Cor­porte Social Responsi­bi­lity (CSR), Diver­sity, Employer Bran­ding, Cor­po­rate Volun­tee­ring… der Anglizismen-Dschungel nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens ist schier unend­lich. Kein Wun­der, dass Unter­neh­men die sich erst­mals mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen häu­fig abge­schreckt sind und nicht wis­sen wie und wo sie star­ten sollen.

Der CSR-Check zeigt rele­van­ten Handlungsbedarf

Ganz ohne Fach­kennt­nisse und Angli­zis­men zeigt der Check den unter­neh­me­ri­schen Status-Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit. Viele Unter­neh­men unter­stüt­zen gemein­nüt­zige Zwe­cke durch Geld­spen­den oder auf ande­ren Wegen. Wenn jedoch das Nach­hal­tig­keits­en­ga­ge­ment ganz­heit­lich aus­ge­legt wer­den soll, wis­sen sie oft­mals nicht wo sie eigent­lich ste­hen oder womit sie anfan­gen sol­len. Der CSR-Check ver­schafft hier Abhilfe! Er zeigt sys­te­ma­tisch auf wo ein Unter­neh­men in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Lie­fer­kette, Arbeits­welt, Gesell­schaft, Markt und Manage­ment steht und ver­deut­licht ent­spre­chen­den Handlungsbedarf.

Es gibt viel zu tun, doch womit fängt man an?

Nicht jeder Nach­hal­tig­keits­as­pekt hat für jedes Unter­neh­men die glei­che Bedeu­tung, die wirk­lich rele­van­ten her­aus­zu­pi­cken ist da gar nicht so leicht. Auch hier­bei kann der Check Unter­stüt­zung lie­fern. Alle Aspekte, wie z.B. Ener­gie­ver­brauch, Umwelt– und Sozi­al­stan­dards inner­halb der Lie­fer­kette, betrieb­li­ches Mit­ar­bei­te­r­en­ga­ge­ment und Arbeits­ge­be­rat­trak­ti­vi­tät wer­den hin­sicht­lich ihrer Rele­vanz bewer­tet. Ver­schie­dene Indi­ka­to­ren geben über­dies Aus­kunft dar­über in wel­chem Umfang rele­vante Aspekte in einem Unter­neh­men berück­sich­tigt wer­den. Hier­durch kann nicht nur eine Aus­sage dar­über getrof­fen wer­den ob bei­spiels­weise der Aspekt Ener­gie­ver­brauch eine hohe oder nied­rige Bedeu­tung für ein Unter­neh­men hat, son­dern ob es zu die­sem Aspekt not­wen­di­gen Hand­lungs­be­darf gibt.

Was nach viel Arbeit klingt, dau­ert gerade mal 30 Minuten!

Unter­neh­men die Ihren Status-Quo in Sachen Nach­hal­tig­keit auf den Prüf­stand stel­len wol­len, bear­bei­ten einen ent­spre­chen­den Fra­gen­ka­ta­log zu ver­schie­de­nen Indi­ka­to­ren nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens. Über ein Indikatoren-Modell wer­den die Anga­ben der Unter­neh­men sys­te­ma­tisch ana­ly­siert und bewer­tet, so dass der unter­neh­me­ri­sche Status-Quo am Ende als Bericht aus­ge­ge­ben wer­den kann. Die­ser ent­hält die ent­spre­chende Rele­vanz, sowie den Hand­lungs­be­darf der ein­zel­nen Aspekte und indi­vi­du­elle Nachhaltigkeits-Tipps, mit denen die Arbeit in den Hand­lungs­fel­dern Umwelt, Lie­fer­kette, Arbeits­welt, Gesell­schaft, Markt und Manage­ment schritt­weise ver­bes­sert wer­den kann.

Hier geht’s zum Check!

Nach unse­rem Work­shop rund um das Thema Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment am 11. Novem­ber, ging es die­sen Diens­tag wei­ter — was cha­rak­te­ri­siert eine glaub­wür­dige Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion und wie glaub­wür­dig sind die Nach­hal­tig­ks­be­haup­tun­gen aus­ge­wähl­ter Unter­neh­men? Hier­mit beschäf­tig­ten sich die Teil­neh­mer unse­res Work­shops “Nach­hal­tig­keit glaub­wür­dig kom­mu­ni­zie­ren”, im Rah­men der Inter­dis­zi­pli­nä­ren Wochen (IDW) der Fach­hoch­schule Kiel.

Nach einem kur­zen Rück­blick waren die Stu­die­ren­den auch schon gefordert

Ein kur­zer Exkurs auf den ers­ten Work­shop zeigte den Teil­neh­mern noch­mals, wor­auf es bei der sys­te­ma­ti­schen Ver­an­ke­rung von Nach­hal­tig­keit in einem Unter­neh­men ankommt. In zwei Klein­grup­pen beschäf­tig­ten sich die Teil­neh­mer mit den Unter­neh­men KIK und IKEA und haben zunächst an einer Bestands­auf­nahme zur Nach­hal­tig­keits­leis­tung der bei­den Unter­neh­men gear­bei­tet. Hierzu nutz­ten sie die Nach­hal­tig­keits­be­richte, die online zur Ver­fü­gung standen.

Gruppenarbeit KIK Gruppenarbeit IKEA

Die Bericht­er­stat­tung exter­ner Akteure rela­ti­vierte das unter­neh­me­ri­sche Engagement 

Um die teil­weise sehr blu­mige Beschrei­bung der Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten sei­tens der Unter­neh­men bes­ser ein­ord­nen und bewer­ten zu kön­nen, haben die Stu­die­ren­den nach exter­ner Bericht­er­stat­tun­gen zu den Unter­neh­men recher­chiert. Skan­dale rela­ti­vier­ten das ver­ant­wor­tungs­be­wusste Han­deln der Fir­men ziem­lich schnell…  um auch den Aus­sa­gen der bericht­er­stat­ten­den Medien blind zu ver­trauen, wurde die Nega­tiv­be­richt­er­stat­tung sei­tens Drit­ter vali­diert, um beur­tei­len zu kön­nen, ob diese tat­säch­lich zutref­fen und zu recht ein “schlech­tes Licht” auf die jewei­li­gen Unter­neh­men wer­fen. Beson­ders span­nend erwies sich die Beur­tei­lung ver­schie­de­ner Vor­würfe, zu denen sich die Unter­neh­men aus­führ­lich geäu­ßert haben.

