Wir freuen uns sehr, dass wir und die Idee die­ser Initia­tive durch Unter­neh­men für die Region aus­ge­zeich­net wurden.

Am 25. und 26. Sep­tem­ber 2015 fand das 15. CSR-Wochenende der Uni­ver­si­tät Mann­heim statt. Mit der halb­jäh­rig durch­ge­führ­ten Fach­ver­an­stal­tung rund um das Thema Cor­po­rate Social Responsi­bi­lity ermög­licht die Uni­ver­si­tät inter­dis­zi­pli­när inter­es­sier­ten Stu­die­ren­den Zusatz­kom­pe­ten­zen zu erlan­gen. Beim 15. CSR-Wochenende waren Ting und Niels mit einem Work­shop zum Thema „Nach­hal­tig­keit mana­gen und berich­ten“ dabei und haben mit den Stu­die­ren­den die Nach­hal­tig­keits­leis­tung ver­schie­de­ner Unter­neh­men auf Basis der Bericht­er­stat­tung exem­pla­risch untersucht.

Nach­hal­tig­keit mana­gen – nicht nur kommunizieren

Bevor die Stu­die­ren­den in Klein­grup­pen die Nach­hal­tig­keits­leis­tung der Bei­spiel­un­ter­neh­men unter­such­ten, gab es zunächst eine kleine Ein­füh­rung ins betrieb­li­che Nachhaltigkeitsmanagement.

Ting Lee l sustaineration

Wich­tig hier­bei war, dass den Stu­die­ren­den die ganz­heit­li­che Ver­an­ke­rung von Nach­hal­tig­keit inner­halb einer Orga­ni­sa­tion ver­mit­telt wird, wel­che ent­spre­chend eines Mind-Maps dar­ge­stellt wurde.

Nachhaltigkeit managen

Damit Nach­hal­tig­keit ganz­heit­lich im Unter­neh­men imple­men­tiert wird müs­sen ent­spre­chende Werte in der Unter­neh­mens­stra­te­gie vor­han­den sein. Eine von der Unter­neh­mens­stra­te­gie los­ge­löste Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie darf nicht exis­tie­ren. Zudem sollte schon in der Vision oder im Leit­bild eines Unter­neh­mens die nach­hal­tige Aus­rich­tung ihrer Orga­ni­sa­tion erkenn­bar sein. Von hier aus, muss sich die Nach­hal­tig­keit durch sämt­li­che Unter­neh­mens­pro­zesse zie­hen und diese hin­sicht­lich ihrer Aus­wir­kun­gen auf Umwelt und Gesell­schaft beeinflussen.

Eine anre­gende Dis­kus­sion zur Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion führte dazu, dass sich die Teil­neh­mer mit der Frage aus­ein­an­der­setz­ten, was Unter­neh­men in Bezug auf ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung kom­mu­ni­zie­ren soll­ten und wel­chen Zweck die Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion erfül­len sollte. Die Dar­stel­lung der Unter­neh­mens­struk­tu­ren und der Auf­ga­ben der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion in Bezug auf das Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment, half den Stu­die­ren­den dabei die Kom­mu­ni­ka­tion der Nach­hal­tig­keits­leis­tung als blo­ßes Instru­ment zu ver­ste­hen, wel­ches genutzt wird, um die Trans­pa­renz zu gewähr­leis­ten und über die beste­hende Nach­hal­tig­keits­ar­beit zu informieren.

Was theo­re­tisch dis­ku­tiert wurde, sollte nun in die Pra­xis umge­setzt werden

Nach­dem die Stu­die­ren­den einen Ein­blick ins Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment erhal­ten haben und ein Ver­ständ­nis davon wie Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men ver­an­kert sein sollte, durf­ten sie sich ein Unter­neh­men aus­su­chen, bei dem sie die Nach­hal­tig­keits­leis­tung auf Basis der Bericht­er­stat­tung analysierten.

Mit kri­ti­schem Blick beur­teil­ten die Teil­neh­mer die dar­ge­stellte Leis­tung der Unter­neh­men und iden­ti­fi­zier­ten im glei­chen Zug Ver­bes­se­rungs­po­ten­tiale für die Nach­hal­tig­keits­ar­beit. Sie stell­ten nicht nur einige Dar­le­gun­gen der Unter­neh­men in Frage, son­dern konn­ten zugleich Mög­lich­kei­ten zur Ver­bes­se­rung ihrer Arbeit präsentieren.

Ergebnisse CSR Wochenende

Der Tag an der Uni­ver­si­tät Mann­heim war für uns sehr span­nend. Durch die inter­dis­zi­pli­näre Zusam­men­set­zung der Stu­die­ren­den sind beson­ders inter­es­sante Dis­kus­sio­nen zustande gekom­men, die den Work­shop sehr leben­dig gemacht haben.

Häu­fig errei­chen die Men­schen Deutsch­land bzw. Europa mit dem was in eine Plas­tik­tüte passt. Die aktu­elle Situa­tion erfor­dert es, dass viele Akteure zusam­men arbei­ten und Unter­stüt­zung leis­ten – der Staat allein kann diese Auf­gabe kaum bewäl­ti­gen. Unzäh­lige Frei­wil­lige grei­fen hier ein und unter­stütz­ten Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen bei ver­schie­dens­ten Auf­ga­ben. Auch die Wirt­schaft ist in die­ser Aus­nah­me­si­tua­tion gefragt und sollte sich aktiv einbringen.

Die Mög­lich­kei­ten des unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ments sind sehr viel­fäl­tig. Will ein Unter­neh­men eine posi­tive Wir­kung in der Flücht­lings­hilfe erzie­len oder grund­sätz­lich gesell­schaft­lich einen posi­ti­ven Bei­trag leis­ten, sind unter­schied­lichste For­men denkbar.