Ins­ge­samt wurde deut­lich, dass Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGO) mit ihrer Recher­che und Bericht­er­stat­tung zu den Arbeits­wei­sen der Unter­neh­men die Inter­es­sen unter­schied­li­cher Sta­ke­hol­der der Unter­neh­men ver­tre­ten, da diese durch das Han­deln der Unter­neh­men zum Teil nega­tive Aus­wir­kun­gen auf sie haben.

Nachhaltigkeitsbewertung IKEA Nachhaltigkeitsbewertung KIK

Was cha­rak­te­ri­siert eine glaub­wür­dige Nachhaltigkeitskommunikation?

Als sich der Workshop-Tag dem Ende neigte, dis­ku­tier­ten die Teil­neh­mer dar­über was eine glaub­wür­dige Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion aus­zeich­net. Wich­tig war den Stu­die­ren­den, dass Unter­neh­men Taten auf ihre Aus­sa­gen fol­gen las­sen — ehr­lich sind, auch wenn dies bedeu­tet, dass sie mal sagen müs­sen dass sie Ziele viel­leicht nicht erreicht haben — sich zu Miss­stän­den in ihrer Lie­fer­kette klar beken­nen — eine Rück­ver­folg­bar­keit ihrer Pro­dukte mög­lich machen  …  aber allen voran Trans­pa­renz über ihre Arbeits­wei­sen schaffen.

Nachhaltigkeit glaubwürdig kommunizierenEs macht uns jedes Mal unglaub­lich viel Spaß mit den Stu­die­ren­den der FH Kiel zu arbei­ten — immer wie­der sind sie mit viel Enga­ge­ment und Begeis­te­rung dabei, das ist ein­fach klasse und macht das Arbei­ten mit ihnen für uns immer sehr beson­ders. Wir freuen uns schon auf die Inter­dis­zi­pli­näre Wochen 2017.

Bereits zum drit­ten Mal ver­tre­ten bei den Inter­dis­zi­pli­nä­ren Wochen (IDW) der Fach­hoch­schule Kiel, wol­len wir nun mal einen klei­nen Ein­blick in unsere Work­shops dort ver­schaf­fen. Im Rah­men der IDW haben die Stu­die­ren­den der Hoch­schule die Gele­gen­heit Vor­träge und Work­shops zu den unter­schied­lichs­ten The­men zu besu­chen und ihre Stu­di­en­ver­an­stal­tun­gen indi­vi­du­ell zu ergän­zen. Im Rah­men der 15. Inter­dis­zi­pli­nä­ren Wochen bie­tet sus­tai­ne­ra­tion bereits zum drit­ten Mal einen Work­shop zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement.

Nach­hal­tig­keit unter­neh­me­risch verankern

Nach einem klei­nen Warm-Up, um frisch in einen inten­si­ven Workshop-Tag zu star­ten, wurde den Teil­neh­mern zunächst an einem Schau­bild erläu­tert, wie sich Nach­hal­tig­keit in ein­zel­nen Unter­neh­mens­be­rei­chen wie­der­fin­det und wie Nach­hal­tig­keit hier umge­setzt wer­den kann.

Nachhaltigkeit managen

Die Vor­stel­lung eini­ger Instru­mente, u.a. aus dem Umwelt– und Sta­ke­hol­der­ma­nage­ment ver­deut­lichte noch­mals wie die Umset­zung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens sys­te­ma­tisch rea­li­siert wer­den kann.

Case Study – Wie wird Nach­hal­tig­keit in der Pra­xis umgesetzt?

Nach­dem die Stu­die­ren­den ein wenig Input erhal­ten haben, waren sie nun selbst an der Reihe etwas zu erar­bei­ten. Hierzu konn­ten sie aus einem klei­nen Fun­dus an Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten ein Bei­spiel­un­ter­neh­men wäh­len, wel­ches sie in Klein­grup­pen ana­ly­sier­ten. Die Stu­die­ren­den haben einen IST-Zustand der Nach­hal­tig­keits­leis­tun­gen der unter­schied­li­chen Unter­neh­men erar­bei­tet auf Basis des­sen, was die jewei­li­gen Unter­neh­men in ihren Nach­hal­tig­keits­be­rich­ten nach außen tra­gen und kom­mu­ni­zie­ren. Neben Hen­kel und C&A wurde auch eine gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tion, „Die Tafeln“ unter­sucht… hier wurde anstelle des Nach­hal­tig­keits­be­rich­tes der Jah­res­be­richt des Bun­des­ver­band Deut­sche Tafel e.V. analysiert.

IDW FH Kiel l

IDW FH Kiel l — Grup­pen­ar­beit “Henkel”

IDW FH Kiel ll

IDW FH Kiel ll — Grup­pen­ar­beit “Die Tafeln”

IDW FH Kiel lll

IDW FH Kiel lll — Grup­pen­ar­beit C&A

Case Study – Pra­xis­bei­spiele sys­te­ma­tisch bewerten

Die ein­zel­nen Orga­ni­sa­tio­nen wur­den anschlie­ßend von den Stu­die­ren­den bewer­tet. Durch die Dar­stel­lung zu Beginn, wie Nach­hal­tig­keit unter­neh­me­risch ver­an­kert und umge­setzt wird, waren die Teil­neh­mer in der Lage dies auf ihre Pra­xis­bei­spiele anzu­wen­den und konn­ten die oft­mals sehr posi­tiv dar­ge­stell­ten Nach­hal­tig­keits­in­for­ma­tio­nen adäquat beurteilen.

Wie jedes Mal, war auch die­ser Tag ein­fach super! Die Stu­die­ren­den der Fach­hoch­schule sind immer sehr enga­giert dabei — es macht uns jedes Mal viel Spaß mit ihnen zu arbeiten.

Siet gut fief Johr arbeite ik nu schon doran dat Ünner­neh­men bed­der mit de Pla­net un de Lüd de dor op leven, umgohn. Gor nich so licht un manchmol makt mi dat ok teem­lich tru­rig mit anto­kie­ken we scha­kig mit Minsch, Tir un Natur umgohn ward. Wi all wöt disse Welt je ok för unse Kin­ner, Enkel­kin­ner un Uren­kel oprecht erhol­len, aver dorbi gohn un wat dorför don dat sik wat ännern deit, dat schient uns nich so licht to fallen.

Ik bin Niels, ik bin 31 Johr old, Sleswig-Holsteener un wünsch mi, dat mien Öllern­hus in hun­nert Johr noch dor steiht wo dat hüt is un nich vun de Noord­see över­schwemmt ward.

Ik moch dat sik wat ännern deit – so kann dat nich wie­der gohn!

Wi koo­pen as gift dat keen mor­gen mehr: All twee Johr een niege Bim­mel­büx, all dree Johr bruk wi een niege Reck­ner un een niege Ben­zin­kutsch oder tominnst dann wenn de Naver een niege hett, Tüch koo­pen wi partu in Över­fluss. Blots weil H&M un we de alle heten alle poor Wuchen een niege Reg rut brin­gen, ren­nen wi los un holen uns dat Schiet. De Indus­trie schnackt vun „Fast Fashion“ – is dat wirkli nödig?

As is dat noch nich genoog, unse Mum­pitz geiht noch wieder

Fran­zööske Wader schlep­pen wi kis­ten­wies na Hus, worbi unse Wader ut de Hohn ämso gut is un uns man jüs een Vid­del kost. Dat dat fran­zööske Wader hun­nerte vun Kilo­me­ter her­schleppt ward un nicht unbe­dingt gut is för de Umwelt, dat is sach jedem klor.

Wi drin­ken unse Kaffe gern ut inkap­selte Hül­sen, ver­pa­cken de ene oder vil­lich ok de twee Paprika gern extra in een Tuut, wat to drin­ken koo­pen wi meist in Plas­tik­bud­deln, schmie­den unse Edden wech, ver­bru­ken Ener­gie as wöörn wi dor­vun leven, koo­pen Appeln ut Nie­see­land un wenn wi an de Kaß stohn ver­pa­cken wi de Kram in een schön groote Plastiktuut.

Wat bringt uns dat? Een rie­sen Barg an Müll, de dann amen noch bi uns in de Noord– oder Ost­see lan­net. Dat is doch Schietkrams!

De Indus­trie deit uns doch verklapsen

Veele Ünner­neh­men kal­kuee­ren rie­gel­ros, haupt­sook billi. Dor­mit krieg wi de Ver­bru­ker! Dat se aver Regnwäl­der afholtzn dor­mit wi Pal­mööl för unse Nutella heb­ben – Kin­ner arbei­ten lot­ten, um Tüch för unse Kin­ner to pro­du­ze­ren – Küken doot maken, blots weil dat keen Deerns sind – Skal­ven in Afrika utpo­vern dor­mit wi unse Scho­ko­laad und Kakao op de Disch heb­ben – tolod­den dat Fruuns Gewalt andoon ward, unner des­sen se unse Büxen nai­hen – Ener­gie ver­sch­lü­dern wodör de See­spe­gel stiegt, ik un anner Sleswig-Holsteener vil­lich sehrs to Hus ver­leh­ren, we veel Lüd op de ganze Welt von to Hus weg mööt, dorö­ber mach ik gon­nich naden­ken … dat all sind Saken welke Ünner­neh­men oftins in Koop neh­men dor­mit se „gode Geschäff“ maken. Is dat de Welt de wi unse Kin­ner un Enkel­kin­ner över­ge­ven wöt? Ik will dat so nich!

Lot dat no, ik mach dat nich hebben    

So wi dat nu löppt, is dat doch nix – dor mut sik wat ännern! Wi as Ver­bru­ker köt wat bewe­gen un Ünner­neh­men wie­sen, dat wi dat so nicht wöt, dat wi Pro­dukte heb­ben mochen de nich so utlecht sind, dat se na twee Johr twei gohn, dat wi nich dor­mit inver­stohn sind, we se mit Minsch, Tir un Natur umgohn un dat se uns bru­ken dor­mit se ok tokünf­tig bes­ton köt – denn irgend­je­mand mut sehrs Schiet je koopen.

Un genau dor­mit köt wi wat ver­än­nern, mit de Krams de wi koopen!

Im Rah­men der Arbeits­gruppe „Leben­dige Nach­hal­tig­keit“ sind wir eines von meh­re­ren Unter­neh­men wel­ches gemein­sam mit der Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik an einem Stan­dard für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten für Han­dels– und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men arbei­tet. Was die GfaW mit ihrer Arbeit und dem Stan­dard Cer­ti­fied Sus­tainable Eco­no­mics (CSE) errei­chen möchte und wel­che Ziele sie ver­fol­gen, erläu­terte uns Sophie (Geschäfts­füh­re­rin GfaW) in einem Interview.

Liebe Sophie, vie­len Dank dass du dir Zeit für uns nimmst und uns einige Fra­gen zur GfaW und eurer Arbeit beant­wor­test. Bitte stell dich unse­ren Lesern doch kurz vor.

Danke für das Inter­esse. Ich bin allein­er­zie­hende Mut­ter von zwei wun­der­ba­ren Kin­dern, die nun ins inter­es­sante Alter der Puber­tät gelan­gen. Mit zuneh­men­den Alter der Kin­der wach­sen auch meine Frei­räume und ich kann mich schritt­weise mehr beruf­li­chen und ande­ren Gebie­ten wid­men, so nun auch die­sem Interview.