Hier wer­den einige Mög­lich­kei­ten des unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ments vor­ge­stellt, sowie am Ende auf bun­des­weite Orga­ni­sa­tio­nen ver­wie­sen, die in der Flücht­lings­hilfe aktiv sind.

Unter­neh­mens­spende

Finanz­mit­tel wer­den sei­tens der Gemein­nüt­zi­gen immer benö­tigt, ins­be­son­dere in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen wie der aktu­el­len – auch wenn die Unter­neh­mens­spende ein klas­si­sches Instru­ment unter­neh­me­ri­schen Enga­ge­ments dar­stellt, so bleibt sie doch zeit­los. Die Spende darf jedoch nicht als Spon­so­ring ver­stan­den wer­den, für die es eine Gegen­leis­tung in Form einer Wer­be­mög­lich­keit gibt, wie z.B. die Dar­stel­lung des Unter­neh­mens auf einem Ban­ner bei einem Event der gemein­nüt­zi­gen Einrichtung.

Matching Fund

In Deutsch­land noch rela­tiv wenig prak­ti­ziert, dabei ist das Prin­zip sehr sim­pel und die Wir­kung dop­pelt gut. Mit dem Matching Fund ist eine Spen­den­ver­viel­fa­chung gemeint, bei der Kun­den oder Mit­ar­bei­ter für eine Spen­den­ak­tion ein­be­zo­gen wer­den. Die Matching Fund-Aktion kann auch wie­der auf unter­schied­li­che Weise durch­ge­führt wer­den. Bei­spiels­weise kön­nen Unter­neh­men einen Spen­den­be­trag in Aus­sicht stel­len, unter der Vor­aus­set­zung das Kun­den oder Mit­ar­bei­ter eine vor­her defi­nierte Summe sam­meln. Beson­ders wirk­sam ist es, wenn ver­schie­dene Stu­fen ein­ge­baut wer­den, ab der die gesam­melte Summe ver­dop­pelt, ver­drei­facht oder ver­vier­facht wird.

Wird eine sol­che Aktion inner­halb des Unter­neh­mens mit der Beleg­schaft geplant, lässt sich dar­aus eine tolle interne Fundraising-Aktion gestal­ten, bei der die Mit­ar­bei­ter aktiv ein­ge­bun­den werden.

Spen­den statt Schenken

Der Som­mer ist noch gar nicht rich­tig vor­bei und doch gibt es bereits wie­der Leb­ku­chen, Pfef­fer­nüsse und andere Weih­nachts­le­cke­reien in den Super­märk­ten zu kau­fen. Damit beginnt nun wie­der die Zeit des Schen­kens. Kun­den und Geschäfts­part­ner erhal­ten häu­fig kleine Auf­merk­sam­kei­ten um wohl­ge­son­nen in Erin­ne­rung blei­ben. Wirk­lich sinn­volle Prä­sente las­sen sich jedoch oft­mals schwer finden.

Doch es gibt schöne und sinn­volle Alter­na­ti­ven. Bei „Spen­den statt schenken“-Aktionen inves­tie­ren Unter­neh­men ihr Geschenke-Budgets in eine Spende, für die es i.d.R. dann ein Dan­kes­schrei­ben gibt, wel­ches prima den Weih­nachts­grü­ßen an die Kun­den und Geschäfts­part­ner beige­legt wer­den kann, um dadurch über das Enga­ge­ment zu informieren.

Pay­roll Giving

Ver­die­nen wir nicht alle 1755 und ein paar Zer­quetschte? Und genau um die geht es, um die Zer­quetsch­ten. Die Cent-Beträge des aus­ge­wie­se­nen Brut­to­ein­kom­mens wer­den hier­bei ein­be­hal­ten und kom­men einer aus­ge­wähl­ten gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tion zugute. Die monat­li­che Spende wird auf dem Gehalts­strei­fen aus­ge­wie­sen wodurch sie auch steu­er­be­güns­tigt wirkt. Diese sehr ein­fa­che Spen­den­form wird in Deutsch­land noch rela­tiv wenig gehand­habt, wobei sie sich bei einer hohen Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gung durch­aus rechnet.

Cor­po­rate Volunteering

Frei­wil­lige Hel­fer wer­den aktu­ell beson­ders drin­gend benö­tigt. Cor­po­rate Volun­tee­ring wird von vie­len Unter­neh­men bereits in Form eines jähr­lich statt­fin­den­den Akti­ons­ta­ges durch­ge­führt, an dem die Beleg­schaft ihren Arbeits­platz gegen ein gemein­nüt­zi­ges Pro­jekt ein­tauscht. Doch Cor­po­rate Volun­tee­ring funk­tio­niert auch im klei­ne­ren Umfang. Unter­neh­men kön­nen bei­spiels­weise ein­zelne Mit­ar­bei­ter über einen län­ge­ren Zeit­raum regel­mä­ßig frei­stel­len, damit diese bei­spiels­weise in den Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen unter­stüt­zen können.

Benefiz-Firmenevent

Ob es das Jubi­läum, die Betriebs– oder Weih­nachts­feier ist – Unter­neh­men fin­den immer geeig­nete Anlässe um mit­ein­an­der anzu­sto­ßen. Auch weil dadurch die Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Arbeit­ge­ber und die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ter geför­dert wer­den soll. Wel­cher freu­dige Anlass auch besteht – die­ser kann sinn­voll abge­run­det wer­den, in dem das Event zuguns­ten der Flücht­lings­hilfe aus­ge­rich­tet wird. Auch hier­bei sind der Krea­ti­vi­tät keine Gren­zen gesetzt – bei­spiels­weise kann ein posi­ti­ver Bei­trag durch den Ver­kauf von Geträn­ken, einer Ver­stei­ge­rung oder auch den Ver­zicht auf Geschenke geleis­tet werden.

Sach­spende

Neben finan­zi­el­len Mit­teln wer­den natür­lich auch viele Sach­mit­tel benö­tigt. Häu­fig errei­chen die Men­schen Deutsch­land mit dem was in eine Plas­tik­tüte passt. Hier fehlt es an allem – Klei­dung, Mobi­liar, Hygie­ne­ar­ti­kel, Medi­ka­mente etc. Unter­neh­men soll­ten sich ihr Kern­ge­schäft anse­hen und schauen, wel­che Unter­stüt­zung sie leis­ten kön­nen. Ein Dro­ge­rie­markt ver­kauft täg­lich hun­derte Hygie­ne­ar­ti­kel die beson­ders drin­gend benö­tigt wer­den, ein Tex­til­un­ter­neh­men wie­derum kann auf ganz andere Weise unter­stüt­zen und bei­spiel­weise Unterwäsche-Lieferungen spen­den. Aber auch orga­ni­sierte Aktio­nen inner­halb des Unter­neh­mens loh­nen sich, wie z.B. einen Auf­ruf unter der Beleg­schaft zur gemein­sa­men Kleiderspende.

Abschlie­ßend noch einige Orga­ni­sa­tio­nen die sich bun­des­weit für die Ver­bes­se­rung der Situa­tion von geflo­he­nen Men­schen einsetzten.

UNO-Flüchtlingshilfe

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deut­sche Spen­den­part­ner von UNHCR — dem Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen. Seit 1980 för­dern sie Hilfs­pro­jekte für Flücht­linge im In– und Ausland.

www.uno-fluechtlingshilfe.de

PRO ASYL

PRO ASYL ist eine unab­hän­gige Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tion, die sich seit mehr als 25 Jah­ren für die Rechte ver­folg­ter Men­schen in Deutsch­land und Europa einsetzt.

www.proasyl.de

Aktion Deutsch­land hilft

Aktion Deutsch­land Hilft ist das 2001 gegrün­dete Bünd­nis von 24 renom­mier­ten deut­schen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen. Gemein­sam hel­fen sie Men­schen, die durch große Kata­stro­phen alles ver­lo­ren haben.

www.aktion-deutschland-hilft.de

Dar­über hin­aus sind auf dem Infor­ma­ti­ons­por­tal über Hilfs­pro­jekte für Flücht­linge in Deutsch­land unter­stüt­zens­werte Pro­jekte in allen Regio­nen Deutsch­lands zu finden.

Wie kann ich helfen

http://wie-kann-ich-helfen.info/karte

Am 10. Juli tausch­ten wir unse­ren Arbeits­platz gegen den West­er­he­ver Deich an der Nord­see und sam­mel­ten gemein­sam mit dem Küste gegen Plas­tik e.V. und der Schutz­sta­tion Wat­ten­meer den am Deich ange­schwemm­ten Müll ein. Der ursprüng­li­che Plan war, auf die Sand­bank zu zie­hen, die etwa 2 Kilo­me­ter vor der Küste von West­er­he­ver liegt, um diese zu säu­bern – da es zwei Tage zuvor jedoch sehr stark stürmte und die Sand­bank über­spült wurde, lag der Müll nun am Deich.

Als wir um 9:40 Uhr in West­er­he­ver anka­men und dar­auf war­te­ten, dass sämt­li­che Hel­fer für den Tag ein­tra­fen, muss­ten wir uns erst mal ein wind­ge­schütz­tes Plätz­chen suchen, da es doch ordent­lich pus­tete – wie der Nord­friese so sagt. Ins­be­son­dere Ting  hatte mit der stei­fen Brise zu kämpfen.

Nach­dem wir mit einer Truppe von 15 Per­so­nen gestar­tet waren und den ers­ten Plastik-Schrott in unse­rem Bol­ler­wa­gen ver­staut hat­ten, war der Wind bereits ver­ges­sen. Fortan kon­zen­trier­ten wir uns nur noch auf eins: Den Müll, den wir sammelten.

Nordfriesland Daag Müll sammeln

Nordfriesland Daag sustainerators sammeln Müll

Sel­ten haben wir uns so sehr gefreut Müll zu fin­den, aber nun woll­ten wir ja auch eini­ges ein­sam­meln und viel hilft bekannt­lich viel. Das haben wir dann auch schnell gemerkt, denn unsere Müll­sä­cke und Bol­ler­wa­gen wur­den von Meter zu Meter vol­ler und natür­lich auch schwe­rer. Aber die Freude über den ein­ge­sam­mel­ten Müll über­wog dann doch und das Gewicht, wel­ches wir da mit uns umher­schlepp­ten, haben wir ein­fach ignoriert.

Ting und Niels beim sammeln

Nach­dem wir zwei­ein­halb Stun­den etwa 1500m West­er­he­ver Deich erkun­det und gesäu­bert hat­ten, mach­ten wir uns mit unse­ren Errun­gen­schaf­ten wie­der auf den Weg in Rich­tung des West­er­he­ver Leucht­turms, von wo aus wir mor­gens starteten.