Nach mei­nem Schul­ab­schluss an der Wal­dorf­schule Frank­furt habe ich ein Frei­wil­li­ges Sozia­les Jahr absol­viert. (damals hieß das noch nicht so, war aber genau das. :-)) Ich habe mit Erwach­se­nen, die Ein­schrän­kun­gen wie Epi­lep­sie, Down-Syndrom, etc. haben, in einer anthro­po­so­phi­schen Ein­rich­tung gelebt. Diese Ein­rich­tung nennt sich Cam­phill und ist eine länd­li­che geprägte Gemein­schaft in der alle – Betreuer oder Betreu­ter, das macht dann irgend­wann kei­nen Unter­schied mehr — leben und nach ihren Mög­lich­kei­ten arbei­ten. Dort habe ich meine Liebe zum Garten/Landwirtschaft in Kom­bi­na­tion mit mensch­li­chen Ein­schrän­kun­gen aller Art ent­deckt. Nach einem fehl­ge­schla­ge­nen Ver­such des Biologie-Studiums absol­vierte ich dann eine Aus­bil­dung zur Land­wir­tin und anschlie­ßend das Stu­dium der öko­lo­gi­schen Agrar­wis­sen­schaf­ten. Erfah­run­gen im Zer­ti­fi­zie­rungs­we­sen sam­melte ich dann bei einer Zer­ti­fi­zie­rungs­stelle in Göt­tin­gen. Der öko­lo­gi­sche non-food-Bereich übte schon damals einen Reiz auf mich aus. Hier gab und gibt es noch viele Pio­niere und die Moti­va­tion, etwas zu bewe­gen und Neues auf die Beine zu stel­len, impo­niert mir immer wie­der sehr.

Was genau macht die Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik und wel­che Ziele ver­folgt ihr mit eurer Arbeit als GfaW und mit dem CSE-Standard im speziellen?

Ouh, jetzt wird’s span­nend… Die GfaW möchte, dass nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zum Main­stream wird, es sich eta­bliert. Erfolgt ein Wirt­schaf­ten unter ethi­schen Gesichts­punk­ten, hat dies auto­ma­tisch Nach­hal­tig­keit zur Folge. Daher der Name der GfaW.

Unser Betä­ti­gungs­feld ist somit sehr viel­schich­tig. Alles, was nötig ist, damit nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zur guten fach­li­chen Pra­xis wird, ist unser Ziel. Aber aus Kapa­zi­täts­grün­den kon­zen­trie­ren wir uns auf das Herz­stück, den CSE-Standard. Ziel des CSE-Standards ist es, eine kon­krete Defi­ni­tion nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens zu lie­fern. In dem der CSE-Standard das wider­spie­gelt, was der­zeit schon umge­setzt wird – also auch mög­lich ist — set­zen wir damit einen Stan­dard, eine Mess­latte, einen Kri­te­ri­en­ka­ta­log. Wer nach den Kri­te­rien des CSE Stan­dards arbei­tet, der erfüllt den Anspruch, ein wirk­lich nach­hal­ti­ges Unter­neh­men zu sein.

Unter­neh­men die Nach­hal­tig­keit ganz­heit­lich ver­ste­hen und ihre Arbeit danach aus­rich­ten, haben die Mög­lich­keit sich nach dem CSE-Standard zer­ti­fi­zie­ren zu las­sen. Worin unter­schei­det sich die­ser Stan­dard von ande­ren beste­hen­den Zer­ti­fi­zie­run­gen und warum soll­ten sich Unter­neh­men nach CSE zer­ti­fi­zie­ren lassen?

Gehen wir von einem Ver­ständ­nis der star­ken Nach­hal­tig­keit aus, in dem die drei Dimen­sio­nen Öko­lo­gie, Sozia­les und Öko­no­mie im gesam­ten Unter­neh­men nicht nur gleich­be­rech­tigt vor­kom­men, son­dern auch in deren posi­tive Ent­wick­lung inves­tiert wird, dann komme ich immer wie­der zu dem Schluss, dass es der­zeit nur unsere Zer­ti­fi­zie­rung gibt, die alles das abdeckt. Andere Zer­ti­fi­zie­run­gen aus dem Bereich Nach­hal­tig­keit behan­deln jeweils immer nur Teil­be­rei­che der Nach­hal­tig­keit (z.B. Fair­trade für Ökonomie/Soziales aber keine Öko­lo­gie oder Bio-Lebensmittel für Öko­lo­gie, aber kein Sozia­les, geschweige denn Öko­no­mie) oder Teil­be­rei­che des Unter­neh­mens (z.B. die Pro­dukt­zer­ti­fi­zie­run­gen wie Natur­kos­me­tik oder ein­zelne Cradle to Cradle Pro­dukte oder das Manage­ment­sys­tem wie ISO 14001) oder Teil­be­rei­che der Wirt­schaft, meint: Pro­dukte (z.B. FSC nur für Holz-Erzeugnisse).

Mit einer CSE-Zertifizierung kön­nen Unter­neh­men sich von den der­zei­ti­gen Teilbereichs-Zertifizierungen abgren­zen und damit zei­gen wie kon­se­quent und wahr­haf­tig sie es mei­nen. Außer­dem bie­tet die Mit­ar­beit in der Arbeits­gruppe „Leben­dige Nach­hal­tig­keit“ eine gute Mög­lich­keit, sich mit Pio­nie­ren auf einem ähn­li­chen Niveau aus­zu­tau­schen und aktu­elle Nachhaltigkeits-Themen zu diskutieren.

Wie schätzt du den Nut­zen des CSE-Standards für den Ver­brau­cher ein? Hilft es ihm eine bes­sere Kauf­ent­schei­dung zu tref­fen oder trägt ein wei­te­rer Stan­dard viel­leicht zur Ver­un­si­che­rung inner­halb des vor­han­de­nen Label-Dschungels bei?

Hier würde ich gerne unter­schei­den zwi­schen CSE-Standard und CSE-Label. Der CSE-Standard hat für End­ver­brau­cher direkt erst­mal kei­nen so gro­ßen Nut­zen. Viel­leicht erst die Kin­der oder Kin­des­kin­der der Ver­brau­cher, so wie jedes nach­hal­tige Wirt­schaf­ten. Natür­lich kann sich jeder inter­es­sierte Ver­brau­cher unse­ren Stan­dard her­un­ter­la­den und durch­le­sen. Ich habe ver­sucht alles so zu for­mu­lie­ren, dass die Kri­te­rien für jeden ver­ständ­lich sind und man nicht erst einen Dok­tor in Zer­ti­fi­zie­run­gen haben muss. Wir arbei­ten wei­ter­hin an einer ver­ständ­li­chen Kom­mu­ni­ka­tion und haben noch diverse Pro­jekte im Auge. 