Zufrie­den über den gan­zen Müll, den wir gemein­sam mit der 15-köpfigen Truppe ein­ge­sam­melt haben, waren wir über die Gesamt­menge am Ende doch ziem­lich erschro­cken. 15 Per­so­nen sam­mel­ten in 2,5 Stun­den einen gigan­ti­schen Hau­fen Müll ein. Es waren Fla­schen über Fla­schen, Klei­dungs­stü­cke, etli­che Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen, zahl­lose Luft­bal­lons, Klo­bürs­ten, Tele­skop­stan­gen, Eimer, Körbe, Kanis­ter und unzäh­lige Dinge, die für uns kaum iden­ti­fi­zier­bar waren, zu fin­den. Auch kreuzte eine tote Baby­robbe unse­ren Weg. Das hat uns schon sehr erschro­cken – da fragt man sich häu­fig, wie die Dinge ins Meer gelan­gen und was Men­schen dazu bewegt ihren Mist ein­fach in die Natur zu schmei­ßen. Erklä­ren kön­nen wir uns das nicht.

Nordfriesland Daag der gesammelte Müll

Am Ende hat uns die gigan­ti­sche Menge Müll stolz und trau­rig zu gleich gemacht. Stolz dar­auf, dass wir all die­sen Schrott und das Plas­tik ein­ge­sam­melt haben und dar­über dass es nicht wei­ter im Meer und an der Küste her­um­liegt. Trau­rig dar­über, dass so viel Müll unsere Meere ver­schmutzt und das wir nur wenige Stun­den sam­meln muss­ten, um so eine Menge zusam­men zu bekommen.

Am Nach­mit­tag haben wir West­er­he­ver mit einem guten Gefühl ver­las­sen – für uns war es ein rich­tig tol­ler Tag. Es hat enorm viel Spaß gemacht, mit so viel  enga­gier­ten Leu­ten den Deich zu säu­bern. Es waren Begeg­nun­gen mit inter­es­san­ten Per­so­nen, die am Deich und auch anderswo Groß­ar­ti­ges leisten.

Wir freuen uns schon auf nächs­tes Mal und sind gespannt was der Nord­fries­land Daag 2016 zu bie­ten hat!

Ohne Bio­di­ver­si­tät kein Business

Bio­lo­gi­sche Viel­falt und die damit ein­her­ge­hen­den Öko­sys­tem­leis­tun­gen sind Grund­lage mensch­li­chen Wohl­er­ge­hens und gleich­zei­tig das Fun­da­ment wirt­schaft­li­cher Tätig­keit. Dabei ist die bio­lo­gi­sche Viel­falt ganz wesent­lich dafür ver­ant­wort­lich, dass Öko­sys­tem­leis­tun­gen nicht abreißen.

Biodiversität_und_Business

Da bio­lo­gi­sche Viel­falt die Wert­schöp­fung unzäh­li­ger Unter­neh­men unter­stützt, wird die Natur häu­fig als Kapi­tal betrach­tet, des­sen Leis­tun­gen die Divi­dende sind, wel­che von Unter­neh­men nicht sel­ten maxi­miert wird. Doch genau die­ses Ver­hal­ten führt dazu, dass der Bio­di­ver­si­täts­ver­lust wei­ter zunimmt und dadurch auch Öko­sys­tem­leis­tun­gen abrei­ßen. Dabei soll­ten Unter­neh­men ver­sucht sein, den Kapi­tal­stock der Natur und die Grund­lage mensch­li­chen Wohl­er­ge­hens und wirt­schaft­li­cher Tätig­keit nicht auf­zu­zeh­ren. Hierzu muss der Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt jedoch fest in einer Orga­ni­sa­tion ver­an­kert wer­den, um die rele­van­ten Bio­di­ver­si­täts­as­pekte eines Unter­neh­mens zu ope­ra­tio­na­li­sie­ren und hand­hab­bar zu machen.

Bio­di­ver­si­täts­as­pekte stra­te­gisch im Unter­neh­men verankern

Aus­gangs­punkt, um Bio­di­ver­si­tät stra­te­gisch im Unter­neh­men ein­zu­füh­ren ist eine Basis­ana­lyse, in der die Wir­kungs­zu­sam­men­hänge zwi­schen einem Unter­neh­men und der Bio­di­ver­si­tät, sowie sämt­li­che Hand­lungs­fel­der iden­ti­fi­ziert und dar­aus rele­vante Bio­di­ver­si­täts­as­pekte abge­lei­tet wer­den. Da Bio­di­ver­si­tät auf­grund der drei Ebe­nen (Arten, Genen und Lebens­räume) sehr kom­plex ist, wird für die Iden­ti­fi­ka­tion der Wir­kungs­zu­sam­men­hänge natur­wis­sen­schaft­li­che Exper­tise benö­tigt. Um eine ste­tige Ver­bes­se­rung der Bio­di­ver­si­täts­leis­tung errei­chen zu kön­nen, müs­sen rele­vante Bio­di­ver­si­täts­as­pekte fest in den Manage­ment­struk­tu­ren ver­an­kert wer­den. Trotz umfas­sen­der Nor­men zum Umwelt­ma­nage­ment wer­den Bio­di­ver­si­täts­as­pekte bei der Ein­füh­rung sol­cher Manage­ment­sys­teme häu­fig ver­nach­läs­sigt oder nur unzu­rei­chend berücksichtigt.

Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card (BBSC)

Die Idee der Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card setzt hier an und basiert auf dem Kon­zept der tra­di­tio­nel­len Balan­ced Score­card von Kaplan und Nor­ton, die damit 1996 ein betriebs­wirt­schaft­li­ches Instru­ment zur Leis­tungs­mes­sung geschaf­fen haben. Bis heute hat sich das Kon­zept der Balan­ced Score­card fest in der Unter­neh­mens­welt eta­bliert und wird zudem nicht sel­ten im Manage­ment zur Steue­rung von Nach­hal­tig­keits­as­pek­ten ein­ge­setzt. Die tra­di­tio­nelle Balan­ced Score­card von Kaplan und Nor­ton beinhal­tet eine Finanz-, Kunden-, Poten­tial– und Pro­zes­s­per­spek­tive, wobei der Finanz­per­spek­tive eine dop­pelte Bedeu­tung zukommt, da sämt­li­che Ziele der übri­gen Per­spek­ti­ven mit die­ser ver­bun­den sein müs­sen. Für die Ent­wick­lung einer BBSC wur­den die klas­si­schen Per­spek­ti­ven umbe­nannt in Erfolg, Markt, Pro­zesse und Mit­ar­bei­ter, sowie eine fünfte Per­spek­tive Bio­di­ver­si­tät hin­zu­ge­fügt. Für jede der fünf Per­spek­ti­ven gilt es nun stra­te­gi­sche Ziele zu formulieren.

Die Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwi­schen den stra­te­gi­schen Zie­len soll­ten in einer Stra­tegy Map ver­deut­licht wer­den, um zum einen die Zusam­men­hänge zwi­schen den Unter­neh­mens­zie­len und den Zie­len zum Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt zu iden­ti­fi­zie­ren, aber auch um die hohe Rele­vanz ein­zel­ner Ziele erkenn­bar zu machen.

Strategy Map

Die Stra­tegy Map sollte anschlie­ßend sinn­voll doku­men­tiert wer­den, da es nicht leicht ist ein­zelne Gedan­ken im Nach­gang voll­stän­dig nach­zu­voll­zie­hen. Dafür soll­ten die Zusam­men­hänge zwi­schen den Ursa­chen, als beein­flus­sen­des Ziel und den Wir­kun­gen als beein­flusste Ziele for­mu­liert und doku­men­tiert wer­den. Das Aus­for­mu­lie­ren der Ursache-Wirkungs-Beziehungen ver­deut­licht noch­mals die Zusam­men­hänge zwi­schen der Unter­neh­mens­tä­tig­keit und der Bio­di­ver­si­tät und hilft dabei geeig­nete Maß­nah­men zu ent­wi­ckeln, um die Bio­di­ver­si­täts­leis­tung eines Unter­neh­mens zu ver­bes­sern. Nach­dem sämt­li­che Wir­kungs­ket­ten sys­te­ma­tisch doku­men­tiert und beschrie­ben wur­den, fällt es leich­ter dar­aus kon­krete Ziele abzu­lei­ten. Für alle fünf Per­spek­ti­ven der BBSC wer­den, auf Basis der Ursache-Wirkungs-Analyse ent­spre­chende Ziele mit adäqua­ten Mess­grö­ßen abge­lei­tet, sowie Maß­nah­men zur Errei­chung der Ziele erarbeitet.

Imple­men­tie­rung der Bio­di­ver­sity Balan­ced Scorecard

Die BBSC kann jedoch nur dann als Steue­rungs­in­stru­ment fun­gie­ren, wenn sie voll­stän­dig in einem Unter­neh­men imple­men­tiert wird. Das bedeu­tet sie muss in einem Unter­neh­men kom­mu­ni­ziert wer­den, damit die Ein­füh­rungs­gründe sei­tens der Geschäfts­lei­tung für die gesamte Orga­ni­sa­tion deut­lich wer­den. Zusätz­lich sollte die BBSC mit geziel­ten Steue­rungs­in­stru­men­ten des Unter­neh­mens zusam­men­ge­führt wer­den. Dabei gibt es im Wesent­li­chen drei Schritte, die eine erfolg­rei­che Imple­men­tie­rung der BBSC ausmachen.

      I.         Ver­knüp­fung mit beste­hen­den Instru­men­ten des Controllings

Die BBSC sollte im bes­ten Fall von Beginn an in das vor­han­dene Con­trol­lingsys­tem ver­an­kert wer­den. Häu­fig wird bei der Inte­gra­tion von Score­cards der Feh­ler gemacht, ein eigen­stän­di­ges Reporting auf­zu­bauen, wel­ches nicht aus­rei­chend in die beste­hen­den Reporting­struk­tu­ren des Unter­neh­mens imple­men­tiert wird. Dies kann ver­hin­dert wer­den, in dem die BBSC in das beste­hende Con­trol­lingsys­tem inte­griert wird. Die Errei­chung der BBSC-Ziele bekommt dadurch eine stär­kere Bedeutung.

     II.         IT-Unterstützung

Dar­über hin­aus sollte eine BBSC durch die gege­bene Infor­ma­ti­ons­tech­nik (IT) unter­stützt wer­den. Die IT-Unterstützung ist für den Erfolg der BBSC ein wich­ti­ges Kri­te­rium, da erst dann die Nut­zen­po­ten­tiale die­ses Instru­ments voll­stän­dig aus­ge­schöpft wer­den kön­nen. Kon­kret kön­nen durch eine gezielte IT-Unterstützung Effi­zi­enz­po­ten­tiale in der Doku­men­ta­tion und im Reporting erreicht wer­den, da ins­be­son­dere die Daten­kon­sis­tenz und Daten­si­cher­heit sicher­ge­stellt wer­den kann.

   III.         Idee der Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card muss gelebt werden

Ein ganz bedeu­ten­der Erfolgs­fak­tor der BBSC ist die Ver­zah­nung im Ver­hal­ten der­Or­ga­ni­sa­tion, d.h. die BBSC muss gelebt wer­den. Die Ver­knüp­fung mit dem Con­trol­ling und die IT-Unterstützung ist hier­für bereits eine gute Basis. Aller­dings müs­sen die Ein­füh­rung der BBSC, sowie die Gründe zur Ein­füh­rung in der gesam­ten Orga­ni­sa­tion kom­mu­ni­ziert wer­den. Um die Akzep­tanz und die Berück­sich­ti­gung der Ziel­set­zun­gen der BBSC im Ver­hal­ten und in den Ent­schei­dun­gen der Mit­ar­bei­ter zu ver­an­kern, bie­tet sich dar­über hin­aus ein Anreiz­sys­tem an. Wich­tig ist, dass die gesamte Orga­ni­sa­tion für das Errei­chen der Ziele der BBSC sen­si­bi­li­siert und wenn nötig geschult wird.