Das CSE-Label ist jedoch für den End­ver­brau­cher von gro­ßem Nut­zen. Als Resul­tat der CSE-Zertifizierung darf es auf jedem Pro­dukt erschei­nen, das aus einem CSE-Unternehmen her­vor­geht. Dadurch, dass er nicht nur eine Bran­che abdeckt, ist er für den Ver­brau­cher eine zuver­läs­sige Kenn­zeich­nung von nach­hal­tig erzeug­ten Pro­duk­ten bzw. jetzt dem­nächst auch von Dienst­leis­tun­gen. Es geht also nicht mehr nur um das Pro­dukt, son­dern um die Nach­hal­tig­keit bei der Erzeu­gung des Produktes.

Jaja, der Labeld­schun­gel – Label sind ein­fach unschlag­bar, weil sie als ver­dich­te­tes Mar­ke­ting am Point of Sale viel trans­por­tie­ren kön­nen. Daher blei­ben wir bei dem Label. Was den Dschun­gel angeht muss ich aller­dings sagen, dass wir uns im Gebiet von CSE – also ganz­heit­li­che zer­ti­fi­zierte Nach­hal­tig­keit sowas von gar nicht in einem Dschun­gel bewe­gen. Wir ste­hen eher allein auf wei­ter Flur. Neh­men wir als Bei­spiel das Por­tal Label-online.de (http://label-online.de/suche/ ). Hier sind von ins­ge­samt 573 Label 125 nach­hal­tig, 8 davon kate­go­ri­en­über­grei­fend, von denen wie­derum 7 weg­fal­len, da sie ent­we­der eine Han­dels­aus­zeich­nung sind wie Pro­Pla­net – das fin­det man nur bei Rewe und das nützt mir gar nichts, wenn ich im Edeka stehe — oder wie­der nur Sozia­les abde­cken, wie Fair Trade oder keine Kenn­zeich­nung auf einem Pro­dukt sind. Somit bleibt nur eines, näm­lich CSE.

Der­zeit arbei­tet ihr ja an dem CSE-Standard für Han­dels– und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men. Wie lange exis­tiert bereits der CSE-Standard für Indus­trie­un­ter­neh­men und wie ist euer ers­tes Resümee?

CSE ist 2012 aus einem Pilot­pro­jekt her­vor­ge­gan­gen, zu dem es schon jah­re­lange Vor­ar­beit gab. Auf Wunsch von Natur­kos­me­tik– und Natur­pro­duk­te­her­stel­ler haben Dr. Banz­haf von Eco­Con­trol (Zer­ti­fi­zie­rungs­stelle für öko­lo­gi­sche non-food-Produkte) und ich zu einem ers­ten Tref­fen ein­ge­la­den. Die meis­ten der teil­neh­men­den Unter­neh­men hat­ten schon ca. 6 Jahre die von Eco­Con­trol ange­bo­tene Fir­men­zer­ti­fi­zie­rung genutzt. Basie­rend auf den ethi­schen Grund­sät­zen von Eco­Con­trol, erstel­len sich Fir­men ihre eige­nen Kri­te­rien und las­sen diese durch Eco­Con­trol prü­fen. Nun bestand 2011 der Wunsch, von einer drit­ten Stelle diese Kri­te­rien gene­ra­li­sie­ren und kon­kre­ti­sie­ren zu las­sen. Dem Wunsch bin ich gerne nach­ge­kom­men und habe die vor­han­de­nen jewei­li­gen Kri­te­rien mit Kri­te­rien der dama­li­gen exis­tie­ren­den Nach­hal­tig­keits­an­sätze ver­gli­chen, ange­passt. Aus­ge­hend mei­ner Recher­chen und einer Idee, wie nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten funk­tio­nie­ren kann habe ich diese Kri­te­rien noch ergänzt und in einen grö­ße­ren Kon­text gestellt. Der so ent­stan­dene Vor­schlag wurde dann in Arbeits­grup­pen­tref­fen dis­ku­tiert und in Test-Audits erprobt. 2012 stand dann der CSE-Standard und hatte sei­nen Markt­ein­tritt bei der Bio­F­ach. Wir sind sehr froh, dass der Ansatz, ein bran­chen­über­grei­fen­des Nach­hal­tig­keits­sie­gel zu schaf­fen durch die Aus­wei­tung auf Dienst­leis­tung und Han­del Wahr­heit gewor­den ist. Es ist nun in der Tat mög­lich, alle Pro­dukte des täg­li­chen Bedarfs nach­hal­tig zu pro­du­zie­ren und zer­ti­fi­zie­ren zu lassen.

Unser Resü­mee ist: Es geht gar nicht mehr anders. Unter­neh­men, die CSE nut­zen, haben es deut­lich leich­ter in der gesam­ten Nach­hal­tig­keits­kom­mu­ni­ka­tion und fin­den eine Art Rück­halt im Stan­dard, sowie darin, dass andere Unter­neh­men ihn auch nut­zen und die­ses hohe Niveau des Wirt­schaf­tens „schaf­fen“. Natür­lich wür­den wir uns wün­schen, dass mehr Unter­neh­men diese Zer­ti­fi­zie­rung nut­zen und als Chance begreifen.

Was hat dich per­sön­lich dazu bewo­gen, dein Arbeits­le­ben der Nach­hal­tig­keit zu wid­men und einen Stan­dard auf den Weg zu brin­gen der nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten zertifiziert?