Fazit

Auf­grund der hohen Fle­xi­bi­li­tät der Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card kön­nen Bio­di­ver­si­täts­as­pekte und ent­spre­chende Unter­neh­mens­ziele ein­fach in beste­hende Manage­ment­struk­tu­ren inte­griert wer­den. Da sich das Vor­ge­hen bei der Ent­wick­lung einer BBSC an dem Plan-Do-Check-Act Zyklus ori­en­tiert, kann sie ohne gro­ßen Auf­wand in beste­hende Manage­ment­struk­tu­ren inte­griert wer­den. Die BBSC kann dem­nach auch sehr gut als Ergän­zung zu einem gän­gi­gen Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem nach DIN EN ISO 14001 oder EMAS betrie­ben wer­den. Da die Anfor­de­run­gen die­ser Umwelt­ma­nage­ment­sys­teme bezüg­lich bio­lo­gi­scher Viel­falt zum Teil sehr schwach for­mu­liert bzw. nicht vor­han­den sind, ist es sinn­voll eine BBSC als Ergän­zung ein­zu­füh­ren und in das beste­hende Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem zu inte­grie­ren. Um eine ste­tige Ver­bes­se­rung der Bio­di­ver­si­täts­leis­tung eines Unter­neh­mens zu errei­chen, müs­sen jedoch sämt­li­che Unter­neh­mens­pro­zesse hin­sicht­lich ihres Ein­wir­kens auf die bio­lo­gi­sche Viel­falt unter­sucht wer­den – dies kann die BBSC nicht leis­ten. Doch um iden­ti­fi­zierte Bio­di­ver­si­täts­as­pekte eines Unter­neh­mens in den Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren stra­te­gisch zu ver­an­kern, bie­tet die Bio­di­ver­sity Balan­ced Score­card ein hilf­rei­ches Vorgehen.

 

 

Unsere erste Messe – wenn dann richtig

Am 11. und 12. März stel­len wir erst­mals auf einer Wirt­schafts­messe aus – der fair4business in den Neu­müns­ter Hols­ten­hal­len. Wir sind sehr gespannt, uns der nord­deut­schen Wirt­schaft zu prä­sen­tie­ren und unsere Leis­tun­gen vor­zu­stel­len. Beson­ders freuen wir uns dar­über im Rah­men­pro­gramm ver­tre­ten zu sein und zum Thema „Nur noch kurz die Welt ret­ten – Wie Unter­neh­men nach­hal­tige Akzente set­zen kön­nen“ Anre­gun­gen zu geben und Dis­kus­sio­nen zu einer nach­hal­ti­ge­ren Wirt­schafts­weise zu füh­ren. Die Gestal­tung unse­res Mes­se­auf­tritts hat uns beson­ders viel Freude berei­tet und auch hier haben wir auf eine bewusste Gestal­tung und Durch­füh­rung sehr viel Wert gelegt.

Der Tre­sen – Ein Baum, ein Sturm, ein Unikat

Wer erin­nert sich nicht? Im Herbst 2013 durch­wüs­tete Sturm Chris­tian ganz Deutsch­land und hat ins­be­son­dere im Nor­den enorme Schä­den hin­ter­las­sen – viele Bäume kos­tete die­ser Sturm das Leben. So auch Bir­kie, die wun­der­schöne Birke an unse­rem nord­deut­schen Stand­ort in Nord­fries­land. Knapp ein­ein­halb Jahre lag sie da, doch nun fand sich noch eine Ver­wen­dung für unsere Bir­kie. Ein paar Run­den in der Säge­rei gedreht, hier und da geschraubt und Bir­kie wurde zu einem ein­zig­ar­ti­gen Tre­sen – ein Uni­kat für unse­ren Messestand.

Tresen

Ein Gau­men­schmaus und Kalt­ge­tränke für Bio-Genießer

Was darf es sein? Wer diese Frage an unse­rem Stand gestellt bekommt, darf echte Lecke­reien genie­ßen und mit gutem Gewis­sen ver­zeh­ren. Selbst geba­ckene Man­del­hörn­chen (100% Bio), die nicht nur zu Weih­nach­ten gut ankom­men. Küh­les Was­ser, laut (mit Spru­del) oder leise (ohne Spru­del) von Viva con Aqua, wel­ches sogar in Nord­fries­land abge­füllt wird und Pro­jekte zur Ver­bes­se­rung der Trink­was­ser­ver­sor­gung in Ent­wick­lungs­län­dern unter­stützt. Und um auch unse­ren Ber­li­ner Wur­zeln Raum zu ver­schaf­fen, gibt es Hipster-Brause von Pro­vi­ant Ber­lin – für alle die es etwas fruch­ti­ger mögen, alles Bio ver­steht sich. Auf Becher, Stro­halme und Ser­vi­et­ten ver­zich­ten wir gerne, zur Not kann man sich die Fin­ger auch mal abschlecken.

Mandelhörnchen

Getränke

Ein biss­chen Wer­bung muss auch sein

Wir wol­len ja auch zei­gen was wir kön­nen! Dabei soll uns unsere neue Bro­schüre hel­fen, wel­che die Leis­tun­gen von sus­tai­ne­ra­tion erläu­tert und einen klei­nen Ein­blick in unsere Arbeits­wei­sen gewährt. Gedruckt wurde die Bro­schüre in der Umwelt­dru­cke­rei, wel­che aus­schließ­lich Recy­cling­pa­pier ver­wen­det und pflanzenöl-basierte Druck­far­ben einsetzt.

Für eine so beson­dere Bro­schüre musste auch ein Ehren­platz auf dem Mes­se­stand geschaf­fen wer­den, daher wurde ein alter Baum­stumpf zweck­ent­frem­det, wel­cher am 11. und 12. März als Ablage für unsere Info-Broschüre dient.

Stamm

Wir freuen uns auf anre­gende Gesprä­che 

Unsere Mis­sion: Zwei Tage im Auf­trag der Nach­hal­tig­keit. Falls Sie sich also mit Ihrer unter­neh­me­ri­schen Nach­hal­tig­keits­leis­tung aus­ein­an­der­set­zen wol­len und noch nicht so rich­tig wis­sen wie Sie sich dem Thema anneh­men sol­len, oder falls Sie bereits ein auf Nach­hal­tig­keit basie­ren­des Geschäfts­mo­dell haben, wel­ches Sie kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckeln möch­ten – spre­chen Sie uns an. Gerne über­le­gen wir mit Ihnen gemein­sam, wie wir die Zukunfts­fä­hig­keit Ihrer Orga­ni­sa­tion stär­ken können.

Übri­gens: Wir selbst rei­sen selbst­ver­ständ­lich mit der Bahn an, Biir­kie kommt mit dem Sprin­ter. Doch der ent­ste­hende CO2-Ausstoß wird sowohl für uns, als auch für Biir­kie kom­pen­siert – unser Part­ner atmos­fair kom­pen­siert unsere CO2-Emissionen und unter­stützt dabei UNO-zertifizierte Umwelt­pro­jekte in Entwicklungsländern.

Nach­hal­tig­keit ist heut­zu­tage fes­ter Bestand­teil vie­ler Unter­neh­mens­stra­te­gien. Dabei wird immer wie­der deut­lich, dass viele Unter­neh­men eine nach­hal­tige Ent­wick­lung durch Inno­va­tio­nen errei­chen wol­len. Inno­va­tio­nen haben für Unter­neh­men dahin­ge­hend eine dop­pelte Bedeu­tung. Zum einen kön­nen sie ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit stär­ken und mit neuen und zukunfts­wei­sen­den Pro­duk­ten auf den Markt tre­ten, zum ande­ren kön­nen dadurch effi­zi­en­tere und res­sour­cen­scho­nen­dere Pro­dukte und Pro­duk­ti­ons­me­tho­den geschaf­fen werden.

Inno­va­tion als Motor für mehr Nachhaltigkeit

Um glo­bale Her­aus­for­de­run­gen wie der stei­gen­den Armut, Res­sour­cen­knapp­heit oder auch des demo­gra­fi­schen Wan­dels zu begeg­nen, stellt die erfolg­rei­che Ver­knüp­fung von Nach­hal­tig­keit und Inno­va­ti­ons­ent­wick­lung zukünf­tig eine immer bedeu­ten­dere Rolle dar. Zahl­rei­che Unter­neh­men nut­zen diese Mög­lich­keit bereits, um ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch inno­va­tive Lösungs­an­sätze, wel­che eine nach­hal­tige Ent­wick­lung adres­sie­ren, zu stär­ken. Damit kann aber nicht nur die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens gesi­chert wer­den, son­dern durch Pro­dukt– und Pro­zes­sin­no­va­tio­nen, die bei­spiels­weise einen effi­zi­en­te­ren Res­sour­cen­ein­satz mit sich brin­gen kön­nen, wird ebenso ein wich­ti­ger Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung geleis­tet. Dies ist ins­be­son­dere in Ent­wick­lungs– und Schwel­len­län­dern von gro­ßer Bedeu­tung. Denn hier kön­nen Inno­va­tio­nen dazu bei­tra­gen, dass eine nicht nach­hal­tige Wirt­schafts­weise — wie zu Zei­ten der Indus­tria­li­sie­rung in Europa — über­sprun­gen wird und der Ent­wick­lungs­pro­zess die­ser Län­der nach­hal­ti­ger gestal­tet wer­den kann.

Wie kann Nach­hal­tig­keit in Inno­va­ti­ons­pro­zes­sen inte­griert werden?

Um ein erfolg­rei­ches und mög­lichst nach­hal­ti­ges Pro­dukt zu ent­wi­ckeln und auf den Markt zu brin­gen, muss die Pro­dukt­idee zunächst einen Pro­zess durch­lau­fen. Ange­fan­gen bei der Ideen­ent­wick­lung und Aus­wahl, über die Ent­wick­lung und Erpro­bung des Pro­dukts bis hin zur Markt­ein­füh­rung und Dif­fu­sion durch­läuft das Pro­dukt einen Inno­va­ti­ons­pro­zess. Wich­tig ist, dass in allen Pha­sen des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses nach­hal­tige Aspekte berück­sich­tigt und inte­griert werden.

Nachhaltigkeit_Innovationsprozess

Die Abbil­dung zeigt einen klas­si­schen Inno­va­ti­ons­pro­zess, mit unter­schied­li­chen Sze­na­rien wann Nach­hal­tig­keit inner­halb des Pro­zes­ses berück­sich­tigt wird. Wird von Beginn des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses, also schon bei der Ide­en­ge­ne­rie­rung dar­auf abge­zielt eine nach­hal­tige Inno­va­tion zu ent­wi­ckeln, ist die Wahr­schein­lich­keit, ein sol­che zu erhal­ten sehr hoch. Ist Nach­hal­tig­keit nicht Ziel der Inno­va­tion, kann den­noch eine „Nach­hal­tig­keit­sin­no­va­tion“ ent­ste­hen, jedoch ist es dann in der Regel eine zufäl­lige Ent­de­ckung. So oder so, kön­nen inno­va­tive Pro­dukte und Pro­zesse nach­hal­ti­ger, also umwelt– und sozi­al­ver­träg­li­cher gestal­tet werden.