Wie schon vor­her erwähnt schlägt mein Herz für die Muti­gen, die neue Wege gehen hin zu einer bes­se­ren Welt. Ich habe einen Hei­den­re­spekt vor den Men­schen, die in den CSE-Unternehmen ste­hen und mit dazu bei­tra­gen die Vision einer nach­hal­ti­gen, men­schen­freund­li­chen und umwelt­ge­rech­ten Wirt­schaft wahr wer­den zu las­sen. Als Grün­de­rin der GfaW weiß ich ja, dass es nicht so ein­fach ist, Schritte zu gehen, die viel­leicht noch nie jemand vor­her gegan­gen ist und man somit auch auf keine Bera­tung oder Erfah­rung zurück grei­fen kann. Wenn das alles auch noch in einer nicht-eigennützigen Inten­tion geschieht, dann ist es nötig, dass die Mensch­heit davon erfährt und ich möchte mei­nen Bei­trag dazu leisten.

Vie­len Dank für das tolle Inter­view und den Ein­blick in eure Arbeit. Für die wei­tere Ent­wick­lung eures Stan­dards wün­schen wir euch viel Erfolg!

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Gesell­schaft für ange­wandte Wirt­schafts­ethik sowie zum CSE-Standard sind unter www.angewandte-wirtschaftsethik.org zu finden.

Am 15. Juli tausch­ten wir wie­der mal unsere Arbeits­plätze gegen eine gemein­nüt­zige Ein­rich­tung in Nord­fries­land aus. Im letz­ten Jahr sam­mel­ten wir noch den ange­spül­ten Müll am West­er­he­ver Deich – Die­ses Mal zog es uns ins Alten– und Pfle­ge­heim nach Husum. Dort konn­ten wir unsere grü­nen Dau­men unter Beweis stel­len und Hoch­beete für die Bewoh­ner der Ein­rich­tung errichten.

Als wir mor­gens um 9:00 Uhr bei Wind und Regen ange­kom­men sind, star­te­ten wir zunächst mit einer Früh­stücks­pause – so lässt es sich arbei­ten. Anschlie­ßend hat uns Achim, der Haus­meis­ter der Senioren-Einrichtung, den Ort des Gesche­hens gezeigt, an dem die Hoch­beete ange­legt und bepflanzt wer­den sollten.

Nach­dem die Erd­ar­bei­ten abge­schlos­sen waren und wir einen ebe­nen Unter­grund für die Hoch­beete geschaf­fen haben, konn­ten wir diese Schicht für Schicht befül­len. Da Achim die Fähig­keit besitzt zu goo­geln, wusste er genau wie so ein Hoch­beet zu fül­len war. Dickes Geäst, klein geschred­der­tes Holz, Laub und ande­res Gar­ten­grün­zeug und abschlie­ßend die Erde in die gepflanzt wird. Zwi­schen­durch alles ab und an mal platt stamp­fen und schon konn­ten die Beete bepflanzt werden.

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Beson­ders viel Freude hatte Ting bei der Inbe­trieb­nahme der elek­tro­ni­schen Säge, auf deren Ein­satz sie schon die ganze Zeit gewar­tet hat.

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Als die diver­sen Schich­ten in den Beete waren, konn­ten wir uns ans bepflan­zen machen. Eines der Beete sollte etwas medi­ter­ra­ner ange­haucht sein und wurde ent­spre­chend u.a. mit Laven­del, Paprika, Cur­ry­kraut und Thy­mian bestückt und das andere Beet wurde mit Erd­bee­ren, Peter­si­lie, Schnitt­lauch und ande­ren Kräu­tern ausgestattet.

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Auch wenn sich das Wet­ter nicht gerade von sei­ner bes­ten Seite gezeigt hat, hat­ten wir viel Spaß dabei unsere Hände dre­ckig zu machen und freuen uns sehr über das fer­tige Ergebnis.

IMG_5593Beson­ders span­nend waren auch die Ein­drü­cke, die wir durch die Gesprä­che mit Achim und der Ein­rich­tungs­lei­te­rin Frau Zischeck erhal­ten haben. The­men wie man­geln­des Fach­per­so­nal, schlech­tes Image von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und andere erschwe­ren der Ein­rich­tung das Leben erheb­lich. Durch den Tag im Pfle­ge­heim konn­ten wir selbst mal einen bes­se­ren Ein­blick in eine sol­che Ein­rich­tung erhal­ten – Eine Ein­rich­tung von der wir selbst kaum eine Vor­stel­lung hat­ten, bzw. wir uns nicht wirk­lich inten­si­ver mit aus­ein­an­der­ge­setzt haben.

Am Abend ver­sam­mel­ten sich die Teil­neh­mer aus Wirt­schaft und Gemein­we­sen auf dem uri­gen Hof von Sabine, die ein Tier­heim und Gna­den­hof in Lüt­jen­holm betreibt. Ver­steckt zwi­schen Wald und Wie­sen hat­ten wir einen tol­len Abend an dem wir die Teil­neh­mer des Akti­ons­ta­ges in einer gemütlich-rustikalen Atmo­sphäre noch­mal bes­ser ken­nen­ler­nen konnten.

2017 sind wir natür­lich wie­der dabei – gerne auch mal mit dem ein oder ande­ren Sonnenstrahl!

In einer Stu­die haben wir die Rele­vanz von Cor­po­rate Volunteering-Angeboten für die Per­so­naltent­wick­lung, der Unter­neh­mens­kul­tur sowie dem Employer Bran­ding von Unter­neh­men unter­sucht. Zu die­sem Zweck wur­den bun­des­weit Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che von Unter­neh­men jeder Größe ein­ge­la­den an einer Online-Befragung teil­zu­neh­men, um zu berich­ten ob und wel­che Erfah­run­gen sie mit Cor­po­rate Volun­tee­ring gemacht haben und um das betrieb­li­che Mit­ar­bei­te­r­en­ga­ge­ment hin­sicht­lich der Unter­neh­mens­kul­tur zu bewerten.

Die wesent­li­chen Erkennt­nisse der Unter­su­chung wol­len wir im Fol­gen­den kurz vorstellen.