Inno­va­tio­nen nach­hal­tig entwickeln

Sie ste­hen vor der Ent­wick­lung von inno­va­ti­ven Pro­duk­ten oder Pro­zes­sen und wol­len diese mög­lichst nach­hal­tig gestal­ten? Oder Sie haben sich bereits auf den Weg zur Ent­wick­lung von Inno­va­tio­nen gemacht und wol­len nun nach­hal­tige Aspekte in Ihrem Inno­va­ti­ons­pro­zess inte­grie­ren? Spre­chen Sie uns gerne an!

Mit unse­ren zuge­schnit­te­nen Innovations-Workshops stei­gen wir gerne in jeder Phase des Inno­va­ti­ons­pro­zes­ses ein, um das Maxi­mum für Ihre betrieb­li­che Nach­hal­tig­keits­leis­tung raus­zu­ho­len, unab­hän­gig davon ob Sie am Anfang ste­hen und Nach­hal­tig­keit als Ziel Ihrer Inno­va­tion sehen, oder ob Sie sich bereits in der Ent­wick­lung und Rea­li­sie­rung befinden.

Nord­fries­land bekommt eine neue Platt­form für gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment – den Nord­fries­land Daag. Ein Tag, an dem sich nord­frie­si­sche Unter­neh­men für die nord­frie­si­sche Umwelt– und Sozi­al­pro­jekte engagieren.

Nord­fries­land Daag – Eine Initia­tive stellt sich vor

De Idee vun de Nord­fries­land Daag is ganz een­fach! Ünner­neh­men un seehrs Mit­ar­bei­ter enga­gie­ren sik een Daag geme­en­sam för de nord­frie­si­sche Gemeenschaft.

Gemein­sam mit gemein­nüt­zi­gen Ein­rich­tun­gen in Nord­fries­land plant sus­tai­ne­ra­tion einen Akti­ons­tag, an dem unter­schied­li­che Gesell­schaft för­dernde Pro­jekte ange­bo­ten wer­den. Von der Gar­ten­ar­beit und Reno­vie­rung in Senio­ren­hei­men, bis hin zum Bau von Insek­ten­ho­tels oder ande­ren Umwelt­schutz­pro­jek­ten – die Viel­falt der nord­frie­si­schen Gesell­schaft und Natur ist die Basis des „Nord­fries­land Daags“.

sus­tai­ne­ra­tion initi­iert und orga­ni­siert den ers­ten Nord­fries­land Daag 2015

Der Nord­fries­land Daag wird 2015 erst­ma­lig durch­ge­führt und soll künf­tig ein fes­ter Akti­ons­tag in Nord­fries­land wer­den, mit dem die sus­tai­ne­ra­tion UG, in Part­ner­schaft wei­te­rer nord­frie­si­scher Unter­neh­men einen posi­ti­ven Bei­trag für Umwelt und Gesell­schaft leis­ten möchte.

Die­ses Pro­jekt soll gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen in Nord­fries­land eine höhere Sicht­bar­keit ver­schaf­fen. Unsere Gesell­schaft würde ohne den Ein­satz der gemein­nüt­zi­gen Ein­rich­tun­gen nicht funk­tio­nie­ren, doch häu­fig gerät dies lei­der in Ver­ges­sen­heit oder wird erst gar nicht gese­hen. Durch die Teil­nahme am Nord­fries­land Daag wird den Orga­ni­sa­tio­nen einer­seits eine Platt­form gebo­ten, sich und ihre Arbeit zu prä­sen­tie­ren, ande­rer­seits erhal­ten sie tat­kräf­tige Unter­stüt­zung aus der Wirt­schaft und damit auch eine Aner­ken­nung für ihre wert­volle Arbeit die sie täg­lich leisten.

Dar­über hin­aus bie­tet der Nord­fries­land Daag regio­na­len Unter­neh­men die Gele­gen­heit, sich aktiv für die Umwelt und Gesell­schaft ein­zu­set­zen, ihr gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment zu kom­mu­ni­zie­ren und ihren Mit­ar­bei­tern die Gele­gen­heit zu ver­schaf­fen, den Arbeits­platz für einen Tag gegen ein gemein­nüt­zi­ges Pro­jekt ein­zu­tau­schen. Damit ermög­li­chen die Unter­neh­men ihren Mit­ar­bei­tern, Ein­bli­cke in neue Lebens– und Wir­kungs­wel­ten zu erhal­ten und för­dern zudem die Stär­kung des Teamgefühls.

Außer­dem soll der Nord­fries­land Daag dazu die­nen, ein stär­ke­res Bewusst­sein für Umwelt– und Gesell­schafts­the­men zu för­dern. Zum einen bei Unter­neh­men, die sich mit ver­ant­wort­li­chem Wirt­schaf­ten im Sinne einer Nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung bis­lang wenig aus­ein­an­der­setz­ten. Zum ande­ren auch bei deren Mit­ar­bei­tern, die dadurch neue Erfah­run­gen mit gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen sam­meln kön­nen. Aber auch dar­über hin­aus soll der Nord­fries­land Daag Wir­kung zei­gen und in der Öffent­lich­keit ein stär­ke­res Bewusst­sein für Mensch und Pla­net bewirken.