CV wird sel­ten von Unter­neh­men ermög­licht
- doch Mit­ar­bei­ter sind an Ange­bo­ten interessiert

Gerade mal 36% der befrag­ten Unter­neh­men bie­ten ihren Mit­ar­bei­tern die Mög­lich­keit sich über ihren Job für Umwelt und Gesell­schaft zu enga­gie­ren. Dabei bewer­ten Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che deut­scher Unter­neh­men CV als posi­tiv und den­ken, damit die Arbeit­ge­ber­marke und die Per­so­nal­ent­wick­lung stär­ken zu kön­nen. Auch geben die befrag­ten Unter­neh­men an, dass sich ihre Mit­ar­bei­ter CV-Angebote wünschen.

CV in deutschen Unternehmen

Volun­tee­ring stei­gert die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und trägt dazu bei, das Gemein­schafts­ge­fühl zu stärken


Hier­bei sind sich Per­so­na­ler einig! Volun­tee­ring för­dert die Unter­neh­mens­kul­tur, denn Ange­bote die­ser Art tra­gen zu einen dazu bei, die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit zu ver­bes­sern. Zum ande­ren för­dern ins­be­son­dere Volunteering-Days die Stär­kung des Gemein­schafts­ge­fühls inner­halb der Beleg­schaft. Doch Ange­bote die­ser Art schaf­fen nur die wenigs­ten der befrag­ten Unternehmen.

Unter­neh­me­ri­sches Enga­ge­ment ver­bes­sert die Arbeitgeberattraktivität


Qua­li­fi­zierte Mit­ar­bei­ter gewin­nen und bin­den – eine der zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen der heu­ti­gen Zeit. Gesell­schaft­lich enga­gierte Unter­neh­men haben es hier leich­ter, denn laut einer Stu­die von Deloitte wählt ein Bewer­ber zwi­schen zwei ver­gleich­ba­ren Jobs, ent­schei­det die­ser sich mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit für den enga­gier­ten Arbeit­ge­ber. Damit ent­wi­ckelt sich Cor­po­rate Volun­tee­ring zuneh­mend zu einem rele­van­ten Instru­ment im Personalmarketing.

CV in der Unternehmenskultur

Bewer­tet wurde auf einer Skala von 1 (gar nicht), 2 (kaum), 3 (ein wenig), 4 (stark) und 5 (sehr stark).

Volun­tee­ring wirkt!

Mit Cor­po­rate Volunteering-Angeboten stär­ken Unter­neh­men nicht nur ihre Arbeit­ge­ber­marke und för­dern die Kom­pe­ten­zen ihrer Mit­ar­bei­ter, sie leis­ten zudem einen rele­van­ten Bei­trag in der Gesell­schaft oder im Umwelt­schutz – so sehen es die Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen der befrag­ten Unternehmen.

Die gesamte Publi­ka­tion ist unter http://sustaineration.com/publikationen_nachhaltigkeit/ zu finden.

Das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment zuguns­ten der Flücht­linge ist außer­or­dent­lich hoch, auch Unter­neh­men enga­gie­ren sich und wol­len sinn­volle Unter­stüt­zung liefern.

Die Inte­gra­tion in den Arbeits­markt: Eine große bevor­ste­hende Aufgabe

Viel wird über die Arbeits­markt­in­te­gra­tion dis­ku­tiert, wel­che Rah­men­be­din­gun­gen geschaf­fen wer­den müs­sen und wie Unter­neh­men Flücht­linge in ihren Betrie­ben anstel­len kön­nen. Die Geset­zes­lage ist da sehr dyna­misch – mal wer­den Rege­lun­gen getrof­fen, wel­che Flücht­lin­gen die Auf­nahme von Arbeit erleich­tern, dann wie­derum gibt es Rück­schritte, die ihnen eine Inte­gra­tion in den Arbeits­markt erschweren.

Ein lang­fris­tig aus­ge­leg­tes Vor­ge­hen, wie Flücht­linge zu einem Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis kom­men ist daher nicht mög­lich, doch nach dem aktu­el­len recht­li­chen Stand soll in 4 Schrit­ten erläu­tert wer­den, wie Unter­neh­men Flücht­linge in ihren Betrie­ben ein­stel­len kön­nen und wel­che Hür­den der­zeit zu neh­men sind. Das Netz­werk Land in Sicht – Arbeit für Flücht­linge in Schleswig-Holstein hat uns Anfang Dezem­ber im Rah­men einer Info-Veranstaltung erläu­tert wie das der­zei­tige Ver­fah­ren aussieht.

Schritt für Schritt zum Beschäftigungsverhältnis

Allem voran: Auf­grund der Bear­bei­tungs­zei­ten der Behör­den müs­sen Zeit­räume von 2 Wochen bis zu 2 Mona­ten beach­tet wer­den. Außer­dem sollte kein Arbeits­ver­trag geschlos­sen wer­den, sofern die Arbeits­er­laub­nis der Aus­län­der­be­hörde nicht vorliegt.

Schritt1 – Erklä­rung abgeben:

Hat ein Unter­neh­men einen nicht EU-Bürger den es gerne anstel­len will, muss die­ses zunächst eine Erklä­rung abge­ben, dass das Unter­neh­men diese Per­son anstel­len möchte. Die­ses Erklä­rungs­for­mu­lar erhält die jewei­lige Per­son bei der Aus­län­der­be­hörde. Viele Indus­trie– und Han­dels­kam­mern haben diese mitt­ler­weile auch vor­lie­gen, so dass Unter­neh­men die Erklä­rung auch über ihre zustän­dige IHK anfra­gen können.

Schritt2 – Erklä­rung einreichen:

Die Erklä­rung des Unter­neh­mens muss durch den Antrag­stel­ler bei der Aus­län­der­be­hörde ein­ge­reicht wer­den, wel­che anschlie­ßend eine Prü­fung vornimmt.

Schritt3 – Die Prüfung:

Die Aus­län­der­be­hörde prüft die Anstel­lungs­si­tua­tion. Dafür sind einige Fak­to­ren ganz wesentlich.

  1. Titel der Per­son: Zunächst muss eine War­te­zeit von 3 Mona­ten berück­sich­tigt wer­den – nach Ankunft in Deutsch­land und Aus­spra­che des Asyl­ge­suchs darf die jewei­lige Per­son ab dem 4ten Monat arbei­ten, auch wenn das Asyl­ver­fah­ren noch nicht abge­schlos­sen ist.
  2. Vor­rang­prü­fung: Der­zeit gibt es die Vor­rang­prü­fung, in der geschaut wird ob es vor Ort Arbeits­su­chende gibt, die diese Arbeit durch­füh­ren könn­ten. Dadurch ver­lang­samt sich die gesamte Prü­fung enorm und führt u.a. auch zu nega­ti­ven Beschei­den, da Arbeits­su­chende hier­für vor­han­den sind. Diese Prü­fung wird der­zeit jedoch sehr kon­tro­vers dis­ku­tiert und es beste­hen Über­le­gun­gen diese abzuschaffen.
  3. Her­kunfts­land: Ein wei­te­rer Aspekt ist der, der Her­kunft. Auf­grund der kürz­lich benann­ten „siche­ren Her­kunfts­län­dern“ gibt es ein Beschäf­ti­gungs­ver­bot, sofern der Asyl­an­trag nach dem 31.08.2015 gestellt wurde. Ein posi­ti­ver Aus­gang des Asyl­an­tra­ges ist der­zeit bei Men­schen aus Syrien, Iran, Irak und Eri­trea sehr wahrscheinlich.

 

Schritt4 – Ertei­lung der Arbeitserlaubnis

Nach­dem die Aus­län­der­be­hörde die Prü­fung der Anstel­lungs­si­tua­tion vor­ge­nom­men hat, wird die Arbeits­er­laub­nis erteilt und es kann ein Arbeits­ver­trag zwi­schen Unter­neh­men und Flücht­ling geschlos­sen werden.

Unter­neh­men die ihre Arbeits­plätze gezielt geflüch­te­ten Men­schen anbie­ten wol­len, kön­nen auch ihre Stel­len auf workeer, der Job­börse für Flücht­linge anbie­ten: http://www.workeer.de

Ein wenig über­spitzt, aber so kann das Arbei­ten bei sus­tai­ne­ra­tion tat­säch­lich aus­se­hen. Cafés, Strand­körbe, CoWorking-Spaces … unser Arbeits­platz ist dort wo wir sind.

Es errei­chen uns bereits viele Bewerbungen

Mitt­ler­weile errei­chen uns monat­lich viele Initia­tiv­be­wer­bun­gen und Anfra­gen von hoch-qualifizierten Per­so­nen. Wir freuen uns jedes Mal sehr dar­über, dass es Men­schen gibt die unsere Pas­sion tei­len und Lust haben sus­tai­ne­ra­tion als Arbeit­ge­ber ken­nen­zu­ler­nen – sowohl für Prak­tika, den Berufs­ein­stieg oder eben die Beratung.

Da sus­tai­ne­ra­tion noch ein jün­ge­res Bera­tungs­un­ter­neh­men ist (Grün­dung März 2014), haben wir der­zeit noch kei­nen Unter­stüt­zungs­be­darf – noch haben Ting und Niels Kapa­zi­tä­ten um die vor­han­de­nen Auf­träge zu bear­bei­ten. Wir sehen aller­dings auch, dass sich sus­tai­ne­ra­tion im ver­gan­ge­nem Jahr enorm ent­wi­ckelt hat und da sich der Unter­stüt­zungs­be­darf bereits durch den ein oder ande­ren grö­ße­ren Auf­trag ändern kann, kön­nen wir der­zeit nicht ein­schät­zen, wann der Zeit­punkt kommt, an dem wir einstellen.

Wie wir ausschreiben

Beson­ders wich­tig ist uns, das künf­tige sus­tai­ne­ra­tors die glei­che Lei­den­schaft zum Thema mit­brin­gen und mit Begeis­te­rung Teil einer Bewe­gung sein wol­len. Da wir ins­be­son­dere bei unse­ren Fol­lo­wern diese Pas­sion wie­der­fin­den, wer­den wir künf­tig Aus­schrei­bun­gen über unsere Social Media-Seiten google+ und face­book ver­öf­fent­li­chen – hier seid ihr immer up-to-date.

Auf der Land­karte des Enga­ge­ments sind sie zu fin­den: Unter­neh­men die sich in beson­de­rem Maße für ihre Region enga­gie­ren. Der Ver­ein Unter­neh­men für die Region, wel­cher die Land­karte des Enga­ge­ments betreibt zeich­net über­dies klein– und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men im Rah­men der Kam­pa­gne „REGIONAL ENGAGIERT“ aus. Bei­spiel­haft enga­gierte Unter­neh­men wer­den dabei für ihren Ein­satz gewür­digt, mit dem Ziel, eine höhere Sicht­bar­keit für das gemein­wohlo­ri­en­tierte Enga­ge­ment zu erzeugen.

Auch wir wur­den als „REGIONAL ENGAGIERTES“ Unter­neh­men aus­ge­zeich­net, für unsere gemein­nüt­zige Initia­tive an unse­rem Betriebs­sitz in Nord­fries­land. Mit dem Nord­fries­land Daag wol­len wir regio­nale Unter­neh­men ermu­ti­gen sich für Umwelt– und Gesell­schafts­her­aus­for­de­run­gen ihrer Region einzusetzen.

2015 fand der Nord­fries­land Daag erst­ma­lig statt. Es enga­gier­ten sich ins­ge­samt sie­ben Unter­neh­men, die ihre Mit­ar­bei­ter für einen Tag frei­stell­ten, um sich gemein­schaft­lich für gemein­nüt­zige Zwe­cke ein­zu­brin­gen. Wir sind den teil­neh­men­den Fir­men sehr dank­bar, dass sie sich auf diese Erfah­rung ein­ge­las­sen haben und wün­schen uns, dass die Aus­zeich­nung durch Unter­neh­men für die Region dazu bei­trägt, wei­tere Unter­neh­men aus Nord­fries­land für die Initia­tive gewin­nen zu können.

Wir freuen uns sehr, dass wir und die Idee die­ser Initia­tive durch Unter­neh­men für die Region aus­ge­zeich­net wurden.